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Aktuelle Spielberichte

Rückrunde...

Spieltag 17./18.12.2005

 

Bad Ems rettet hauchzarten Vorsprung über die Zeit

Handball-Oberliga Rheinland: Der TVBE schlägt im Rückspiel den SV Fortuna Saarburg 31:30 und überwintert auf Rang drei

BAD EMS. Wie Flummibälle hüpften die Spieler des TV Bad Ems nach der Schlusssirene über das Feld, herzten und umarmten sich und feierten den denkbar knappen 31:30-Erfolg über Fortuna Saarburg. Der TVBE überwintert somit auf Rang drei und darf sich bei fünf Zählern Vorsprung auf Platz vier berechtigte Hoffnungen machen, im nächsten Jahr der neuen Oberliga Rheinland-Pfalz-Saar anzugehören.

An Dramatik stand die Partie in der Silberauhalle dem Remis in der Vorwoche in nichts nach. Zu Beginn präsentierten sich die Gäste geduldig und stark im Abschluss, während die Bad Emser Probleme in der Deckung offenbarten. Die Folge: Fortuna führte schnell mit 4:1, doch beirren ließen sich die Schützlinge von Thomas Schmidt und Klaus Ohnhäuser davon nicht. Alexander Ulges wucherte mit seiner unglaublichen Dynamik und brachte seine Farben mit zwei unnachahmlichen Durchmärschen erstmals in Front (8:7). In der Defensive verhalf besonders Frank Lohmann den Kurstädtern zu mehr Stabilität. So bauten die Hausherren ihren Vorsprung bis zum Seitenwechsel kontinuierlich auf sechs Tore aus - nicht wenige glaubten bereits an die Vorentscheidung.

"Wir haben sehr gut angefangen, aber uns dann durch viele individuelle Fehler selbst in Not gebracht", bilanzierte Saarburgs Coach Marcus Anderson, der nach dem Spiel in der Kabine anzutreffen war - das schwache Schiedsrichter-Gespann hatte ihn mit Roter Karte der Halle verwiesen. Anderson hatte sich fürchterlich darüber aufgeregt, dass in den Schlusssekunden ein Halten an einem Gäste-Akteur nicht mit Freiwurf geahndet wurde, sondern vielmehr der TVBE das Spielgerät zugesprochen bekam und dieses dann bis zur Schlusssirene durch die eigenen Reihen laufen ließ.

Nun aber wieder relativ relaxt meinte er schließlich: "In der zweiten Hälfte haben wir das Spiel lange Zeit klar beherrscht. Aber Bad Ems war letztlich cleverer und hat daher verdient gewonnen."

Tatsächlich legten die Gäste in der zweiten Hälfte gleich los wie die viel zitierte Feuerwehr und egalisierten nach nur zehn Minuten zum 23:23. Ein Abspielfehler beim Anwurf auf Seiten der Kurstädter hatte den Ausgleich besiegelt - der TVBE taumelte nun wie ein angeschlagener Boxer, fiel aber nicht. "Mich hat heute am meisten beeindruckt, dass wir weiter gekämpft haben, nachdem Fortuna den Rückstand egalisiert hatte. Da brechen andere Teams durch", zeigte sich Schmidt angetan von seiner Truppe.

Zwar blieben die Gäste weiter dran, schossen aber in der Folge so viele "Fahrkarten", dass sie die Tuchfühlung zu verlieren drohten - bis auf 30:25 zog Bad Ems wieder davon. Doch in den letzten eineinhalb Minuten ging den Platzherren und folglich auch dem Publikum mächtig die Flatter. Eigentlich schien alles entschieden, nachdem Uwe Hens nach 57:30 Minuten das 31:28 markierte hatte. Doch Dirk Moske verkürzte mit zwei Siebenmetern auf 31:30 und noch war eine Minute zu absolvieren. Da sich die Fortuna jedoch einen Fehlpass erlaubte, der ins Seitenaus segelte, und die Gäste nicht den von Anderson vehement geforderten Freiwurf erhielten, rettete Bad Ems den hauchzarten Vorsprung über die Zeit.

Nachdem sich auch Schmidt über die Leistung der Unparteiischen Luft verschafft hatte, stimmte er versöhnliche Töne an: "Das Spiel war ein absolutes Highlight und der pure Wahnsinn für unsere tollen Zuschauer", freute er sich. "Es war ein schöner Abschluss eines tollen Jahres."   
Sven Stadtmüller

TV Bad Ems   31 ( 19 )
Fortuna Saarburg   30 ( 13 )

Bad Ems: Noll, Adler - Driesch, Alexander Ulges (5), Wallroth (1), Krenzer (4), Gras (10/2), Hildesheim, Pesek, Hens (7), Lohmann (3), Adrian Ulges (1).
Saarburg: Mirtennutz - Dirk Moske (9/5), Schmitz, Daniel Kochann (2), Thomas Kochann (4), Daniel Moske (5/1), Juncker (1), Hilt, Rohr (3), Hennefeld (1), Herber, Kammann (5).

Schiedsrichter: Birk/Birkenbeul (Hachenburg/Bad Marienberg) 
Zuschauer: 220  
Spielfilm: 1:4, 4:6, 7:7, 10:8, 13:11, 16:12, 19:13, 21:16, 22:21, 23:23, 30:25, 30:28 
Vorkommnisse: Rote Karten gegen den Emser Frank Lohmann (32.), den Saarburger Spieler Daniel Kochann (33.) und Trainer Marcus Anderson (59.).
(RLZ vom 19.12.2005)

 

Viel Gas gegeben

Handball: HSG 40:13

BAD EMS. Die Handballerinnen der weiblichen A-Jugend der HSG Bad Ems/ Bannberscheid sind für das am 14. Januar steigende Spitzenspiel der Verbandsliga Ost gegen den TuS Weibern bestens gerüstet. Beim TV Arzheim feierten die von Jessica Oster und Esther Mohr gecoachten Mädels einen deutlichen 40:13 (20:4)-Erfolg. Die HSG lief viel Tempo, ließ nach der Pause zwar die Zügel schleifen, um dann noch einmal mächtig Gas zu geben. "Das war ein schöner Jahresabschluss", fand Mohr und lobte neben den beiden treffsichersten Girls auch die starke Marei Lobs.   (stn)

HSG: Sabrina Rösler, Alina Hohl - Marei Lobs (6), Katja Jost (1), Sophie Heuchemer, Tina Strack (12/2), Miriam Ulbrich (6), Christina Keil (3), Jenny Klima, Eva Eichmann (12/3).
(RLZ vom 19.12.2005)

 

 

Spieltag 10./11.12.2005

 

TV Bad Ems holt Punkt in Saarburg

Handball-Oberliga Rheinland: 29:29 beim Verfolger Fortuna - Marcel Drieschs Disqualifikation

SAARBURG. Ein Wellental der Gefühle erlebten Spieler und Trainer beim Top-Spiel der Handball-Oberliga Rheinland zwischen der Saarburger Fortuna und dem TV Bad Ems. Nach überaus spannenden 60 Minuten teilten sich die Bewerber um einen der begehrten Plätze in der neuen vierten Liga mit 29:29 (13:16), womit der Rangzweite aus der Kurstadt die Saarburger auf Distanz hielt.

"Vorher wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen, doch hinterher kann ich es nicht ganz sein", so TVBE-Coach Thomas Schmidt. Kein Wunder, denn die Mannen von der Silberau lagen in der "Höhle des Löwen" in der ersten Halbzeit schon deutlich in Führung und schienen dem nächsten Auswärtssieg entgegen zu steuern.

Knackpunkt in einem umkämpften, aber nicht ganz so temporeichen Match waren dann aber zwei zweifache Unterzahlen Mitte des weiten Durchgangs, während derer die Bad Emser bei einem eigenen immerhin fünf Treffer kassierten.

So lagen die Saarburger fünf Minuten vor dem Abpfiff erstmals wieder in Führung (28:27). Dass die Partie nicht gänzlich in die Binsen ging, lag zum einen an der tollen Parade Carsten Nolls gegen den frei vor ihm auftauchenden Fortuna-Jugendlichen Rohr, dann kam eine Schlusssequenz, die an Dramatik kaum noch zu überbieten war. 14 Sekunden vor Ultimo nahmen die Gäste eine Auszeit und heckten eine Strategie für ihren vermeintlich letzten Angriff aus. Und die ging auf. Alexander Ulges ging in der ihm unnachahmlichen Dynamik durch und wurde regelwidrig am Torwurf gehindert. Pascal Gras behielt die Nerven und egalisierte fünf Sekunden vor Spiel- ende.

Doch damit war die Chose noch lange nicht erledigt. Bereits im ersten Durchgang hatten die Saarburger unmittelbar vor der Pause mit einem Gewaltwurf fast von der Mittellinie Erfolg gehabt. Auch Fortunas Coach nutzte noch einmal die Gelegenheit, seine Schützlinge einzuschwören. Hektik kam auf, Saarburg arbeitete mit allen Tricks und wollte sogar trotz einer Zeitstrafe im allgemeinen Tohuwabohu einen sechsten Feldspieler ins Rennen um den bitter benötigten 30. Treffer schicken. Schmidt monierte das erfolgreich. Saarburg brachte einen "fliegenden" Torwart und versuchte das Unmöglich scheinende doch noch möglich zu machen.

Letztlich rettete Marcel Driesch das Remis, indem er den Ballbesitzer energisch störte. Die Folge war die sofortige Disqualifikation, die ihm eventuell vom Spielleiter für das "Rückspiel" am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, eine Sperre einbringen wird.    (stn)

Fortuna Saarburg    29 ( 13 )
TV Bad Ems    29 ( 16 )

Saarburg: Mirtennetz, Dammann - Dirk Moske (9/1), Hill, Schmitz, Juncker, Rohr (7/1), Hennefeld (2/1), D. Kochann (5), T. Kochann (5), Kammann (1), Daniel Moske.
Bad Ems: Noll, Schmidt - Krenzer, Pesek (1), Gras (10/5), Klute (3), Hens (6/2), Alexander Ulges (3), Lohmann, Adrian Ulges, Hildesheim, Driesch (6), Wallroth.

Schiedsrichter: Dietrich/Hub (Ehrang) 
Zuschauer: 150.
Spielfilm: 2:1, 5:9, 9:14, 13:16, 21:24, 24:25, 29:28, 29:29.
(RLZ vom 12.12.2005)

 

TVBE II gibt klare Führung in Irmenach aus Hand

IRMENACH. Eine überflüssige 27:28-Niederlage bei der Reserve des Regionalligisten HSG Irmenach-Kleinich-Horbruch musste Handball-Verbandsligist TV Bad Ems II hinnehmen. Dabei hatten die Schützlinge von Trainerin Martina Noll nicht nur zur Pause mit 15:11 in Führung gelegen, sondern sahen auch bis Mitte des zweiten Abschnitts beim 23:17 wie die sicheren Sieger aus. "Wir haben über 50 Minuten lang sehr diszipliniert gespielt", lobte Noll ihr Team für den couragierten und engagierten Auftritt beim Tabellennachbarn im Hunsrück.

Doch dann ließen bei den Silberauern die Kräfte merklich nach und nach dem Ausschluss Jörg Balmerts nach dessen dritter Zeitstrafe wurde die Luft für die Mitspieler immer dünner, die Angriffe immer durchsichtiger und die Torwürfe immer druckloser. Mit Tempogegenstößen drehte die HSG dann den Spieß noch um. Ein Sonderlob verdiente sich auf Seiten der Gäste neben dem etatmäßigen Feldspieler Marten Schaarschmidt, der in Ermangelung eines gelernten Keepers das Gehäuse hütete, auch der treffsichere Rückraum-Routinier Udo Helbach.   (stn)

TV Bad Ems II: Schaarschmidt - Balmert, Schreiber, Zöller, Furtak, Oeser, Helbach, Braun, Pammer, Krausbeck.
(RLZ vom 12.12.2005)

 

Bannberscheider Frauen lassen Konstanz vermissen

Handball-Regionalliga: Verdiente 35:38 Niederlage gegen SV Zweibrücken - Probleme mit offensiver Deckung des Gastes

WIRGES. Die HSG Bannberscheid/Bad Ems hatte in der Handball-Regionalliga der Frauen einen anderen Jahresausklang vor heimischer Kulisse eingeplant. Im letzten Heimspiel des Jahres gab es für die Mannschaft von Hanjo Neeb und Volker Sonntag vor 90 Zuschauern eine verdiente 35:38 (17:18)-Niederlage gegen den SV Zweibrücken.

Verdient, weil die Kombinierten nie wirklich zu ihrem Rhythmus fanden. "Der letzte Einsatzwille hat heute genauso gefehlt wie konstant gute Phasen", bemängelte Hanjo Neeb. "Zweibrücken war sowohl in der Abwehr als auch im Angriff die deutlich bessere Mannschaft."

Große Probleme hatte die HSG vor allem mit der wieselflinken und offensiven Verteidigung der Saarländerinnen. Zeit für einen geordneten Spielaufbau hatten die Gastgeber in den ersten 20 Minuten nur allzu selten. Demnach konnte sich die Sieben von Axel Koch nach zehn Minuten leicht absetzen - und diese Führung sollte bis zum Schluss nicht mehr hergegeben werden. "Mit der offensiven Verteidigung des Gegners hatten wir riesige Probleme", kommentierte Neeb.

Allerdings kamen Zweibrücken ein paar Zeitstrafen in die Quere, was mit taktischen Umstellungen verbunden war. "Unsere drei Spielerinnen, die die offensive Deckung beherrschen, bekamen früh Zwei-Minuten-Strafen. Da mussten wir unser Konzept umstellen", erklärte Gäste-Trainer Koch das nach 20 Minuten abgeänderte Defensiv-System.

Jetzt waren die Angriffe der HSG mit mehr Erfolg behaftet. Lange anhalten sollten die erfolgreichen Momente allerdings nicht. Zweibrücken war auch mit der "Alternativ-Taktik" weiterhin die spielfreudigere Mannschaft, die ihre Angriffe mit viel Schwung vortrug. Und im Abschluss war eine Akteurin kaum zu stoppen: Nadine Spuhler markierte 14 Treffer und wurde zur überragenden Spielerin des Abends.

Trotz der Tatsache, dass die HSG Bannberscheid/Bad Ems wahrlich keine Glanzleistung vollbrachte, blieb die Partie noch bis kurz vor dem Ende spannend. Esther Mohr war mit ihren Treffern diejenige, die noch auf ein glückliches Ende aus HSG-Sicht hoffen ließ. 33:34 stand es nach 55 Minuten, aber im finalen Augenblick hatte Zweibrücken, wie über weite Phasen des Spiels, einfach mehr Ideenreichtum.

René Weiss

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Nolden - Maklezow (4), Zimmermann (7), Mäncher (1), Oster (5), Strack, Ulbrich, Mohr (10/1), Eichmann, Stahl (8/4).
SV Zweibrücken: Rogers, Knoch - Scherf (2), Leiner (9/2), Spuhler (14/1), Herrmann, Seitz (4), Lauer, Pappe (1), Herl (4), Erschens (4).

Besonderheit: Rote Karte gegen Zweibrückens Karin Erschens (49.).
Spielfilm: 1:0, 5:5, 6:8, 10:13, 13:13, 17:20, 21:22, 27:27, 27:30, 33:34, 33:36, 35:38.
(Westerwälder Zeitung vom 12.12. 2005)

 

 

Spieltag 03./04.12.2005

 

Abwehr spielt wie zahme Kuschelbärchen

Oberliga Rheinland: Bad Ems siegt in einem beispiellosen Torfestival mit 41:32 gegen Igel-Liersberg

BAD EMS. 41 Tore erzielt und doch maßlos enttäuscht - nein, ein neuer Anspruch hat an der Silberau nicht Einzug gehalten. Aber die rund 180 Besucher beäugten die Leistung ihrer Lieblinge in der Handball-Oberliga zurecht überaus kritisch, schließlich ließ es der Gast aus Igel-Liersberg auch nicht weniger als 32 Mal im Kasten des TV Bad Ems krachen. Und 32 Gegentreffer gegen einen Aufsteiger, der zudem auf dem vorletzten Tabellenplatz rangiert, sind eindeutig zu viel.

