Aktuelle Spielberichte

Spielberichte der Rückrunde...

Spieltag 18./19.12.2004

Erst in der Schlussphase noch abgesetzt

Handball: TV Bad Ems II lieferte Oberligist TuS Bannberscheid beim 25:30 einen tollen Pokal-Fight

BAD EMS. Beide Teams waren zwar stark ersatzgeschwächt, doch die der Verbandsliga Ost zugeordnete zweite Welle des TV Bad Ems und der Oberligist TuS Bannberscheid boten den 80 Zuschauern ein über weite Strecken spannendes Pokal-Spiel, welches die Gäste schließlich mit 30:25 (13:12) zu ihren Gunsten entschieden.

Die Bannberscheider hatten ein ganz junges Team aufgeboten. Unter anderem fehlten Hanjo Neeb und der Ex-Limburger Kullmann, Spielertrainer Oliver Lepiors wirkte nur in der Schlussphase der Partie mit, als es darum ging, den Erfolg in trockene Tücher zu packen.

Doch auch der TVBE hatte nicht alle Mann an Bord, zudem war Routinier Udo Helbach nach einem Schlag auf den Oberschenkel nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. "Trotzdem hat sich die Mannschaft sehr gut geschlagen", berichtete TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Die Silberauer erwischten den besseren Start und lagen nach 22 Minuten immerhin mit 11:8 in Führung. "Doch dann schlichen sich Nachlässigkeiten und technische Fehler ein", so Ohnhäuser. Zudem parierte der junge TuS-Keeper Klapthor in dieser Phase einige Bälle. "So wurde aus einem schönen Vorsprung ein knapper Pausenrückstand."

Der zweite Durchgang verlief bis in die Schlussphase sehr knapp, wobei die Unterwesterwälder immer die Nase vorn hatten. "Die Chance, das Match zu kippen, war sehr lange da", analysierte Ohnhäuser. Doch die TVBE-Reserve ließ viele Chancen ungenutzt und schloss häufig die Angriffe zu schnell ab - erst dann setzte sich der in der Abwehr etwas stärkere klassenhöhere Gast noch ab.

Beim TVBE verdiente sich Simon Oeser ein dickes Lob. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht und immerhin sieben Feldtore erzielt", hob Ohnhäuser den Youngster aus der geschlossenen Bad Emser Mannschaft heraus. (stn)

TV Bad Ems: Funda, Kleinschmidt - Krausbeck, Balmert (3), Wallroth (6/2), Schneider (5/4), Oeser (7), Helbach, Zöller (2), Wolf (2).
RLZ vom 20.12.2004)

 

 

Spieltag 11./12.12.2004

 

TV Bad Ems hat alles gefehlt

Handball-Oberligist zeigte eine desolate Leistung und kassierte eine 21:26-Pleite beim TV Moselweiß

"Es gibt nichts, das diese Niederlage rechtfertigt", urteilte Klaus Ohnhäuser, Trainer des Handball-Oberligisten TV Bad Ems, nach der 21:26-Pleite, die sich seine Mannschaft gestern beim Abstiegskandidaten einhandelte.

MOSELWEISS. Nach dem Spiel waren sie sich doch noch ein wenig uneins. Thomas Wecker wollte seinem Trainerkollegen Sasa Kasumovic das Gespräch mit der Presse überlassen - und umgekehrt ebenso. "Mach' du das, du kannst das besser", schmunzelte Kasumovic letztlich gut gelaunt. Schließlich hatte der harmonisch von ihm und Wecker trainierte Handball-Oberligist TV Moselweiß soeben durch ein 26:21 (12:10) gegen den TV Bad Ems den dritten Saisonsieg eingefahren und damit am Jahresende für einen Lichtblick gesorgt. "Es war wichtig, nach den sieglosen Spielen zuletzt heute zu gewinnen", meinte Wecker. Auch dem TV Bad Ems hätte ein Sieg gut getan. Mit der zweiten Auswärtspleite in Folge ist das schöne Winterpolster, das sich die Kurstädter zuvor mit drei Heimsiegen angefressen hatten, wieder dahin.

"Wir haben jede Einstellung vermissen lassen", bemängelte TVBE-Coach Klaus Ohnhäuser, der keinerlei Entschuldigung gelten ließ - obschon einige Akteure angeschlagen aufs Feld gegangen waren. Moselweiß hatte sich diesen doppelten Punktgewinn einfach verdient. Zwar benötigten die Gastgeber über acht Minuten, um den bis dahin vier Treffern der Emser ihren ersten entgegen zu setzen, doch im Anschluss fanden sie immer besser ins Spiel. "Heute muss ich mal einen Spieler herausheben: Stefan Walther war richtig stark", lobte Wecker. Gerade im ersten Durchgang verdiente sich Walther die warmen Worte seines Trainers, als er sechs seiner insgesamt sieben Treffer erzielte - und somit 50 Prozent zum 12:10 zur Pause beitrug.

Genau sieben Sekunden war der zweite Durchgang alt, da hätte der Begegnung jedoch eine entscheidende Wendung erfahren können. Der Moselweißer Alexander Wahlen war eine Minute vor dem Wechsel mit einer zweiminütigen Zeitstrafe bedacht worden - doch den Gastgebern war das während der Pause offenbar entfallen. Zu sechst kamen sie wieder aufs Parkett, bis die Schiedsrichter den "ganz blöden Wechselfehler" (Wecker) bemerkten und Moselweiß korrekterweise mit einer weiteren Zeitstrafe bedachten.

Das galt indes sicherlich nicht für alle der insgesamt 18 Zeitstrafen, die die wenig souveränen Unparteiischen verhängten. Doch obwohl die Gäste das 10:12 in ein 15:12 verwandelten, nutzten sie den Fehler des TVM letztlich nicht konsequent aus.

Die aufgrund ihrer insgesamt zwölf Zeitstrafen immer wieder in Unterzahl agierenden Gastgeber kamen zunächst wieder zum Ausgleich (15:15), gingen nach 40 Minuten in Führung (17:16) und entschieden spätestens mit dem 25:20 durch Christian Lauterbach (58.) das Spiel zu ihren Gunsten. "Heute hat alles gefehlt", monierte Ohnhäuser. "Wir waren in spieltaktischer Hinsicht zu undiszipliniert." Frank Jellinek
Moselweiß:
Helm, Adams - Lauterbach (6), Kreuter (1), Daseking (1), Weiler (2/1), Schmidt, Walther (7), Mader (6/1), Flegel (2), A. Wahlen, F. Wahlen (1).
Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (3), Alexander Ulges (1), Lohmann (1), Bargmann (2/1), Adrian Ulges, Krenzer (2), Pesek (4), Schneider (1), Klute (7/3).
(RLZ vom 13.12.2004)

 

Die Mittel fehlten

TV Bad Ems III unterlag Rhein-Nette II 21:31

ANDERNACH. Die Vorzeichen waren schon äußerst bescheiden, doch es kam noch schlimmer. Nachdem sich Markus Secker beim Spiel bei der HSV Rhein-Nette II verletzt hatte, waren die Wechselmöglichkeiten des Handball-Landesligisten TV Bad Ems III erschöpft. Dementsprechend war es kein allzu großes Wunder, dass die Kurstädter letztlich deutlich mit 21:31 (9:15) unterlagen.

"Da war nichts mehr zu machen", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Die Hypothek, durchspielen zu müssen, war einfach zu groß." Das zweite Manko: Im Angriff fehlten den Bad Emsern die Mittel, den HSV- Keeper zu bezwingen. Deshalb war schon kurz nach dem Wechsel der Zug für die Gäste von der Lahn abgefahren. Ohnhäuser: "Rhein- Nette ließ nichts anbrennen." (ros)
TV Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz (3), Schreiber (7/3), Secker (1), Wohkittel (2), Minor (3), Schrabback (4), C. Pammer (1).
(RLZ vom 13.12.2004)

 

Da entlud sich der Frust

Handball-Regionalliga: Bannberscheid/Bad Ems 28:31 in Marpingen

MARPINGEN. Ein fünfminütiges Konzentrationsloch kostete die Regionalliga- Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems einen durchaus möglichen Punktgewinn beim Tabellenführer DJK Marpingen. Nach einer 16:15-Pausenführung mussten sich die Gäste letztlich mit 28:31 geschlagen geben.

"Schade, die Mannschaft hat 55 Minuten lang eine kämpferisch starke Leistung gezeigt", bilanzierte Trainer Volker Sonntag. Weggesteckt hatte das HSG-Team, dass die sehr starke Torfrau Anja Kessler, die unter anderem drei Siebenmeter abwehrte, nach einer höchst fragwürdigen Zeitstrafe zwei Minuten lang durch Feldspielerin Natalie Oster ersetzt werden musste. Weggesteckt wurde auch, dass Leistungsträgerin Jessica Oster nach einer überharten Attacke eine Viertelstunde lang nicht mitwirken konnte. Nicht weggesteckt wurde hingegen, dass immer wieder Angriffe von den Schiedsrichtern zu früh abgepfiffen wurden. "Da fehlte die Ruhe, um die eigene Linie unberührt durchzuziehen. Da entlud sich nach drei Vierteln des Spiels plötzlich der Frust über die Schiri- Leistung in technischen Fehlern, überhasteten Fehlwürfen und Unkonzentriertheiten", so Sonntag. Die DJK, spielerisch keineswegs überlegen, bestrafte jeden HSG-Fehler konsequent. Der Spitzenreiter erzielte zwölf seiner 16 Treffer der zweiten Halbzeit durch Tempogegenstöße. (gh)
Bannberscheid/Ems: Kessler - Maklezow, Zimmermann (3), N. Oster (1), Grohs (1), Mohr (2), J. Oster (9/2), Stahl (7), Schäfer (5), Görg.
(RLZ vom 13.12.2004)

 

HSG-Reserve hielt es mit Sepp Herbergers Weisheiten

Frauen-Oberligist experimentierte in Trier und triumphierte in Neustadt

TRIER/NEUSTADT. Thomas Schmidt und seine ihm angetraute Bianca sind im Handball mit nahezu allen Wassern gewaschen. Am Wochenende standen binnen 22 Stunden gleich zwei Oberliga-Partien für ihre Mädels der HSG Bad Ems/Bannberscheid II an. Doch es wurde nicht gejammert. Vielmehr hielten es die Schmidts mit ihrem alten Fußball-Kollegen Sepp Herberger. Der hatte anno 1954 ein Vorrunden-Match gegen Ungarn abgeschenkt, um die Magyaren im WM-Finale zu überraschen. 2004 sah's so aus: Das Match bei der übermächtigen DJK MIC Trier II wurde als Trainingseinheit benutzt, um für das anschließende Match bei den nur zwei Zähler besser stehenden Sportfreunden Neustadt gewappnet zu sein. Der Plan ging auf.

