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Aktuelle Spielberichte
Rückrunde...
Spieltag 29.12.2007
TV Bad Ems zieht ins Viertelfinale ein
Handball-Rheinlandpokal: Oberligist bezwingt Rheintal V
locker und hofft auf Final-Four-Teilnahme
UVS Rheintal V -
TV Bad Ems 15:34 (5:16)
URMITZ. Pflichtaufgabe überaus locker erfüllt: Der TV Bad Ems hat bei
der in der Landesliga beheimateten fünften Welle des Ligarivalen in
Urmitz das Viertelfinale des Rheinlandpokals erreicht und kämpft
demnächst gegen UVS Rheintal VI, die überraschend den Rheinlandligisten
TuS Bannberscheid aus dem Rennen geworfen hatten, um den Einzug ins
attraktive Final-Four-Turnier.
TVBE-Trainer Thomas Schmidt hatte seine Jungs im Vorfeld vor den
vermeintlichen "eigenen Gesetzen" des Pokals gewarnt. Mit Erfolg. Von
Beginn an zeigten sich die Schwarz-Weißen hochkonzentriert, standen -
obwohl mit Uwe Hens, Adrian Ulges und Yvo Pesek der komplette
Mittelblock fehlte - sicher in der Abwehr und schlossen die Gegenstöße
konsequent ab.
"Uns sind ganz wenig technische Fehler unterlaufen, und wir haben auch
das Zaubern nicht übertrieben", attestierte der Übungsleiter in
Abwesenheit seines grippekranken Mitstreiters Klaus Ohnhäuser allein
amtierende Schmidt seinen Jungs einen absolut überzeugenden Auftritt in
der Peter-Häring-Halle.
Schmidt konnte es sich in anbetracht des überaus deutlichen Spielstandes
sogar leisten, seinen Leistungsträgern Pascal Gras und Alexander Ulges
eine Viertelstunde vor Spielende sogar vorzeitig Feierabend zu gönnen.
"Es war gut, dass sich die Jungs zum Jahresende noch einmal locker
bewegt haben und dass wir ohne ernste Verletzungen aus der Sache
rausgekommen sind. Wir haben munter durchgewechselt, alle haben ins
Schwarze getroffen. Es war eine runde Sache", bilanzierte Schmidt
abschließend ohne es zu versäumen, dem überragenden Fabian Gerlach, auf
den das Spiel zugeschnitten war und der sich ein stattliches Dutzend Mal
in die TV-Schützenliste eintrug, ein Sonderlob auszusprechen. Stefan
Nink
TV Bad Ems: Noll, Klapthor - Driesch (3), Peltner (1), Alexander
Ulges (4), Furtak (2), Wallroth (1), Krenzer (1), Gras (4), Klute (3/1),
Gerlach (12), Eichmann (3).
(RLZ vom 31.12.2007)
Spieltag 15./16.12.2007
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Bad Ems feiert nach
sieben Niederlagen hintereinander gegen den SV Zweibrücken einen
wichtigen Sieg und setzt Signale im Abstiegskampf
TV beendet schwarze Serie
Als es in Halbzeit zwei eng wird, retten Paraden von
Torwart Alexander Klapthors den Vorsprung
Riesenstimmung in der Bad Emser Sporthalle Silberau. Mit
einer eindrucksvollen kämpferischen Leistung bewiesen die Handballer des
TV Bad Ems ihrem begeisterten Publikum, dass sie kapiert hatten, worauf
es im rauen Abstiegskampf ankommt. Der Lohn: Endlich wieder einmal zwei
Punkte, die durchatmen lassen.
TV Bad Ems -
SV Zweibrücken 31:25 (19:14)
BAD EMS. Man hörte sie förmlich von den Herzen purzeln, diese
riesengroßen Wackersteine der Erleichterung. Wo man hinschaute an diesem
Abend: Überall restlos glückliche Gesichter. Egal ob bei den Spielern,
dem TVBE-Trainerteam, dem Teammanager oder auch den treuen Fans, die in
den zurückliegenden Wochen viel durchmachten bei den teilweise sehr
schmerzlichen sieben Pleiten hintereinander. Der Turnverein Bad Ems hat
sich in der Handball-Oberliga wieder zurückgemeldet.
"Ich weiß nicht, ob es das so häufig gibt, dass eine Mannschaft in einer
solch schwierigen Phase so zusammenhält. Kompliment." Coach Thomas
Schmidt wischte sich ein Tränchen aus den Augen, ehe er noch einmal
betonte. "Der feste Glaube an die Mannschaft war bei mir immer da.
Unsere Jungs haben noch mehr als sonst gekämpft, keinen Ball verloren
gegeben und alles aus sich herausgeholt. Genau das wird im Abstiegskampf
gebraucht."
Der TVBE erwischte im Duell der in schwarz und weiß gewandeten
Kontrahenten den besseren Start und lag zur Pause komfortabel vorne.
Doch dann kam eine Zitterphase, in welcher die Partie hätte kippen
können. Lediglich ein Treffer gelang den Hausherren binnen der ersten
elfeinhalb Minuten im zweiten Abschnitt. Bis auf zwei Treffer waren die
Saarpfälzer herangekommen.
Doch die Kurstädter ließen sich in dieser kritischen Phase auch in
Unterzahl nicht unterbuttern. Zumal der eingewechselte Torwart-Youngster
Alexander Klapthor der starken Vorstellung seines Kollegen Carsten Noll
und dem optimalen Kurzeinsatz Christian Adlers die Krone aufsetzte. Das
Talent fischte nicht nur den Siebenmeter Thomas Sauers (44.), sondern
zog dem mehrfach frei vor ihm auftauchenden bulligen Andreas Birk mit
Super-Paraden den Zahn. Hellwach präsentierte sich die TVBE-Abwehr um
Spezialist Adrian Ulges und Uwe Hens. So war spätestens nach Marcel
Drieschs beiden Toren vom Kreis (52./53.) und der Draufgabe Damian
Peltners zum 27:21 knapp sieben Minuten vor Ultimo das Rennen
entschieden.
Am Freitagabend hatte Klaus Ohnhäuser nach dem Abschlusstraining in
einer Videositzung seine Mannen noch einmal auf den SV eingestellt. Die
Gastgeber hatten verstanden, wie gegen die Zweibrückener vorzugehen war.
Ohnhäuser strahlte hinterher: "Die taktischen Vorgaben sind über weite
Strecken ausgezeichnet umgesetzt worden. Wir haben den gefürchteten
Tempogegenstoß hervorragend unterbunden und sind mit der offensiven
Deckung sehr gut zurecht gekommen. Dass der Gegner früh auf 6:0
umstellte, sagt wohl alles."
In der Tat, der SVZ hatte selten ein probates Rezept zur Hand, wie der
TVBE an diesem Abend in die Bredouille zu bringen war. Das Publikum
honorierte diese mannschaftlich geschlossene Leistung mit stehenden
Ovationen während der letzten drei Spielminuten. "Wenn wir so spielen
wie heute, haben wir gegen jede Mannschaft dieser starken Klasse eine
Chance. Wir sind wieder da. So müssen wir weitermachen, denn jetzt
kommen die Hämmer", blickte Schmidt - "Ich habe während der 60 Minuten
gelitten wie ein Hund" - schon auf die kommenden Aufgaben zu Beginn des
neuen Jahres voraus. Doch nachdem die schweren Steine gepurzelt waren,
war nur noch Jubeln und Feiern angesagt...
Stefan Nink
TV Bad Ems 31 ( 19 )
SV Zweibrücken 25 ( 14 )
Bad Ems: C. Noll, Adler, Klapthor - Gerlach (6/1), Peltner (5),
Gras (6), Hens (4), Furtak (1), Krenzer (2/1), Driesch (2), Alexander
Ulges (3), Adrian Ulges, Klute (2).
Zweibrücken: Gladen, Wenzel - Bas (5/1), Nonnweiler, Sauer (5/1),
Braunhardt (4), Weinert (1), Birk (4), Müller (3), Tarrach, F. Noll (3).
Schiedsrichter: Ralf Renken, Manuel Colpo (HSV Bad Sobernheim).
Zuschauer: 250.
Spielfilm: 4:1, 7:2, 10:5, 10:8, 13:9, 16:11, 19:14 - 20:15,
20:18, 22:18, 25:20, 28:22, 31:24.
(RLZ vom 17.12.2007)
Emser Reserve fertigt Rangzweiten ab
Verbandsliga Ost: TV macht mit dem TV Arzheim kurzen
Prozess - In allen Belangen überlegen
TV Bad Ems II -
TV Arzheim 43:21 (23:12)
BAD EMS. Martina Noll sah sich hinterher in ihrer vor Rundenbeginn
geäußerten Einschätzung einmal mehr bestätigt. "Wenn wir alle Leute an
Bord haben, können wir in dieser Klasse gegen jeden, vielleicht außer
Westerburg, bestehen", wiederholte die engagierte Übungsleiterin nach
dem Kantersieg der von ihr betreuten zweiten Welle des TV Bad Ems in der
Verbandsliga Ost gegen keinen Geringeren als den Tabellenzweiten aus der
Koblenzer Vorstadt. Der TVBE lieferte ein schnelles Spiel, kombinierte
gefällig und zeigte den Arzheimern, dass an diesem Tag in der
Silberauhalle für sie nichts zu holen sein würde. Über 3:1, 6:3 und 7:5
stand es nach nicht einmal einer Viertelstunde Spielzeit 11:5. "Danach
haben wir unseren Vorsprung kontinuierlich ausgebaut und waren sehr
häufig über den erweiterten Gegenstoß erfolgreich", freute sich Noll
über die Galavorstellung ihres Teams, das nun von den vergangenen sechs
Partien immerhin fünf zu seinen Gunsten entschied.
Die Arzheimer wussten nicht, wie ihnen geschah und griffen zu Beginn der
zweiten Halbzeit sogar vorübergehend zur offenen Deckung. Doch nichts
half, auch keine Nickligkeiten und unnötigen Härte. "Wir hatten immer
die richtige Antwort parat", so Noll. Dem tollen Sturmwirbel der in
allen Belangen überlegenen Kurstädter hatten die Arzheimer nichts
Gleichwertiges entgegenzusetzen. Die Gegenstöße liefen wie am
Schnürchen. Der Lohn: Der höchste Sieg der zweiten TVBE-Welle in der
Verbandsliga. (stn)
TV Bad Ems II: Sorger, Adler (1) - Wallroth (1), Helbach (7),
Schneider (7), Oeser (5), Balmert (3), Zöller (7), Wolf (5), Eichmann
(4), Vogt (3/1).