"Es gab heute vier Parteien: Igel, uns, die Zuschauer und die Schiedsrichter. Und nur die Zuschauer waren richtig gut", war Thomas Schmidt um eine klare Analyse nicht verlegen, stellte sich aber auch vor seine Mannschaft: "Ich werde jetzt nicht auf die Jungs draufhauen, sondern stehe zu meiner Mannschaft. Wenn ich mich selbst schon nicht von den Gedanken an die Saarburg-Spiele lösen kann, wie sollen das dann die Jungs können?" räumte der Trainer ein, wo die Prioritäten der Silberauer zurzeit liegen. Aber, soviel war Schmidt und seinem Trainerkollegen Klaus Ohnhäuser auch klar: "So brauchen wir da gar nicht erst hinfahren."

Die Partie lief an, wie so viele Heimspiele in dieser Spielzeit. Schnell führten die Hausherren mit 8:3, fühlten sich zu sicher und agierten folglich in der Verteidigung wie zahme Kuschelbärchen. Igel, seine Chance witternd und toll fightend, verkürzte den Rückstand nach und nach, bis der Vorsprung des TVBE auf einen Treffer zusammengeschmolzen war.

"Wir haben zu keiner Zeit die Einstellung zu diesem Spiel gefunden. Mit der Leistung, die wir heute in der Abwehr gezeigt haben, gehören wir nicht auf den zweiten, sondern auf den vorletzten Platz", ereiferte sich Schmidt, der ab und an den glücklosen Carsten Noll im Kasten der Kurstädter ersetzte.

"Ich bin zu 70 Prozent zufrieden, der Rest hat mit unserer Abwehr zu tun. Die ist bei uns das große Sorgenkind", gab Igel-Coach Sven Sturm zu Protokoll, der nur mit zwei Auswechselspielern anreisen konnte. "Aber immerhin waren wir sehr lange an Bad Ems dran."

Sehr lange heißt: bis kurz vor der Pause. Dann zog Bad Ems nämlich die Zügel nochmal an und erarbeitete sich bis zur Halbzeit ein Sechs-Tore-Polster. So machten sich denn auch die Zuschauer berechtigte Hoffnungen auf Besserung im zweiten Durchgang, doch auch nach Wiederbeginn war der TVBE in der Abwehr nach wie vor meilenweit davon entfernt, dicht zu halten. Besonders Igels Goalgetter Nummer eins, Kristof Sturm, bereitete mit seiner flinken und doch kantigen Spielweise den Kurstädtern arge Probleme. Mal traf er aus dem Rückraum, mal stand er auf Außen "blank".

Zwar gab es für die Zuschauer noch den einen oder anderen schönen Angriff zu bewundern, dennoch lag stets eine latente Unzufriedenheit in der Luft. Da half es auch nichts, dass Bad Ems im Angriff recht variabel agierte und nicht nur die üblichen Verdächtigen - Pascal Gras und Uwe Hens - ihre Treffer markierten. Die Enttäuschung blieb.    

Sven Stadtmüller

TV Bad Ems    41 ( 22 )
SV Igel-Liersberg    32 ( 16 )

TV Bad Ems: Noll, Schmidt - Alexander Ulges (4), Driesch (3), Adrian Ulges (2), Wallroth, Krenzer (5/1), Gras (8/1), Hildesheim (2), Pesek (3), Klute (4), Hens (10).
SV Igel-Liersberg: Pütz, Niesen, Gloden (4/1), Sturm (10/2), Steffen (9), Passmann (3), Hoffmann (2), Büchert (2), Hefert, Frede (2).

Schiedsrichter: Schöneck/Schornstheimer (Bodenheim).
Zuschauer: 180.

Spielfilm: 2:2, 8:3, 10:6, 13:10, 15:14, 18:16, 22:16, 27:19, 29:22, 31:25, 35:26, 38:28.
(RLZ vom 05.12.2005)

 

17:24: TV Bad Ems III bricht erst am Ende ein

ANDERNACH. Zwar konnte die dritte Mannschaft des TV Bad Ems seit längerer Zeit mal wieder in voller Besetzung antreten, ein Erfolg war dem Handball-Landesligisten aber nicht vergönnt. Bei der Reserve der HSG Rhein-Nette unterlagen die Silberauer letztlich deutlich mit 17:24 (8:11).

Über weite Strecken konnte die dritte Welle aus der Kurstadt gut mithalten, allerdings vermochte sie nicht, den permanenten Rückstand auszugleichen. "Rhein-Nette legte immer zwei, drei Tore vor", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "-Taktik machten die Gastgeber aus einem 19:16 ein 24:16. Ohnhäuser: "Das war die Entscheidung."    (ros)

TV Bad Ems III: Utermark, Langenhuysen - M. Sauerwein (7/2), Heinz (1), Rüge (1), Wohkittel, R. Sauerwein, Hahn (1), Schrabback (1), Suetovius (1), Simek (4), Schaarschmidt (1).
(RLZ vom 05.12.2005)

 

Bei HSG lassen die Kräfte nach

Frauen-Regionalliga: Deutliche 16:25 Schlappe bei der HSG Eibelshausen

ESCHENBURG. In der Regionalliga der Frauen unterlag die HSG Bannberscheid/Bad Ems beim Tabellenvierten HSG Eibelshausen/Ewersbach mit 16:25 (12:10).

Vor rund 400 Zuschauern in der proppenvollen Halle in Eschenburg verkauften sich die Gäste im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten glänzend und hielten das Spiel 40 Minuten lang bis zum Stand von 13:13 offen. Sie präsentierten sich stabil in der Abwehr. Zwar wurde Petra Stahl von Beginn an eng gedeckt, doch die anderen Fünf spielten einen schnellen Ball. Lohn der starken Leistung war eine 12:10-Pausenführung.

"Doch dann zeigte sich wie in Crumstadt, dass Kraft und Konzentration nachlassen, wenn drei Rückraumspielerinnen durchspielen müssen", so der Mannschaftsverantwortliche Volker Sonntag. "Wenn Jessica Oster nicht dabei ist, fehlen uns ein oder zwei Alternativen, die für frischen Wind und Entlastung sorgen."

Gegen die stärker werdende Torfrau der Gastgeberinnen wurden zwei Siebenmeter und fünf freie Würfe vergeben. So ließ der zweite Treffer in der zweiten Hälfte bis zur 47. Minute auf sich warten. Mit nachlassender Kraft kam der Frust. Petra Stahl (53., dritte Zeitstrafe) und Nathalie Oster (57.) sahen die Rote Karte.    (gh)

HSG Bad Ems/B.: Balmert, Nolden - N. Oster (2), Stahl (1/1), Mäncher (2), Maklezow (4), Mohr (3/1), Zimmermann (4), Seiler, Strack.
(RLZ vom 05.12.2005)

 

Klare Sache für HSG-B-Mädchen

Klare Sache für die B-Mädchen der HSG Bad Ems/Bannberscheid: Der TuS Bad Marienberg wurde in der Verbandsliga mit 30:12 (15:7) distanziert. "Es war eine klare Sache", freute sich das Trainer-Duo Esther Mohr und Natalie Oster. Ihre Mädchen zogen nach dem 8:7 bis zur Pause davon und gingen auch dann noch ein hohes Tempo, als die Sache längst entschieden war. 
Die Trefferausbeute der Kombinierten teilten sich Patricia Kessel (9/2), Ann-Kathrin Schüler (7), Katharina Heinz (5), Julia Weinberg (3), Ruth Schmidt (3), Juliane Stork (2) und Sarah Rheinbay (1).    (stn)
(RLZ vom 06.12.2005)

 

 

Spieltag 26./27.11.2005

 

TV Bad Ems weiter im Vormarsch

Handball-Oberliga Rheinland: Silberauer lassen beim 30:17-Heimsieg gegen die SG Gösenroth/Laufersweiler nichts anbrennen

Der TV Bad Ems bleibt in der Handball-Oberliga weiter dick im Geschäft: Die SG Gösenroth/Laufersweiler wurde gestern Abend mit 30:17 (17:9) auf die Heimreise geschickt.

BAD EMS. Den fünften Heimsieg hintereinander feierten gestern Abend die Oberliga-Handballer des TV Bad Ems beim mühelosen 30:17 (17:9) gegen den auswärts weiter harmlosen Neuling SG Gösenroth/Laufersweiler, der auch im sechsten Gastspiel in fremden Hallen gänzlich leer ausging.

"Wir haben uns dennoch ganz gut verkauft", befand Trainerin Jutta Holl, die mit Christoph Kessler und Juri Seidensal zwei wichtige Stützen ersetzen und mit ihrem Team verkraften musste, dass der wurfgewaltige Ex-Irmenacher Florian Hübner nach einem Foul am durchgebrochenen Michael Krenzer mit Roter Karte vorzeitig auf die Tribüne musste (41.).

Aber auch bis dahin waren beim Stand von 21:14 die Birnen schon so gut wie geschält. Der TVBE konnte sich abermals auf den bärenstarken Carsten Noll im Tor verlassen, und das treffsichere Duo Pascal Gras und Uwe Hens war von den Hunsrückern nie auszuschalten. So dauerte es knappe zehn Minuten, ehe den Kombinierten der erste Treffer gelang.

"Es war sicher ein unaufgeregtes Spiel", so der Bad Emser Coach Thomas Schmidt, der trotz der wenigen Gegentore Mängel in der Abwehr erkannt hatte. "Erst, als wir auf unsere seit Jahren bewährte 3:2:1 mit dem vorgezogenen Adrian Ulges umgestellt hatten, liefen vor allem die Gegenstöße wieder besser."

Seine Kollegin Holl war nach dem Schlusspfiff froh über das vergleichsweise noch humane Endresultat. "Wir haben versucht, ruhig zu spielen. Die Bad Emser haben uns daher nicht überrannt. Ehrlich gesagt hatte ich Angst vor 40 Gegentoren."

Die fielen aber trotz klarer Dominanz bei weitem nicht, weil Gösenroths Schlussmann Eric Albright nach der Pause den einen oder anderen Ball halten konnte und der TV Bad Ems nicht mehr so auf Draht war wie während der ersten 40 Minuten. Was Thomas Schmidt seinen Jungs jedoch nicht übel nahm. "Da kann man in der Kabine noch so viel sagen und warnen. Es ist immer schwierig, bei einer solch klaren Führung die Konzentration hochzuhalten."
Stefan Nink

TV Bad Ems    30 ( 17 )
SG Gösenroth/L.    17 (  9 )

TV Bad Ems: Noll - Driesch (1), Alexander Ulges (4), Lohmann, Adrian Ulges (2), Wallroth, Krenzer (3), Gras (9/5), Hildesheim, Pesek (1), Klute (1), Hens (9).
SG Gösenroth/Laufersweiler: Albright, Lengert - Dörn, Dreher (2), Hübner (3), Peltsch (1), Tatsch (2), Stumm (3), Klünder (6/1), Müller.

Schiedsrichter: Appelbaum (Bendorf), Nitsche (Mülheim).
Zuschauer: 150.
Spielfilm: 4:0, 9:3, 14:8, 17:8, 19:12, 20:14, 26:14, 30:16.
(RLZ vom 26.11.2005)

 

Spieß umgedreht

Handball-Verbandsliga: TVBE II gewinnt 30:27

HACHENBURG. Mit einem 30:27 (13:11)-Auswärtssieg beim Schlusslicht HSG Ha-chenburg/Bad Marienberg glichen die Verbandsliga-Handballer des TV Bad Ems II ihr Punktekonto wieder aus. Beim Tabellenletzten wirkte erstmals wieder der Hüne Maik Schäfer mit, den die Bad Emser noch in schlechter Erinnerung hatten. Und abermals bereitete der lange Rückraumspieler den Gästen Probleme. Nachdem der TVBE lange knapp geführt hatte, lief er eine Viertelstunde vor Schluss plötzlich einem Zwei-Tore-Rückstand hinterher. Doch mit großem Kampf wurde der Spieß wieder umgedreht und die offene Deckung der HSG am Ende ausgenutzt. Eine starke Leistung attestierte Trainerin Martina Noll den Schiedsrichtern, die sich von permanenten Pöbeleien aus dem Publikum nicht aus der Ruhe bringen ließen und die harten Attacken der HSG konsequent mit insgesamt zwölf Zeitstrafen ahndeten. TVBE-Cracks mussten nur fünf Mal vorübergehend pausieren.    (stn)

TV Bad Ems II: Sorger, Schmidt - Zöller (4), Helbach (6), Schneider (8), Schreiber (1), Oeser (1), Krausbeck (4), Furtak (6/4), Balmert.
(RLZ vom 28.11.2005)

 

Auswärts-Sieg für TVBE III

ARZHEIM. Zu einem wichtigen 23:18 (10:8)-Sieg beim Tabellennachbarn TV Arzheim kam Handball-Landesligist TV Bad Ems III. Endlich zeigten sich die abermals mit dünner Spielerdecke angetretenen Silberauer wieder diszipliniert. Keeper Stefan Langenhuysen bot zudem eine starke Leistung. Die Vorentscheidung fiel kurz nach der Pause, als der TVBE von 12:11 in einem Zwischenspurt auf 16:11 davon zog. Dieser Vorsprung wurde ins Ziel gerettet.    (stn)

TVBE III: Langenhuysen - Heinz (3), Hilpüsch, Suetovius (2), Schaarschmidt (3), Wohkittel, M. Sauerwein (7/2), Simek (5), Minor (3).
(RLZ vom 28.111.2005)

 

Stahl als Schütze und Passgeber stark

Ungefährdeter 32:23-Heimsieg für die HSG Bannberscheid/Bad Ems

WIRGES. Die HSG Bannberscheid/Bad Ems hat sich die Punkte zehn und elf auf der Haben-Seite gutgeschrieben. Mit 32:23 (13:8) gewann die Mannschaft von Hanjo Neeb in der Regionalliga Südwest gegen den TV Idstein.

60 Minuten lang waren die Kombinierten in allen Bereichen klar besser. So lobte Hanjo Neeb: "Ich bin rundum zufrieden." Auch die Tatsache, dass im ersten Abschnitt vorne ein paar Bälle leicht vergeben wurden, nahm der Trainer seinen Akteurinnen nicht krumm: "Idstein hatte ja schließlich auch eine Abwehr und eine Torfrau auf dem Feld."

Da aber die HSG-Defensive noch wesentlich kompakter stand als die gegnerische, sollte sich die Partie zu einer leichten Angelegenheit entwickeln. Die Gäste hatten bei schnellen Gegenstößen fast ihre einzige Möglichkeit erfolgreich abzuschließen, was die HSG jedoch gut zu verhindern wusste. Aus dem Positionsspiel heraus kam von den Idsteinerinnen kaum etwas Gefährliches. Bannberscheid ermöglichte nur selten freie Räume. Anke Balmert musste somit in den ersten 30 Minuten nur acht Mal hinter sich greifen. "Wir haben in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Sieg gelegt", lobte Neeb, der in der Auszeit nach 21 Minuten offensichtlich genau die richtigen Worte gefunden hatte: Denn aus einem 9:8 wurde danach kurzerhand ein 13:8 gemacht.

Als sich nach dem Seitenwechsel zunehmend mehr Räume auftaten, wurde die Führung weiter ausgebaut. So klappte es jetzt, während man in der ersten Halbzeit in erster Linie auf den Rückraum angewiesen war, auch vom Kreis und den Außenpositionen.

Besonders viel vorgenommen hatte sich Petra Stahl: Für sie ging es gegen den Ex-Verein, und da war die Motivation besonders groß. Mit zehn Treffern war sie - gemeinsam mit Idsteins Sabrina Krato - erfolgreichste Schützin des Abends, dazu kamen etliche Zuspiele. "Auch der Versuch sie kurz zu decken brachte nichts", musste der enttäuschte Idsteiner Trainer einsehen.
René Weiss

HSG: Balmert, Nolden - Maklezow (7/2), Zimmermann (4), N. Oster (1), Ulbrich, Mohr (4/2), J. Oster (6), Stahl (10), Seiler, Mäncher.