DJK MIC Trier II - HSG Bad Ems/Bannberscheid II 40:17 (21:11). "Das ist eine andere Welt", zollte die spielende Trainerin der Reserve des früheren Deutschen Meisters ein Riesenlob. "Sie sind technisch versiert und haben einfach alles drauf. Da hatten wir keine Chance." Kräfte sparen war also beim verlustpunktfreien Spitzenreiter angesagt, denn die wurden tags darauf gebraucht. Zudem bestand die Möglichkeit, das eine oder andere auszuprobieren.

Sportfreunde Neustadt - HSG Bad Ems/Bannberscheid II 20:27 (9:13). Thomas Schmidt war auf der Rückfahrt auf der A 3 bestens gelaunt. "Wir haben nicht nur erfolgreichen, sondern auch sehr schönen Handball gespielt", betonte der Coach nach dem wichtigen Erfolg im Westerwald. "Schnell, präzise, wenig technische Fehler, mannschaftlich sehr geschlossen, viele Siebenmeter von verschiedenen Spielerinnen herausgeholt", konkretisierte er.

Das es das beste Saisonspiel gewesen war, darüber war sich das Ehepaar ebenfalls einig. Mit einer starken Sabrina Dreger als Rückhalt - sie verbuchte eine unglaubliche Quote von über 50 Prozent gehaltenen Bällen - suchten die Kombinierten die Lücken und setzten sich gut durch. Nicht von ungefähr wurden ihnen jede Menge Strafwürfe zugesprochen.

Die HSG hatte deutlich in Führung gelegen, erlaubte den Neustädterinnen dann aber anschließend eine Aufholjagd, die letztlich sogar zu einer Spfr-Führung führte. Doch im Gegensatz zu vielen anderen vorangegangenen Oberliga-Partien knickte der Aufsteiger diesmal nicht ein, sondern schlug unter der Regie Maja Mädrichs ("Sie war der Chef auf dem Platz") eiskalt zurück. "Früher war das oft ein Knackpunkt. Wir haben aber wieder viel Gas gegeben", attestierte Thomas Schmidt seinen Mädels "Riesen-Fortschritte". Stefan Nink

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Dreger, Reichwein - Theobald (4 Tore in Neustadt; 0 in Trier), Klima, Mäncher (6/2; 4/1), Gorn (4; 0), Mädrich (2; 1), Schmidt-Engels (9/7; 4/1), Haberstock (0; 2), Strack, Eichmann (2; 5), Hehl, Hildesheim (0; 1).
(RLZ vom 13.12.2004)

 

Wenig Fehlwürfe erlaubt

Weibliche B-Jugend der HSG Bad Ems/Bannberscheid gewann 26:16

BAD EMS. Einen glatten 26:16 (17:6)-Sieg feierten die von Esther Mohr und Jessica Oster trainierten B-Jugend- Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid bei der HSV Rhein-Nette. Nach verteilter Anfangsphase zogen die Gäste mit ihrem gefürchteten Tempospiel davon. Überragend spielten Christina Keil, die vorne nicht nur traf, sondern auch maßgeblich zu einer stabilen Deckung beitrug, sowie Marei Lobs. "Die Tore waren verteilt, wir haben uns wenig Fehlwürfe erlaubt", war Esther Mohr nach den zuletzt eher durchwachsenen Vorstellungen mit den Darbietungen ihrer weiter verlustpunktfreien Schützlinge diesmal zufrieden. (stn)
HSG Bad Ems/B.: Sabrina Rösler, Ramona Großstück - Marei Lobs (6/3), Miriam Ulbrich (5), Christina Keil (6), Anna Mungenast (3/1), Tina Strack (2), Sophie Heuchemer (2), Jenny Klima (1), Ann-Kathrin Schüler, Anastasia Pauls (1).
(RLZ vom 14.12.2004)

 

 

Spieltag 04./05.12.2004

 

Bad Ems mit eigenen Waffen geschlagen

Handball-Oberliga: Rumpfteam von der Silberau unterlag der HSG Biewer/Pfalzel 27:35 (12:17)

TRIER. Die Hypothek durch zahlreiche Ausfälle war einfach zu groß, um den drei in Serie verbuchten Heimsiegen auch einen Auswärtstriumph folgen zu lassen: In der Mäusheckerweg-Halle bei der HSG Biewer/Pfalzel musste sich der Handball- Oberligist TV Bad Ems gestern Nachmittag mit 27:35 (12:17) geschlagen geben.

Alexander Ulges - in den vergangenen Wochen in formidabler Verfassung, aber schon in der Vorwoche durch eine Verletzung zum Zuschauen gezwungen - wollte es wissen. Der flinke "Fünfer" des TV Bad Ems stellte sich in den Dienst der Mannschaft, hoffte, vielleicht doch den Belastungen eines Oberliga-Spiels standzuhalten. Doch die Ernüchterung kam schon nach drei Minuten, "da ging einfach nichts mehr", wie TVBE-Trainer Thomas Schmidt bemerkte.

Obwohl die Probleme im Rückraum der Kurstädter immer größer wurden, steckte die Mannschaft nicht auf, sondern bot den Gastgebern einen leidenschaftlichen Kampf. Auch als Biewer/Pfalzel von 7:6 auf 12:6 davon gezogen war, konterte Bad Ems und arbeitete sich wieder auf zwei Tore heran (14:12). Das gleiche Kunststück gelang dem "letzten Aufgebot" (Schmidt) nach dem Wechsel, als von 12:17 auf 17:19 und 19:23 verkürzt wurde. "Ich kann der Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen, die Jungs pfeifen einfach aus dem letzten Loch. Trotzdem haben sie alles gegeben", lobte Schmidt die Einsatzbereitschaft seiner Handballer. Dass diese nicht belohnt wurde, hatte für Schmidt vier Gründe:

1 "Einer der beiden Schiedsrichter hat uns tierisch in die Mangel genommen", fand der TVBE- Coach. "Das waren sehr umstrittene Entscheidungen."

2 Christian Stein und Marc Köhler - "zwei Riesen", wie Schmidt sagte - haben den TV Bad Ems fast im Alleingang abgefertigt. Und das ausgerechnet mit einem Mittel, das sonst das Spiel des TV Bad Ems auszeichnet. Schmidt: "Die haben uns einfach mürbe gespielt."

3 Die Torhüter Carsten Noll und Christian Adler konnten in 60 Minuten nur acht Bälle parieren. "Das ist eindeutig zu wenig", fand Thomas Schmidt.

4 Letztlich hat dem TV Bad Ems auch die Kraft gefehlt. Schmidt: "Wir konnten diesmal die Aufgaben nicht verteilen, sondern mussten mit unserem Rumpfteam durchspielen." (ros)

TV Bad Ems:
Noll, Adler - Krenzer (8/4), Pesek (5), Klute (6/2), Lohmann (1), Ad. Ulges (2), Wallroth, Oeser (2), Al. Ulges, Driesch (3).
(RLZ vom 06.12.2004)

 

Oeser Dreh- und Angelpunkt

Verbandsliga Ost: TV Bad Ems II kam beim SV Urmitz II zu 28:23-Sieg

URMITZ. Unter der Regie von Betreuer Norbert Lehmler, der die etatmäßige Trainerin Martina Noll vertrat, feierten die Verbandsliga-Handballer des TV Bad Ems II bei der zweiten Welle des Regionalligisten SV Urmitz einen 28:23 (16:11)-Erfolg und zogen mit dem Gegner gleich.

"Das war eine sehr gute Leistung. Die Jungs haben alles abgerufen und auch die 50- minütige Manndeckung gegen Udo Helbach verkraftet", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser.

Mit Otwin Kleinschmidt im Tor, der viele sehenswerte Paraden zeigte und unter anderem drei Urmitzer Strafwürfe abwehrte, und Simon Oeser, der aus dem Rückraum nicht nur das Spiel sehr gut lenkte und seine Nebenleute immer wieder gut in Szene setzte, sondern dazu auch immer wieder torgefährlich wurde und in der Abwehr unersetzlich war, hatten die geschlossen auftretenden Gäste zwei überragende Akteure in ihren Reihen.