(RLZ vom 17.12.2007)
Spieltag 08./09.12.2007
TV Bad Ems gelingt in Kastellaun der Befreiungsschlag
nicht
Oberliga RPS: Nur Michael Krenzer verdient sich Lob -
Ohnhäuser-Team nach siebter Schlappe in Serie endgültig im Kreis der
Kellerkinder angekommen
HSG Kastellaun/Simmern -
TV Bad Ems 28:26 (12:10)
KASTELLAUN. Mit der Schlusssirene merkte man die zuletzt aufgestaute
Last bei den Handballern der HSG Kastellaun/Simmern förmlich von den
Schultern fallen: Ein Kraftakt brachte dem Team von Daniel Fellenzer den
dritten Sieg in der Oberliga und bestätigte ebenso den drastischen
Abwärtstrend des TV Bad Ems, der in der vorangegangenen Runde noch so
überzeugend in die Aufstiegsrunde eingezogen war.
"Leider wieder verloren", sagte der maßlos enttäuschte TV-Trainer Klaus
Ohnhäuser nach der siebten Niederlage seiner Sieben in Folge. Und die
war noch dazu verdient. Der Turnverein aus der Kurstadt reiht sich
allmählich in den Kreis der Kellerkinder ein und muss schleunigst die
Kurve kratzen, wenn ihm das Wasser nicht noch vor Weihnachten fast bis
zum Hals stehen soll.
Die Erfolgsgaranten bei den gastgebenden Kombinierten waren schnell
ausgemacht: Zum einen ein bestens aufgelegter HSG-Schlussmann Torsten
Weishaupt, der vor allem in den kritischen Phasen mit tollen Paraden
gegen frei vor ihm auftauchende Bad Emser über sich hinauswuchs, und zum
anderen der unbändige Siegeswille des gesamten Teams. "Die Mannschaft
hat toll gekämpft und sich nach einer schwachen Anfangsphase so richtig
ins Spiel hineingebissen", resümierte Fellenzer die Partie.
Apropos Fellenzer: Er wurde nach 22 Minuten mit Rot auf die Tribüne
geschickt. Grund: Dominik Wagner stand nicht auf dem Spielbericht, war
aber dann trotzdem aufgelaufen. "Das war sehr ärgerlich, denn ich hätte
das Team lieber von der Bank aus betreut", meinte Fellenzer und
ergänzte: "Vielleicht war die Leistung eine Trotzreaktion."
Fest steht jedenfalls, dass die HSG mit fortschreitender Dauer immer
besser ins Spiel fand und sich im Angriff endlich einmal variabel und
durchschlagskräftig präsentierte. So stark die Offensive war, so
launisch trat die HSG in der Defensive auf: "Wir haben teils zu
undiszipliniert agiert", monierte Fellenzer.
Und die Bad Emser? Sie enttäuschten ihren Anhang abermals. "Wir konnten
die Leistung aus der Anfangsphase nicht fortsetzen, haben uns viel zu
viele Nachlässigkeiten geleistet und die Überzahlsituationen ganz
schlecht genutzt", ärgerte sich Ohnhäuser über das schwache Auftreten
seiner Mannen. Lob hatte beim blassen TV tatsächlich auch nur einer
verdient: Rückraumspieler Michael Krenzer, der die Gäste mit seinen elf
Treffern im Spiel hielt. Doch das war gestern entschieden zu wenig.
Sina Ternis
HSG Kastellaun/Sim. 28 (12)
TV Bad Ems 26 (10)
HSG Kastellaun/Simmern: Weishaupt, Bach - Berg (1), Krause (2),
Hobbach, De Vries (1), Wetstein (8/5), Albrecht (4), Spreda (2), Groß
(2), Link (3), Vogt, Wagner (5).
TV Bad Ems: Noll, Klapthor - Driesch, Peltner (2), Ulges (4),
Furtak, Krenzer (11/4), Ulges, Gras (5), Pesek (1), Klute, Hens (3),
Gerlach.
Schiedsrichter: Schöneck/Schornstheimer (Bodenheim) - Zuschauer:
115.
Besonderheit: Rote Karte gegen Fellenzer (22./HSG) wegen nicht
korrekt ausgefülltem Spielbericht.
Spielfilm: 1:0 (2.), 2:3 (6.), 3:5 (11.), 6:7 (21.), 9:8 (26.),
14:13 (33.), 16:16 (39.), 19:16 (43.), 27:24 (56.).
(RLZ vom 10.11.2007)
TuS Westerburg ist Nummer zu groß
Verbandsliga: TV Bad Ems II zieht den kürzeren
TuS Westerburg -
TV Bad Ems II 37:28 (21:9)
WESTERBURG. Die zuletzt viermal hintereinander siegreiche Reserve von
der Silberau konnte den Siegeszug des verlustpunktfreien
Aufstiegskandidaten aus dem Westerwald nicht aufhalten. Das Team von
Trainerin Martina Noll lag, ehe es sich versah, deutlich in Rückstand.
"Die können wir nur dann ärgern, wenn bei uns alle Leute da und fit
sind", hatte sich Noll bereits im Vorfeld keine allzu großen Hoffnungen
auf eine Überraschung gemacht, zumal der eine oder andere Akteur
angeschlagen oder gerade erst genesen in die Partie gegangen war.
Als größtes Manko erwies sich bei den Kurstädtern die Abschlussschwäche.
Das nutzte der Spitzenreiter immer wieder zu Tempogegenstößen, die
überwiegend auch erfolgreich abgeschlossen wurden.
Ein Sonderlob verdiente sich bei den unverdrossen kämpfenden Gästen von
der Lahn Neuzugang Christian Vogt, der sich gut ins TVBE-Spiel einfügte.
Zudem erwiesen sich erneut Zöller und Eichmann als sichere Schützen aus
dem Rückraum. (stn)
TV Bad Ems II: Sorger - Klute (1), Zöller (8), Eichmann (9/1),
Wolf, Schneider, Schäfer, Vogt (5/3), Lohmann (3), Braun (2).
(RLZ vom 10.11.2007)
Spieltag 01./02.12.2007
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Hektischer TV Bad Ems
muss auch dem Tabellenletzten TV Homburg die Punkte überlassen und
kassiert die sechste Pleite hintereinander
Kampfgeist stimmt, aber Konzept fehlt
Trainer Klaus Ohnhäuser klagt: Immer wieder passieren
die gleichen Fehler
Die Talfahrt des TV Bad Ems in der Handball-Oberliga RPS
geht weiter. Nach der Schlappe gegen den TuS Wörrstadt mussten sich die
Silberauer nun sogar dem Schlusslicht TV Homburg beugen - die Luft für
die von Klaus Ohnhäuser betreute Sieben aus der Kreisstadt wird merklich
dünner.
TV Bad Ems -
TV Homburg 35:39 (18:19)
BAD EMS. "Auswärtssieg, Auswärtssieg", jubelten die Homburger samt
mitgereistem Anhang lauthals in der Bad Emser Silberauhalle. Ein Sieg,
den sich der Oberliga-Aufsteiger aus dem Saarland verdient erkämpft
hatte, spielte das Team von Trainer Dirk Alles letztendlich doch den
einfallsreicheren Handball.
"Als Tabellenletzter hatten wir zuletzt vier Niederlagen nacheinander zu
verkraften. Danach gab es eine ausgiebige Aussprache. Obwohl heute
trotzdem noch viele Fehler gemacht wurden, bin ich überaus zufrieden und
hoffe, dass das Team auch versteht, was es hier geleistet hat",
resümierte Alles.
Dabei hatten es die Homburger alles andere als leicht, denn die
Kurstädter waren darauf bedacht, nach fünf Niederlagen in Serie endlich
wieder zu punkten. "Kämpferisch ja, doch ohne jegliches Konzept. Das war
nur Kampf pur, völlig planlos - und das reicht einfach nicht",
kritisierte der Trainer des TV Bad Ems, Klaus Ohnhäuser, die Spielweise
seines Teams.
Bad Ems ging die Begegnung viel zu hektisch an. Dies machte sich bereits
in der zweiten Spielminute bemerkbar, als Michael Krenzer den ersten
Strafwurf vergab. Vor allem in der Offensive mangelte es den Bad Emsern
zusehends an Konzentration, so dass es den Homburgern nicht selten
gelang, nachlässig gespielte Bälle zu stehlen und ihrerseits zu punkten.
"Es waren die gleichen Fehler wie in den letzten Spielen. Zu wenig
Bewegung mit dem Ball, zu wenig Mann-gegen-Mann-Aktionen und ein zu
früher Aufbau der Deckung - und das, obwohl alles mehrfach angesprochen
wurde", ärgerte sich Ohnhäuser. Zu wenig zeigte auch der junge
TVBE-Schlussmann Alexander Klapthor, der bei flachen Bällen und
Siebenmetern keine gute Figur machte. Erst zur Halbzeit gelang es dem TV
Bad Ems, sich an die ständig mit drei bis vier Toren vorne liegenden
Homburger heranzukämpfen.
Zwei Minuten nach Wiederanpfiff übernahmen die Gastgeber durch einen
Treffer von Michael Krenzer mit 20:19 zum ersten, aber zugleich einzigen
Mal die Führung in der Partie. "Das war insgesamt einfach zu wenig. Wir
müssen endlich wieder die Spielweise zeigen, für die wir bekannt waren",
so Klaus Ohnhäuser. Damian Morcinek
TV Bad Ems 35 ( 18 )
TV Homburg 39 ( 19 )
Bad Ems: Klapthor - Driesch (4), Peltner (2), Al. Ulges (1), Furtak
(1), Ad. Ulges (2), Krenzer (3), Gras (5/1), Pesek (1), Hens (10),
Gerlach (6/1).
Homburg: Lewing - Ruppert, Möhrle (4), Jensen, Albrecht, Russner,
Mathieu, Sambach, Sorg (8), Ecker (5), Jusufbegovic (12/6), Boscolo (6),
Schmitz (4).
Schiedsrichter: Gilbert Roos und David Werner (Budenheim).
Zuschauer: 220.
Besonderheit: Rote Karte gegen Homburgs Torwart Dirk Lewing (28.)