Schiedsrichter: Gerhard/ Küsters (Ingelheim/Wörr-stadt) - Zuschauer: 80.

Spielfilm: 0:1, 4:2, 7:4, 7:7, 9:7, 15:8, 17:12, 20:13, 23:17, 29:19, 32:23.
(RLZ vom 28.11.2005)

 

 

Spieltag 19./20.11.2005

 

Bad Ems erfüllt die Pflicht

Handball-Oberliga Rheinland: TVBE gewinnt 29:23 bei der HSG Kastellaun

KASTELLAUN. Das Hoch der HSG Kastellaun/Simmern der vergangenen Wochen mit dem Heimsieg gegen den SV Igel-Liersberg und dem Unentschieden gegen Gösenroth beendete der Handball-Oberligist TV Bad Ems durch einen 29:23 (14:12)-Auswärtssieg. HSG-Trainer Daniel Fellenzer sprach hinterher von einem Rückschritt seines Teams: "Die Mannschaft hat gekämpft. Aber uns fehlen momentan einfach die Punkte."

Den Hunsrückern gelang ein überzeugender Start. Der Grundstein für die zwischenzeitliche 6:4-Führung wurde in der Abwehr gelegt. Gutes Verschieben und Aggressivität verhinderten, dass sich das Bad Emser Offensivspiel entfalten konnte. Die Folge: Trainer Thomas Schmidt nahm eine Auszeit, um seinen TV Bad Ems wachzurütteln.

Die 60-Sekunden-Ansprache von Schmidt wirkte. Bad Ems verwandelte den Rückstand mit einer 8:1-Torfolge innerhalb von sechs Minuten in einen Fünf-Tore-Vorsprung. Grund für die Torflut war eine schwimmende Kastellauner Hintermannschaft, die sich durch Zeitstrafen das Leben schwer machte. Zum Ende der ersten Hälfte konnten die Hunsrücker die Verunsicherung abstellen und arbeiteten sich bis zur Pausensirene wieder zurück ins Spiel.

In der zweiten Spielhälfte offenbarten die Hunsrücker, warum es momentan einfach nicht richtig läuft. Mit einer hohen Fehlerquote in der Offensive luden die Gastgeber den Tabellenzweiten immer wieder zu schnellen Toren ein. Vorne wurde der Ball leichtfertig verloren, und in der Hintermannschaft nicht mehr genug gearbeitet. Vor allem Rückraum-Ass Pascal Gras war mit seinen insgesamt 13 Toren dafür verantwortlich, dass Kastellaun auf Abstand gehalten werden konnte. Negativer Höhenpunkt auf Seiten der HSG waren vier nacheinander vergebene Siebenmeter. "Wir haben vorne nicht getroffen. Da ist es schwer, sich in der Abwehr zu motivieren", bilanzierte Fellenzer. Sein Trainer-Kollege Thomas Schmidt fand: "Es war ein grausiges Spiel - Hauptsache zwei Punkte. Alles andere vergessen wir hoffentlich schnell."    Björn Arend

Bereits am Freitag, 19.45 Uhr, spielt der TV Bad Ems zu Hause gegen die SG Gösenroth.

HSG Kastellaun/S.    23 ( 12 )
TV Bad Ems    29 ( 14 )

HSG Kastellaun /Simmern: Bach, Weishaupt - Wust (4/4), Griebler (4), Wetstein (6), Scherer (1), Link, Wagner (4), Gutenberger, Vogt, Krause (3), De Vries (1).
TV Bad Ems: Noll, Adler - Lohmann, Adrian Ulges, Alexander Ulges (5), Wallroth (1), Krenzer (1/1), Gras (13/4), Hildesheim (2), Pesek (3), Klute, Driesch, Hens (4).
Schiedsrichter: Birk/Birkenbeul (Hachenburg); 
Zuschauer: 140.
Besonderheiten: Rot für De Vries (HSG/41.) und Pesek (TV/50.) wegen dritter Zeitstrafe.
Spielfilm: 3:1 (3.), 6:4 (8.), 8:13 (24.), 12:14 (30.), 13:17 (36.), 17:22 (48.), 20:23 (52.), 23:29 (Endstand).
(RLZ vom 21.11.2005)

 

Punkte verschenkt

Handball-Verbandsliga: TVBE II - Mülheim 28:31

BAD EMS. Ein munteres Spielchen mit viel Tempo lieferten sich in der Handball-Verbandsliga die Reserve-Teams des TV Bad Ems und der HSG Mülheim-Kärlich/ Bassenheim, wobei der Spitzenreiter vom Rhein mit dem 31:28 (13:13) seine Vormachtstellung untermauerte.

"Es war sogar ein Sieg für uns drin", lobte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser die engagiert auftretenden Schützlinge von Trainerin Martina Noll. Selbst vom 4:9-Rückstand nach einer Viertelstunde - die ersten drei Angriffe wurden zum Entsetzen der Fans unbedrängt hergeschenkt - ließen sich die Silberauer nicht aus der Bahn werfen, sondern kämpften sich kontinuierlich heran und hatten bis zur Pause den Gleichstand hergestellt.

In der 35. Minute gingen die Gastgeber mit 17:16 erstmals in Führung, die Partie wogte in der Folge hin und her. Bis fünf Minuten vor dem Abpfiff war"s dann sehr spannend, ehe die Bad Emser nicht nur einen Strafwurf vergaben, sondern kurz darauf freistehend vom Kreis vergaben. Ein Fangfehler in der Abwehr führte dann zur Vorentscheidung. Eine offensive Deckung nutzte dann auch nichts mehr, die Punkte waren futsch.    (stn)

TV Bad Ems II: Kleinschmidt, Sorger - Helbach (11/1), Schreiber (2), Schneider (7), Furtak (3/1), Oeser (2), Schäfer, Zöller (3/1), Wolf.
(RLZ vom 21.11.2005)

 

Klarer Heimerfolg für TVBE III

BAD EMS. Zwar boten die Landesliga-Handballer des TV Bad Ems III gegen den TuS Weibern II keine berauschende Leistung, doch letztlich gab"s einen klaren 28:23 (13:12)-Sieg. 9:1 führten die Gastgeber nach 15 Minuten, doch danach dachten wohl alle, der Rest sei ein Selbstläufer und hielten das Tempo nicht hoch. Der kampfstarke TuS kam heran, doch mit Einzelaktionen setzten sich die Bad Emser nach der Pause wieder ab.    (stn)

TVBE III: Utermark, Langenhuysen - Heinz, R. Sauerwein (2), Hilpüsch, Suetovius (2), Rüge, Schaarschmidt (6), Hahn (7/2), Hinze, Wohkittel, M. Sauerwein (11/2).
(RLZ vom 21.11.2005)

 

 

Spieltag 12./13.11.2005

Oberliga Rheinland: TV Bad Ems spielt beim 37:15 (19:4)-Kantersieg phasenweise Katz und Maus mit dem chancenlosen TuS Daun - Noll und Hildesheim bärenstark

Abwehr gleicht einem Bollwerk

Trainer Thomas Schmidt lobt "perfekte erste Halbzeit" seines Teams

Mit dem TV Bad Ems muss im Titelkampf der Oberliga Rheinland gerechnet werden. Die Handballer des TuS Daun, die im Vorjahr auf der Insel Silberau noch so imponiert hatten, schlichen nach dem Schlusspfiff angesichts des 15:37 (4:19)-Desasters wie geprügelte Hunde vom Platz.

BAD EMS. Auch ohne den beruflich verhinderten Uwe Hens hat der TV Bad Ems gezeigt, dass er in der Oberliga Rheinland eine der führenden Geigen spielen kann. Beim 37:15 (19:4)-Kantersieg spielten die Kurstädter mit dem schwachen TuS Daun phasenweise Katz" und Maus.

Nach knapp elfeinhalb Minuten hatte es in der Silberauhalle nur 5:4 gestanden. "Da haben wir sehr gut mitgehalten", konnte Gästecoach Rainer Schwab mit seinem Team bis dahin hochzufrieden sein. Doch was dann folgte, ließ den erfahrenen Mann auf der TuS-Bank immer ruhiger und fassungsloser werden. Die Bad Emser Abwehr stand wie eine Eins. Keeper Carsten Noll - er kam am Ende auf eine Quote von 63 Prozent - hielt fast alles, was ihm entgegen kam. Aber auch seine Vorderleute kamen in punkto Deckungsarbeit dem Prädikat "tadellos" ziemlich nahe. Immer wieder scheiterten die immer verzweifelter und ideenloser anrennenden Eifeler am TVBE-Bollwerk.

Der Tabellendritte lief einen Tempogegenstoß nach dem anderen und verzückte seine Fans mit Toren en masse. Die Reaktionen unter den wenigen Dauner Fans reichten von "das ist ja blamabel" über "was ist denn mit euch los" bis hin zu höhnischem Klatschen bei den wenigen Gegentoren. Schwab wollte es herunterspielen. "Wir haben das Spiel beim 9:4 abgeschenkt und gaben einigen Spielern Einsatzzeiten, die sonst weniger auf dem Platz stehen."

Na ja, ganz so war"s nun doch nicht. Immerhin wirkten mit Patrick Brümmer und Alexander Stein zwei Goalgetter mit, die es am Ende auf kümmerliche sechs Törchen brachten. "Mit der heutigen Leistung kann man sich kaum vorstellen, dass wir in Urmitz einen Punkt geholt und schon zweimal 40 Tore geworfen haben", schüttelte Schwab immer wieder fassungslos den Kopf.

Seine Kollegen Thomas Schmidt und Klaus Ohnhäuser waren in der Pause nach eigenem Bekunden fast sprachlos. "Was soll man angesichts einer derart deutlichen Führung noch sagen? Die Abwehr war Spitze, Carsten Noll hielt Weltklasse. Da schafft es nach solch einer fast perfekten ersten Halbzeit kein Trainer, das Niveau so hoch zu halten."

In der Tat konnte es sich das Bad Emser Erfolgsduo leisten, den mit Schleimbeutelproblemen im Knie laborierenden Alexander Ulges nach dessen furiosen Auftritt während der ersten 30 Minuten nach der Pause weit gehend zu schonen. Dafür erhielt sein aus Amerika zurückgekehrter Bruder Adrian wieder Spielpraxis.

Zum "Turm in der Schlacht" neben Keeper Carsten Noll avancierte der Ex-Bannberscheider Jörg Hildesheim, der mindestens ein Dutzend Mal gefährliche Bälle der Dauner abblockte und vor allem Brümmer, der erst in der Schlussphase seine Ladehemmung ein klein wenig ablegte, schier zur Verzweiflung brachte.    Stefan Nink

TV Bad Ems    37 ( 19 )
TuS Daun    15 ( 4 )
TV Bad Ems: Noll, Adler - Dreisch (2), Lohmann (5), Adrian Ulges (1), Alexander Ulges (5), Wallroth (4/2), Krenzer (6/1), Gras (5/1), Hildesheim (1), Pesek (4), Klute (4).
TuS Daun: Lindner, Wieber - Eich (2), Stein (3), Hilgers (1), Hahn (2), Ringer, Hadam (1/1), Brümmer (3), Gaskarov (2/2), Kunle, Weber (1).
Schiedsrichter: Dietrich/Hub (Trier-Ehrang).
Zuschauer: 180.
Spielfilm: 3:3, 5:4, 19:4, 23:6, 30:9, 33:11, 33:15, 37:15.
(RLZ vom 14.11.2005)

 

Nach Pausenführung viel zu nachlässig

Verbandsliga Ost: TV Bad Ems II kassiert beim Kellerkind TuS Kaisersesch eine 28:31-Niederlage

BAD EMS. Eine enttäuschende Vorstellung leistete sich Verbandsligist TV Bad Ems II im Auswärtsspiel beim TuS Kaisersesch. Obwohl die Schützlinge von Trainerin Martina Noll nach 30 Minuten noch mit 15:11 die Nase vorn hatten, mussten sie sich am Ende in der Eifel mit 28:31 geschlagen geben und verpassten eine ganz große Gelegenheit, sich noch weiter von den hinteren Plätzen abzusetzen.

Zwar hatten die Gastgeber den besseren Start erwischt und lagen 7:5 vorne, doch nach dem 9:9 legten die Kurstädter einen höheren Gang ein, ergriffen die Initiative und erspielten sich zur Pause einen scheinbar sicheren Vier-Tore-Vorsprung.

Doch das verleitete die Akteure wohl dazu, den Kontrahenten auf die leichte Schulter zu nehmen. "Wir haben uns mehr mit dem Schiedsrichter als mit der eigenen Leistung beschäftigt", ärgerte sich Noll über die Nachlässigkeiten und Meckereien. Zwar lag man noch geraume Zeit vorne, doch nach dem 21:21 witterten die Kaisersescher Morgenluft und gingen selbst mit zwei, drei Treffern in Führung. Den Vorsprung retteten sie verdient ins Ziel.    (stn)

TV Bad Ems II: Sorger, Kleinschmidt - Schreiber, Zöller, Schneider, Furtak, Oeser, Wolf, Helbach, C. Pammer, Schäfer, Balmert.
(RLZ vom 14.11.2005)

 

HSG trotzt dem Favoriten

Regionalliga: Bannberscheid/Bad Ems spielt gegen Marpingen 31:31

BAD EMS. Die Silberauhalle bleibt für die Regionalliga-Frauen der HSG Bad Ems/Bannberscheid ein gutes Pflaster. Nachdem dort zu Saisonbeginn die TSG Leihgestern mit 35:21 bezwungen worden war, rangen die Kombinierten dem ungeschlagenen Spitzenteam der DJK Marpingen beim 31:31 (17:15) völlig verdient einen Zähler ab.

Allerdings wusste HSG-Coach Hanjo Neeb hinterher nicht so recht, ob er sich über das Remis gegen die Nordsaarländerinnen freuen oder ärgern sollte. "Vorher wäre ich mit einem Unentschieden zufrieden gewesen, denn Marpingen verfügt über ein Top-Team, das jeden Fehler bestraft. Doch hinterher muss ich sagen: Es war sogar mehr drin." Da lag der Trainer völlig richtig, denn zum einen verballerten seine jungen Damen gleich sechs Strafwürfe und verpassten vor der Pause, vorentscheidend auf 19:13 davonzuziehen. Statt dessen war der Vorsprung beim Gang in die Kabinen auf zwei magere Törchen zusammengeschmolzen.

Die Schlussphase war an Dramatik kaum zu überbieten. Nicht zuletzt auch deswegen, weil an der Anzeigetafel einige Birnchen ihren Dienst verweigerten und so den Zuschauern oftmals eine falsche Spielzeit vorgegaukelt wurde.

Doch die HSG ließ sich von drei Rückständen nicht aus der Ruhe bringen und hatte in Person Tatjana Maklezows sogar unmittelbar vor dem Schlusspfiff die Chance zum Siegtreffer, doch Torfrau Jeannine Coquerell wahrte mit einer tollen Reaktion ihrem Team seinen Nimbus. "Wir waren heute im Kollektiv stark und haben all das super umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten", so Neebs Schlussfazit.    Stefan Nink

HSG Bad Ems/Bannb.    31 ( 17 )
DJK Marpingen    31 ( 15 )
HSG Bad Ems/Bannberscheid: Balmert, Nolden - Maklezow (5), Zimmermann (5), Mäncher (1), N. Oster, Strack, Ulbrich, Mohr (6), J. Oster (7/1), Stahl (6/3), Seiler (1).
DJK Marpingen: Coquerell, Brill - Buchholz, Schäfer, Zimmer, Zägel (2), Langenfeld (7), Müller (6), Jelicic (9/3), Klein (7).
Schiedsrichter: Hausch (Langenselbold) und Pitterling (Groß-Krotzenburg).
Zuschauer: 100.
Spielfilm: 4:3, 5:7, 8:7, 14:13, 17:13, 18:18, 23:19, 25:26, 28:26, 28:29, 30:31.
(RLZ vom 14.11.2005)

 

TVBE-Sieben ohne Chance

Handball: 11:31-Packung in Moselweiß - Siege für weibliche Jugend

BAD EMS. Ohne Auswechselmöglichkeiten standen die Landesliga-Handballer des TV Bad Ems III beim Tabellenvierten TV Moselweiß II auf verlorenem Posten. Nachdem sie im ersten Durchgang noch ordentlich mitgehalten hatten, wurde aus dem knappen 9:13--Klatsche. Als in Hälfte zwei bei den Kurstädtern die Kräfte merklich nachließen, liefen die Moselweißer einen Gegenstoß nach dem anderen und schraubten das Resultat noch in die Höhe.
TV Bad Ems III: Langenhuysen - Utermark (2), Heinz (1), R. Sauerwein (2), Minor (2), Suetovius (3), Hilpüsch (1).