Kurz vor der Pause war der TVBE davongezogen. Zwar kamen die Urmitzer noch einmal auf zwei Tore heran (16:18), doch dann setzten sich die Silberauer wieder ab und schaukelten das Ding souverän nach Hause. (stn)
Bad Ems II: Kleinschmidt - Schneider (6/1), Oeser (6), Wallroth (1), Furtak, Schäfer (1), Balmert (4), Helbach (7/2), Zöller (1), Wolf (2).
(RLZ vom 06.12.2004)

 

Langenhuysen hielt klasse

HACHENBURG. Eine 27:31 (13:15)-Niederlage bei der SG Hachenburg/Bad Marienberg kassierte der TV Bad Ems III in der Handball-Landesliga. "Wir haben gegen die mit einigen Routiniers angetretenen Kombinierten gut mitgehalten", lobte Klaus Ohnhäuser. "Aber wir haben den Linkshänder nicht in den Griff bekommen und in der zweiten Halbzeit zu viele Chancen vergeben." Eine starke Leistung attestierte er TV-Keeper Stefan Langenhuysen. (stn)
TV Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz (3), Schreiber (5), Sauerwein (7/2), Secker (4), Wohkittel, Minor (3), B. Pammer (1), Schrabback (1), C. Pammer, Schaarschmidt (1), Scheffler (1).
(RLZ vom 06.12.2004)

 

Nur Mäncher gefiel

Oberliga: HSG-Reserve brach bei Rhein-Nette ein

ANDERNACH. Dass Thomas Schmidt von einer "hoch interessanten Partie" sprach, hatte das durchaus seinen Grund, war aber eigentlich so gemeint: Für den Frauenhandball-Oberligisten HSG Bannberscheid/Bad Ems II war das 18:30 (11:15) beim HSV Rhein-Nette eine ganz bittere Angelegenheit. "Bis zur 28. Minute hat die Mannschaft stark gespielt und gut mitgehalten", fand auch Trainer Schmidt. Aber dann... Die Reserve lag nur 11:12 zurück, spielte in doppelter Überzahl, war in Ballbesitz - und trotzdem traf Rhein-Nette. Nicht nur einmal, sondern gleich drei Mal. Was nach dem Wechsel folgte, beschrieb Schmidt so: "Wir sind eingebrochen wie die Freiburger Fußballer in der Bundesliga. Und das, weil sich einige Spielerinnen völlig haben gehen lassen." Gehen oder besser gesagt laufen gelassen haben sie auch die HSV-Spielerinnen, die fast alle Tore per Gegenstoß markierten. "Das hat Folgen", kündigte Schmidt an und nahm nur eine Spielerin von der Rundum-Kritik aus: "Carolin Mäncher hat überragend gespielt, wurde aber im Stich gelassen." (ros)
HSG II: Dreger, Reichwein - Haberstock (2), Hildesheim (1), Gorn, Theobald (1), Schmidt-Engels (3/1), Mädrich (2), Eichmann, Klima, Mäncher (9/1).
(RLZ vom 06.12.2004)

 

Die Tränchen waren schnell getrocknet

Handball: Einen Sieg und eine Niederlage gab's für die Mädels der HSG Bannberscheid/Bad Ems

BAD EMS. Während die B- Jugendlichen im Heimspiel gegen den TuS Weibern den nächsten Sieg einfuhren, mussten sich die C-Jugend- Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid bei der HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim geschlagen geben.

B-Jugend: HSG Bad Ems/ Bannberscheid - TuS Weibern 16:11 (7:3). 
Zur Halbzeit lagen die HSG-Mädchen zwar klar vorne, doch zu Beginn des zweiten Abschnitts kehrte der Schlendrian ein, was zu einem 8:9-Rückstand führte. "Dann haben wir eine Auszeit genommen und die Mädels daran erinnert, dass wir eigentlich gewinnen wollten", so Trainerin Esther Mohr. Der Weckruf kam rechtzeitig, so dass noch ein klarer Erfolg heraussprang. Mohr: "In der Abwehr spielten wir stark, doch vorne fehlte nicht nur wegen der vier vergebenen Siebenmeter die Treffsicherheit." In die diesmal kleine Schützenliste trugen sich Miriam Ulbrich (7/2), Tina Strack (5/1), Marei Lobs (3/1) und Anna Mungenast (1/1) ein.

C-Jugend: HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim - HSG Bad Ems/Bannberscheid 18:13 (10:8). In einem auf hohem Niveau stehenden Match mussten die Gäste zwar eine bittere Schlappe quittieren, doch Trainerin Esther Mohr lobte: "Das war ein schönes Spiel mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Beide Mannschaften waren gleich stark." Zwar gab's hinterher Tränen der Enttäuschung bei ihrer Mannschaft, doch Mohr fand's nicht schlimm, dass ihre Schützlinge auch einmal leer ausgingen. "Damit müssen wir umgehen lernen. Es ist noch alles drin für uns. Wir müssen aus der Niederlage die richtigen Schlüsse ziehen. Jetzt wissen wir, woran wir noch arbeiten müssen." Tore der Gäste: Katharina Heinz (6), Patricia Kessel (3), Jacqueline Kessel (2), Julia Weinberg (1/1) und Vanessa Sonntag (1). Stefan Nink
(RLZ vom 08.12.2004)

 

 

Spieltag 27./28.11.2004

 

Krenzers früher Fünferpack

Handball-Oberliga: Der TV Bad Ems siegte mit 28:22 gegen die HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim II

Als dritter Gast in Serie reiste die HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim II zum TV Bad Ems. Nach den Pflichtsiegen über Trier und Prüm lösten die Bad Emser auch diese - ungleich schwierigere - Aufgabe souverän.

BAD EMS. Einträchtig rangieren der TV Bad Ems und die HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim II in der Tabelle der Handball-Oberliga jenseits von Gut und Böse. Beide Teams sind mit Heimstärke gesegnet, so dass der TVBE das Team von Ralf Koch in eigener Halle mit 28:22 (17:13) Toren bezwang.

Dabei merkte man den Kurstädtern die angespannte Personalsituation kaum an. Neben den Langzeitverletzten Hildesheim und Hens fiel auch noch Alexander Ulges kurzfristig aus. "Dann müssen wohl andere einspringen", dürfte sich Michael Krenzer gedacht haben und markierte in den ersten sieben Spielminuten kurzerhand fünf Treffer. Der Top-Torjäger des TVBE schuf sich auf links seine Freiräume und präsentierte sich sowohl aus dem Spiel heraus als auch vom Siebenmeterpunkt abgebrüht. So entschied Krenzer das Duell gegen Mülheims Treffsichersten, Sascha Zerwas, letztlich mit 12:7 für sich.

Das variable Offensivspiel der Kurstädter hielt die HSG stets auf überschaubarer Distanz: War Krenzer kurzzeitig abgemeldet, vollstreckten wahlweise Adrian Ulges von Rechtsaußen oder der wuchtige Andreas Klute, der sich ein ums andere Mal unnachahmlich durch die gegnerische Abwehrreihe tankte. Ab und an gönnten sich die Hausherren jedoch eine Verschnaufpause, so dass sie nicht entscheidend davonzogen. "Der Akku ist einfach leer", zeigten Thomas Schmidt und Klaus Ohnhäuser unisono Verständnis.

"Eigentlich", so Schmidt, "eigentlich kann man keinen aus der Mannschaft herausheben." Getan hat er dies aber doch, weil sich drei Spieler besonders aufdrängten. Neben den besagten Krenzer und Ulges lobte er auch Christian Adler, der zur zweiten Hälfte für den keineswegs schlechten Carsten Noll den Kasten glänzend hütete. "Den Wechsel", so stellte Schmidt klar, "den haben die beiden unter sich vereinbart."

Nur rund zehn Minuten vor Spielende witterte die kampfstarke HSG nochmals Morgenluft. "Da sah es nicht schlecht aus, aber durch technische Fehler haben wir diese Chance verpasst", sagte HSG- Coach Ralf Koch, den ebenfalls Personalnöte plagten. Andreas Klute und Adrian Ulges bauten nach dem zwischenzeitlichen 24:21 die Führung aber in nur 30 Sekunden wieder auf 26:21 aus. "Der Sieg für Bad Ems", so stellte Koch ohne Umschweife fest, "geht völlig in Ordnung." Sven Stadtmüller
TV Bad Ems:

Noll, Adler - Driesch (1), Lohmann (1), Bargmann (2), Ulges (5), Krenzer (12/7), Wallroth, Bahr (1), Pesek (1), Klute (5).
HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim II: Wagner, Perne, Israel (1), Frye (2), Dominik Moos (1), Hahn (3), Zerwas (7/4), Baulig (5), Lohner (1), Alexander Moos (2), Flöck.
Schiedsrichter: Nemeth/Tierbach (Bad Neuenahr/Neuwied)
Zuschauer: 200.
(RLZ vom 29.11.2004)

 

Schnelle Antwort

TVBE unterlag 30:34

BAD EMS. Das war eine äußerst spannende Angelegenheit bis in die Schlussphase, doch letztlich wurde der TV Bad Ems II in der Verbandsliga Ost beim 30:34 (14:14) gegen den Vorjahres-Dritten TuS Westerburg unter Wert geschlagen. Dabei hatten die Kurstädter einen tollen Start hingelegt, führten nach einer bis dahin nahezu fehlerfreien Vorstellung mit 9:5, ehe die Westerwälder wieder herankamen. So wechselte die Führung hin und her, zwischenzeitlich war der TuS auf drei Treffer davongezogen, ehe der TVBE beim 20:20 erstmals wieder ausgeglichen hatte. Doch in den letzten Minuten der Partie hatten die Westerburger nach Gegentoren mit der schnellen Mitte immer wieder postwendend die richtige Antwort parat. Zudem war ihr Kreisläufer Lenze nicht zu halten. Er trug sich stattliche 15 Mal in die Schützenliste ein. "Da haben wir in der Abwehr nicht gut gestanden und ließen extrem schnelle Tore zu. Das Spiel hätte genauso gut auch andersrum ausgehen können", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. (stn)
TV Bad Ems II: Funda, Kleinschmidt - Krausbeck, Oeser (3), Furtak (2), Schäfer (4/1), Balmert (4), Helbach (5), Schneider (1), Rüge (5/1), Zöller (6), Wallroth.
(RLZ vom 29.11.2004)

 

Guter Angriff, aber schwache Abwehr

Bannberscheid/Bad Ems unterlag Nieder-Olm

WIRGES. Die Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems mussten sich dem Tabellenvorletzten der Regionalliga Südwest, dem TV Nieder-Olm, in eigener Halle mit 34:35 (19:19) geschlagen geben.