(RLZ vom 03.12.2007)
Bad Ems II feiert vierten Sieg
Verbandsliga Ost: Gastgeber nutzen sich bietende Lücken
konsequent aus
TV Bad Ems II -
TVfL Sinzig/R. 34:25 (17:12)
BAD EMS. Die zweite TVBE-Welle feierte gegen den gut mithaltenden
Tabellenletzten den vierten Sieg hintereinander und hat sich in die
erweiterte Spitzengruppe der Verbandsliga geschoben. Nach ausgeglichenem
Beginn lagen die Kurstädter nach 30 Minuten über 5:4 und 10:7 mit 17:12
vorne.
Mit zunehmender Spieldauer ließen bei den Rheinländern die Kräfte nach.
Selbst eine offensive 4:2-Deckung des TVfL Mitte des zweiten Durchgangs
half nicht. Die Bad Emser nutzten die sich bietenden Lücken konsequent
aus und liefen in der Schlussphase viele Tempogegenstöße erfolgreich.
Die Abwehr der Gastgeber stand sehr gut. Torwart Kaspar Sorger bot eine
starke Leistung. Höhepunkt seiner Paraden war die atemberaubende Szene,
als der TVBE-Keeper dreimal binnen weniger Augenblicke gegen freie
Werfer glänzend parierte und für besondere Motivation sorgte. Insgesamt
ein rundum gelungenes Spiel der wegen Urlaubs abwesenden Trainerin
Martina Noll von Norbert Lemler betreuten Schwarz-Weißen. (stn)
Bad Ems II: Sorger - Zöller (10/1), Balmert (1), Helbach (2),
Eichmann (5/2), Wolf (3), Oeser (4), Schneider (5/1), Schäfer (2), Klute
(2), Krausbeck, Alexander Ulges.
(RLZ vom 03.12.2007)
Spieltag 24./25.11.2007
Reserve von der Silberau überrascht in Mendig
Grün-Weiß Mendig -
TV Bad Ems II 23:24 (11:14)
MENDIG. Die zweite Welle des Turnvereins aus Bad Ems setzt ihren Marsch
ins obere Mittelfeld der Handball-Verbandsliga Ost fort, bei den
favorisierten Mendigern gelang den in Abwesenheit von Trainerin Martina
Noll von Physiotherapeut Norbert Lemler betreuten Silberauern ein
Ausrufezeichen in der Eifel.
Der TVBE glänzte mit einer starken kämpferischen Leistung, die
Einstellung stimmte bei den Gästen. Nachdem die Kurstädter nach
ausgeglichenem Beginn bis zur Pause auf drei Treffer davongezogen waren,
drehten die Mendiger im zweiten Durchgang auf und kamen in der 48.
Minuten erstmals zum Ausgleich.
Die Partie war an Spannung kaum noch zu überbieten. Exakt 40 Sekunden
vor Spielende gelang der Oberliga-Reserve das entscheidende 24:23, das
in der verbleibenden Zeit mit einer ausgezeichneten Abwehrleistung und
taktischen Cleverness über die Runden geschaukelt werden konnte. (stn)
Bad Ems II: Sorger - Krausbeck (3/1), Oeser (2), Wolf (3),
Schäfer, Balmert (2), Zöller (4), Furtak (5/1), Schneider (3), Helbach
(2).
(RLZ vom 26.11.2007)
Ralf Sterz als Garant des Bad Emser Siegs
Handball-Kreisliga: TVBE III bezwingt den Lokalrivalen
TuS Miehlen deutlich - Mehrere Trefferserien
TV Bad Ems III -
TuS Miehlen 27:17 (11:4)
BAD EMS. Zu einer überraschend klaren Angelegenheit wurde das Kreisderby
für die Kurstädter. Das lag in allererster Linie am überragenden
TVBE-Torwart Ralf Sterz, der reihenweise tolle TuS-Chancen vereitelte.
Nach ausgeglichenem Beginn setzte sich die Gastgeber von 5:3 auf 11:3
ab. Es sollte nicht die einzige Trefferserie bleiben. Drei Vierer-Packs
(13:5 auf 17:5, 17:7 auf 21:7 - das war gleichzeitig der größte
Vorsprung - und 22:11 auf 26:11) legten die Bad Emser hin. "Unsere Jungs
haben eine mannschaftlich geschlossene Leistung geboten", berichtete
TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser.
Der TuS leistete sich zudem den Luxus, gleich drei Strafwürfe ungenutzt
zu lassen. "Wir hatten im Torabschluss einen rabenschwarzen Tag
erwischt", kritisierte Eberhard Friedrich. "Dazu kamen noch viele
technische Fehler, die die läuferisch starken Bad Emser zu leichten
Toren nutzten." Erst in der Schlussphase, als der TVBE im Gefühl des
sicheren Vorsprungs etwas nachlässig wurde, betrieben die Miehlener noch
etwas Ergebniskosmetik. (stn)
Bad Ems: Sterz - Westermayer (2), Schrabback (3), Heinz (2),
Vogel (1), Braun (5), Hinze (1), Scheffler (2/1), Secker (1), Mädrich
(4), M. Sauerwein (6/4).
Miehlen: Stötzer - Cullmann (1), Grote (5), Friedrich, Kästner
(1), Hartmann (1), Hahn (5/2), Deckert (4/1).
(RLZ vom 26.11.2007)
Spieltag 17./18.11.2007
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Trainer Klaus
Ohnhäuser spricht von dem "grauslichsten Spiel, das wir je hier hatten"
- Schiedsrichter-Gespann völlig überfordert
Handball gegen Wörrstadt Nebensache
Der TV Bad Ems lässt sich von den äußerst hart
zugreifenden Rheinhessen den Schneid abkaufen
TV Bad Ems -
TuS Wörrstadt 27:30 (14:15)
BAD EMS. Das Spiel der Handball-Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar zwischen
dem TV Bad Ems und TuS Wörrstadt war etwas ganz Besonderes: Beim 27:30
aus Sicht der Bad Emser hatte es einen Gewinner und gleich zwei
Verlierer. Zwei Punkte gewann der TuS Wörrstadt beim Verlierer TV Bad
Ems. Doch der eigentliche Verlierer war der Handballsport, der bei den
Ereignissen am Samstagabend in der Sporthalle Silberau völlig auf der
Strecke blieb.
Ereignisse, die TV-Trainer Klaus Ohnhäuser mit "das grauslichste Spiel,
das wir hier je hatten", noch schmeichelhaft umschrieb. Denn mit Spiel,
und hier auch noch Handballspiel, hatte das, was sich über 60 Minuten
den 250 Zuschauern in der Sporthalle in Bad Ems bot, kaum etwas zu tun.
Dass die insgesamt 57 Tore beim 30:27 des TuS Wörrstadt über die
Lahnstädter per Wurf erzielt wurden, war dann letztlich das rudimentäre
Element, das auf ein Handballspiel schließen ließ. Der Rest glich von
Seiten der Gäste aus Rheinhessen mehr einer Rugby-Abart mit Schlagen und
Catchergriffen als Bestandteilen des Regelwerks.
Geduldet wurde dies alles von zwei älteren, aber offensichtlich total
überforderten Schiedsrichtern. Die Herren Ohlinger und Scalici aus dem
pfälzischen Edigheim pfiffen munter vor sich hin - frei nach dem Motto:
Denn sie wissen nicht, was sie tun. Sie verwechselten Opfer und Täter,
der Begriff des Zeitspiels war ihnen ein Fremdwort - und letztlich sahen
sie desinteressiert zu, als kurz vor Spielende der längst des Feldes
verwiesene Peter Zubek wieder im Spielerpulk auftauchte und kräftig
anheizte, nachdem sein Mannschaftskamerad Frank Hagelauer den Bad Emser
Pascal Gras zum wohl zehnten Mal zu Boden gerissen hatte.
Die beiden - der eine, weil er riss, der andere, weil er nicht gerissen
werden wollte - sahen für diese Aktion ebenfalls Rot, während Zubek sich
gemächlich wieder auf die Tribüne zurückzog.
So viel zum "grauslichsten Spiel, das je auf Bad Emser Handballbühne
stattfand". Einem Spiel, bei dem die Schlusssirene wie eine Erlösung
wirkte, auch für die ergebnismäßig unterlegene Bad Emser Mannschaft.
Einer Mannschaft, die am Samstag dem Gegner zu allem Überfluss, so
Ohnhäuser, voll in die Karten gespielt habe: "Wir haben unser Potenzial
doch gar nicht gezeigt. Viel zu schnell haben meine Leute den Kampf eins
gegen eins gesucht, angenommen und verloren. Wörrstadt hat doch nur
versucht, das Spiel kaputtzumachen. Und wir sind denen in offene Arme
gerannt."
Dass es auch anders geht, zeigte der TV Bad Ems zur allgemeinen
Verwunderung mehrfach in Unterzahl. Doch auch dafür hatte Trainer
Ohnhäuser eine Erklärung: "Da ging dann gar nichts mit der Brechstange.
Die Jungs mussten spielen und ließen die Gäste damit ins Leere laufen.
Durften sie dann wieder vollzählig agieren, waren die guten Ansätze
schnell wieder vergessen."
Vergessen müssen die Spieler des Trainerduos Ohn-häuser/Thomas Schmidt
auch diese Partie, sich dabei jedoch der guten der Ansätze erinnern.
Wenn sie diese Ansätze auf 60 Minuten ausdehnen, dann dürfen sich die
Bad Emser Fans bald wieder auf ein schönes Handballspiel freuen. (par)
TV Bad Ems 27 ( 14 )
TuS Wörrstadt 30 ( 15 )
Bad Ems: Klapthor, Adler - Gerlach (1), Peltner (6), Gras (3),
Hens (4), Krenzer (7/3, Wallroth (1), Driesch (1), Adrian Ulges, Pesek
(4).
Wörrstadt: Völker, Fischer - Engel (2), Hahn (4), Redig (6), Höhn
(7), Marckart (7/4), Egilmez (2), Wilitzki (1), Hagelauer (1), Zubek,
Gruß, Gades.
Schiedsrichter: Franz Ohlinger, Rosso Scalici (beide Edigheim/Pfalz).
Zuschauer: 250.
Spielfilm: 2:3, 6:5, 7:8, 11:10, 12:13, 14:15 - 17:17, 18:21,
21:21, 22:24, 24:25, 25:29, 27:30.
Besonderheiten: Rote Karten für den Bad Emser Pascal Gras (57.)
sowie die Wörrstädter Peter Zubek (46.), Frank Hagelauer (57.) und
Christian Gades (59.).