Die weibliche A-Jugend der HSG Bad Ems/Bannberscheid kam gegen den Spitzenreiter TV Arzheim zu einem überzeugenden 29:15 (14:7)-Erfolg. Trotz des deutlichen Resultats - dem dritten Sieg im dritten Verbandsliga-Match - sahen die beiden Trainerinnen Esther Mohr und Natalie Oster noch reichlich Steigerungspotenzial bei ihren Schützlingen. "Wir wollen eben immer das Maximale herausholen", stellen die Kombinierten sehr hohe Ansprüche an ihre Schützlinge und monierten. "Es wurden noch zu viele Fehler fabriziert."
HSG A-Jugend: Rösler, Hohl - Ulbrich (9), Keil (3), Eichmann (7/5), Lobs (3), Strack (4), Mungenast (1), Jost (1), Klima (3), Heuchemer.

Die B-Jugend der HSG kam beim alten Angstgegner SV Untermosel zu einem ungefährdeten 12:8 (8:5)- Sieg. "Gegen die tun wir uns aber immer schwer, obwohl wir über die klar bessere Mannschaft verfügen", so Esther Mohr. Dass es trotz des gehörigen Respekts vor dem SVU zum deutlichen Erfolg reichte, war umso erfreulicher. Allerdings warnte Mohr: "Gegen stärkere Kontrahenten dürfen wir uns nicht so viele technische Fehler und schwache Würfe erlauben, sonst kann der Schuss nach hinten los gehen."    (stn)
HSG B-Jugend: S. Sonntag - P. Kessel (6/3), Schüler, Weinberg (2), Stork (1), Heinz (2), Rheinbay, V. Sonntag, Schmidt, Kauth (1).
(RLZ vom 15.11.2005)

 

 

Spieltag 05./06.11.2005

TVBE-Mittelblock überragt

Oberliga Rheinland: TuS Bannberscheid unterliegt Bad Ems mit 21:34

WIRGES. In Bannberscheid zu gewinnen, ist immer etwas Besonderes. Vor allem, wenn man neun Jahre hier gespielt hat, war der Derbysieg des TV Bad Ems beim TuS Bannberscheid in der Oberliga Rheinland für den Emser Trainer Thomas Schmidt, wie es zu einem Nachbarschaftsduell gehört, sehr prestigeträchtig. Deutlich mit 34:21 gewann seine Mannschaft in der Fremde und konnte nach Spielende mit lautstarken "Auswärtssieg, Auswärtssieg - Sprechchören den wertvollen Sieg bejubeln.

Die Gäste hatten keine großen Schwierigkeiten, am Ende als klarer Gewinner das Feld zu verlassen. Gestützt auf eine starke Torhüter- und Abwehrleistung setzte sich die Kurstadt-Sieben schon gegen Mitte der ersten Halbzeit mit maximal sieben Treffern (10:3) klar in Front. "Unser Mittelblock war heute sehr stark", lobte Schmidt die gute Defensivarbeit. Das Abwehrbollwerk ermöglichte den Bannberscheidern nur selten Würfe aus guten Positionen, sodass Schlussmann Christian Adler eine Reihe von Bällen zu fassen bekam. Auch Carsten Noll, der für die letzten zehn Minuten den Kasten hütete, bekam es von seinen Vorderleute einfach gemacht und stand Kollege Adler in kaum etwas nach.

Immer mehr verzweifelnd, wurden es seitens der Gastgeber zunehmend Verlegenheitswürfe, die aber ebenso wenig einbrachten. Ganz im Gegenteil: Der Abstand wuchs immer weiter, um bei 13 Treffern dann sein Maximum erreicht zu haben.

So richtete sich die Kritik von Bannberscheids Spielertrainer Christian Mäncher auch an die Chancenverwertung: "Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir zu viele freie Bälle verworfen. Wenn man solche Möglichkeiten nicht nutzt, kann ein Spiel nicht gewonnen werden." Die Abwehrarbeit gefiel dem Kreisläufer deutlich besser: "Bis auf die Gegenstoß-Situationen haben wir gar nicht schlecht gestanden."

Das reichte allerdings oft nicht aus, das variable Spiel der Silberauer am Abschluss zu hindern. Egal ob aus dem Rückraum durch Pascal Gras (sechs Feldtore), vom Kreis (vier Treffer durch Kai Wallroth) oder durch den starken Michael Krenzer (acht Tore) von Links-Außen - die Bad Emser hatten viele effektive Alternativen, den Abschluss zu suchen.

Die typische Derby-Atmosphäre fehlte trotz der klaren Angelegenheit nicht: Beiden Mannschaften war anzumerken, dass sie hoch motiviert waren und dass einem viel daran lag, die zwei Punkte auf das eigene Konto gutschreiben zu können. Es wurde keinem Zweikampf aus dem Weg gegangen, was sich auch bei den Strafzeiten widerspiegelte: Die Unparteiischen verhängten stattliche 17 Zwei-Minuten-Strafen, zudem mussten Bannberscheids Philipp Putzer und Yvo Pesek auf Emser Seite vorzeitig das Feld verlassen. Bei manchem war die Motivation eben etwas zu groß.    René Weiss

TuS Bannberscheid    21  (9)
TV Bad Ems 34 (17)
Bannberscheid: Klapthor, Krätz - Baldus, Gerlach (7), F. Hildesheim (1), R. Hildesheim, A. Kullmann (2), Mäncher (3), Neeb (6/1), Piwek, Putzer, Rhensius (1), Schmidt (1), S. Kullmann. .
Bad Ems: Adler, Noll - Krenzer (10/2), Hens (5), Klute, Driesch (1), Wallroth (4), Adrian Ulges, Gras (9/3), J. Hildesheim (2), Pesek (2), Bargmann (1).
Schiedsrichter: Nemeth / Tierbach (Weibern / Engers). - Zuschauer: 180.
Spielfilm: 1:0, 2:2, 2:6, 3:10, 6:10, 8:16, 9:20, 12:20, 13:25, 14:28, 18:29, 18:31, 21:34.
Besonderheiten: Rote Karten gegen Philipp Putzer (TuS, 43.) und Yvo Pesek (Bad Ems, 49.) nach jeweils drei Zeitstrafen.
(RLZ vom 07.11.2005)

 

Nummer zu groß

TVBE III verliert 24:34

BAD EMS. Als eine Nummer zu groß erwies sich in der Landesliga die HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim III für die dritte Welle des TV Bad Ems, die mit 24:34 (11:16) den Kürzeren zog. Die Kombinierten traten mit vielen gestandenen Spielern an, von denen die meisten in früheren Jahren höherklassig tätig waren. Das demonstrierte die HSG eindrucksvoll. Allerdings hielten die Gastgeber zunächst gut mit und gestalteten die Partie bis zum 5:7 offen. Doch dann wurde im Angriff zu wenig Druck ausgeübt und die Gäste zogen davon. Erfreulich auf Seiten der Gastgeber war der Auftritt des A-Jugendlichen Joachim Hahn, der aus dem Rückraum zu stattlichen zehn Treffern kam.. (stn)

TV Bad Ems: Utermark, Langenhuysen - Hahn (10/2), R. Sauerwein (3), Heinz (3), Schaarschmidt (3/1), Minor (2/1), Scheffler (2), Rüge (1), Wohkittel.
(RLZ vom 07.11.2005)

 

HSG holt Punkt in Nordhessen

Regionalliga Südwest: 24:24 bei der SG Lohfelden/Vollmershausen

LOHFELDEN. "Spannung gab es nur in den letzten 60 Sekunden der Partie, Unterhaltsames nur auf der langen Heimfahrt." So brachte Volker Sonntag, Mannschaftsverantwortlicher der HSG Bannberscheid/Bad Ems, das Auswärtsspiel in der Regionalliga Südwest bei der SG Lohfelden/Vollmarshausen auf den Punkt. In Zahlen bedeutete das unter dem berühmten Strich ein 24:24 (12:11)-Unentschieden für die Westerwälderinnen.

Die gastgebende SG konnte sich im ersten Abschnitt nur ein einziges Mal mit drei Toren von der HSG absetzen. Das 7:4 in der 15. Spielminute war gleichzeitig die klarste Führung der Nordhessinnen in der gesamten Partie. "Ansonsten lagen wir immer nur einen oder zwei Treffer hinter der SG, sind allerdings auch nie in den Genuss gekommen, selbst einmal zu führen", blickte Sonntag auf die jederzeit spannende Begegnung zurück.

Auch im zweiten Abschnitt bot sich das gleiche Bild. Lohfelden war nicht in Bestbesetzung angetreten, Bannberscheid nicht in Bestform. "Es war wirklich kein gutes Spiel", gab Sonntag zu. Erst in der letzten Minute wurde es spannend, als Tatjana Maklezow per Siebenmeter ausglich, die SG im Gegenzug drei Sekunden vor Schluss an HSG-Torfrau Meike Nolden scheiterte.

Dann folgte der unterhaltsame Part: "Auf der Heimfahrt haben die Mädels HR 4 als Partysender entdeckt und zu Roberto Blanco und Co. lauthals gesungen", berichtete Sonntag von blendender Stimmung.    (tn)

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Nolden - Mohr (3/2), Stahl (7), N. Oster (3), Zimmermann (5), Mäncher (2), Seiler (1), Maklezow (3/2), Strack, Ulbrich.
(RLZ vom 07.11.2005)

 

5:41: HSG II gegen Trier II auf verlorenem Posten

WIRGES. Welch eine Demontage: Beim 5:41 (0:19) gegen die Reserve des Bundesligisten DJK MIC Trier war die HSG Bad Ems/Bannberscheid II auf verlorenem Posten. Technische Fehler, Fehlpässe, schwache Würfe - damit luden die Mädels von Trainer Valeriy Schneider die Moselanerinnen regelrecht zu Tempogegenstöße ein, die diese dankend annahmen und 26 Mal vollendeten. Der erste Treffer der Gastgeberinnen gelang erst nach sage und schreibe 40 Minuten beim Stand von 0:26. "Acht Meter vor dem Tor war Ende", so TVBE-Urgestein Klaus Ohnhäuser.    (stn)

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Reichwein, Spitzlay (2/2) - Leukel (1), Mädrich, Theobald (1), Klima, Görg, Mungenast, Eichmann, Haberstock (1), Jost.
(RLZ vom 07.11.2005)

 

 

Spieltag 29./30.10.2005

TV Bad Ems viel zu halbherzig

Handball-Oberliga Rheinland: Trotzdem 31:28 beim SV Igel-Liersberg

IGEL. Mit einem 31:28 (15:15)-Sieg beim heimstarken Aufsteiger SV Igel-Liersberg bleiben die Handballer des TV Bad Ems in der Oberliga den führenden Teams auf den Fersen.

"Hauptsache, wir haben die Punkte geholt. Spielerisch waren wir schwach. So einen Gegner müssen wir normalerweise höher schlagen. Aber wir hatten zu wenig Biss und haben das Ding einfach nur so herunter gespult", kritisierte TVBE-Coach Klaus Ohnhäuser den nonchalanten Auftritt seiner Schützlinge. "Viele dachten wohl, das geht mit links."

Ging es aber mitnichten, obwohl nie die Gefahr bestand, dass die Partie kippen könnte. Obwohl die Igel-Liersberger nach 5:9- und 9:12-Rückständen bis zur Pause den Ausgleich hergestellt hatten, ließ sich der TVBE nicht aus der Fassung bringen. Immer lagen die Silberauer knapp in Führung. "Wir konnten uns aber nicht entscheidend absetzen", blieb der von seinen Anhängern lautstark angefeuerte Aufsteiger immer in Reichweite. Ohnhäuser beschönigte nichts. "Während wir viele Chancen freistehend vergeben haben, können wir allerdings froh sein, dass die Torhüter der Gastgeber nicht ihren besten Tag erwischt haben. Unsere beiden Keeper Christian Adler und Carsten Noll hingegen haben sehr gut gehalten", lobte der Coach die beiden Schlussleute seines Teams.

Dabei mussten die Kurstädter viele Probleme bewältigen. Alexander Ulges musste mit einem dicken Knie passen und auch die beiden Rückraumspieler Uwe Hens (Bänderdehnung) und Pascal Gras (Rückenschmerzen) gingen angeschlagen in die Partie.

"Wir haben im Angriff letztlich zu kompliziert gespielt, anstatt uns auch mal in 1:1 -Situationen konsequent durchzusetzen", monierte Ohnhäuser. "Vielleicht hatten wir das Spiel im Kopf zu früh abgehakt."

Das darf am nächsten Sonntag nicht passieren, denn dann gehts zum Derby beim TuS Bannberscheid nach Wirges...    (stn)

TV Bad Ems: Adler, Noll - Kreuzer, Gras (15/3), Hens (9/1), Klute (2), Lohmann (1), Schneider (2), Driesch (2), Wallroth, Zöller.
Schiedsrichter: Mildenberger/Brust.
(RLZ vom 31.10.2005)

 

HSG: Kantersieg im Schongang

Handball-Regionalliga: Bannberscheid/Bad Ems gewinnt Heimspiel gegen Ortenberg mit 44:19 - Zimmermann macht elf Tore

Im Schongang feiert die HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Handball-Regionalliga einen Kantersieg gegen Ortenberg.

WIRGES. Die Regionalliga-Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems wurden ihrer Favoritenstellung gerecht und kamen in eigener Halle zu einem ungefährdeten 44:19-Kantersieg über den TV Ortenberg.

Trainer Hanjo Neeb wusste, dass Punkte Pflicht waren, doch einen derart leichten Spaziergang hatte auch er nicht erwartet: "Dass es so leicht werden würde, hätte ich nicht gedacht. Wenn man schon vor dem Spiel einen Sieg einplant, ist das schon oft schief gegangen."

Dass für die HSG alles gut über die Bühne gehen sollte, dafür wurde schon in der Anfangsphase der Partie gesorgt. Früh war ein klarer Vorsprung herausgeworfen - nach zehn Minuten betrug die Führung schon sieben Treffer (9:2). Vor allem die Abwehr der HSG präsentierte sich als sehr kompakt und war für die Gäste aus dem Tabellenkeller ein kaum zu überwindendes Hindernis. Oftmals verlor Ortenberg den Ball schon im Aufbau. Bannberscheid/Bad Ems wusste dies zu nutzen: Der Tempogegenstoß klappte einwandfrei, wobei vor allem Chris Zimmermann immer wieder erfolgreich abschloss.

Ein weiterer Nackenschlag für den Außenseiter war das frühe verletzungsbedingte Ausscheiden von Torfrau Christina Grebe, die bis dahin mit ein paar guten Paraden einen noch höheren Rückstand verhindert hatte. Doch zur Pause lag die HSG bereits mit 21:11 in Führung.