An der Niederlage konnte auch der 26. Geburtstag von HSG-Spielerin Tatjana Maklezow nichts ändern. Die Frauen um das Trainerduo Hanjo Neeb/Volker Sonntag konnten zu Spielbeginn gut mit ihrer Favoritenrolle umgehen und lagen bis zur 21. Minute in Führung. Doch die Gäste aus Nieder-Olm glichen zum 15:15 aus und gingen kurze Zeit später gar in Führung (17:16).

Neeb hatte denn auch in der Pause zurecht etwas zu bemängeln. "Die Abwehr stand ganz schlecht, dafür war der Angriff gut. Doch wenn ein Teil schlecht ist und der andere Teil dafür gut, dann kann man eben nicht gewinnen", so HSG-Trainer Neeb. Auch in Abschnitt zwei konnten die Westerwälderinnen die Worte ihrer Trainer nicht umsetzen, auch wenn das Spiel dadurch nicht an Spannung verlor. Ein ständiger Führungswechsel und viele Zeitstrafen ließen die Emotionen hochkochen. "Ihr müsst arbeiten, aber ihr dürft nicht zu hart reingehen." Ein letzter Tipp von Neeb bei einer Auszeit zehn Minuten vor Schluss. Aber das Glück spielte nicht mit der HSG Bannberscheid/Bad Ems. Drei Minuten vor Schluss kassierte Petra Stahl nach wiederholtem Foulspiel beim Stande von 34:34 die Rote Karte. Gleichzeitig gab es einen Siebenmeter für den TV - und Tanja Caliari ergriff die Chance. 34:35 und noch 17 Sekunden zu spielen. Das Trainerduo nahm wiederum eine Auszeit und setzte alles auf eine Karte: Torfrau Anja Kessler wurde ausgewechselt, um wenigstens noch ein Unentschieden herbeizuführen. Doch der Gabentisch blieb leer. Nicole Kron
HSG Bannberscheid/Bad Ems:
Balmert, Kessler - Maklezow (2), Zimmermann (4), Grohs (2), N. Oster (2), Mohr (6/5), J. Oster (9), Stahl (6/3), Schäfer (3).
(RLZ vom 29.11.2004)

 

Die neue Taktik trägt erste Früchte

Oberliga: HSG-Reserve feierte zweiten Sieg

BAD EMS. Sie hatten sich viel vorgenommen, zeigten großes Engagement und wurden diesmal auch belohnt: Mit dem 22:19 (13:9) gegen die HSG Mülheim- Kärlich/Bassenheim feierte die Reserve der HSG Bannberscheid/Bad Ems ihren zweiten Sieg in der Handball-Oberliga der Frauen und darf nun hoffen, doch noch mit Anschluss ans Mittelfeld zu überwintern.

"Die Mädels waren nach den guten Eindrücken vom Training selbstbewusst und haben gesagt: Wir gewinnen", berichtete Thomas Schmidt, Trainer der HSG Bannberscheid/Bad Ems II, nach dem "Nerven aufreibendsten Spiel, das ich je mitgemacht habe". Und Schmidts Frauen ließen den starken Worten ebensolche Taten folgen. Nach ausgeglichenem Beginn gegen die läuferisch starken Gäste ließ die HSG-Reserve den Ball immer sicherer durch die eigenen Reihen wandern. Am Kreis machte Spielertrainerin Bianca Schmidt-Engels einen sehr guten Job, war stets anspielbereit und verwandelte eiskalt. "Meine Frau hat in der ersten Hälfte wirklich sehr gut gespielt", gab's auch vom Ehemann Worte des Lobes. "Die taktische Umstellung, die wir vor drei Wochen vorgenommen haben, fruchtet jetzt", freute sich Schmidt. Er hatte seine Gattin für Carolin Mäncher an den Kreis beordert. Mäncher selbst blüht seitdem im linken Rückraum auf, gegen Mülheim-Kärlich traf sie sieben Mal und war somit beste Werferin ihres Teams.

Trotz dieser positiven Entwicklungen beim Aufsteiger wurde es am Ende spannend. "Es hat sich einfach bemerkbar gemacht, dass die Kräfte fehlten und wir nicht mehr wechseln konnten", sagte Schmidt, der schon nach einer Minute den ersten Dämpfer zu verdauen hatte. Kirsten Leukel zog sich eine Platzwunde zu und musste fortan passen, wodurch die grippegeschwächte Eva Eichmann durchspielen musste. Wie sie bissen alle anderen HSG II- Handballerinnen auf die Zähne und brachten den dünnen Vorsprung - auch dank einer überragenden Sabrina Dreger im Tor - über die Zeit. Marco Rosbach
HSG II:
Dreger, Reichwein - Haberstock (1), Hildesheim, Gorn, Theobald (3), Schmidt-Engels (6/1), Mädrich (1), Eichmann (4), Leukel, Klima, Mäncher (7/4).
(RLZ vom 29.11.2004)

 

Mit Tempo zu deutlichen Siegen

Jugendhandball: B- und C-Mädels der HSG Bad Ems/Bannberscheid stark

BAD EMS. Die Nachwuchshandballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid bleiben auf Erfolgskurs. Die B-Jugend setzte sich gegen die Sportfreunde Neustadt am Ende deutlich mit 22:4 durch, nachdem es zur Pause lediglich 6:3 geheißen hatte. Bis dahin standen die Mädchen zu lange in der Abwehr und vertändelten im Angriff viele Bälle. Die Trainerinnen müssen in der Kabine deutlich und richtige Worte gefunden haben, denn nach Wiederanwurf waren ihre Schützlinge kaum noch wiederzuerkennen. "Nach der Pause lief's wie am Schnürchen. Da war viel Tempo drin und wir haben ein ganz anderes Spiel als noch vor dem Wechsel gemacht", lobte Trainerin Esther Mohr. Die Trefferausbeute teilten sich Miriam Ulbrich (9), Marei Lobs (5/1), Anna Mungenast (5), Tina Strack (2/1) und Anastasia Pauls.

Mit 27:15 (16:7) setzte sich die C-Jugend der HSG gegen den TuS Weibern durch. Nach anfänglichen Problemen (7:6) zogen die Kombinierten das Tempo merklich an und war in der Folge vom Bundesliga- Nachwuchs auch nicht mehr zu halten. Die Zwillinge Patricia (10/1) und Jacqueline Kessel (9) trafen nach Belieben, zudem trugen sich Katharina Heinz (5), Julia Weinberg (2) und Sarah Rheinbay in die üppige Schützenliste ein. Sina Seel feierte im HSG-Tor ein ordentliches Debüt. Nächste Woche geht's zum Top-Spiel zur HSG Mülheim. Da kommt's dann auch zum Duell der Trainerinnen Esther Mohr und Nathalie Oster, die zusammen im Regionalliga- Team stehen. (stn)
(RLZ vom 30.11.2004)

 

 

Spieltag 20./21.11.2004

 

So macht's wirklich keinen Spaß

Handball-Oberliga: TV Bad Ems landete gegen Schlusslicht SK Prüm beim 29:16 im Schongang den erwarteten klaren Sieg

Die Oberliga-Handballer des TV Bad Ems erledigten glanzlos ihre Pflichtaufgabe gegen den punktlosen Tabellenletzten SK Prüm.

BAD EMS. Zwar landeten die Oberliga-Handballer des TV Bad Ems mit dem 29:16 (13:9) gegen den SK Prüm einen deutlichen Sieg, doch zufriedene Gesichter gab's deshalb nicht. "So macht's keinen Spaß", ließ TVBE-Coach Thomas Schmidt Dampf ab, und sein Kollege Klaus Ohnhäuser kommentierte das Reichen eines kühlen Bieres lakonisch: "Das war das Beste des gesamten Spiels."

Den knapp 150 Zuschauern wurde in der Silberauhalle eine Partie der nicht ganz alltäglichen Art geboten. Die Gäste aus der Schnee-Eifel, die nur in punkto Trommler auf der Tribüne einigermaßen mithalten konnten, ließen nämlich in jeglicher Hinsicht Oberliga- Format vermissen. Nur ihr Torwart Andreas Geist sorgte mit seinen Paraden dafür, dass das Ergebnis noch einigermaßen im Rahmen blieb. "Macht mir den Hampelmann nicht stark", hatte Schmidt von seinen Schützen gefordert, die eher lässig an die Würfe heran gingen als dass der SKP- Schlussmann ein außerordentlicher Meister seines Fachs gewesen wäre.

Zwei Punkte aber ließ das Trainer-Duo erzürnen:

1 Die mangelnde Souveränität ihrer Sieben, die im Schongang gegen den schwachen Gegner ihr Pensum abspulte, anstatt mit viel mehr Tempo die Prümer in ärgste Schwierigkeiten zu bringen. "Wir haben die Gelegenheit verpasst, ein attraktives Spiel zu liefern."

2 Die Härte des punktlosen Schlusslichts: "Die haben nichts drauf und wollen mit Alte-Herren-Tricks etwas werden. Das war ganz arm. Die Schiedsrichter haben zudem viele Mitleids-Entscheidungen gefällt. Dabei waren wegen Greifens in den Wurfarm mindestens zwei rote Karten gegen Prüm fällig", beklagte Schmidt die ruppige Gangart.