(RLZ vom 19.11.2007)
Sorger in Bestform
Sieg gegen Römerwall
TV Bad Ems II -
HSG Römerwall 27:17 (11:8)
BAD EMS. Gegen die bis in die Verbandsliga abgerutschte HSG Römerwall
zeigte die Reserve des TV Bad Ems eine starke Leistung und feierte einen
auch in der Höhe verdienten 27:17-Sieg. "Sonst haben wir uns gegen
Römerwall immer schwer getan", sagt TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Aber
diesmal haben die Jungs eine tolle Leistung geboten." Überragender
Akteur in der Mannschaft von Martina Noll war Torwart Caspar Sorger, der
sensationelle Paraden in Serie zeigte. Entscheidend waren letztlich die
ersten neun Minuten der zweiten Halbzeit: Von 11:8 zog Bad Ems auf 17:8
davon. (ros)
TV Bad Ems II: Sorger - Schneider (2), Helbach (4), Zöller (5),
Balmert (1), Krausbeck (2), Eichmann (6/3), Wolf (3), Schäfer (3), Oeser
(1), Rüge.
(RLZ vom 19.11.2007)
Spieltag 10./11.11.2007
Am Ende schwinden Bad Ems die Kräfte
Oberliga RPS: 50 Minuten lang hält der TVBE das
Geschehen offen, ehe noch alle Dämme brechen
HF Untere Saar -
TV Bad Ems 33:22 (11:12)
BROTDORF. 50 Minuten lang boten der mit einem Rumpfteam angetretene
Handball-Oberligist TV Bad Ems den ambitionierten Gastgebern
eindrucksvoll Paroli. 23:20 lagen die Saarländer zu diesem Zeitpunkt
lediglich in Führung, ehe die Kräfte bei Pascal Gras, der während der
Woche ebenfalls krank war, und Co. immer mehr schwanden.
Bis dahin aber hatten sich die 220 Zuschauer in der Brotdorfer
Seffersbachhalle verwundert die Augen gerieben, der einheimische Trainer
Berthold Kreuser sprach hinterher gar von einer grottenschlechten ersten
Halbzeit seines Teams. "Wer aufsteigen will, darf sich eine solche
Vorstellung nicht allzu oft erlauben." Dass man gemeinhin aber
bekanntlich nur so stark spielt, wie es der Gegner zulässt, spricht
eindeutig für die Kurstädter, die das Geschehen überraschend gut im
Griff hatten. Fabian Gerlach, Pascal Gras und Damian Peltner verbuchten
eine ordentliche Wurfquote, die Abwehr packte entschlossen zu und das
Torhüter-Trio der Bad Emser machte einen sicheren Eindruck.
Doch die personellen Hiobsbotschaften rissen nicht ab. Fabian Gerlach
knickte um und konnte nach Wiederbeginn kaum noch eingesetzt werden. Da
neben dem verletzten Alexander Ulges auch auf die grippekranken Uwe Hens,
Yvo Pesek und Robert Furtak nicht zur Verfügung standen - kurzfristig
waren aus der Reserve Christian Eichmann und Jörg Balmert mitgefahren -,
hatte das TVBE-Trainerduo Klaus Ohnhäuser und Thomas Schmidt kaum noch
Wechselmöglichkeiten, während die Gastgeber mit voll besetzter Bank
immer wieder frische Leute bringen konnten und somit auch viele
Variationsmöglichkeiten besaßen .
So brachen in der Schlussphase alle Dämme. Die Würfe der Bad Emser
Angreifer wurden mangels Kraft ungenauer, die eigene Rückwärtsbewegung
war bei den folgenden Tempogegenstößen der Mannen von der Unteren Saar
nicht mehr optimal. So kassierten die wackeren Schwarz-Weißen ein Tor
nach dem anderen, womit noch eine deftige Schlappe besiegelt wurde, die
den gezeigten Leistungen partout nicht gerecht wird.
"Das war eine ganz andere Vorstellung als in Urmitz. Kein Vorwurf an die
Mannschaft. Uns standen eben nur fünf gesunde Stammspieler zur
Verfügung. Auf der gezeigten Leistung können wir aufbauen", verteilte
Trainer Klaus Ohnhäuser Komplimente an seine Jungs, die zum vierten Mal
hintereinander leer ausgegangen waren und nun vor den Duellen mit fünf
hinter ihnen platzierten Mannschaften erstmals ein negatives Punktekonto
aufweisen.
"Dann wird es personell wieder besser aussehen", geht Ohnhäuser davon
aus, dass außer Alex Ulges gegen den TuS Wörrstadt alle anderen Spieler
dann wieder zur Verfügung stehen.
Stefan Nink
:TV Bad Ems: Noll, Klapthor, Adler - Krenzer (2), Gras (5),
Gerlach (6/3), Peltner (7/1), Adrian Ulges, Wallroth (1), Driesch (1),
Balmert, Eichmann.
Schiedsrichter: Colpo, Renken (HSV Bad Sobernheim).
Zuschauer: 220.
(RLZ vom 12.11.2007)
TVBE-Reserve feiert Erfolg
TV Moselweiß II -
TV Bad Ems II 19:33 (8:16)
MOSELWEISS. "Es ist sehr gut gelaufen. Wir haben in allen
Mannschaftsteilen keine Schwächen gezeigt, machten viel Tempo und
glänzten mit einer ordentlichen Trefferausbeute. Zudem konnten wir uns
auf unsere beiden starken Torleute verlassen", resümierte Martina Noll,
Trainerin des Verbandsligisten TV Bad Ems II, den in der Höhe
überraschenden Erfolg ihrer Mannschaft auf dem gewöhnlich für die
Silberauer heißen Pflaster in Moselweiß. Mit dem ersten Erfolg im
dritten Saisonspiel ist die Basis für eine weitere sorgenfreie Runde
gelegt. (stn)
TV Bad Ems II: Schmidt, Sorger - Schäfer, Balmert, Eichmann,
Braun, Zöller, Schneider, Helbach, Wolf, Krausbeck.
(RLZ vom 12.11.2007)
Spieltag 03./04.11.2007
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Team von der Insel Silberau kassiert
vor 400 Zuschauern in Urmitz im Derby die dritte Niederlage
hintereinander - Schmidt: Teamgeist angeschlagen
TV Bad Ems zweifelt zu oft an sich selbst
Das Tempo-Spiel der gastgebenden Kombinierten zahlt sich aus
Auf verlorenem Posten stand der TV Bad Ems beim mit Spannung
erwarteten Oberliga-Derby in der Urmitzer Peter-Häring-Halle.
UVS Rheintal -
TV Bad Ems 40:30 (18:13)
URMITZ. Mit dem deutlichen Erfolg hat die UVS Rheintal den TV Bad Ems
aus der Urmitzer Sporthalle gefegt und dadurch den Anschluss an die
Tabellenspitze in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar gehalten. Für die
Gäste war es hingegen die dritte Niederlage in Folge.
Das Spiel begann sehr ausgeglichen, keine Mannschaft konnte sich
zunächst Vorteile verschaffen. Erst nach knapp zehn Minuten drehte die
UVS Rheintal das erste Mal auf. Innerhalb von zwei Minuten landete der
Ball vier Mal im Bad Emser Kasten, die 8:6- Führung war die logische
Konsequenz. Mit schnellen Spielzügen gelang es der Urmitz-Vallendarer
Spielgemeinschaft immer wieder, die Abwehr des TV auszuheben und zum
Torerfolg zu kommen. "Wir haben die Woche über noch einmal ganz speziell
Tempo-Spiel trainiert, das hat sich heute ausgezahlt", kannte
UVS-Trainer Wolfgang Reckenthäler das Erfolgsrezept.
Dabei profitierte Rheintal auch von der Schwäche der Gäste im Abschluss.
Immer wieder kamen Bad Emser Angreifer zum Wurf, scheiterten jedoch an
der UVS-Abwehr oder an ihren eigenen Nerven. "Wir leben vom Teamgeist,
und der ist im Moment sehr angeschlagen. Wir zweifeln einfach an uns
selbst, und das merkt man auch in jeder Phase des Spiels", so der Bad
Emser Trainer Thomas Schmidt. Symptomatisch dafür war ein Angriff des TV
in der 20. Spielminute. UVS-Torwart Sebastian Bininda hatte keine
größeren Probleme, einen schwachen Torwurf zu halten und dann mit einem
langen Pass quer über das Spielfeld Pascal Schardt in Szene zu setzen.
Der hatte frei vor dem Tor stehend leichtes Spiel und erhöhte auf 16:10
- zur Halbzeit stand es 18:13.
Die Unsicherheit der Gäste wurde im zweiten Durchgang immer deutlicher.
So war es nicht verwunderlich, dass auf ein Tor des TV gleich zwei für
die UVS folgten. Der Sieg war den Kombinierten nicht mehr zu nehmen.
"Ich bin über weite Strecken sehr zufrieden mit unserem Spiel", freute
sich Reckenthäler über den Erfolg seiner Mannschaft. Nur die vielen
Gegentore trübten seine Freude ein wenig: "Natürlich stören die mich,
damit bin ich nicht ganz zufrieden." Sein Gegenüber sah vor allem die
Unsicherheit in seiner Mannschaft verantwortlich für die Niederlage:
"Mit den Spielerausfällen ist auch ein Großteil unseres Selbstvertrauens
ausgefallen." Florian Lörsch
UVS Rheintal 40 ( 18 )
TV Bad Ems 30 ( 13 )
Rheintal: Dallibor, Häring, S. Bininda, Albrecht (10), E. Höfer,
Räder (1), Schardt (3), H. Höfer (5), Klepzig, Stemann (5/2), Mohrs,
Guduras, Hanisch (5), Reckenthäler (4), Kölsch (3), F. Bininda (4).
Bad Ems: Klapthor, Noll, Adler, Driesch (3), Peltner (6), Ulges
(1), Wallroth, Krenzer (7), Gras (7), Gerlach (2/1), Furtak (1), Klute,
Hens (3).
Schiedsrichter: Hartenfels (Braubach), Schneider (Mendig).
Zuschauer: 400.
(RLZ vom 05.11.2007)
Spieltag 27./28.10.2007
Bad Ems hat kein Rezept gegen slowakisches Duo
Oberliga RPS: TV läuft während der gesamten Partie verpennter
Anfangsphase hinterher - Jancik und Balaz nicht zu stoppen
TV Bad Ems -
SGH St. Ingbert 30:35 (12:15)
BAD EMS. Schweren Wochen geht der Turnverein Bad Ems in der Oberliga
Rheinland-Pfalz/Saar entgegen. Denn nach der zweiten Niederlage
hintereinander gegen die starken St. Ingberter droht mit den beiden
Gastspielen bei UVS Rheintal (3. November) und bei HF Untere Saar (10.