Und in Hälfte zwei legte Bannberscheid eine echte Serie hin: Mit 13 Treffern hintereinander wurde klar, dass es ein echtes Schützenfest werden sollte. Die Abwehr der Einheimischen ähnelte einer Wand, die kaum noch bezwingen war. Nur selten kamen Würfe auf das Tor, und wenn sie kamen, war Anke Balmert meist zur Stelle. Auf der Gegenseite kam die HSG immer wieder zu leichten Toren.   René Weiss

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Nolden - Maklezow (10/4), Zimmermann (11), N. Oster (6), Strack (1), Ulbrich, Mohr (5/2), J. Oster (2), Stahl (3/2), Seiler (6).
(RLZ vom 31.10.2005)

 

Bitteres Pokalaus nach Stauchaos für HSG-Mädels

KLEENHEIM. Quasi auf der Autobahn ist der Handball-Regionalligist HSG Bannberscheid/Bad Ems in der dritten Runde des DHB-Pokals ausgeschieden. Die Westerwälderinnen verloren beim Ligakonkurrenten in Kleenheim mit 18:22 (7:15).

Weil die HSG auf dem Hinweg lange im Stau stand, begann die Partie mit einer halben Stunde Verspätung. Die Gäste mussten ohne Aufwärmen die Partie beginnen und lagen bereits nach zehn Minuten mit 1:8 hinten. "So lange haben wir halt gebraucht, um ins Spiel zu finden", sagte HSG-Mannschaftsverantwortlicher Volker Sonntag. "Danach hatten wir die Partie im Griff."

Zur Pause lag Bad Ems noch mit 7:15 hinten, im zweiten Abschnitt kämpften sich die Gäste aber Tor um Tor heran. Doch die schwere Bürde aus den ersten Minuten wurde das Team nicht mehr los, am Ende verlor die HSG das Pokalspiel mit 18:22.    (tn)

HSG Bad Ems/Bannberscheid: Balmert, Noll - J. Oster (6), Mohr (2), Zimmermann (3), Maklezow (1), N. Oster (2), Stahl (2), Seiler (2), Strack, Ulbrich.
(RLZ vom 29.10.2005)

 

 

Spieltag 22./23.10.2005

Dem Dienst nach Vorschrift folgt ein Feuerwerk

Handball-Oberliga: Nach der Niederlage beim TV Vallendar besiegt der TV Bad Ems in der Silberau den TV Moselweiß deutlich

BAD EMS. Vielleicht lag es an der mauen Kulisse, dass Handball-Oberligist TV Bad Ems im ersten Durchgang der Partie gegen den TV Moselweiß nicht mehr als "Dienst nach Vorschrift" bot und erst nach dem Wechsel - als sich die Silberau-Halle doch zunehmend gefüllt hatte - groß aufspielte. "Die Jungs gucken da schon drauf. Wir brauchen einfach die Fans im Rücken", stritt TVBE-Coach Thomas Schmidt diese Vermutung nicht ab und senkte ob der ersten 30 Minuten den Daumen. "Vielleicht haben wir zu schnell zu klar geführt. Da hatten wir das Spiel schon gewonnen, die Jungs haben abgeschaltet, das Spiel ist dahingeplätschert."
Vier Minuten dauerte es, bis den Kurstädtern der erste Treffer gelang - der Emser D-Zug lahmte zunächst. Dennoch lagen die Hausherren nach zwölf -Sieben keinen Treffer, spielte schläfrig und fahrig und zog erst gegen Ende der ersten Hälfte die Zügel wieder an. "In der Halbzeit haben wir dann klare Worte gefunden und mehr Aggressivität gefordert. Dann haben wir auch ein Feuerwerk abgebrannt", resümierte Schmidt dann den Rest der Partie treffend.
Moselweiß verlor ab Minute 35 die Tuchfühlung, während der TV Bad Ems durch die Gäste-Abwehr spazieren durfte. Pascal Gras mit ungezählten ansatzlosen Würfen aus dem Rückraum sowie Uwe Hens trafen im Minutentakt, Moselweiß hingegen war völlig von der Rolle und ließ jedwedes Oberliga-Format vermissen.
"Wir sind einfach noch nicht stabil genug", erklärte TVM-Coach Joachim Vogt den kapitalen Leistungseinbruch seiner Mannschaft. "Dennoch dürfen wir uns jetzt nicht aus der Ruhe bringen lassen", brach er dennoch nicht den Stab über seine junge Truppe, bei der nach der Pause nichts mehr zusammen passte.
Die Kurstädter brachten in der zweiten Hälfte mit Yvo Pesek, Frank Lohmann und Kai Wallroth frische Leute, so dass sich fast jeder mal in der
Torschützenliste eintragen durfte. Nur Wallroth blieb das verwehrt, da er kurz vor Schluss vom Siebenmeterpunkt Nerven zeigte.
"Wir haben gewusst, dass Moselweiß gegen Ende müde wird. Daher war es das Ziel, das auszunutzen und frische Leute zu bringen." Ein Schachzug des Bad Emser Trainergespanns Schmidt/ Ohnhäuser, der sich auch bezahlt machte.
Schließlich, so betonte Schmidt, seien in der Liga nur wenige Teams so ausgeglichen besetzt wie der TVBE. Sven Stadtmüller
TV Bad Ems 39 ( 16 )
TV Moselweiß 24 ( 12 )
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (1), Alexander Ulges (4), Lohmann (2),
Wallroth, Krenzer (6/1), Gras (11/1), Hildesheim (1), Pesek (1), Klute (2),
Hens (11).
TV Moselweiß: Zelter, Adams - Lauterbach (2), Stein (2), Vogt (5/3), Weiler
(2/1), Glaubetz (7), Walther, Mader, Frank Wahlen (1), Kreuter (1),
Alexander Wahlen (2), Volk (2), Heberle.
Schiedsrichter: Birk/Birkenbeul (Hachenburg).
Zuschauer: 140.
Spielfilm: 4:2, 7:3, 8:8, 14:11, 16:12, 19:15, 23:16, 27:16, 31:17, 35:19.
(RLZ vom 24.10.2005)

 

HSG verliert 25:30

Handball-Regionalliga: Zur Pause noch geführt

RIEDSTADT. Eine 25:30 (14:11)-Niederlage kassierte die HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Frauenhandball-Regionalliga Südwest beim SV Crumstadt. "Wir haben die Partie 40 Minuten lang im Griff gehabt, waren danach aber einfach kaputt", fasste der Mannschaftsverantwortliche Volker Sonntag zusammen. "Es gab personell für den Rückraum keine Alternative auf der Bank, sodass es keine Entlastung und keinen frischen Wind geben konnte." Zur Pause hatten die Gäste in einem Spiel zweier fast gleichwertiger Mannschaften, die Überzahl-Situationen konsequent auszunutzen pflegten, mit 14:11, nach 40 Minuten gar mit 18:14 geführt. Doch gab es in der zweiten Hälfte vier Zeitstrafen gegen die HSG
Bannberscheid/Bad Ems, hingegen keine für den SV Crumstadt, der dies rigoros ausnutzte.
Nach 50 Minuten lagen die Gastgeberinnen schon knapp vorn, danach erlahmte die Gegenwehr der HSG Bannberscheid/Bad Ems völlig. "Da wurde fast abgeschenkt", so Volker Sonntag. (gh)
HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Nolden - Stahl (10/3), Zimmermann (5),
Mohr (3), N. Oster (2), Seiler (2), Mäncher (2), Maklezow (1), Ullbrich.
(RLZ vom 24.10.2005)

 

 

Spieltag 15./16.10.2005

Viele technische Fehler

Oberliga Rheinland: TV Bad Ems muss sich nach gutem Start dem TV Vallendar mit 23:30 beugen

Sie hatten sich viel vorgenommen und es ließ sich auch ganz gut an. Doch nach einer Viertelstunde war es mit der Herrlichkeit des TV Bad Ems in Vallendar vorbei.

VALLENDAR. Der Schuss ging nach hinten los. Ausgerechnet nach einer Auszeit, in der Klaus Ohnhäuser und Thomas Schmidt das Spiel ihrer Mannschaft neu zu ordnen gedachten, lief beim TV Bad Ems nichts mehr zusammen. "Vielleicht haben sie die Auszeit zum falschen Zeitpunkt gewählt", wollte Zdravko Guduras dem Trainergespann der Gäste zwar keinen Vorwurf machen, war sich aber sicher, "dass sie uns damit einen Gefallen getan haben".

Bis zu dieser 16. Minute und einem Stand von 7:7 hatten die Silberauer dem Tabellenführer Paroli geboten und drei Mal sogar mit zwei Toren geführt. Dann jedoch lief nichts mehr zusammen, "es war überhaupt keine Bewegung mehr in unserem Spiel", musste ein enttäuschter Klaus Ohnhäuser nach Spielende eingestehen: "Je mehr wir uns in 1:1-Aktionen verzettelt haben, desto leichter hatte es die Vallendarer Abwehr."

Die Zahlen belegen eindeutig, dass der TV Bad Ems seine Hoffnungen auf eine Überraschung bereits in der ersten Halbzeit begraben musste. Lediglich zwei Treffer in 14 Minuten, während der Tabellenführer acht Mal traf - "danach war das Spiel tot", stand auch für Pascal Gras fest. Der Spielmacher der Gäste sah es wie sein Trainer: "Wir waren nach gutem Beginn viel zu unbeweglich und haben uns immer wieder festgerannt, anstatt uns an die Absprachen zu halten."

Die Absprache hatte vorgesehen, den starken Vallendarer Mittelblock durch schnelle Querbewegungen auseinander zu ziehen. Das Gegenteil war der Fall: Im direkten Duell erwiesen sich die Abwehrrecken des TVV nicht nur körperlich als überlegen. Was auch Pascal Gras spürte, der erst in der Schlussphase seine Quote auf sieben Tore verbessern konnte, nachdem er zuvor gegen Markus Klepzigs Manndeckung kein Mittel gefunden hatte. Das Vallendarer Rückraumtalent lieferte erneut eine überzeugende Partie, wollte seine Leistung aber nicht kommentieren. "Wir haben in der Abwehr alle gut gestanden, das war der Schlüssel zum Erfolg", übte sich Klepzig in bescheidener Zurückhaltung.

Trotz des klaren Vorsprungs verlor das Spiel nach der Pause nicht an Spannung. Wenngleich die Gäste stets mit minimal fünf Treffern hinten lagen (17:12 bzw. 21:16), aber erst nach dem 24:16 durch Björn Hanisch, dem mit elf Treffern besten Torschützen, zu resignieren begannen. "Wir haben 20 technische Fehler gemacht, mehr als doppelt so viele wie sonst", fügte Klaus Ohnhäuser einen Grund für die schließlich deutliche Niederlage hinzu.

Zdravko Guduras hatte derweil gut Lachen, freute sich über Stefan Räders Kempa-Tor zum 28:19 und zählte auf, warum es beim TV Vallendar derzeit so gut läuft: "Erstens sind alle motiviert, zweitens haben alle Selbstvertrauen und drittens ist die Stimmung gut."    Edgar Benz

TV Vallendar: Dallibor, Klein - Rakojevic (3), Kirstges (1), Räder (3), Schmidt (1), Fischer, Maric (2), Klepzig (4), Mohrs, Guduras (5), Hanisch (11/5).
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (1), Ulges (3), Lohmann (1), Wallroth (1), Krenzer, Gras (7/1), Hildesheim (1), Pesek (1), Klute (1), Hens (7/3).
Schiedsrichter: Hemmes/ Binz - Zuschauer: 150.
Spielfilm: 2:4 (7.), 5:7 (14.), 8:8 (22.), 12:8 (27.), 15:9 (30.), 17:10 (33.), 21:16 (44.), 27:18 (55.), 30:23 (60.).
(RLZ vom 17.10.2005)

 

Helbach rettet per Freiwurf das Remis

Verbandsliga: TVBE II verschenkt hohe Führung

BAD EMS. Ohne Sieg blieben am Wochenende die beiden Reserve-Mannschaften des TV Bad Ems. Die zweite Welle zitterte sich nach zwischenzeitig hoher Führung zu einem Unentschieden in Mendig, für die stark ersatzgeschwächte dritte Welle gab es in Moselweiß nichts zu erben.

Verbandsliga: GW Mendig - TV Bad Ems II 20:20 (5:12). Zur Pause sahen die Gäste aus wie der sichere Sieger. Die Bad Emser Reserve konnte sich auf den überragenden Caspar Sorger zwischen den Pfosten verlassen und agierte auch auf dem Feld überlegen. Mit einer bärenstarken Abwehrleistung legte der TVBE II den Grundstein für die Sieben-Tore-Führung am Ende der ersten Hälfte. Nach dem Wechsel dann die Ernüchterung. Den Kurstädtern, bei denen einige Spieler nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte waren, ging in Durchgang zwei schlichtweg die Puste aus. Grün-Weiß Mendig verkürzte Tor um Tor und durfte in der Schlussphase sogar von einem doppelten Punktgewinn träumen. Mit 20:19 führte der Gastgeber unmittelbar vor der Schlusssirene. Mit der letzten Aktion kam Bad Ems noch einmal an den Wurfkreis und erarbeitete sich einen Freiwurf. Diesen verwandelte Udo Helbach direkt und rettete somit wenigstens ein Pünktchen.
TV Bad Ems II: Sorger, Kuczera - Schreiber, Schneider, Braun, Wolf, Krausbeck, Balmert, Zöller, C. Pammer, Schäfer, Helbach.

Landesliga: TV Moselweiß III - TV Bad Ems III 27:20 (15:6). Im vierten Spiel bot Bad Ems III die vierte neue Formation auf. Diese unfreiwillige Dauerrotation blieb nicht ohne Folgen. Die erfahrenen Gastgeber spielten ihren Stiefel locker herunter und kontrollierten die Partie von Beginn an. Ohne Hemmungen nutzte Moselweiß III die Tatsache aus, dass mit Marten Schaarschmidt ein Feldspieler das Tor der Gäste hüten musste. "Gegen solche Routiniers hat man mit einem so knapp besetzten Kader einfach keine Chance", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser.    (ros)
TV Bad Ems III: Schaarschmidt - Heinz (1), R. Sauerwein (4), Westermayer (3), Minor (1), M. Sauerwein (5/3), Bröder, Hahn (6), Wohkittel.
(RLZ vom 17.10.2005)

 

Mohr rettet verdienten Punkt

Regionalligist Bannberscheid/Bad Ems erreicht 31:31 gegen Neunkirchen

WIRGES. In der Frauenhandball-Regionalliga Südwest erreichte die HSG Bannberscheid/Bad Ems ein 31:31 (17:15) gegen den TuS Neunkirchen, gegen den es in der vergangenen Saison zwei Niederlagen gegeben hatte.

Fünf Sekunden waren noch zu spielen, als Esther Mohr die Nerven behielt und für die HSG Bannberscheid/Bad Ems einen Siebenmeter zum Endstand verwandelte.

"So hat die Mannschaft nach einer kämpferisch starken Leistung wenigstens einen Punkt behalten, der war hoch verdient", bilanzierte der Mannschaftsverantwortliche Volker Sonntag nach einer Begegnung, in der spielerische Elemente zu kurz kamen.

Das lag in erster Linie an den Gästen aus dem Saarland, die in der ersten Hälfte schon entschlossen zupackten, in punkto Härte aber in der zweiten Hälfte deutlich überzogen. Damit brachten sie die zur Pause führenden Gastgeberinnen aus dem Konzept. Immer wieder musste das Spiel unterbrochen werden. Trotz zweier Roter Karten für eine Neunkirchener Spielerin (Schlag ins Gesicht) und HSG-Akteurin Tatjana Maklezow (Griff in den Arm) griffen die Schiedsrichter nach Sonntags Meinung nicht hart genug durch, um die auf der Kippe stehende Partie in ordentlichen Bahnen zu halten.

Maßgeblich dafür, dass es für die Gastgeberinnen letztlich nicht zu einem Sieg reichte, war die Tatsache, dass sie Irina Enagu absolut nicht in den Griff bekamen. Neunkirchens Neuzugang erzielte allein 15 Treffer und damit fast die Hälfte der Tore der Saarländerinnen.    (gh)

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Nolden, Balmert - N. Oster (3), Mohr (4/2), Zimmermann (7), Stahl (3), Maklezow (3), J. Oster (8/5), Mäncher (1), Seiler (2), Ulbrich, Strack.
(RLZ vom 17.10.2005)

 

HSG II schwach vom Punkt

Frauen-Oberliga: Bannberscheid/Bad Ems unterliegt in Engers 11:22

ENGERS. Der Freude über die ersten Punkte folgte sogleich der nächste Dämpfer: Beim TV Engers kamen die Oberliga-Handballerinnen der HSG Bannberscheid/ Bad Ems II mit 11:22 (5:11) unter die Räder.