Dabei hatten er und Ohnhäuser vorher noch eindringlich gewarnt, die Pflichtaufgabe gegen die Prümer, die zur Oberliga gekommen sein müssen wie die Jungfrau zum Kinde, mit tadelloser Einstellung anzugehen. Doch es nutzte nichts. Denn wenn man sich in der vierthöchsten Spielklasse mehr Schwergewichten als drahtigen Spielern gegenüber steht, ist klar, dass die Partie auch mit Halbgas deutlich gewonnen wird und die Konzentration zu wünschen übrig lässt. "Da kann man vorher noch so viel predigen", so Ohnhäuser, der sich trotzdem mehr Dominanz seiner Schützlinge gewünscht hatte. Und Schmidt ergänzte: "Auch gegen einen solchen Gegner kann man ein Stück weiterkommen, was gegen stärkere Konkurrenz unbedingt nötig ist." Stefan Nink
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch (2), Alexander Ulges (2), Lohmann (3), Bargmann (1), Adrian Ulges (4), Krenzer (10/6), Pesek (2), Klute (5).
(RLZ vom 22.11.2004)

 

Bei doppelter Überzahl gepennt

Verbandsliga Ost: TV Bad Ems II unterlag 23:28 bei der HSG Römerwall II

RHEINBROHL. Von wegen Morgenstund' hat Gold im Mund: Mit 23:28 (13:18) mussten sich die Verbandsliga- Handballer des TV Bad Ems II bei der zweiten Welle des Regionalligisten HSG Römerwall geschlagen geben. Dabei begann's nach Wunsch für die Reserve von der Insel Silberau, denn sie lag mit 9:6 vorne und durfte knappe zwei Minuten in zweifacher Überzahl agieren. Doch es geschah das Unerklärliche: Während der TVBE in dieser Phase gänzlich leer ausging, glückten den Römerwallern satte drei Tore. Während die Schützlinge von Trainerin Martina Noll daran mächtig zu knabbern hatten, legten die Gastgeber weitere fünf Treffer nach und sorgten so früh für die Vorentscheidung.

"Das war der Knick, von dem wir uns nicht mehr erholten", berichtete TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Außerdem wirkte sich aus, dass der eine oder andere Bad Emser nicht ganz gesund in die Partie gegangen war und die Rückraumspieler zu wenig Akzente setzen konnten. So gab's keine Chancen auf eine Wende. (stn)
TV Bad Ems II: Funda, Kleinschmidt - Oeser (1), Balmert (1), Krausbeck (3), Schneider (9), Helbach (4), Furtak (1), Schäfer (2), Zöller, Wolf (2).
(RLZ vom 22.11.2004)

 

Am Ende schön platt

Landesliga: Moselweiß II - TV Bad Ems III 32:23

MOSELWEISS. Zwei grundverschiedene Halbzeiten boten die Landesliga-Handballer des TV Bad Ems III, die nach 30 Minuten beim TV Moselweiß II knapp mit 15:14 die Nase vorne, am Ende aber noch deutlich mit 23:32 den Kürzeren gezogen hatten. Bei den Gästen fehlten einige Rückraumspieler, so dass diejenigen, die auf dem Feld standen, durchspielen mussten und am Ende ganz schön platt waren. Zudem wurden viele Chancen von den Außenpositionen vergeben. "Die Moselweißer waren uns in der Schlussphase konditionell überlegen. Mit kompletter Mannschaft wäre es für uns jedoch sicher anders gelaufen", so TVBE-Macher Klaus Ohnhäuser. (stn)
TV Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz (3), B. Pammer (1), M. Sauerwein (10/5), Schaarschmidt (1), C. Pammer (1), Schreiber (3), Minor (3), Scheffler (1), R. Sauerwein.
(RLZ vom 22.11.2004)

 

HSG chancenlos gegen Lützellinden

Handball: HSG Bannberscheid/B. Ems 28:39

GIESSEN. "40 starke Minuten, dann kam der Einbruch", bilanzierte Volker Sonntag, Trainer der Handball-Frauen der HSG Bannberscheid/Bad Ems, nach der 28:39 (15:18)-Niederlage beim Ex-Bundesligisten TV Lützellinden, der damit einen Spitzenplatz in der Regionalliga festigte.

In der ersten Halbzeit konnten die Gäste aus dem Westerwald die Partie weitestgehend ausgeglichen gestalten. Zwar lag die HSG immer hinten, der Toreabstand betrug jedoch maximal drei Treffer. "Dennoch hatte ich eigentlich nie das Gefühl, dass wir dieses Spiel wirklich noch einmal drehen könnten", so Sonntag. Ein schon von der Papierform her fast unmögliches Unterfangen, schließlich stehen noch immer ehemalige Nationalspielerinnen im Aufgebot des TV, der zudem unter der Woche mit Marina Budecevic eine Spielerinn aus Österreichs erster Liga verpflichtete. "So eine Spielerin kann man nicht stoppen. Die wurde vor vier Tagen verpflichtet und macht mal eben 15 Tore gegen uns", so das Trainerduo.

Nach 40 Spielminuten mussten die Kombinierten die Gastgeber dann auch ziehen lassen. Hatte es zu diesem Zeitpunkt noch 23:25 aus Sicht der Gäste gestanden, so lag man sechs Minuten später bereits mit 23:32 zurück.

"Wir wollten keine 40 Tore kassieren. Das ist uns gelungen", so Sonntag, der ergänzt: "Ich wüsste nicht, wer dieses Team schlagen soll." (tn)
HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler - Maklezow (1), Zimmermann, N. Oster (1), Görg, Grohs, Mohr (7/6), J. Oster (8), Stahl (5), Schäfer (6).
(RLZ vom 22.11.2004)

 

Kessel-Zwillinge in sehr guter Torlaune

Jugendhandball: Erfolgreiche HSG-Mädchen

BAD EMS/WIRGES. Zwei deutliche Auswärtssiege feierte der weibliche Handball- Nachwuchs der HSG Bad Ems/Bannberscheid.

Die B-Mädchen kamen beim TV Arzheim zu einem 17:11 (8:4)-Sieg und imponierten vor allem durch Teamgeist und Kampfkraft. Trotzdem konnte das Trainerduo Jessica Oster/Esther Mohr - vor allem mit der Schiedsrichter-Leistung - nicht ganz zufrieden sein. In erster Linie deshalb, weil gleich fünf Strafwürfe ungenutzt blieben und die Arzheimer nach der Pause auf zwei Tore herankamen.
HSG: Sabrina Rösler, Ramona Großstück - Miriam Ulbrich (3), Marei Lops (4/1), Sophie Heuchemer (2), Christina Keil (2), Tina Strack (5/3), Anna Mungenast (1), Jenny Klima, Ann-Kathrin Schüler.

Die C-Girls landeten bei der HSV Rhein-Nette einen 28:18 (13:8)-Erfolg, bei dem sich vor allem die Kessel-Zwillinge als sehr treffsicher erwiesen. Sylvia Sonntag im HSG-Tor verdiente sich mit drei parierten Siebenmetern und mehreren tollen Paraden ebenfalls die Bestnote. Dabei hielten die in der Abwehr zuweilen sehr hart zupackenden Rheinländerinnen zunächst prächtig mit (6:6), doch dann kam das HSG-Spiel auf Touren.
HSG: Sylvia Sonntag - Jacqueline Kessel (9), Julia Weinberg (3), Katharina Heinz (4), Alexandra Weisbrod, Sarah Rheinbay, Vanessa Sonntag, Patricia Kessel (12), Jill Dokulil, Leona Rosenthal.
(RLZ vom 23.11.2004)

 

 

Spieltag 13./14.11.2004

 

Mit "Ohnis" Taktik zum Kantersieg

Handball-Oberliga: TV Bad Ems fegte die DJK MIC Trier mit 41:28 aus der Silberau-Halle - Völlig unbeeindruckt von der Härte

"Wir woll'n die 40 sehen", skandierte der begeisterte Bad Emser Anhang knapp zwei Minuten vor dem Abpfiff der Oberliga-Partie gegen Trier. Joachim Bahr erfüllte ihnen diesen Wunsch. Und Yvo Pesek setzte sogar noch einen drauf.

BAD EMS. Das muss Balsam für die geschundenen Seelen gewesen sein. Bereits Mitte der zweiten Halbzeit gab's lachende Gesichter auf der Bad Emser Bank, Trainer Thomas Schmidt konnte mit verschränkten Armen auf seinem Stuhl dem Wirbel seiner Schützlinge ganz locker zuschauen. Mit 41:28 (20:13) fegte der TV Bad Ems in der Handball-Oberliga die DJK MIC Trier vom Feld.
Die Kurstädter demonstrierten einmal mehr ihre beeindruckende Heimstärke, immer wieder angetrieben vom fantastischen Publikum. "Die Jungs wollen einfach das Jaaaaa aus 200 Kehlen hören und gehen ohne Kompromisse durch", lobte Schmidt die tolle Atmosphäre auf der Insel Silberau.
Es fehlte zwar der komplette erste Rückraum, doch mit unbändiger Kondition und nimmermüdem Laufspiel wurde der Gast, der "läuferisch Welten hinter uns herhinkt" (O-Ton Schmidt) in die Schranken gewiesen. Keeper Christian Adler, der meist nur durch Schläge ins Gesicht zu bremsende Alexander Ulges und der nervenstarke Michael Krenzer - das waren die Matchwinner in der geschlossenen Bad Emser Sieben. Schmidt: "Wir haben genügend Leute, die stark genug sind, um diese gravierenden Ausfälle zu ersetzen. Engagiert waren wir wie in dieser Saison zuvor noch nicht."