November) ein negatives Punktekonto.
Vor 220 Zuschauern erwischte die Sieben des Trainerduos Thomas
Schmidt/Klaus Ohnhäuser einen schwachen Auftakt. 0:5 lagen die ohne die
beiden Ulges-Brüder Alexander und Adrian angetretenen Schwarz-Weißen
nach knapp acht Minuten in Rückstand. Yvo Pesek, Kai Wallroth, Uwe Hens
und Damian Peltner verballerten in dieser Phase freistehend die
allerbesten Gelegenheiten, womit das Hauptmanko des TVBE bereits
ausgemacht ist.
Am Ende hatte Ohnhäuser nach der obligatorischen statistischen
Auswertung der Partie unfassbare 30 vergebene Gelegenheiten seiner
Mannschaft erfasst. Dass dies mehr den eigenen Unzulänglichkeiten als
dem in vielen Szenen auch gut reagierenden SGH-Schlussmann Christian
Dorscheid zuzuschreiben war, brauchte der erfahrene Übungsleiter der
Kurstädter nicht explizit zu betonen.
Bad Ems kam zwar mit der Unterstützung des Publikums mehrfach wieder
heran, doch zu mehr reichte es an diesem Abend in der Silberauhalle
nicht. Was maßgeblich am bärenstarken slowakischen Rückraumduo lag:
Peter Jancik und Jakub Balaz trafen fast nach Belieben und
demonstrierten mit insgesamt 15 Feldtoren, dass sie zum Besten gehören,
was die Oberliga qualitativ zu bieten hat. Wenn den St. Ingbertern im
Angriff einmal nichts einfiel, brauchten sie nur den Ball an die
osteuropäischen Importe zu geben, und in den meisten Fällen mussten die
bedauernswerten und zumeist chancenlosen TVBE-Keeper Alexander Klapthor
und in der Schlussphase Christian Adler den Ball aus dem Netz holen.
Warum beharrte man fast durchweg auf einer 6:0-Abwehr? Ohnhäuser: "Gegen
diese Topleute wäre eine kurze Deckung über 60 Minuten in unserer
derzeitigen Besetzung schlicht und ergreifend nicht zu leisten."
Der TVBE leistete sich dagegen mit Ausnahme des relativ konstant
einlochenden Pascal Gras viele Fahrkarten, selbst aus den
aussichtsreichsten Positionen. So war an diesem Tag nichts drin gegen
eine Mannschaft, die zu den Topfavoriten zu zählen ist. So sah's
hinterher auch der slowakische Trainer Peter Masica. "Wir haben uns mit
einer starken Abwehrleistung oben zurückgemeldet und geduldig auf unsere
Chancen gewartet. Ich bin stolz auf unser Team."
TVBE-Teammanager Henning Bargmann wollte von schweren Wochen nichts
wissen: "Bei uns hat heute vor allem die Laufbereitschaft gestimmt.
Jetzt gewinnen wir eben in Urmitz." Stefan Nink
TV Bad Ems 30 ( 12 )
SGH St. Ingbert 35 ( 15 )
Bad Ems: Klapthor, Noll, Adler - Gerlach (4/2), Peltner (4), Gras
(9), Hens (3), Furtak (2), Krenzer (2/2), Wallroth, Driesch (2), Pesek
(4).
St. Ingbert: Dorscheid, Weinmann - Wesely (4), Balaz (7), White (2),
Jancik (10/2), Mirko Schwarz (2), Hooß, Blaumeiser (1), Deckert (4),
Weise (2), Martin Schwarz (3/1), Strobel.
Schiedsrichter: Axel Geier, Hans-Peter Schantz (HV Lingenfeld).
Zuschauer: 220.
Spielfilm: 0:5, 4:5, 4:8, 7:8, 7:11, 10:11, 11:15 - 13:17, 19:21,
19:27, 21:30, 25:32, 28:33, 30:34.
(RLZ vom 29.10.2007)
Reserve verliert das erste Heimspiel
Verbandsliga: HSG-Rückraum trifft nach Belieben
TV Bad Ems II -
HSG Hachenburg 27:32 (14:15)
BAD EMS. Der mangelnden Wettkampfpraxis nach einigen verlegten Partien
musste die zweite Welle der Bad Emser im Heimspiel gegen die
Kombinierten aus dem Oberwesterwald Tribut zollen. "Das hat man heute
ganz deutlich gemerkt", so TVBE-Trainerin Martina Noll nach der
Niederlage beim ersten Auftritt vor eigenem Publikum. Bei 0:4 Punkten
will die erfahrene Übungsleiterin aber nicht schwarz malen, sondern
vertraut ihrem Kader auch ohne personelle Unterstützung aus der Dritten.
"Wenn uns alle Leute zur Verfügung stehen, dann werden wir keine
Probleme haben, die Klasse zu halten."
Die Schlappe gegen die Hachenburger und Bad Marienberger hatte
vornehmlich zwei Namen: Marco Pfeifer und Marco Treiber. Die beiden
gegnerischen Rückraumakteure konnten aus allen Positionen schießen,
selten war der Ball Sekundenbruchteile später nicht dort, wo ihn die Bad
Emser nicht haben wollten. In ihrem eigenen Gehäuse nämlich. Pfeifer
traf ein Dutzend Mal, Treiber überwand die TVBE-Schlussmänner immerhin
sieben Mal. Caspar Sorger und Otwin Kleinschmidt schafften es nicht,
sich auf die Würfe der HSG-Kanoniere einzustellen. Noll: "Fast jeder
Schuss war ein Treffer."
Außerdem packten die Gäste entschlossener zu, während den Bad Emsern die
nötige Härte entschieden abging. Bezeichnend: Während die Gastgeber
lediglich eine Zeitstrafe kassierten, wurden von der HSG insgesamt
sieben Mal Akteure von den Unparteiischen zum Abkühlen auf die Bank
geschickt. "Das sagt alles", so Noll.
Erfreulich beim TVBE: Frank Lohmann hat sich toll in das
Mannschaftsgefüge integriert. "Er passt sehr gut zu uns", ist nicht nur
Martina Noll froh, einen derartigen Routinier in den Reihen ihres Teams
zu wissen. (stn)
TV Bad Ems II: Sorger, Kleinschmidt - Balmert, Helbach (3),
Zöller (4), Schneider (3), Oeser (1), Lohmann (8), Eichmann (8/6).
Spielfilm: 1:3, 4:4, 7:8, 10:10, 10:13, 11:14, 14:15 - 16:19,
19:26, 21:26, 23:30, 27:30, 27:32
(RLZ vom 29.10.2007)
Spieltag 20./21.10.2007
Rabenschwarzer Abend für Bad Ems
Oberliga RPS: Kurstädter begnügen sich mit äußerst mageren 20 Toren
Lange Gesichter beim heimischen
Handball-Oberligisten TV Bad Ems: Mit einer über alle Maßen
enttäuschenden Angriffsleistung war beim ungeschlagenen Tabellenführer
VTV Mundenheim am Samstagabend nichts zu erben.
VTV Mundenheim -
TV Bad Ems 27:20 (12:11)
MUNDENHEIM. Sie hatten sich im Vorfeld des Spitzenspiels bei den
Vereinigten Turnvereinen im Ludwigshafener Stadtteil Mundenheim sehr
viel vorgenommen. Doch dann enttäuschten die Akteure des TV Bad Ems im
Spiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf ganzer Linie und mussten mit
einer deutlichen Niederlage im Gepäck die Heimreise antreten.
"Ich kann mich nicht erinnern, wann uns in den letzten Jahren einmal nur
so wenig Tore gelungen wären", war nicht nur TVBE-Coach Klaus Ohnhäuser
auch 15 Stunden nach der Pleite beim Tabellenführer noch konsterniert
über die Vorstellung, die die Schwarz-Weißen in der Pfalz abgeliefert
hatten. "Kein Teamgeist, das Tempospiel blieb ohne Erfolg, viel zu viele
Fehlwürfe, zu frühes Abschließen, ungewöhnlich viel - bei uns lief kaum
etwas zusammen", brachte Ohnhäuser die Mängelliste seiner Schützlinge
auf den Punkt.
Dabei hatte es für die Gäste von der Silberau recht gut begonnen. 3:1
lagen die Kurstädter nach knapp fünf Minuten gegen die mit einer
6:0-Deckung agierenden Mundenheimer in Führung. Doch urplötzlich legten
die Gäste den Schalter - natürlich unbewusst - um, in der Folge lief
kaum noch etwas beim Turnverein, der vom Mundenheimer Hallensprecher
noch als Spitzenteam mit einem bärenstarken Rückraum angekündigt worden
war. Doch aus den Bären wurden zahme Kätzchen, die ihre scharfen Krallen
zu Hause gelassen zu haben schienen. Zwar konnte Neuzugang Fabian
Gerlach nicht nur wegen sämtlicher verwandelter vier Strafwürfe endlich
Selbstvertrauen bei mehr Spielanteilen sammeln, doch das war auch schon
der positivste Aspekt an diesem rabenschwarzen Abend. Alexander Ulges
musste wegen seiner Schulterverletzung bereits zur Halbzeit wieder
passen. Und wenn dann ein Top-Mann wie Pascal Gras in 60 Minuten
lediglich einen Treffer anbringt, spricht das wahrlich für sich.
So reichte den Mundenheimern eine laut Ohnhäuser solide mannschaftlich
geschlossene Leistung, um den Gast abzuwatschen. "Das ist eine reine
Kopfsache", weiß der Übungsleiter aus langjähriger Erfahrung. "Gegen St.
Ingbert und Rheintal wird es noch schwerer." Stefan Nink
TV Bad Ems: Noll, Klapthor - Krenzer (2), Pesek, Gras (1), Hens
(6), Gerlach (6/4), Alexander Ulges (2), Peltner (1), Adrian Ulges,
Wallroth, Furtak, Driesch (2).
Schiedsrichter: Barwig, Stilz (HSV Bad Sobernheim)
Zuschauer:
200.
Spielfilm: 1:3, 7:4, 9:6, 10:11, 12:11 - 14:14, 18:15, 22:15,
24:17, 27:20.
(RLZ vom 22.10.2007)
TVBE-Frauen unterliegen
Handball: Ohne die meisten ihrer erfahrenen Spielerinnen
mussten sich die Frauen des TV Bad Ems im Bezirksliga-Spiel der HSG
Römerwall knapp mit 12:14 (5:6) beugen. In Ermangelung einer gelernten
Torfrau musste bei den Kurstädterinnen Irene Theobald zwischen die
Pfosten. Die Gastgeber nutzten sechs Mal eine Überzahl gegen die
zuweilen überhart einsteigenden und entsprechend bestraften Kombinierten
kaum aus. Zudem leistete sich der TVBE den Luxus, sechs Strafwürfe nicht
in den Maschen unterzubringen.