Allerdings täuschen die nackten Zahlen: Der hohe Rückstand zur Pause wäre durchaus zu vermeiden gewesen. In der Phase bis zur 8:1-Führung der Gastgeberinnen scheiterte die HSG-Reserve gleich vier Mal vom Siebenmeterpunkt. Die Abwehr bot trotz des klaren Rückstandes eine solide Leistung, allein vor dem gegnerischen Gehäuse haperte es. Erst in der Schlussphase ging den Kombinierten die Kraft aus, was Engers mit einigen Gegenstößen nutzte. Besonders platt waren am Ende Anna Mungenast und Eva Eichmann - beide hatten zuvor schon für die A-Jugend gespielt.    (ros)

HSG Bannberscheid/Bad Ems II: Balmert, Rösler - Mäncher (4), Mungenast (1), Eichmann (1), Leukel (1), Hildesheim (1/1), Haberstock (2), Theobald (1).
(RLZ vom 17.10.2005)

 

Jugendhandball

HSG bezwingt den Tabellenführer

In einem spannenden Match fügte die weibliche B-Jugend der HSG Bad Ems/Bannberscheid dem Tabellenführer HSV Rhein-Nette beim 16:14 (7:7) die erste Saisonniederlage zu. Nach wechselnder Führung während der ersten 30 Minuten lagen die Gastgeberinnen kurz nach der Pause mit 7:9 bereits zurück, doch Kampfgeist und Spielwitz stimmten bei den Kombinierten, so dass am Ende gejubelt werden konnte. Julia Weinberg (6/6), Katharina Heinz (5), Patricia Kessel (3), Jaclyn Kessel und Conny Kauth trafen hierbei ins Schwarze. Die A-Jugend hatte beim 10:4 (3:1) beim TV Engers weitaus weniger Mühe. "Eine starke Abwehrleistung mit einer starken Torfrau", attestierte Trainerin Esther Mohr dem ältesten Nachwuchs des Regionalligisten. Es dauerte immerhin acht Minuten und 41 Sekunden, ehe der erste Treffer fiel. Der Pausenstand kommt ebenfalls nicht alle Tage im Handball vor. Beim 2:7 hatte sich die HSG, die in der Deckung nicht viel zuließ, dann aber für die Vorentscheidung gesorgt. "Wir hätten mindestens zehn Siebenmeter mehr bekommen müssen", haderte Mohr neben dem zu großen Ball auch mit der Schiedsrichterleistung. In die Schützenliste trugen sich Miriam Ulbrich (5), Tina Strack (2), Eva Eichmann (2/1) und Anna Mungenast (1) ein.   (stn)
(RLZ vom 18.10.2005)

 

 

Spieltag 08./09.10.2005

Mit allerletztem Biss und unbedingtem Siegeswillen gewinnt der TV Bad Ems auch das vierte Spiel in Folge mit 30:27 (16:15) gegen den Regionalliga-Absteiger SV Urmitz

Ulges entscheidet hochklassige Partie

Für Thomas Schmidt gebührt Helmut Ebert die sportliche Hochachtung

Seit der Auftaktpleite gegen Biewer/Pfalzel versöhnte und überzeugte der Handball-Oberligist TV Bad Ems seine Anhänger mit drei deutlichen Siegen. Nun kam mit Regionalliga-Absteiger Urmitz ein dicker Brocken in die Silberauhalle - und musste sich geschlagen geben.

BAD EMS. Treffen zwei Teams aufeinander, die spielerisch quasi auf Augenhöhe liegen, entscheiden zumeist Nuancen über Sieg oder Niederlage. In punkto Spielanlage und Torhüter - Christian Adler und Carsten Noll sowie Michael Häring bei den Gästen zeigten herausragende Leistungen - nahmen sich der TV Bad Ems und der SV Urmitz nichts. Auch die fünf Zeitstrafen, die sich der aggressiv spielende Gast einhandelte, entschieden das Spiel nicht - zu überhastet und ungestüm agierten die Hausherren in Überzahl. Der allerletzte Biss und der unbedingte Siegeswille - Tugenden, die bei den Silberauern etwas stärker ausgeprägt waren - sorgten letztlich dafür, dass der TV Bad Ems mit 30:27 (16:15) seinen vierten Sieg in Folge feiern konnte.

Früh kochten in der sehr intensiv geführten Partie die Gemüter hoch. Uwe Hens bekam nach zwei Minuten einen gegnerischen Ellenbogen ins Gesicht, doch die Pfeifen des Schiri-Gespanns Hartenfels/ Schneider blieben stumm. Das wiederum brachte TVBE-Coach Thomas Schmidt derart in Rage, dass er sich den ersten gelben Karton des Spiels einhandelte.

Dank des wurfgewaltigen Ex-Urmitzers Pascal Gras, der aus dem Rückraum überragte, führten die Bad Emser schnell mit 6:1. Doch als auch der SV Urmitz mit seinen Rückraum-Pfunden Eike Höfer und Fabian Jung zu wuchern begann, schmolz die Führung schnell dahin. Der Gast kam in Unterzahl auf 8:7 heran und glich nach 23 Minuten erstmals aus (12:12), nachdem der TVBE zwei Siebenmeter und einige "Hundertprozentige" ausgelassen hatte.

Ein ums andere Mal musste man als Anhänger der Kurstädter befürchten, der Faden könne reißen. So auch, als der Gast gleich nach der Pause erstmalig in Führung ging oder als Urmitz in Unterzahl von 26:23 auf nur ein Tor verkürzte. Als aber Alexander Ulges, der nach dem Wechsel gemeinsam mit Uwe Hens neun der 14 Treffer erzielte, mit zwei tollen Durchmärschen den Drei-Tore-Vorsprung wieder herstellte, war die Moral des Absteigers gebrochen und die hochklassige Partie bei toller Atmosphäre entschieden.

"Es war eine mannschaftlich komplette Leistung, die Jungs haben herausragend gekämpft", lobte Thomas Schmidt sein Team, wollte aber angesichts des Todes des ehemaligen Vorsitzenden Helmut Ebert nicht weiter ausführen. "Ihm gebührt unsere sportliche Hochachtung. Es war wichtig, dass wir gerade heute gewonnen haben." Für den SV Urmitz ist der Start dagegen verpatzt. Trainer Mario Kos war gerade von seinen erfahrenen Recken enttäuscht und sprach von einer Kopfblockade. "Wir machen die Bälle nicht rein. Aber es hat am Ende auch der Kampfgeist gefehlt", so der Kroate, der aber - wie die Fans auch - seinen Spaß an der spannenden Partie hatte.

TV Bad Ems    30 ( 16 )
SV Urmitz    27 ( 15 )
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (1), Alexander Ulges (4), Wallroth, Krenzer (2/2), Gras (8/1), Hildesheim, Pesek (2), Klute (1), Hens (12/4).
SV Urmitz: Häring, Müller - Brandscheidt, Skurdauskas (2/1), Eike Höfer (4), Jung (7), Peltner, Rürup (2), Hendrik Höfer (5), Kölsch (4), Mohr (1), Etchemendy, Reckentäler (2).
Schiedsrichter: Hartenfels/Schneider (Braubach/Mendig).
Zuschauer: 300.
Spielfilm: 6:1, 8:6, 12:12, 15:14, 16:17, 20:18, 23:22, 26:22, 26:25, 30:26.

Sven Stadtmüller
(RLZ vom 10.10.2005)

 

Reserve erkämpft Punkt gegen Welling

Dritte Mannschaft des TV Bad Ems unterliegt nach verschlafener erster Hälfte SSV Wissen mit 21:24

BAD EMS. Das Spiel der zweiten Mannschaft des TV Bad Ems gegen den ungeschlagenen Verbandsliga-Tabellenführer aus Welling war der viel erhoffte Schlager. 29:29 (14:14) trennten sich die Teams leistungsgerecht.

Zwar lag der Gast besonders in der zweiten Spielhälfte stets mit zwei Toren in Front, doch dank einer überragenden Moral konnte die von Martina Noll betreute zweite Welle diesen Rückstand bis zum Ende noch wettmachen. Zu bemängeln waren allenfalls die Probleme bei eigener Überzahl, wo sich der TVBE gleich vier Gegentreffer fing, und die Tatsache, dass die Hausherren die zwei starken Wellinger Rückraumschützen nie in den Griff bekamen.

TVBE II: Noll - Schreiber (1), Furtak (1), Schneider (9/3), Oeser (5), Braun (1), Balmert, Helbach (4), Zöller (6), C. Pammer (1), Schäfer (1).

Weniger erfolgreich verlief dafür die Partie der dritten Mannschaft gegen den SSV Wissen. 21:24 hieß es am Ende für die Gäste, die bereits zur -Rückstand halbiert, die Partie stand auf der Kippe. Um dem Spiel die Wende zu geben, fehlte es aber letztlich an der nötigen Konzentration: Zwei Siebenmeter wurden verworfen, so dass sich Wissen wieder absetzte und Bad Ems nur am Ende noch verkürzen konnte.

TVBE III: Langenhuysen, Westermayer (1), Heinz (3), B. Pammer (3), Minor (6/4), Rüge (3), Schaarschmidt (4), R. Sauerwein (1), Hilpüsch.    (sst)
(RLZ vom 10.10.2005)

 

HSG-Mädels stark

Bannberscheid/Ems gewinnt bei Thüringen II

BAD LANGENSALZA. Toller Erfolg für die ersatzgeschwächte HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Frauenhandball-Regionalliga: Das Team des Trainerduos Hanjo Neeb/Volker Sonntag siegte beim HC Thüringen II mit 28:25 (12:13).

Ohne Petra Stahl, Jessica Oster und Daniela Lehmler, dazu mit zwei angeschlagenen Spielerinnen traten die HSG-Mädels wenig optimistisch die lange Reise an. Und die Gastgeber führten nach 15 Minuten prompt mit 10:5.

Doch Bannberscheid/Bad Ems kämpfte sich zurück ins Spiel und konnte noch vor der Pause auf 12:13 verkürzen. "Das gewonnene Pokalspiel hat uns in dieser Phase wohl noch zusätzlich motiviert", sagte Sonntag, dessen Team sich in der Folge hochkonzentriert an den zweiten Abschnitt machte.

Mit einem Zwischenspurt zogen die Gäste binnen zehn Minuten auf 23:18 davon, machten in dieser Phase sieben Treffer in Folge. "Danach schwanden ein wenig die Kräfte. Aber wir haben weiterhin stark gekämpft und so den Vorsprung über die Zeit gebracht", so Sonntag. Dabei ließ sich seine Mannschaft auch nicht von der robusten Spielweise der Gastgeberinnen aus der Ruhe bringen. "Die sind am Ende ganz schön zur Sache gegangen. Esther Mohr hat zum Beispiel jetzt ein blaues Auge." Allerdings waren die Schmerzen bei der langen Heimfahrt fast schon wieder vergessen. "Die hat nach dem Sieg besonders viel Spaß gemacht", verriet Sonntag.    (tn)

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Nolden - Seiler (2), N. Oster (3), Zimmermann (10), Maklezow (1), Mäncher (3/2), Mohr (6), Ulbrich (3).
(RLZ vom 10.10.2005)

 

Reserve feiert Sieg

HSG II setzt sich souverän gegen Mendig durch

BAD EMS. Der Knoten ist geplatzt: Mit Verstärkung von oben - das Regionalliga-Trio Balmert, Mohr, Mäncher war mit an Bord - haben die Oberliga-Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems II GW Mendig klar mit 25:12 (11:7) bezwungen. In der ersten Hälfte verlief die Partie in der Silberauhalle noch recht ausgeglichen, nach dem Wechsel sorgte das Team von Vally Schneider dann aber für klare Verhältnisse. "Die Abwehr stand ganz sicher", lobte Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Im zweiten Durchgang fehlte den Gästen dann die Luft, uns Paroli zu bieten."    (ros)

HSG II: Balmert - Leukel (1), Hildesheim (2), Eichmann (1), Haberstock (2), Theobald, Klima (2), Heuchemer, Simmer (4), Mohr (2), Mäncher (8/1), Jost (3).
(RLZ vom 10.10.2005)

 

 

Spieltag 01./02.10.2005

 

In Unterzahl die Vorentscheidung besorgt

Oberliga Rheinland: Dritter Sieg in Folge für TV Bad Ems - Überzeugendes 32:24 beim DJK MIC Trier

TRIER. Der TV Bad Ems hat einen weiteren, wichtigen Schritt in Richtung Tabellenspitze getan. Beim DJK MIC Trier siegten die Handballer aus der Kurstadt deutlich mit 32:24 (18:14) und knüpften somit nahtlos an die Gala-Vorstellung vom Heimspiel gegen Weibern an.

Bereits in der Anfangsphase vereitelte Christian Adler im TVBE-Kasten zwei Siebenmeter und stellte seine herausragende Form unter Beweis. Mit zahlreichen Paraden krönte der Keeper seine Leistung und strahlte zudem viel Sicherheit auf die Abwehr aus. Die gefährlichen Rückraumspieler der Gastgeber hatte die Defensive gut im Griff und da es auch im Abschluss passte, führte das vom Trainergespann Klaus Ohnhäuser/Thomas Schmidt gecoachte Team früh mit vier Toren (8:4).

Auch in der Folge boten sich dem Gast zahlreiche Gelegenheiten, den Vorsprung auszubauen. "Da haben wir aber zu schnell und zu hektisch agiert", erkannte Klaus Ohnhäuser und sah mit bangem Blick, dass die Moselaner eine Aufholjagd starteten. Wenige Minuten nach Beginn der zweiten Spielhälfte war der Vorsprung des TVBE auf drei Treffer zusammengeschmolzen (22:19), doch zwischen Minute 38 und 46 erzielten die Kurstädter in einfacher und doppelter Unterzahl gleich zwei Treffer, während Trier torlos blieb. Das gab Sicherheit für die kommenden Angriffe, so dass wieder ein respektables Polster herausgearbeitet und beibehalten wurde.    (sst)
TV Bad Ems: Adler, Schmidt - Krenzer, Gras (11/4), Klute (3), Hens (8), Alexander Ulges (5), Hildesheim (2), Driesch (3).
(RLZ vom 04.10.2005)

 

TVBE-Reserve siegt mit Rumpfteam

Verbandsliga Ost: 27:24-Erfolg beim TuS Westerburg - Gäste bestechen mit unbändigem Kampfgeist

WESTERBURG. Für eine faustdicke Überraschung sorgte die Reserve des TV Bad Ems in der Verbandsliga Ost: Beim favorisierten TuS Westerburg behielt das von Martina Noll gecoachte Team aus der Kurstadt mit 27:24 (13:13) die Oberhand.

Dabei konnten die Silberauer lediglich mit einem Rumpfteam im Westerwald antreten, nachdem sich auch noch Goalgetter Udo Helbach mit einer Grippe abmeldete.
Nach langer Verletzungspause war Patrick Wolf erstmals wieder mit von der Partie, Marten Schaarschmidt und Peter Krausbeck wurden aus der Dritten rekrutiert. Keeper Zbigniew Kuczera ging zwar mit einer leichten Zerrung ins Spiel, doch die behinderte ihn offensichtlich nicht entscheidend, denn der Schlussmann der Bad Emser zeigte eine ausgezeichnete Leistung und war seiner Sieben ein starker Rückhalt. Seine Vorderleute bestachen mit tollem Kampfgeist und rackerten.
Dabei wollte der TVBE die Partie im Vorfeld eigentlich absagen, doch es konnte wegen diverser anderer Spielverlegungen der Westerburger kein passender Termin gefunden werden.