Und selbst die rustikale Spielweise der Moselaner konnte dem bärenstarken TVBE nichts anhaben. "Selbst davon haben wir uns heute nicht beirren lassen", freute sich der heißblütige Übungsleiter, dass seine Jungs die teilweise unfaire Gangart der Trierer mit Gegentreffern konsequent bestraften. Doch nicht nur die Mannschaft, sondern auch der kongeniale Partner Klaus Ohnhäuser bekam Lob ab. "Wir waren unterschiedlicher Meinung über die Taktik und haben Ohnis Taktik gespielt", war Schmidt froh, auf den "alten Hasen" gehört zu haben. Und wie sahen die Differenzen aus? "Das bleibt unter uns und geht die Öffentlichkeit nichts an", feixte Schmidt. Stefan Nink
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch (3), Alexander Ulges (7), Lohmann (2), Adrian Ulges (1), Krenzer (14/6), Bahr (6), Pesek (5), Klute (3).
Schiedsrichter: Trarbach/Schmidt (Kirchberg).
Zuschauer: 200.
(RLZ vom 15.11.2004)

 

Valeriy Schneider avancierte zum Mann des Tages

BAD EMS. Der TV Bad Ems ist in der Handball-Verbandsliga Ost wieder im "grünen Bereich". Nach zwei Niederlagen am vorangegangenen Wochenende feierte das Team von Trainerin Martina Noll gegen den TuS Kaisersesch einen deutlichen 31:24 (11:8)- Erfolg. Der Heimsieg war nie gefährdet. Früh hatte sich die zweite Welle von der Insel Silberau einen Vier-Tore-Vorsprung herausgeworfen, den sie nicht mehr abgab und am Ende sogar noch ausbaute. Nach der Pause schlugen die Bad Emser endlich mehr Kapital aus den 1:1-Situationen. Stützen konnten sich die Gastgeber auf ihre sichere Deckung, die nicht viel zuließ. Zum Mann des Tages avancierte Valeriy Schneider, der nicht nur wegen seiner acht Treffer hervorstach. "Alles in allem ein überzeugender Sieg unserer Mannschaft", lobte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. (stn)
TV Bad Ems II: Funda, Schmidt - Wallroth (4), Krausbeck (1), Schneider (8), Oeser (5), Furtak, Schäfer (2), Balmert (4), Rüge, Helbach (6/2), Zöller (1).
(RLZ vom 15.11.2004)

 

Selbstbewusst zum ersten Heimsieg

Handball Regionalliga: HSG Bannberscheid/Bad Ems bezwang den TV Idstein mit 29:26 (12:8)

WIRGES. Hanjo Neeb fragte ganz verdutzt nach: "War das unser erster Heimsieg?" Der Trainer der Regionalliga-Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems konnte es kaum glauben, aber der 29:26-Erfolg über den TV Idstein war tatsächlich der erste doppelte Punktgewinn vor eigenem Publikum in dieser Saison.
Das Geheimnis des Erfolges hatte der Coach auch gleich parat. "Durch die letzten Spiele haben wir mehr Selbstvertrauen." Das hat sich sein Team auswärts mit drei Siegen geholt und nun auch in eigener Halle demonstriert. Dank starker Deckung kam Idstein kaum zum Torwurf. Im Angriff spielte die HSG variabel und führte schnell 8:3. Die Gäste wirkten ungefährlich, und als Bannberscheid/Bad Ems per Zwischenspurt zu Beginn der zweiten Hälfte auf 18:11 durch den sechsten Treffer der starken Chris Zimmermann davonzog, schien die Partie entschieden.

Nach 50 Minuten war der Vorsprung aber auf 21:18 geschrumpft. Idsteins Rückraum traf, und die Vereidigung wurde kompakter. "Das Selbstvertauen hilft, auch knappe Situationen zu überstehen." Hanjo Neeb wusste, warum das Spiel nicht kippte und seine Mannschaft einen Heimsieg bejubeln durfte. Jessica Oster und Tanja Schäfer trugen dabei einen großen Anteil zum Erfolg bei. Stefan Freisberg
HSG Bannberscheid/Bad Ems:
Balmert, Kessler - Maklezow, Zimmermann (7), N. Oster (1), Grohs (1), Mohr (3/1), J. Oster (8/2), Stahl (4), Schäfer (3), Görg (2).
(RLZ vom 15.11.2004)

 

Jetzt fehlt nur noch Konstanz

Frauen-Oberliga: HSG Bad Ems/Bannberscheid II unterlag Engers 22:26

BAD EMS. Im siebten Oberliga-Spiel setzte es für die Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid II beim 22:26 (12:13) gegen den TV Engers zwar die bereits sechste Niederlage, doch das gastgebende Team, das im Vorjahr für die Bezirksliga mehrere Nummern zu groß war, kommt langsam in der höheren Spielklasse an.
Spielertrainerin Bianca Schmidt-Engels, die gemeinsam mit ihrem Gemahl Thomas die Mädels unter ihren Fittichen hat, sah's hinterher positiv. "Ich bin sehr zufrieden mit dem Spiel", konnte sie ihrer Mannschaft nach der Partie keine großen Vorwürfe machen. Im Gegenteil. Die so gefürchteten Tempogegenstöße der Engerserinnen, vor denen Schmidt-Engels - "die warten nur auf die Fehler und bauen auf den schnellen Gegenangriff" - eindringlich gewarnt hatte, kamen nicht so recht ins Rollen. Vom Bumerang-Effekt nach vergebenen Chancen war kaum etwas zu sehen.

Lange Zeit stand die Partie auf des Messers Schneide. 18:16 und 19:17 führte die HSG-Reserve eine gute Viertelstunde vor dem Spielende. "Wir sind mit großer Geduld zu unseren Chancen gekommen", lobte Bianca Schmidt- Engels. Doch nach dem 19:19 des TVE wurden ihre jungen Mitspielerinnen hektisch. "Wir konnten zwar das Niveau nicht konstant durchziehen und haben Nerven gezeigt, doch auf dieser Leistung können wir aufbauen." Stefan Nink
HSG Bad Ems/Bannberscheid II:
Dreger, Reichwein - Simmer (3), Eichmann (3), Schmidt-Engels (4), Klima (1), Mäncher (5/3), Mädrich (1), Hehl (1), Hildesheim (3), Haberstock (1), Gorn.
(RLZ vom 15.11.2004)

 

C-Mädels bezwangen Hamm 20:17

Im ersten Spiel der Runde der stärksten Teams der Verbandsliga Ost kamen die C-Jugend-Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid gegen den VfL Hamm zu einem 20:17 (10:9)-Erfolg. "Es war immer knapp. Die Mädels haben toll gekämpft", berichtete Esther Mohr, die sich zusammen mit Elli Haberstock um die Talente kümmert.

HSG: Sylvia Sonntag - Jacqueline Kessel (4), Julia Weinberg (1), Katharina Heinz (5/1), Alexandra Weisbrod, Sarah Rheinbay, Vanessa Sonntag, Patricia Kessel (10/4), Jill Dokulil, Leona Rosenthal.
(RLZ vom 15.11.2004)

 

 

Spieltag 06./07.11.2004

 

Hektik kostete den Sieg

Handball-Oberliga: TV Bad Ems musste sich mit Remis begnügen

IRMENACH. Das Fazit nach dem 23:23 (11:13) bei der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch war ernüchternd. "Hier war mehr drin", fasste Klaus Ohnhäuser, Trainer des Handball-Oberligisten TV Bad Ems, das Auswärtsspiel der Kurstädter prägnant zusammen.

Zunächst sah es im Hunsrück gut aus für die Silberau- Handballer, schon nach drei Minuten hatten sie drei Tore vorgelegt, während die gastgebende Regionalliga-Reserve ohne Erfolg blieb. Doch das Blatt wendete sich schnell, nach 20 Minuten war Irmenach wieder dran (8:8). Trotzdem hätten die Gäste mit einem Polster in die Kabine gehen können. Zwei Minuten vor der Pause lag Bad Ems mit vier Toren vorne, zwei technische Fehler wurden aber bestraft. "In Unterzahlsituationen haben wir in dieser Phase viel zu hektisch gespielt", bemängelte Klaus Ohnhäuser.

Im zweiten Durchgang ein ähnliches Bild: Wieder legte Bad Ems eine Vier-Tore- Führung vor (19:15), und wieder konterte Irmenach mit Erfolg. In der Schlussphase wurde es dann richtig spannend. Mit drei Treffern in Folge machten die Gäste aus einem 20:22 ein 23:22, kassierten aber wieder den Ausgleich. Beim letzten Angriff vergaben Michael Sauerwein und Yvo Pesek die Chance, doch noch als Sieger vom Feld zu gehen. (ros)
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Krenzer (7/3), Pesek (3), Klute (2), Lohmann, Al. Ulges (6), Ad. Ulges (1), Driesch (3), Sauerwein (1).
Schiedsrichter: Nemeth/Tierbach (Bad Neuenahr/Engers).
Zuschauer: 160.
(RLZ vom 08.11.2004)

 

Zwei Pleiten für die Emser Reserve

So hatten sich die Verbandsliga-Handballer des TV Bad Ems II ihren doppelten Einsatz freilich nicht vorgestellt: Nach insgesamt 120 Minuten Spielzeit standen sie trotz weitgehend ordentlicher Leistungen mit leeren Hände da.

 TV Vallendar II - TV Bad Ems II 26:25 (11:10). Martina Noll, Trainerin der Emser Reserve, konnte es auch einen Tag später noch nicht fassen: "30 Sekunden vor dem Ende haben wir noch geführt, und dann kassieren wir vier Sekunden vor Schluss auch noch den 26. Gegentreffer und verlieren." Obwohl die Gäste - wie auch das Oberliga-Team von der Silberau - personelle Sorgen und schwere Beine von der Partie in Mendig am Vortag hatten, gestalteten sie das Spiel offen. Gerade die "jungen Kerle" (Noll) wie Robert Furtak wussten zu überzeugen. 
TVBE II:
Funda, Kleinschmidt - Wallroth, Krausbeck, Schneider, Oeser, Furtak, Balmert, Rüge, Secker.