TVBE-Tore: Freisberg (3), Pfeffer-Leukel (3/1), Heinz (2), Demmer (1/1),
Selbmann (1), Willems (1), Schröder (1). (stn)
(RLZ vom 23.10.2007)
Spieltag 13./14.10.2007
TVBE nach der Pause stark
Handball-Oberliga RPS: Bad Ems bezwingt
Saarbrücken nach Halbzeitrückstand noch sehr deutlich
30 Minuten brauchten die Handballer des TV Bad Ems, um im
Heimspiel gegen TBS Saarbrücken so richtig in Fahrt zu kommen. Trotzdem
sprang am Ende noch ein überaus deutlicher Sieg heraus.
TV Bad Ems -
TBS Saarbrücken 32:23 (14:15)
BAD EMS. Zwei grundverschiedene Halbzeiten sahen die Fans in der
Silberauhalle. In Durchgang eins erwies sich der TVBE als viel zu
zaghaft und fand keine Mittel gegen die unkonventionelle 4:2-Deckung der
Saarbrückener. "Wir hatten heute eben nur unsere 6:0-Formation zur
Verfügung", entschuldigte TVBE-Trainer Thomas Schmidt.
Gerade in diesen Szenen der teilweise kollektiven Ratlosigkeit machte
sich das Fehlen der beiden Stützen Alexander Ulges (Schulterverletzung)
und Michael Krenzer (privat verhindert) besonders bemerkbar. "Ihre
Ballsicherheit hätte uns bei den sich bietenden Räumen entscheidend
weiter geholfen", analysierte Thomas Schmidt hinterher. Von der Dynamik
und dem Durchsetzungsvermögen eines Alexander Ulges ganz zu schweigen.
Lediglich der zielsichere Pascal Gras brachte mit seinen stattlichen
acht Treffern in der ersten Halbzeit Leben in die Bude.
Nachdem in der Kabine deutliche Worte gefallen waren, kam der
Kurstadt-Express pünktlich mit Beginn des zweiten Abschnitts unter der
Regie des nicht nur in der Abwehr bärenstarken Adrian Ulges, der sich
zusammen mit dem mit zunehmender Spieldauer immer besser in Fahrt
kommenden Damian Peltner ein Sonderlob redlich verdiente, ins Rollen.
"Wir haben Gas gegeben und endlich unsere Stärken ausgespielt", war
Schmidt heilfroh, dass die unangenehmen Saarländer während der zweiten
30 Minuten kaum noch zur Geltung kamen, am Ende mit ihrer jungen
Mannschaft aber unter Wert geschlagen wurden. "Es hat leider wie schon
gegen Mundenheim und Merzig nur gereicht, den Gegner ein wenig zu
ärgern", hatte TBS-Coach Marcus Simowski hinterher die am Ende noch zur
Klatsche mutierte Niederlage schnell abgehakt. "Wir haben es in der
Schlussphase auch nicht geschafft, das Tempo herauszunehmen. Damit haben
wir den Bad Emsern in die Karten gespielt. Das Ergebnis ist aber um
vier, fünf Tore zu hoch ausgefallen."
In der Tat kam der Ex-Regionalligist noch böse unter die Räder. Die Bad
Emser gingen in der Abwehr wesentlich aggressiver und konzentrierter zu
Werke, der eingewechselte Christian Adler verlieh als toller Rückhalt
zudem die nötige Sicherheit - lediglich sieben Feldtore der Gäste
während der zweiten 30 Minuten stellen den Schwarz-Weißen aus
ausgezeichnetes Zeugnis in Sachen effektive Deckungsarbeit aus.
Gestützt auf die sattelfeste Hintermannschaft rollte ein Gegenstoß nach
dem anderen auf das Tor der untergehenden Gäste aus der
Bruchwiesenhalle. Die Bad Emser marschierten durch die Deckung wie das
Messer durch die weiche Butter. Binnen fünf Minuten hatten Peltner,
Marcel Driesch, Uwe Hens und Yvo Pesek aus dem knappen 23:21 das
vorentscheidende 27:21 hergestellt. Der zweite Heimsieg war unter Dach
und Fach.
Thomas Schmidt konnte zufrieden resümieren. "Es hat sich heute zum Glück
nicht bewahrheitet, dass in dieser bärenstarken Klasse jeder gegen jeden
gewinnen kann. Wir schauen aber nicht auf eine spezielle Platzierung,
sondern wir wollen attraktiven Handball spielen. Ich hoffe, dass uns das
demnächst wieder besser gelingen wird...
Stefan Nink
TV Bad Ems 32 ( 14 )
TBS Saarbrücken 23 ( 15 )
Bad Ems: Klapthor, Noll, Adler - Driesch (1), Peltner (6/1),
Adrian Ulges (4), Wallroth (3), Gras (9/1), Pesek (3), Hens (4/1),
Gerlach (1), Furtak (1).
Saarbrücken: Dressler, Lellek - Mühler, Wendel (3), Alles (1),
Linneweber (2), Pytlik (4), Saunus (1), Hoffmann (4), Schmidt (3),
Zeimet (4/3), Dorscheid (1).
Schiedsrichter: Simon Meyer (Enkenbach) und Peter Hemmer
(Hochspeyer).
Zuschauer: 200.
Spielfilm: 2:3, 5:4, 6:8, 11:10, 13:15 - 14:16, 20:16, 23:21,
27:21, 31:22.
(RLZ vom 15.10.2007)
Spieltag 06./07.10.2007
Dem Stau folgt die erste Niederlage
Oberliga RPS: TV Bad Ems unterliegt in Illtal -
Gras kassiert früh Rote Karte
Nach zwei Zittersiegen in der Fremde hat es den TV Bad Ems
erwischt: Am sechsten Spieltag der Handball-Oberliga
Rheinland-Pfalz/Saar musste das Team aus der Kurstadt die erste
Niederlage hinnehmen.
HF Illtal -
TV Bad Ems 27:22 (13:10)
EPPELBORN. Klaus Ohnhäuser wusste gar nicht, wo er denn anfangen sollte.
Die Geschichte der 22:27-Niederlage des von ihm und Thomas Schmidt
trainierten Oberligisten TV Bad Ems bei den Handballfreunden Illtal
hatte schon begonnen, als der Mannschaftsbus noch auf der Insel Silberau
geparkt war.
"Eigentlich ging es los mit der kurzfristigen Absage von Uwe Hens",
entschied sich Ohnhäuser für die chronologische Abfolge der Ereignisse.
Den Rückraumspieler plagten Magenprobleme und Kreislaufbeschwerden, an
Handball war nicht zu denken. Diesem Ausfall sollte später noch
besondere Bedeutung zukommen. Doch der Reihe nach: Ohne Hens machte sich
der TVBE-Tross auf den Weg Richtung Eppelborn, benötigte statt der
angepeilten gut zwei Stunden aber derer drei. Ein Unfall auf der
Autobahn stoppte die Fahrt der Kurstädter, die verspätet in der
Hellberghalle eintrafen. "Das war nicht entscheidend, aber sicherlich
belastend", sagte Ohnhäuser.
Auch rein aus sportlicher Sicht war es kein gewöhnliches Handballspiel
für die Bad Emser. Die HF Illtal - in der Vorsaison noch zwei Mal
unterlegen - legten einen Start nach Maß vor und führten schnell mit
drei und vier Toren. Beide Mannschaften drückten aufs Tempo, wobei
insbesondere die Gäste von der Lahn es an Präzision vermissen ließen.
"Wir hatten gute Chancen, sind aber einfach zu fahrlässig mit diesen
umgegangen", kritisierte Ohnhäuser. "In dieser Phase haben wir
vielleicht schon einen Sieg aus der Hand gegeben."
Ein weiteres Problem: Während Illtal bis zur Pause von Zeitstrafen
verschont blieb, handelte sich Bad Ems drei Mal zwei Minuten ein - wobei
das Lexemburger Duo Frieseisen/Niederprüm zwei Mal Pascal Gras auf die
Sünderbank schickte. "Wir haben ihn dann nur noch im Angriff
eingesetzt", so Ohnhäuser - vergebens. Gras, gemeinhin neben Uwe Hens
die feste Größe im Rückraum der Bad Emser, schätzte in der 35. Minute
eine Schiedsrichterentscheidung falsch ein und wurde dafür mit der
dritten Zeitstrafe und folglich der Roten Karte bestraft. "Das war
natürlich ganz hart für uns, diese Beiden sind einfach zu wichtig für
unser Spiel", sagte Ohnhäuser, ohne jedoch die Entscheidung der
Unparteiischen in Frage zu stellen. "Die ganze Situation war schlichtweg
unglücklich."
Konnte Illtal nach Gras' Herausstellung zunächst den Vorsprung weiter
ausbauen, kämpfte sich das Bad Emser Rumpfteam dann tapfer heran.
Profitiert haben die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit auch von der
Tatsache, das fortan bevorzugt Illtals Spieler mit Zeitstrafen bedacht
wurden. Bis zur 51. Minute konnte sich der TV dem Gastgeber sogar bis
auf 20:22 nähern. In der Folge lief aber nicht mehr viel zusammen. "Mit
fünf Toren verloren - das hört sich deutlich an", sagte Ohnhäuser und
kam zu der Erkenntnis: "Einen Vorwurf können wir den Spielern aber nicht
machen. Sie haben sehr gut gekämpft." Marco Rosbach
TV Bad Ems: Klapthor, Adler - Krenzer (3), Pesek, Gras (1),
Peltner (8/2), Gerlach, Al. Ulges (7), Ad. Ulges (1), Wallroth (2),
Furtak.
Schiedsrichter: Frieseisen, Niederprüm (Luxemburg)
Zuschauer: 400.
Spielfilm: 3:0 (5.), 6:2 (12.), 8:4 (18.), 9:8 (25.), 13:10 (30.)
- 17:12 (35), 19:12 (38.), 22:18 (48.), 22:20 (51.) 25:22 (54.) 27:22
(60.).