Umso überzeugender die Vorstellung des TVBE, der ständig in Führung lag und sich in der Schlussphase beim 19:22 erstmals auf drei Treffer absetzte. Westerburg nahm zwar Valeriy Schneider und Simon Oeser in Manndeckung, doch Karl-Heinz Schreiber führte im Rückraum geschickt Regie und fädelte die meisten viel versprechende Aktionen ein, die dem TVBE letztlich den verdienten Erfolg sicherten.    (stn)
TV Bad Ems II: Kuczera, Sorger - Schreiber, Furtak, Schneider, Oeser, Braun, Wolf, Krausbeck, Schaarschmidt.
(RLZ vom 04.10.2005)

 

HSG sorgte gegen Mainzlar für Pokal-Sensation

Welch ein Krimi! Mit der besten Saisonleistung kämpften sich die Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems in die dritte DHB-Pokalrunde vor. Nach zwei Verlängerungen hatten sie den Zweitligisten TV Mainzlar mit 43:42 bezwungen und dürfen nun auf ein weiteres attraktives Heimspiel am letzten Oktober-Wochenende hoffen. "Die Mannschaft hat 80 Minuten lang konstant und konzentriert gespielt", lobte der Mannschaftsverantwortliche Volker Sonntag. "Sie hat sehr wenig Fehler gemacht und sich diesmal keine Schwächephase erlaubt." Herausragend agierten die Torfrauen Anke Balmert und Meike Nolden sowie im Angriff Petra Stahl. Die frühere Holzheimerin erzielte 17 Treffer, das gelang ihr in der Regionalliga noch nie.  
(RLZ vom 04.10.2005)

 

HSG II kommt in Hamm 15:25 unter die Räder

HAMM. Eine deutliche 15:25 (7:12)-Schlappe mussten die Oberliga-Frauen der HSG Bad Ems/Bannberscheid II beim VfL Hamm hinnehmen. Zunächst hielt das von Norbert Lehmler und Valeriy Schneider gecoachte Team der Kombinierten im Geburtsort Raiffeisens gut mit und lag sogar in Führung. Doch von 5:5 setzte sich der VfL dann mit einem entschlossenen Zwischenspurt auf 10:5 ab. Hamm hatte die Abwehr ungestellt und deckte offensiver, womit die HSG überhaupt nicht zurecht kam. Es unterliefen viele technische Fehler, im Angriff stellten viele Torwürfe die VfL-Keeperin vor keinerlei Probleme und waren Ausgangspunkt vieler schneller Konter. Insgesamt 14 Tempo-Gegenstoß-Tore der Oberwesterwälderinnen sprechen eine klare Sprache. Endgültig gelaufen war die Partie, als die HSG schläfrig aus den Kabinen kam und Hamm dies nutzte, um auf 15:7 davonzuziehen.    (stn)

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Balmert, Rösler - Leukel (2), Hildesheim (2), Eichmann (1), Haberstock (2), Theobald (1), Klima (6/2), Mungenast (1).
(RLZ vom 04.10.2005)

 

 

Spieltag 24./25.09.2005

Eine nahezu perfekte Partie

Oberliga Rheinland: TV Bad Ems feiert seinen höchsten Heimerfolg

BAD EMS. Wenn das keine gelungene Wiedergutmachung ist! Nach der deutlichsten Pleite in der Oberliga-Geschichte vor zwei Wochen, feierte der TV Bad Ems am Samstag den höchsten Sieg vor heimischem Publikum. Der TuS Weibern erlebte beim 22:40 eine wahre Demütigung.

"Ich nehme das Spiel auf meine Kappe, da ich das Training in den letzten Wochen habe schleifen lassen", bekannte TuS-Trainer Daniel Müller, der unmittelbar nach Spielende seine Mannschaft um sich versammelte. "Man kann hier mit fünf oder sechs Toren verlieren, aber nicht mit 18 Toren eine Fackel kriegen", ließ er seinem Unmut freien Lauf.

Von mangelnder Bindung zwischen Abwehr und Angriff - wie von TVBE-Coach Thomas Schmidt zuletzt bemängelt - war bei Bad Ems von Beginn an nichts zu spüren. Die Kurstädter spielten mit Biss, Aggressivität und dem unbändigen Willen, die Schmach von Biewer wett zu machen, eine nahezu perfekte Partie. Blitzartig legten sie den Hebel von Defensive auf Offensive um, so dass Weibern nicht so recht wusste, wie ihnen geschah. Während die Gäste einen immensen Aufwand betrieben, um zu Treffern zu kommen, gelang dem TVBE dies für den Betrachter fast mit einer spielerischen Leichtigkeit.

Von außen hielt Thomas Schmidt stets die Spannung hoch und pushte seine Sieben, auch wenn Weibern schon nach zehn Minuten praktisch erledigt war. Bestimmt wurde die Spannungskurve im zweiten Abschnitt nur durch die Frage, ob die 40-er Marke denn nun geknackt werde. Nach 57 Minuten stand auch dies fest.

Weibern, das den Kurstädtern in der vergangenen Spielzeit zwei packende Duelle geliefert, allerdings einen personellen Aderlass hinzunehmen hatte, präsentierte sich erschreckend schwach, was aber die Leistung der Gastgeber nicht schmälern soll. Überragende Akteure beim TVBE waren der am Kreis stets anspielbare Marcel Driesch, Pascal Gras, der unter anderem mit einem Faust-Tor zwei verdutzte Weiberner narrte, sowie Jörg Hildesheim und Andreas Klute in der Defensive.

"Wir wollten die Geschichte gerade rücken", zeigte sich Schmidt erleichtert und gleichzeitig beeindruckt, wie seine Mannschaft Nackenschläge wegsteckt. Yvo Pesek und Frank Lohmann standen nicht zur Verfügung, also wurde zum ersten xxx- meinte ganz sachlich: "Wir haben ihnen früh den Zahn gezogen."
Sven Stadtmüller

TV Bad Ems    40 ( 21 )

TuS Weibern    22 ( 8 )

Bad Ems Adler, Schmidt - Driesch (6), Alexander Ulges (5), Wallroth (5), Krenzer (4), Gras (10/2), Hildesheim (2), Klute (2), Hens (6).

Weibern S. Bininda, B. Bininda - Klein (2/1), Buch (3), Fuchshofen (1), Radermacher, F. Bininda (2), Hilger (2/1), Rausch (6), Brust (3/2), Schlig (3).

Schiedsrichter: Dietrich (Trier), Hub (Ehrang) - Zuschauer: 160.

Spielfilm: 3:0, 8:2, 10:5, 14:6, 21:8, 29:10, 33:13, 40:21.
(RLZ vom 26.09.2005)

 

Sie zeigen viel Herz

Zweite Mannschaft des TVBE verliert, Dritte siegt

BAD EMS. Bei vermeintlich schwierigen Aufgaben zeigten die zweite und dritte Welle des TV Bad Ems viel Herz und tolle Spiele, allerdings mit unterschiedlichem Erfolg.

Verbandsliga Ost: TV Bad Ems II - HSG Römerwall II 30:34 (16:16). Die hochfavorisierten Gäste kamen lange Zeit mit den Kurstädtern überhaupt nicht zurecht, lagen in der stets knappen Partie meist mit einem Treffer zurück. Erst in den letzten Minuten zog Römerwall davon. "Die haben einen sehr schnellen Ball gespielt. Wir haben uns wirklich prima verkauft", freute sich Trainerin Martina Noll. Eine Erklärung dafür, dass es letztlich doch nicht für etwas Zählbares reichte, hatte sie auch: "Es lag nicht an der Offensive, sondern an der Abwehr: da hat es nicht gestimmt."
Nach dem Auftakterfolg in Vallendar stehen die Kurstädter in der Verbandsliga Ost nun mit einem ausgeglichenen Punktkonto dar.
TVBE II: Kuczera, Sorger, Helbach (13/9), Schreiber (6), Furtak (3), Schneider (3), Oeser (2), Zöller (2), Brand, M. Sauerwein, Schäfer (1).

Landesliga: TV Bad Ems III - TuS Ahrbach 23:22 (13:12). Einen überraschenden Sieg feierte die dritte Mannschaft des TV Bad Ems über den hoch gehandelten Aufsteiger TuS Ahrbach. Zu Beginn führten die Hausherren, doch mit zunehmender Spieldauer gewann Ahrbach die Oberhand und zog mit 11:8 davon. Doch der TVBE ließ sich nicht abschütteln, kam bis zur Pause heran und ging wieder in Front. Zwei verworfene Siebenmeter verhinderten eine noch deutlichere Führung für die Bad Emser.
Ausgeglichen ging es auch nach dem Wechsel weiter. Zwar ging Ahrbach wiederum in Führung, doch der TVBE agierte in den Schlussminuten cleverer und hatte zudem das nötige Quäntchen Glück. Zwei Sekunden vor Schluss entschieden nur Millimeter über Sieg oder Remis, als Ahrbach im Abschluss an die Latte traf.    (sst)
TVBE III: Utermark, Heinz (3), Rüge, Scheffler, Krausbeck (3/1), Schaarschmidt (4), Hahn (5/2), Westermayer (5), Hilpüsch, R. Sauerwein (3).
(RLZ vom 26.09.2005)

 

HSG fehlts an Cleverness

Regionalliga: Bannberscheid/Bad Ems unterliegt Reichensachsen 24:28

WIRGES. "Die Cleverness fehlt noch ein bisschen", beurteilte Trainer Volker Sonntag die 24:28 (15:10)-Niederlage seiner Mädels der HSG Bannberscheid/Bad Ems gegen den SV Reichensachsen in der Regionalliga. Zu Beginn der Partie zeigten die HSG-Ladys, dass sie aus den Fehlern der letzen Woche gelernt hatten und so war das Spiel bis zur 24. Minute sehr ausgeglichen. Zwei Strafzeiten Reichensachsens führten jedoch dazu, dass die "Hausfrauen" zeitweise in doppelter Überzahl spielten und einen Vorsprung von fünf Toren mit in die Pause nehmen durften. "Die Abwehr hat sehr gut gestanden und in der Offensive haben wir den Ball flott gemacht", so Sonntag.

Doch in Hälfte zwei schien aus Sicht der Schützlinge von Volker Sonntag und Hanjo Neeb nichts mehr zu funktionieren. Die Chancenauswertung wurde schlechter und es wurde zu viel Platz im Rückraum gelassen, sodass die Gäste hier ordentlich punkten konnten. Innerhalb von 13 Minuten schaffte der SV den Ausgleich zum 18:18 und gab von da an die Führung nicht mehr aus der Hand. "Wir haben zu früh abgeschlossen und kamen immer zu spät", analysierte Sonntag. Nicole Kron

HSG: Balmert, Nolden - Maklezow (4), Zimmermann (3), Mäncher, N. Oster (2), Strack, Ulbrich, Mohr (1), Lehmler, J. Oster (6/1), Stahl (4), Seiler (4)
(RLZ vom 26.09.2005)

 

Trainer-Debütant Schneider hat noch viel zu tun

BAD EMS. 50 Minuten lang waren die Oberliga-Damen der HSG Bannberscheid/Bad Ems ihren Kontrahentinnen aus Kastellaun/Simmern ebenbürtig, aber am Ende setzte es doch eine 14:20 (7:14)-Niederlage.

5:4 lag die HSG-Reserve im Spiel eins nach der Ära Schmidt/Schmidt-Engels in Führung, ehe die Hunsrückerinnen zu einem beachtlichen Zwischenspurt ansetzten und sich eine Sieben-Tore-Führung herauswarfen. "Es fehlt eben noch an der Kondition", erklärte Trainer Valeriy Schneider diesen Umstand - viele Fehlwürfe in der Offensive und reihenweise Gegentreffer nach Tempogegenstößen waren die Folge. "Die Abwehr war genial, auch die zweite Halbzeit war ausgeglichen, aber es gibt eben trotzdem noch viel zu tun", erkannte Trainer-Debütant Schneider folglich.

Die HSG trat mit einigen A-Jugendlichen an, die ihre Sache sehr ordentlich machten. Allen voran Sabrina Rösler im Tor, die drei Siebenmeter abwehren konnte. Nicht nur wegen der zehn "verpennten" Minuten, sondern auch, weil insgesamt fünf Siebenmeter in den Sand gesetzt wurden, reichte es aber letztlich nicht, um Schneider ein schönes Debüt zu bescheren.

HSG II: Rösler, Eichmann (1/1), Leukel (2), Haberstock (3), Hildesheim (2/1), Mungenast (2), Klima (3), Simmer, Jost, Theobald (1).
Zuschauer: 50.
(RLZ vom 26.09.2005)

 

Erstes Pflichtspiel ging daneben

In ihrer Premieren-Partie traf die dritte Damenmannschaft der HSG Bannberscheid/Bad Ems auf die zweite Welle der HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim. Fast alle Spielerinnen der "Dritten" haben erst kürzlich mit dem Handball-Spielen angefangen und waren daher gegen den starken Kontrahenten überfordert. 5:31 (3:17) hieß es am Ende für die Gäste. Für Trainer Marcel Driesch längt kein Grund, die Flinte ins Korn zu werfen: "Es war auch ein bisschen Nervosität im Spiel und der Gegner war sehr stark. Zudem haben wir gleich sechs Siebenmeter verworfen", zog Driesch das Positive aus der Premiere.
HSG III: Spitzlay, Beraz, Piezko, Wallroth, Willems (3/1), Demmer, Giejlo, Dinse (1/1), Keul, Heinz (1), Freisberg.
(RLZ vom 26.09.2005)

 

 

Spieltag 17./18.09.2005

TVBE-Sieg nie gefährdet

Oberliga: Bad Ems wischt mit 32:20 beim HSV Rhein-Nette die Schmach des Biewer-Spiels beiseite

Die Oberliga-Handballer haben sich mit einem deutlichen Sieg in Andernach für das schwache Heimspiel gegen Biewer vollauf rehabilitiert.

ANDERNACH. "Wir hatten keine Siegchance, Bad Ems war uns spielerisch und athletisch einfach überlegen", zollte Dirk Eckhoff von der HSV Rhein-Nette nach der 20:32 (10:16)-Niederlage seiner Mannschaft dem Sieger die verdiente Anerkennung. Ähnlich sah es auch Gästetrainer Thomas Schmidt, dem vor allem das gute Spiel seiner Truppe in der zweiten Halbzeit gefallen hatte: "Das Katastrophenspiel gegen Biewer war zunächst noch in den Köpfen der Spieler, da waren alle sehr unsicher. Nach der Pause lief der Ball im Angriff aber teilweise richtig schön durch die Reihen."

In der ersten Viertelstunde war das Spiel offen. Rhein-Nette überzeugte die zahlreichen Zuschauer mit engagiertem Spiel. Die Außenpositionen und Kreisläufer Schwarz-Heintges wurden immer wieder freigespielt und sorgten für das 7:7 (16.).

Die Wende des Spiels zu Gunsten des Favoriten besorgte Pascal Gras. Bis zur Halbzeit erzielte der "Heimkehrer" vier Tore aus der Distanz und setzte den am Kreis lauernden Marcel Driesch dreimal in Szene, der erfolgreich abschließen konnte. Dem stand in dieser Phase eine wesentliche Schwäche Rhein-Nettes gegenüber: zu viele gut herausgespielte klare Chancen, unter anderem zwei Strafwürfe, wurden vergeben.

So kam es, wie man es prognostiziert hatte: der Favorit von der Lahn setzte sich bis zur Halbzeit auf 16:10 ab. Für die zweite Halbzeit waren damit die Fronten geklärt, Bad Ems konnte mit gewonnener Sicherheit sein Spiel aufziehen.

Es zeigte sich aber die "neue" HSV Rhein-Nette, denn die Spieler gaben nie auf, kämpften bis zum Ende um jeden Ball und zeigten mehrfach mit gelungenen Kombinationen, dass sie Handball spielen können.

Gefährden konnten sie Bad Ems aber zu keinem Zeitpunkt mehr. "Ich bin seit dieser Saison Fan der HSV Rhein-Nette, denn ich halte den Weg des Vereins mit seiner Abwendung von der Kommerzialisierung hin zur eigenen Jugend für absolut richtig. Und die Mannschaft hat heute gezeigt, dass sie mit Herz für ihren Verein spielt", äußerte Thomas Schmidt nach dem Spiel Anerkennung für die Gastgeber. Und die konnten mit der Niederlage leben, denn die Punkte gegen den Abstieg müssen nicht gegen Spitzenmannschaften der Oberliga wie Bad Ems gesammelt werden.