 GW Mendig - TV Bad Ems II 31:28. "Bis zur 45. Minute hatten wir das Spiel im Griff", sagte TVBE-Trainerin Martina Noll. Aber dann... Die Silberau-Reserve war plötzlich völlig von der Rolle und gab den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand. "Mein Mann hat's auf den Punkt gebracht", so Noll. "Das war Zickenterror." Die Gäste konzentrierten sich zu sehr aufs Diskutieren untereinander und mit dem Schiedsrichter, was die Grün-Weißen eiskalt bestraften, um einen letztlich sicheren Sieg zu feiern. 
TVBE II:
Funda, Kleinschmidt - Wallroth, Krausbeck, Schneider, Oeser, Furtak, Balmert, Helbach, Wolf. (ros)
(RLZ vom 09.11.2004)

 

Lange sehr gut mitgehalten

URMITZ. Marten Schaarschmidt war bei der 18:25 (8:9)-Niederlage des TV Bad Ems III beim SV Urmitz III der Mann des Tages, denn der etatmäßige Feldspieler gab im Gehäuse der Gäste eine starke Figur ab. Bis zum 19:17 war die Partie mit den SVU-Routiniers sogar ausgeglichen gelaufen, ehe der TVBE noch entscheidend ins Hintertreffen geriet... (stn)

Bad Ems III: Schaarschmidt - Heinz, Schreiber (3), Secker (3), Wohkittel, B. Pammer (1), Schrabback (2), C. Pammer, M. Sauerwein (8/5), R. Sauerwein, Scheffler (1).
(RLZ vom 08.11.2004)

 

Der Fehlstart ist ausgemerzt

Handball-Regionalliga: HSG gewann 32:25 - Hohl sammelte Erfahrungen

ORTENBERG. Ein souveräner 32:25 (15:12)-Erfolg beim TV Ortenberg bescherte den Handballerinnen des Regionalligisten HSG Bannberscheid/Bad Ems ein ausgeglichenes Punktekonto.

Im ersten Vergleich beider Mannschaften legten die Gäste jedoch nach 15 Minuten einen Zahn zu und zogen über 7:7 innerhalb von acht Minuten auf 12:8 davon. Herausragende HSG-Akteure in dieser Phase waren Tanja Schäfer, die vier Tempogegenstöße versenkte, und Chris Zimmermann, die bis zur Pause drei Tore vom Kreis erzielte. Gleich nach Wiederanwurf erwischten die Kombinierten aus dem Westerwald und von der Lahn ihre schwächste Phase der Partie. Doch Ortenberg konnte kein Kapital aus dem Durchhänger schlagen, die Gäste nahmen ihrerseits nun wieder das Heft in die Hand. Besonders der starke Auftritt von Jessica Oster und Petra Stahl überzeugte. Das Duo sorgte binnen zehn Minuten mit zehn Treffern für die Vorentscheidung. "Der Sieg war nach dieser starken Phase nicht mehr gefährdet. Wir haben sogar noch einige 100-prozentige Chancen vergeben. Es hätte also durchaus noch deutlicher ausfallen können." Ein Sonderlob der Trainer erhielt die A-Jugendliche Alina Hohl, die die für Beyeröhde abgestellte Anke Balmert vertrat. Hohl sammelte einige Minuten Regionalliga-Erfahrung und konnte sich in der Schlussphase mit zwei tollen Paraden in Szene setzten. (tn)
Bannberscheid:
Kessler, Hohl - Maklezow, Zimmermann (5), N. Oster (1), Grohs (1), Mohr (2/2), J. Oster (8), Stahl (9/1), Schäfer (6), Görg.
(RLZ vom 08.11.2004)

 

Ergebnis täuscht über den Spielverlauf

Handball-Oberliga: Bad Ems/Bannberscheid II beim 18:37 in Bad Marienberg unter Wert geschlagen

BAD MARIENBERG. Im ersten Moment konnte man Thomas Schmidts erstes Statement kaum glauben. "Es gab Spiele, da war ich unzufriedener", ließ der Coach der Oberliga- Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid nach der zahlenmäßig glatten 18:37 (8:17)-Niederlage beim Spitzenteam des TuS Bad Marienberg verlauten.

Doch der ehrgeizige Trainer ging sogleich ins Detail: "Wir hatten Chancen, um zwei Spiele zu gewinnen. Uns wurden nämlich gleich sieben einwandfreie Tore vom Kreis nicht anerkannt, dann scheiterten wir drei Mal von der Sieben-Meter-Linie und zu allem Überfluss schafften wir es mindestens sechs Mal nach Gegenstößen nicht, freistehend den Ball im Bad Marienberger Tor unterzubringen", analysierte Schmidt und führte weiter aus: "Das sind 15 glasklare Gelegenheiten, die wir nicht umgemünzt haben. Deshalb ist die hohe Niederlage entsprechend zu bewerten."

Zudem musste die zweite Welle des Regionalligisten nach zwei Dritteln der Partie verkraften, dass mit Maja Mädrich und Carolin Mäncher zeitgleich zwei ihrer Leistungsträgerinnen verletzt das Feld räumen mussten. "Besonders Carolin hatte gekämpft wie eine Löwin und ließ sich trotz des deutlichen Rückstandes nicht unterkriegen. Bis dahin hatten wir in der zweiten Halbzeit Spitzen- Handball gezeigt. Doch als beide rausmussten, schwammen unsere Felle endgültig davon. Das war einfach nicht zu kompensieren", haderte Schmidt einmal mehr mit dem unglaublichen Verletzungspech seiner jungen Frauen, das sich wie ein roter Faden durch diese Saison zieht.

Außerdem attestierte Schmidt seinen beiden Torsteherinnen Sabrina Dreger und Carina Reichwein eine schwache Vorstellung. "Ich habe hin und her gewechselt. Doch selbst das hat nichts gebracht", war gegen den "schwarzen Tag" nichts zu machen. Stefan Nink

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Dreger, Reichwein - Schmidt-Engels (2), Mäncher (5), Klima, Haberstock (3), Eichmann (2/1), Simmern (3), Hehl, Gorn (1), Mädrich (2).
(RLZ vom 08.11.2004)

 

 

Spieltag 30./31.10.2004

 

Sonderlob für "graue Maus" Ulges

Dank einer starken ersten Hälfte feierte der TV Bad Ems einen kaum gefährdeten Derbyerfolg über den TuS Bannberscheid

Zwar dümpeln der TV Bad Ems und der TuS Bannberscheid in der Handball-Oberliga im Mittelfeld der Tabelle herum. Das Aufeinandertreffen beider Teams garantiert aber immer reichlich Brisanz und ein volles Haus.

BAD EMS. Mit einem 29:24 (15:8)-Erfolg über den TuS Bannberscheid hat sich der TV Bad Ems für die Schmach in Kastellaun rehabilitiert und zog in der Tabelle somit an den Westerwäldern vorbei.

Dabei präsentierte sich die Mannschaft von Thomas Schmidt und Klaus Ohnhäuser von Beginn an hellwach, während der Gast keine Einstellung zum Gegner fand. So hieß es nach acht Minuten bereits 5:1 für den TVBE, der mit variablem Offensivspiel und einem extrem gut aufgelegten Carsten Noll im Tor aufwartete. Ob aus dem Rückraum mit Frank Lohmann, von außen in Person von Yvo Pesek oder eben vom Kreis mit Marcel Driesch - die Kurstädter ließen sich in Durchgang eins in der Vorwärtsbewegung nicht in die Karten schauen - profitierten aber auch von zum Teil haarsträubenden Abspielfehlern des TuS.

"Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel verloren", resümierte TuS-Spielertrainer Oliver Lepiors, der eingestand, dass die 5:1-Deckung nicht fruchtete. "Bad Ems hat 60 Minuten das gespielt, was sie können. Wir haben das nur 15 Minuten getan." Gegen den TVBE war an diesem Abend aber auch kaum ein Kraut gewachsen. Die wuseligen Ulges-Brüder waren kaum zu bändigen, besonders Adrian trieb mit unnachahmlichen Soli das Spiel der Kurstädter voran und bewies endlich auch Vollstrecker-Qualitäten. "Adrian war letzte Woche die graue Maus, und heute ist er marschiert wie in seinen besten Zeiten. Es war sein bestes Saisonspiel", lobte auch Thomas Schmidt.

Noch vor der Pause zog der Gastgeber das Tempo an - und fast uneinholbar mit 15:8 davon. Die von Lepiors angesprochenen starken 15 Minuten der Bannberscheider verteilten sich dann auf den zweiten Durchgang, wo sich der Gast auf vier Tore herankämpfte, den Sieg des TVBE aber nie ernsthaft gefährdete. Bester Werfer für die Gäste war der starke Andreas Kuhlmann, dem zehn Treffer glückten.

Zwar zeigte sich Thomas Schmidt mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden, kritisierte aber mangelnde Konstanz: "Bei 300 bis 400 Zuschauern läuft alles fast von alleine, aber man muss auch für 40 Fans, die nach Kastellaun mitreisen, gut spielen." An mangelnder Einstellung liegt dies seiner Meinung nach aber nicht: "Unser Handball wird eben mit sehr viel Emotionen gespielt, gerade wo uns taktisch die Hände gebunden sind." Sven Stadtmüller

TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (3), Alexander Ulges (2), Lohmann (3), Bargmann (7/6), Adrian Ulges (5), Bahr (3), Pesek (4), Klute (2).
TuS Bannberscheid: Klapthor, Kuczera - Gerlach, Lepiors (5/3), Ralf Hildesheim (3), Sven Kuhlmann, Piwek, Putzer, Neeb (3), Frank Hildesheim (1), Andreas Kuhlmann (10/3), Schneider (2).
Schiedsrichter: Krimm/Dörrschuck (Mainz).
Zuschauer: 280.
(RLZ vom 02.11.2004)

 

 

Spieltag 23./24.10.2004

 

"Gummiflutsche" traf keine Schuld

Handball-Oberliga: TV Bad Ems ging bei der HSG Kastellaun/Simmern mit 13:20 baden - Nur die Abwehrleistung stimmte

"Wenn Christian Adler im Tor nicht so gut pariert hätte, wären wir richtig verpackt worden", sagte Thomas Schmidt, Trainer des Handball-Oberligisten TV Bad Ems, nach der 13:20-Pleite bei der HSG Kastellaun/Simmern. Während die Abwehrleistung in Ordnung war, bot der Dritte der Vorsaison im Angriff eine katastrophale Leistung.

SIMMERN. Während die HSG Kastellaun/Simmern durch den 20:13-Erfolg gegen den TV Bad Ems den Rutsch in den Tabellenkeller verhindert hat, treten die Handballer von der Lahn in der Handball- Oberliga auf der Stelle.