(RLZ vom 08.10.2007)
Remis für die Kurstädter
Kreisliga: Mit dünnem Kader erreichte die dritte Welle des TV
Bad Ems mit dem 23:23 (11:8) bei der HSG Kastellaun III immerhin einen
Zähler. Die Kurstädter lagen zwar meist in Führung, mussten gegen die
zuweilen überhart einsteigenden Hunsrücker letztlich aber mit dem Punkt
leben, da sie nach der Pause viel verwarf und die HSG kurz vor Spielende
sogar mit 23:22 vorne lag.
TVBE-Tore: Braun (9), Schaarschmidt (7), Westermayer (3), Hinze
(2), Müller (1), Sterz (1). (stn)
(RLZ vom 08.10.2007)
Spieltag 03.10.2007
Schmidt: "Haben Sieg erschummelt"
Handball-Oberliga: Bad Ems zeigt
Schwächen
Fortuna Saarburg -
TV Bad Ems 29:31 (15:21)
SAARBURG. Thomas Schmidt ist stets ein Mann der klaren Worte. Und
deswegen begann der Trainer des TV Bad Ems gestern Abend seine
Ausführungen zur Oberliga-Partie bei Fortuna Saarburg mit der
Feststellung: "Wir haben 31:29 gewonnen, also zwei Punkte geholt. Das
war im Grunde genommen das einzig Positive."
Was Schmidt wurmte, war die Art und Weise, wie seine nach wie vor
ungeschlagene Mannschaft beim 14. der Tabelle auftrat. "Wir kommen bei
unseren Auswärtsspielen einfach nicht in die Puschen", bemängelte
Schmidt. "Mit einer solchen Einstellung gewinnt man vielleicht in
Kuhardt oder erschummelt sich einen Sieg in Saarburg, aber in Illtal
brauchen wir so gar nicht nicht aufzulaufen. Von einer Spitzenmannschaft
sind wir noch weit entfernt."
Die völlig neu formierte, junge Mannschaft der Fortunen zeigte keinerlei
Respekt vor den Kurstädtern. Kämpferisch und mit schellen Kombinationen
gestalteten die Gastgeber weite Teile der ersten Halbzeit ausgeglichen.
Erst in der Schlussphase gelang es Bad Ems, sich von 17:15 auf 21:15
abzusetzen.
Warum sein Team diesen Vorsprung nach dem Seitenwechsel nicht ausbauen
konnte und am Ende gar um den Sieg bangen musste, hatte für Schmidt
einen einfachen Grund: In der Defensive lief nichts zusammen. "Die
Abwehrleistung war katastrophal, und auch die Leistung von Alexander
Klapthor im Kasten war durchwachsen", kritisierte der TVBE-Trainer, der
selbst als zweiter Torwart auf der Bank Platz nehmen musste, aber nicht
zum Einsatz kam. Weil es hinten hakte, lief mit zunehmender Spieldauer
auch im Angriff stetig weniger. Hatten im ersten Durchgang zumindest die
Offensivkombinationen noch gefruchtet, schlichen sich auch beim Spiel in
des Gegners Hälfte mehr Fehler ein. Schmidt: "Eine Erklärung dafür habe
ich noch nicht." (ros)
TV Bad Ems: Klapthor - Krenzer (2), Gras (13/2), Hens (3), Al.
Ulges (5), Ad. Ulges, Wallroth, Furtak, Peltner (4), Driesch (2),
Gerlach (2).
(RLZ vom 04.10.2007)
Spieltag 29./30.09.2007
Spielleiter messen mit zweierlei Maß
Oberliga RPS: Bad Ems gegen Biewer/Pfalzel
nicht vom Glück begünstigt
Der TV Bad Ems hat eindrucksvoll bewiesen, dass er
mit den Topfavoriten der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar mithalten kann.
Gemessen an dem hohen Aufwand, der von den ersatzgeschwächten
Kurstädtern betrieben wurde, hätte jedoch mehr als nur das eine
Pünktchen gegen die HSG Biewer/Pfalzel herausspringen müssen.
TV Bad Ems -
HSG Biewer/Pf. 27:27 (13:12)
BAD EMS. Eine tolle Moral bewiesen die Handballer des TV Bad Ems. Der
verdiente Lohn blieb jedoch aus: Im Duell der beiden bis dahin
verlustpunktfreien Teams gab`s gegen die HSG Biewer/Pfalzel "nur" ein
Remis. Die in erster Linie dafür Verantwortlichen trugen gelbe Jerseys
und maßen allzu oft mit zweierlei Maß: Manuel Colpo und Ralf Renken
meinten es nicht allzu gut mit den Schwarz-Weißen.
Knackpunkt Nummer eins: die Rote Karte gegen den Bad Emser Pascal
Gras nach 32 Minuten und 28 Sekunden. Zugegeben, sonderlich geschickt
stellte sich das Rückraum-Ass der Gastgeber am Kreis im Zweikampf mit
dem cleveren 115-Kilo-Hünen Christian Stein nicht an. Dafür aber eine
Rote Karte zu zeigen, war reichlich übertrieben.
Knackpunkt Nummer zwei: die Siebenmeter-Bilanz. Während die
Gastgeber nur zwei Mal an die Linie durften, sprachen die beiden
schwachen Spielleiter den Gästen gleich zehn Strafwürfe zu. Darüber
konnte sich der emotionale TVBE-Trainer Thomas Schmidt, der wegen der
Krankheit von Carsten Noll kurzfristig als Ersatzkeeper auf der Bank
Platz nahm und in der Schlussphase bei einem Siebenmeter zwischen die
Pfosten kam, nach Spielende nicht beruhigen. "Ich habe mindestens acht,
neun Situationen am Kreis gezählt, in denen wir beim Torwurf gestoßen
wurden. Doch was passiert? Überhaupt nichts." So sah es kurz nach dem
Wiederanwurf nicht gut aus für die Gastgeber, die einen starken Start
hingelegt hatten und die kantige Hintermannschaft der HSG durch ihre
treffsicheren Rückraumleute Pascal Gras, Uwe Hens und Alexander Ulges
immer wieder schlecht aussehen ließen.
13:7 lag der TVBE nach knapp 22 Minuten in Führung, die bewegliche
Abwehr vor dem mit einer am Ende fantastischen Quote von stattlichen 38
Prozent abgewehrter Bälle aufwartenden Alexander Klapthor stand
ausgezeichnet. Doch wie gewonnen, so zerronnen. Den Kurstädtern gelang
dann geschlagene zwölf Minuten lang kein einziger Treffer, während der
als FC Bayern München der RPS-Oberliga apostrophierte Gast Tor um Tor
aufholte und kurz vor der vollkommen überzogen geahndeten Szene Gras
kontra Stein ausgeglichen hatte.
Bad Ems verblüffte jedoch, steckte mit der Unterstützung des
fantastischen Publikums diesen derben Nackenschlag schnell weg und war
nach 43 Minuten nach Damian Peltners Doppelschlag beim 21:17 wieder vier
Tore davongezogen. Dieser Vorsprung hielt dann bis in die Schlussphase
(50.). Die Trierer steckten nicht auf, kamen wieder heran. Als aber
Marcel Driesch mit seinem einzigen Tor an diesem Abend knapp 100
Sekunden vor Ultimo das frenetisch umjubelte 27:25 gelungen war,
schienen die Messen gesungen zu sein. Doch die HSG glich noch aus und
sicherte sich den aufgrund der personellen Probleme kaum
Auswechselmöglichkeiten besitzenden und folglich dem Tempo und
Kraftaufwand Tribut zollenden Hausherren einen letztlich äußerst
schmeichelhaften Punkt.
"Wir waren in den ersten 20 Minuten in der Abwehr viel zu passiv",
monierte HSG-Trainer Uwe Fachinger hinterher. "Danach aber haben wir uns
gefangen. Das Unentschieden ist auf jeden Fall ein Punktgewinn für uns",
sagte der Gästecoach durch die Blume, dass seine Sieben den Zähler
eigentlich nicht verdient hatte. So sah es auch Schmidt: "Das war das
unverdienteste Unentschieden für einen Gegner, das ich in meiner langen
Laufbahn erlebt habe. Kompliment an meine Mannschaft, die immer wieder
aufgestanden ist. Wir haben viel investiert, es ist aber leider viel zu
wenig herausgekommen." Was maßgeblich den beiden Herren in Gelb
zuzuschreiben war...
Stefan Nink
TV Bad Ems 27 ( 13 )
HSG Biewer/Pfalzel 27 ( 12 )
TV Bad Ems: Klapthor, Schmidt - Driesch (1), Peltner (4), Alexander
Ulges (4), Adrian Ulges (2), Wallroth, Krenzer (1), Gras (6/2), Hens
(7), Gerlach (2).
HSG Biewer/Pfalzel: Schulz-Gerhardt, Becker - Stein (5), Friesen,
Rohr (1), May (4), Kammann (1), Kochann (7/4), Köhler (4), Backendorf,
Kuhfeldt (2), Sturm (3/1), Leinen.
Schiedsrichter: Manuel Colpo, Ralf Renken (HSV Bad Sobernheim)
Zuschauer: 250
Spielfilm: 3:1, 5:5, 11:5, 13:7, 13:12 - 13:13, 16:14, 21:17, 24:20,
27:25, 27:27 - Besonderheit: Rote Karte gegen den Bad Emser Pascal Gras
(33.).
(RLZ vom 01.10.2007)
Reserve fehlt Kraft
Verbandsliga Ost: Punktgewinn knapp verpasst
TuS Weibern II -
TV Bad Ems II 31:29 (17:14)WEIBERN. Der Grund für die
knappe Bad Emser Niederlage in der Eifel liegt auf der Hand: Mit
lediglich acht Spielern war der TVBE angetreten, da aus der Dritten noch
keine Spieler aufrücken können. Da einige Ballwerfer in Reihen der
Kurstädter nach Verletzungen noch erheblichen Trainingsrückstand
aufweisen, fehlte in der Schlussphase die Kraft. Trotzdem wäre
mindestens ein Zähler dringewesen, denn beim Stand von 30:29 nutzte der
spielerisch überzeugende TV seinen Ballbesitz nicht zum Ausgleich und
beklagte, dass ein Foul an Balmert nur mit Frei-
und nicht mit Strafwurf geahndet wurde. (stn)
TV Bad Ems II:
Sorger - Schneider, Helbach, Oeser, Zöller,
Balmert, Schäfer, Rüge.