Rhein-Nette: Thiel, Windhäuser - Brenner (3), Eckhoff (1), Frank, Geisen (3), Helf (2), Kaminski, Rieck (2), Schmidt (4), Schmitt (1), Schmitz, Schwarz-Heintges (4).
Bad Ems: Adler, Schmidt - Driesch (3), Gras (8) Hens (7), Hildesheim, Klute (3), Krenzer (5), Lohmann (2), Pesek (2), Wallroth (1), Ulges (2).
(RLZ vom 19.09.2005)

 

Die Ruhe bewahrt

TVBE II gewinnt 32:25

VALLENDAR. Mit einem überzeugenden 32:25 (16:14)- Sieg beim TV Vallendar II startete der TV Bad Ems II in die Runde der stark besetzten Verbandsliga Ost. "Die Jungs haben sehr diszipliniert gespielt", lobte Trainerin Martina Noll. Die Silberauer führten lange Zeit mit zwei, drei Toren, ehe der TVV nicht nur ausglich, sondern beim 22:21 zum ersten und einzigen Mal sogar vorne lag (50.). Doch die Kurstädter ließen sich nicht aus der Ruhe bringen, sondern zogen ihr Spiel durch. Die hervorragende Mischung aus mit allen Wassern gewaschenen Routiniers und hungrigen Talenten nutzte in der Schlussphase die herausgespielten Chancen besser aus und landete noch einen klaren Erfolg. In seinem ersten Seniorenspiel überzeugte Daniel Braun. (stn)
TVBE II: Kuczera, Sorger - Helbach, Schreiber, Furtak, Schneider, Oeser, Zöller, C. Pammer, Braun, Schäfer.
(RLZ vom 19.09.2005)

 

Fast eine Klatsche

TVBE III verliert 21:28

BAD EMS. Mit einer sehr unerfahrenen Mannschaft tritt der TV Bad Ems heuer in der Landesliga an. Personell ist"s nicht einfach, da viele Spieler aus verschiedenen Gründen nicht regelmäßig trainieren können. So verwunderte die 21:28 (10:14)- Niederlage gegen die Oldies vom SV Urmitz III nicht. "Wir müssen uns erst zurechtfinden. Die Mannschaft hat zum ersten Mal in dieser Formation zusammengespielt", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Lange hielten sie gut mit. Doch als die Urmitzer über 9:9 auf 14:10 davonzogen, war die Vorentscheidung schon gefallen. Beim 16:27 sah"s nach einer deftigen Klatsche für die Emser aus, doch in den abschließenden Minuten wurde wenigstens noch Ergebniskosmetik betrieben. (stn)
TVBE III: Langenhuysen - Rüge (3), Heinz (3), R. Sauerwein, Krausbeck (4/1), Schaarschmidt (6), Hahn (3), Hilpüsch, Scheffler, Minor (2).
(RLZ vom 19.09.2005)

 

HSG in Fritzlar ohne Chance

Regionalliga: Bannberscheid/Bad Ems kassiert herbe 17:32-Schlappe

FRITZLAR. Nach dem starken Saisonauftakt gegen Leihgestern sind die Regionalliga-Frauen der HSG Bannberscheid/Bad Ems beim SV Germania Fritzlar auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt worden. Das Team des Trainerduos Hanjo Neeb/ Volker Sonntag verlor die Partie mit 17:32 (9:12).

Das sehr gut eingespielte Team aus Fritzlar begann stark und lag nach 15 Minuten bereits mit 8:4 in Führung. "Fritzlar hat sehr schnell angegriffen und fast 70 Prozent der Tore mit der ersten Welle gemacht", so Sonntag. "Dazu haben sie auch sehr offensiv in der Abwehr agiert und uns so keine Chance gelassen, den Ball nach vorne vernünftig laufen zu lassen. Sicherlich wären wir in der Offensive variabler gewesen, wenn Jessica Oster dabei gewesen wäre. Ob es dann aber für einen Sieg gereicht hätte, ist schwer zu sagen." Jessica Oster hatte der HSG gefehlt, da sie zeitgleich beim TuS Weibern im Einsatz war. Sonntag bescheinigte lediglich Tatjana Maklezow und den beiden Torfrauen Balmert und Nolden eine starke Leistung.

HSG: Balmert, Nolden - Maklezow (7/1), N. Oster (3), Lehmler (1), Seiler (1), Zimmermann (3), Stahl (2), Mäncher, Mohr, Ulbrich, Strack.
(RLZ vom 19.09.2005)

 

HSG II sagte ab

Zu wenig Spielerinnen

BAD EMS. Das fängt ja schlecht an: Das erste Oberliga-Spiel der HSG Bad Ems/ Bannberscheid II bei der HSG Wittlich musste kurzfristig abgesagt werden. Grund: Es standen nach diversen Verletzungen nur sieben Spielerinnen zur Verfügung. Und da an den ersten beiden Spieltagen keine Aushilfen aus der ersten Mannschaft gestattet sind, fand die Partie nicht statt. Ob die Punkte kampflos nach Wittlich wandern oder ob man sich auf einen Termin noch einigt, steht noch nicht fest. Überhaupt scheint die HSG vor einer schwierigen Runde zu stehen: Für die beiden Damen-Teams sowie die A-Jugend stehen insgesamt lediglich 30 Spielerinnen zur Verfügung. Da dürften Valeriy Schneider und Norbert Lemler viel Arbeit haben, auf diesem dünnen Eis jeweils eine Mannschaft zu nominieren, die dauerhaft den hohen Anforderungen der Oberliga gerecht wird...    (stn)
(RLZ vom 19.09.2005)

 

Weibliche A-Jugend siegt souverän

Mit 36:15 (22:7) ließ die weibliche Jugend A der HSG Bannberscheid/Bad Ems der TG Boppard nicht den Hauch einer Chance. Mit viel Tempo-Handball zog das Team von Esther Mohr und Jessica Oster schnell auf und davon und zeigte schöne Spielzüge. In der zweiten Halbzeit fehlte etwas die Kraft, um das Tempo weiter hoch zu halten. Es schlichen sich vermehrt Fehler ein, ohne dass die Partie der HSG aus den Händen glitt.
HSG: Rösler, Ulbrich (11/1), Lops (2), Keil (3), Strack (6), Jost (3/1), Mungenast (2/1), Klima (1), Eichmann (8), Heuchemer.

Bis kurz vor Schluss schwer getan

Bis kurz vor Schluss tat sich die weibliche Jugend B gegen Welling schwer, fuhr aber letztlich doch einen 23:19 (12:11)-Erfolg ein. Überragende Akteurin war Patrizia Kessel, die - obwohl in Manndeckung genommen - 12 Treffer erzielte. Auch Sylvia Sonntag zeigte im Tor eine starke Partie. Erst gegen Ende zog die HSG in einem spannenden Spiel davon und ließ das Trainergespann Esther Mohr/Natalie Oster jubeln.
HSG: S. Sonntag, P. Kessel (12/4), J. Kessel, Heinz (7), Weinberg (1), Schmidt (1), Kauth, Schüler (2), Stork, V. Sonntag, Rheinbay.
(RLZ vom 19.09.2005)

 

Spieltag 10./11.09.2005

Desaster für TV Bad Ems

Zum Auftakt der Handball-Oberliga kassieren Silberauer eine 25:38-Packung gegen Biewer/Pfalzel

Sie waren nach der gelungenen Vorbereitung optimistisch an die erste Aufgabe herangegangen. Doch dann erlebten die Oberliga-Handballer des TV Bad Ems beim ersten echten Härtetest ein Desaster allen ersten Ranges.

BAD EMS. Allerspätestens nach 40 Minuten war auch dem letzten unverbesserlichen Optimisten sonnenklar, dass der TV Bad Ems zum Auftakt der Handball-Oberliga eine historische Pleite würde hinnehmen müssen. Der deutliche Pausenrückstand war nämlich nicht verringert worden, sondern im Gegenteil sogar auf zehn Tore angewachsen. Die rote Karte gegen den erst seit wenigen Minuten auf dem Feld stehenden Routinier Jörg Hildesheim, der den enteilten Andreas Miroschnitschenko unsanft gestoppt hatte, war sinnbildlich für den Frust, der sich bei den Silberauern angestaut hatte.

Nichts lief bei den Schützlingen des Trainer-Tandems Thomas Schmidt/Klaus Ohnhäuser zusammen, technische Fehler unterliefen en masse, die Abwehr verdiente diese Bezeichnung mit Ausnahme von Keeper Carsten Noll an diesem Abend nicht in Ansätzen und auch im Abschluss blieb vieles Stückwerk - das waren die maßgeblichen Faktoren für das 25:38 (13:19) Waterloo gegen den Titelaspiranten HSG Biewer/Pfalzel.

Schmidt, der vorher noch 100 Prozent für 60 Minuten von seinen Jungs eingefordert hatte, sank von Minute zu Minute immer tiefer in seinen Stuhl und schien zwischendurch fast die Worte verloren zu haben. "Das ist die bitterste Niederlage meiner gesamten Laufbahn. Spätestens als unsere fantastischen Fans die Mannschaft zum Kampf aufforderten, habe ich mir das Spielende herbeigesehnt. Was wir anpackten, ging heute in die Hose.Wir müssen uns fragen, was hier passiert ist", hatte der mit allen Handball-Wassern gewaschene Enthusiast eine totale Blockade bei seinen mit so viel Optimismus in die Runde gegangenen Schwarz-Weißen ausgemacht. "Würde man unseren Auftritt als rabenschwarzen Tag nennen, wäre das noch beschönigt. So etwas darf nicht passieren. Jeder - auch wir Trainer - muss sich zunächst an die eigene Nase fassen", forderte Schmidt Selbstkritik von allen Beteiligten.

Dabei hatte das Match vor knapp 200 Zuschauern in der Silberauhalle ausgeglichen begonnen. Gestützt auf Nolls Paraden und die Treffsicherheit des Rückkehrers Pascal Gras hieß es nach neun Minuten 4:4. Schmidt forderte immer wieder lautstark Tempo, um die teilweise sehr kompakten Biewer/Pfalzeler zum Laufen und die Abwehr in Verlegenheit zu bringen.

Doch in die viel zitierte Bredouille kamen fast nur die Gastgeber, die sich von der von den unsicher wirkenden Unparteiischen aus der HSG-Nachbarschaft tolerierten Härte des letztjährigen Tabellenzweiten den Schneid abkaufen ließen. "Wir hatten uns in der Abwehr gut auf die besten Werfer Gras und Hens eingestellt und sie aggressiv verteidigt", freute sich HSG-Trainer Uwe Fachinger über den Coup beim unmittelbaren Konkurrenten, den er aber weiterhin auf seiner Rechnung hat. "Urmitz, Saarburg, Vallendar und die beiden heutigen Gegner werden die Plätze für die neue Liga unter sich ausmachen."

Seine Mannschaft sei mit viel weniger Aufwand zu den Toren gekommen als die Bad Emser, meinte Fachinger. Wie Recht er hatte. Carsten May inszenierte geschickt das Spiel, vorne trafen der kantige frühere Junioren-Nationalspieler Christian Stein und der nicht minder eckige Marc Köhler fast nach Belieben. "Wenn die Masse erst einmal in Bewegung kommt, sind die kaum zu stoppen", hatte auch der interessierte Tribünengast Werner Mohrs, der sportliche Leiter des TV Vallendar, bemerkt.

Die Bad Emser dürfen sich nach der Demütigung auf eine knallharte Analyse und verschärftes Training einstellen. "Ich kann nicht so einfach zur Tagesordnung übergehen. Die Mannschaft wird merken, dass es nicht egal war, was hier abgelaufen ist." Stefan Nink

TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (2), Alexander Ulges (2), Bargmann, Wallroth, Krenzer (3), Gras (11/6), Hildesheim, Pesek (1), Klute, Hens (6/1).
HSG Biewer/Pfalzel: Schulz-Gerhard, Wilkes - Arnold (1), Frisen (2), Köhler (6), May (6/2), Melchisedech (6), Miroschnitschenko (7), Scharfbillig (1), Stein (9/3), Wedehase, Weil.

Schiedsrichter: Clemens (Schweich), Pauli (Igel).
Zuschauer: 200.
Rote Karte: Jörg Hildesheim (TVBE; 40.).
(RLZ vom 12.09.2005)

 

HSG mit starkem Saisonauftakt

Bannberscheid/Bad Ems gewinnt mit 35:21

BAD EMS. Einen furiosen Auftakt in die neue Regionalliga-Saison feierte die HSG Bannberscheid/ Bad Ems mit einem deutlichen 35:21 (20:11) gegen die TSG Leihgestern.

Noch vor dem Spiel beschwor Coach Hanjo Neeb seine Mädels, endlich einmal gut in eine Runde zu starten. Die HSG-Ladys hatten offensichtlich ganz genau hingehört und spielten die bemitleidenswerten Gäste in Grund und Boden. Besonders Jessica Oster traf aus allen Lagen, markierte schon nach zehn Minuten sechs Treffer und war maßgeblich an der frühen 10:3-Führung gegen indisponierte Hessen beteiligt.

Nach dem Feuerwerk zu Beginn nahm die Partie dann einen unspektakulären Verlauf: Die HSG nahm wahlweise Tempo raus, um es wieder bei Bedarf anzuziehen, sobald Leihgestern besser ins Spiel kam.

Das Trainergespann Hanjo Neeb/Volker Sonntag konnte bedenkenlos alle Feldspieler zum Einsatz bringen, ohne dass der Spielfluss merklich litt. "Unser Plus ist, dass wir sehr gut eingespielt sind", resümierte Neeb, der sich von der Klarheit des Ergebnisses überrascht zeigte. Überbewerten wollte er den Auftakterfolg aber nicht: "Das war heute kein Maßstab. Aber es ist schön mit Rücken- statt mit Gegenwind gestartet zu sein." Sven Stadtmüller

HSG Bannberscheid/ Bad Ems: Balmert, Nolden, Ma-klezow (7/1), Zimmermann (3), Mäncher (4/2), N. Oster (4), Ulbrich (1/1), Mohr, Lehmler (1), J. Oster (9), Stahl (4), Seiler (2)
Schiedsrichter: Klaes, Moser (Saarbrücken).
Zuschauer: 120.
(RLZ vom 12.09.2005)

 

HSG Jugend startet mit 24:3-Kantersieg in Runde

BAD EMS. Die B-Jugend-Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid sind mit einem souveränen 24:3 (10:3)-Erfolg gegen den TuS Ahrbach in die Verbandsliga Ost gestartet. "In der ersten Halbzeit ist es noch nicht wie erwartet gelaufen", hatte sich Esther Mohr und ihre Trainerkollegin Natalie Oster das Auftreten ihrer Mädels anders vorgestellt. In der Pause aber wiesen die engagierten und fordernden Übungsleiterinnen die HSG auf einige Dinge hin, die dann auch prompt umgesetzt wurden. "Wir waren auf allen Positionen klar besser besetzt, haben wenig Fehler gemacht und die Ahrbacherinnen überrannt", freute sich Mohr über die Steigerung. Vor allem die Abwehrleistung stimmte, denn dem TuS war im zweiten Spielabschnitt nicht ein einziger Treffer vergönnt. HSG-Tormädchen Sylvia Sonntag brauchte nicht allzu häufig beherzt einzugreifen, denn ihre Vorderleute ließen kaum noch klare Einwurfgelegenheiten zu.    (stn)

HSG: Sylvia Sonntag - Patricia Kessel (8), Jaclyn Kessel (2), Julia Weinberg (5/2), Katharina Heinz (2), Ann-Kathrin Schüler (3), Juliane Stork, Ruth Schmidt (1), Conny Kauth, Sarah Rheinbay (1), Vanessa Sonntag (2).
(RLZ vom 14.09.2005)

 

Rückrunde...