(RLZ vom 01.10.2007)
Solide dritte TVBE-Welle
Kreisliga: Eine solide Leistung bot die dritte Garnitur des TV
Bad Ems beim ungefährdeten 31:18 (13:8)-Heimsieg gegen die HSV
Rhein-Nette III. Nach verteiltem Beginn machten die Gastgeber aus einem
5:6-Rückstand eine 10:6-Führung. "Das war der Gewinner", so
TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Die Torschützen: M. Sauerwein (8/4),
Braun (8), Schaarschmidt (6), Westermayer (6), Vogel (2) und Scheffler
(1). (stn)
(RLZ vom 01.10.2007)
Glatter Emser Heimsieg
Bezirksliga Westerwald: Einen deutlichen 23:12
(14:4)-Erfolg feierten die Frauen des TV Bad Ems gegen die überwiegend
mit Jugendlichen angetretenen Sportfreunde Neustadt II. Überragend beim
TVBE war Kirsten Leukel, die aufgrund ihrer Schnelligkeit und
Dribbelstärke kaum zu halten war und neun Mal ins Schwarze traf.
Theobald (4), Schröder (4), Demmer (3), Pfeffer-Leukel (1), Freisberg
(1) und Neidhöfer (1/1) besorgten den Rest. (stn)
(RLZ vom 01.10.2007)
Spieltag 22./23.09.2007
Bad Ems gewinnt auswärts
Oberliga RPS: Alexander Ulges trifft
neun Mal ins Schwarze - TV-Probleme mit Kuhardter Rückraum
Zwei Spiele, zwei Siege - der TV Bad Ems ist in der
Oberliga abermals glänzend aus den Startlöchern gekommen und freut sich
nach dem ersten Auswärtserfolg in der Rheinberghalle in Kuhardt schon
auf die anstehende Spitzenbegegnung gegen den alten Rivalen HSG
Biewer-Pfalzel.
TSV Kuhardt -
TV Bad Ems 27:28 (9:11)
KUHARDT. Die weite Reise in einen der südlichen Zipfeln der Pfalz hat
sich vollauf gelohnt: Mit zwei wichtigen Punkten im Gepäck kehrte der TV
Bad Ems zu vorgerückter Stunde auf die Insel Silberau zurück.
TVBE-Trainer Thomas Schmidt hatte nicht umsonst eindringlich vor dem
Aufsteiger gewarnt, der mit einem knappen Erfolg in Kastellaun in die
neue Umgebung gestartet war. Und auch der Auftakt gegen die Bad Emser
verlief zur Freude des Publikums nach Maß.
Doch die Schwarz-Weißen ließen sich vom schnellen 0:2-Rückstand nicht
beeindrucken. Besonders Alexander Ulges legte den Turbo ein und hatte
beim Zwischenstand von 4:7 nicht weniger als ein halbes Dutzend Treffer
markiert.
Dennoch blieben die quirligen Kuhardter, die zwar keinen herausragenden
Spieler in ihren Reihen hatten, aber im Kollektiv sehr unbequem waren,
dran. Besonders der Rückraum des Neulings hatte einen echten
Schokoladentag erwischt: Andreas Dudenhöffer, Tristan Stadel und
Thorsten Morio trafen stattliche 22 Mal ins Schwarze und sorgten immer
wieder für Kopfschütteln auf der Bad Emser Bank.
Die Gäste versuchten ihrerseits immer wieder - zu oft für den Geschmack
von Schmidt und seinem Kollegen Klaus Ohnhäuser - über Einzelaktionen
gegen die offensive Deckung des TSV zum Erfolg zu kommen. "Außerdem
haben wir viele Bälle verworfen", monierte Ohnhäuser eine hohe Anzahl an
viel zu unplatzierten Schüssen, die die Kuhardter Torsteher Borger und
Dreyer entschärfen konnten.
Das sollte sich nach der Pause ändern. "Da hatten wir eine viel bessere
Trefferquote", berichtete Ohnhäuser von einer wesentlichen Steigerung in
Sachen Effektivität beim Torabschluss. Trotzdem blieb es spannend, die
Gäste konnten sich nicht entscheidend absetzen. Zwei, drei Tore betrug
der Vorsprung, ehe der Gastgeber wieder herankam und sogar egalisierte.
Trotzdem schien es so, dass der Auswärtssieg ungefährdet eingefahren
werden könnte, denn der TVBE lag knapp 100 Sekunden vor dem Abpfiff der
beiden saarländischen Unparteiischen, die auch schon die Auftaktpartie
gegen die SG Saulheim geleitet hatten, mit 27:24 vorne.
Doch Kuhardt gab nicht auf, ging zur offenen Manndeckung über und kam
tatsächlich noch einmal bis auf einen Treffer heran. Alexander Ulges
beseitigte dann aber mit dem 26:28 alle Unklarheiten. Das letzte Tor der
Partie hatte nur noch statistischen Wert.
"Es war sicher alles andere als ein schönes Spiel. Ein reiner
Arbeitssieg für uns", bilanzierte Ohnhäuser, der seiner Mannschaft
jedoch ein dickes Lob aussprach. Immerhin gelang die Werbung für den
anstehenden rheinländischen Schlager gegen die mächtig aufgerüstete HSG
Biewer-Pfalzel, der am kommenden Samstag ab 19.30 Uhr in der Bad Emser
Silberauhalle steigt. (stn)
TSV Kuhardt 27 ( 9 )
TV Bad Ems 28 ( 11 )
TSV Kuhardt: Borger, Dreyer - Geiger (2), Bentz (1), Matthes,
Wolf, Morio (8/3), Seubel, Stadel (6), Dudenhöffer (8), Graichgauer (2),
Häußel, Latzko, Langner.
TV Bad Ems: Noll, Klapthor - Krenzer, Gras (5), Hens (5), Gerlach
(3/2), Alexander Ulges (9), Peltner (4), Adrian Ulges, Driesch (1),
Wallroth, Furtak (1).
Schiedsrichter: Zintel, Zintel (Saarbrücken)
Zuschauer: 250
Spielfilm: 2:0, 2:2, 4:7, 6:10, 9:11 - 11:11, 11:13, 16:18,
19:19, 23:26, 26:28.
(RLZ vom 24.09.2007)
Christian Adlers Sahnetag führt den TVBE zum Sieg
Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: Die Ballwerfer aus der Kurstadt
weisen die hoch gehandelte SG Saulheim klar in die Schranken
TV Bad Ems - SG Saulheim 32:24 (19:13)BAD EMS. Thomas Schmidt,
Trainer des TV Bad Ems und für seine geflügelten Worte bekannt, brachte es
auf den Punkt: "Auf beiden Seiten wurden mit dem Anpfiff die Pferde
losgelassen." Die simple Erklärung für einen fulminanten Auftakt in die
Saison der RPS-Oberliga trifft den Kern. Denn
sowohl der heimische TV Bad Ems als auch die SG starteten mit offenem
Visier und Tempohandball pur: Sechs Tore nach 2:30 Minuten, 16 Treffer
nach rund 10 Minuten - Hallensprecher Jochem
Hilpüsch blieb kaum Zeit zum Durchatmen.
Beide Teams, die sich bereits im März einen packenden Fight geliefert
hatten, zeigten eine ähnliche Spielanlage und vergleichbares Niveau, so
dass es lange Zeit remis (9:9) stand. Doch der TVBE sollte, angetrieben
von 330 frenetischen Fans, noch vor der Halbzeit den Grundstein für den
Sieg legen. Neuzugang Alexander Klapthor wurde von Christian Adler
ersetzt und erst seine Paraden und ein imposanter Zwischenspurt brachten
einen klaren 14:9- Vorsprung ein. Adler
erwischte zum Saisonauftakt einen wahren Sahnetag.
Die Saulheimer Abwehr, die mit den langen Kerls um Christopher Bach
bisweilen etwas staksig wirkte, kam immer weniger mit den flinken Ulges-Brüdern,
Pascal Gras und Uwe Hens zurecht und musste abreißen lassen. Da nutzte
es auch wenig, dass die Gäste aus Bingen Mitte der ersten Hälfte
versuchten, Pascal Gras per Manndeckung an die Kette zu legen. "Wir
haben in der ersten Halbzeit überhaupt keine Einstellung zu Gegner und
Spiel gefunden", monierte Saulheims Spielertrainer Uli Hangen. "19
Gegentore in Halbzeit eins sprechen Bände. Der Rückstand war deutlich zu
hoch."
Die Kurstädter agierten mit dem klaren 6-Tore-Vorsprung
im Rücken zu Beginn der zweiten Hälfte etwas verhaltener. Womöglich
hätte es auch noch einmal eng werden können, wenn Christian Adler mit
seinen Paraden die Gäste-Offensive nicht zur
schieren Verzweiflung getrieben hätte. Saulheim kam nie näher als auf
sechs Treffer heran und so plätscherte die Partie so ein wenig dahin.
Auch weil bei den Gästen der unbedingte Wille, das Spiel zu kippen, zu
keiner Phase wirklich erkennbar war und es zudem an den nötigen Mitteln
fehlte.
Der TVBE, der mit einer über weite Strecken überzeugenden Leistung
gegen einen hoch gehandelten Gegner einen Auftakterfolg feierte, gab in
der Schlussviertelstunde nochmals Gas und baute seinen Vorsprung weiter
aus.
"Wir haben uns nach der turbulenten Anfangsphase schneller besonnen",
erklärte Thomas Schmidt. "Dass wir in der Lage sind, vorne ein Feuerwerk
abzubrennen, war mir bekannt, aber auch die Abwehr hat sehr gut
gestanden", so der Coach, der kurzfristig auf Carsten Noll verzichten
musste. Christian Adler sprang in die Bresche und erntete ein verdientes
Lob vom Trainer: "Er hat sensationell gehalten." Sven
Stadtmüller
TV Bad Ems 32 ( 19 )
SG Saulheim 24 ( 13 )
Bad Ems: Klapthor, Adler - Alexander Ulges (4), Gerlach (3/1),
Peltner (4), Gras (7/1), Hens (5), Furtak (1), Krenzer (2/1), Wallroth
(2), Driesch (3), Adrian Ulges (1).
Saulheim: Radewald, Stengel - Maul (1), Lerzer, Rürup (1), Bach (3),
Jung (1), Schumacher (2), Mayr (9), Venter (3), Hangen (1/1), Kröhle,
Ickenroth (3).
Schiedsrichter: Andrea Zintel / Norbert Zintel (DJK Ensheim)
Zuschauer: 330
Spielfilm: 3:3, 5:5, 7:6, 9:7, 9:9, 12:9, 14:9, 15:11, 17:12, 19:13,
22:15, 23:17, 25:18, 27:18, 29:21, 31:23, 32:24.
(RLZ vom 17.09.2007)
Rückrunde... |