Um das Selbstvertrauen und die Einstellung war es bei der HSG in den vergangenen Wochen nicht so gut bestellt. Trainer Daniel Fellenzer hatten gar den Eindruck, dass Punkte verschenkt wurden. Allerdings sieht die Hunsrücker Handball-Welt nach dem verdienten Sieg gegen katastrophal schlechte Gäste aus Bad Ems wieder freundlicher aus. HSG-Kreisläufer Sebastian Klein sah einen deutlichen Unterschied: "Endlich hat wieder eine Mannschaft auf dem Feld gestanden. Das war in Weibern nicht der Fall." Ähnlich sah es Torhüter Thorsten Bach, der in den ersten 55 Minuten nur zehn Gegentore hinnehmen musste: "Die Abwehr hat sehr gut gestanden."

Bach profitierte von der engagierten Abwehrleistung seiner Vorderleute, die zahlreiche Würfe entschärften. Immer wieder war eine Hunsrücker Abwehr-Hand früher am Ball und zerstörte das Bad Emser Offensivspiel. Gäste-Coach Thomas Schmidt haute seine Mannschaft aber nicht in die Pfanne: "Von 38 Toren gegen Saarburg auf 13 Tore gegen Kastellaun/Simmern - mehr brauche ich nicht zu sagen." Tat er dann aber doch: "Das war die schlechteste Angriffsleistung, die ich je bei einer von mir trainierten Mannschaft gesehen habe." In Zahlen ausgedrückt hieß das: 24 Fehlwürfe und 14 technische Fehler sorgten für die desaströse Wurfquote von 25 Prozent.

Offensichtliche Probleme hatte der TV Bad Ems mit dem Spielgerät. "Das war kein Handball, sondern eine Gummiflutsche. Wir haben den Ball einfach nicht unter Kontrolle bringen können", sagte Schmidt, wollte aber keine Ausreden gelten lassen: "Wir sind überhaupt nicht angereist und vergessen die Niederlage am besten."

Kastellaun/Simmern war in allen Belangen überlegen. Die Gastgeber waren schneller in der Rückwärtsbewegung, und nach gewonnenen Bällen in der Abwehr wurden die Tempogegenstöße erfolgreich vollendet. "Wir haben das Spiel im Griff gehabt. Einziges Manko war, dass wir vor der Pause viele Chancen vergeben haben", freute sich Fellenzer. Björn Arend/ros
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch (1), Al. Ulges (3), Bargmann (2/2), Ad. Ulges, Wallroth (1), Bahr (3/1), Pesek (1), Schreiber (1), Lohmann (1).
Schiedsrichter: Will/Schug (Tiefenstein/Irmenach).
Zuschauer: 180.
(RLZ vom 25.10.2004)

 

Pokal-Aus für den TV Bad Ems III

Eine deutliche 18:27 (7:13)-Niederlage beim Klassenrivalen TV Moselweiß II setzte es für die dritte Garnitur des TV Bad Ems in der ersten Runde um den Rheinlandpokal. Zwölf Minuten ohne eigenen Treffer der Silberauer nutzten die Moselweißer, um von 3:3 auf 9:3 davonzuziehen. "Diesem Rückstand sind wir hinterhergelaufen", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Uns sind viele technische Fehler unterlaufen, im Angriff klappte nicht viel." (stn)

TV Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz, Secker (3), Wohkittel, Minor (4/2), Schreiber (3), B. Pammer (1), Schrabback (1), C. Pammer (1), Sauerwein (3), Korn, Schaarschmidt (2).
(RLZ vom 25.10.2004)

 

Ganz ruhig im "Hexenkessel"

Handball-Regionalliga: Bannberscheid/Bad Ems 27:20 in Eschenburg

ESCHENBURG. Mit einem ungefährdeten 27:20 (15:8)- Erfolg bei der SG Eibelshausen/Ewersbach setzten die Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Regionalliga Südwest ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen eindrucksvoll fort.

"Die Mannschaft hat sich exakt an die Vorgaben gehalten. Sie hat die Ruhe bewahrt und ließ sich durch keinerlei Provokationen beeinflussen. Kompliment", lobte HSG-Trainer Volker Sonntag. Die rund 350 Zuschauer in der proppenvollen Halle in Eschenburg verhielten sich nämlich recht heißblütig und manchmal auch unsportlich. Sie kritisierten lautstark jede Schiedsrichter-Entscheidung gegen ihre Mannschaft, bejubelten Fehlwürfe der Gäste frenetisch und quittierten nach der Partie den Dank der HSG-Spielerinnen an die mitgereisten Fans mit gellenden Pfiffen.

Als Jessica Oster nach einem brutalen Foul nach einer Viertelstunde beim Stand von 6:6 für 20 Minuten verletzt vom Feld musste, zogen im HSG-Rückraum Esther Mohr, Tatjana Maklezow und Sara Grohs das Tempo an. Die konditionell überforderten Gastgeberinnen gerieten prompt mit 8:15 in Rückstand.

Nach der Pause kämpften sie sich zwar auf 13:16 heran, doch als das HSG-Trainerduo Neeb/Sonntag dann Jessica Oster wieder einwechselte, brachte sie Sicherheit und Souveränität zurück. Diese Eigenschaften bewiesen auch Esther Mohr mit sieben verwandelten Siebenmetern und die starke HSG-Torfrau Anja Kessler, die Strafwürfe abwehrte. So zog der Gast auf 21:15 davon und brachte den Sieg nach Hause.

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Kessler, Hohl - Schäfer (6), Mohr (8/7), Görg (1), Stahl (6), J. Oster (1), Zimmermann (3), N. Oster (1), Clewe, Maklezow, Grohs.
(RLZ vom 25.10.2004)

 

Erst ohne Respekt platzte der Knoten

Pokal: HSG-Reserve steigerte sich und siegte

ARZHEIM. Mitte der ersten Halbzeit verstand Thomas Schmidt die (Handball-)Welt nicht mehr: Im Erstrunden-Pokalspiel beim TV Arzheim stand es gerade mal 3:3, Schmidts Frauen der HSG Bannberscheid/Bad Ems II zeigten mehr Respekt denn Treffsicherheit und Spielkunst. "Die Partie aus der vergangenen Saison, die damals völlig ausgeufert ist, war noch in den Köpfen", gab sich HSG II-Coach Schmidt verständnisvoll - immerhin gewann sein Team am Ende klar mit 24:7 (9:3). Dass es diesmal weniger brisant zuging, war in erster Linie ein Verdienst des ehemaligen Bundesliga-Gespanns Hartenfels/Schneider. Schmidt: "Die Schiris waren genial." Diesem Idealzustand näherte sich in der zweiten Halbzeit auch die HSG-Reserve. "Da haben wir den Respekt abgelegt und einfach unser Spiel gemacht", sagte Schmidt. Die Experimente der ersten Hälfte wurden ad acta gelegt, stattdessen bot der Oberligist grundsolide Handball-Kost. "Das war bestens", lobte der Trainer. "Besonders die beiden Torfrauen waren stark." (ros)

HSG II: Reichwein, Dreger - Leukel (5), Theobald, Hildesheim (1), Schmidt-Engels (3), Klima (3), Mäncher (3), Eichmann (5), Haberstock (3).
(RLZ vom 25.10.2004)

 


Spieltag 16./17.10.2004

 

Die Treffer fielen im Sekundentakt

Handball-Oberliga: Der TV Bad Ems setzt sich nach dem 38:35 (16:15)-Sieg über Saarburg vorerst im Mittelfeld der Tabelle fest

Arge Personalnöte plagten den TV Bad Ems vor dem Heimspiel gegen Fortuna Saarburg. Beim Sieg in Daun verletzten sich Top-Torjäger Hens und Abwehrrecke Hildesheim. War der Erfolg in der Eifel also tatsächlich nur ein "Pyrrhus- Sieg?"

BAD EMS. In einem wahren Fest für die euphorisierten Besucher in der Silberauhalle fuhr der TV Bad Ems mit einem 38:35 (16:15) den zweiten Heimerfolg der laufenden Saison ein. 73 Tore, 19 Zeitstrafen, 240 Zuschauer - das sind die beeindruckenden Hausnummern einer fesselnden Partie.

Früh wurde deutlich, dass es eine ganz enge Kiste an der Lahn werden würde. Auf der anderen Seite beschlich einen aber auch nur selten das Gefühl, als könne der TVBE hier noch einen oder gar beide Punkte verspielen. So resümierte Fortuna-Coach Marcus Anderson: "Bad Ems hat völlig verdient gewonnen. Wir konnten nie die Führung übernehmen." Anderson attestierte seiner Mannschaft zudem "fehlende Harmonie".

Beide Teams zeigten grandiosen Tempo-Handball, Treffer fielen im Sekundentakt. Zwar blieb der Gast von der Saar immer hartnäckig an den Fersen der Hausherren kleben, Bad Ems gab jedoch stets die passende Antwort - meist in Person von Henning Bargmann. Was dieser in seinem ersten Saisonspiel aus dem Rückraum oder vom Siebenmeter-Punkt auf den Kasten donnerte, zappelte im Netz. "Ich habe diese Leistung von Henning verlangt. Und keinen Deut weniger", beschreibt Thomas Schmidt seine unbescheidenen Ansprüche an Bargmann, der allerdings in Thomas Kochann ein ebenbürtiges Pendant auf Fortunen-Seite besaß.

Während man die Fehlwürfe beider Teams an einer Hand abzählen konnte, war das Defensivverhalten phasenweise hanebüchen. Den Zuschauern war es egal - mit Standing Ovations feierten sie bereits fünf Minuten vor Spielende ihren TVBE. "Wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, wird bei uns eine unwahrscheinliche Kraft frei", spielte Thomas Schmidt auf die Verletzungssorgen an.

Neben Hildesheim, Hens und Krenzer fiel auch Andreas Klute - zuletzt mit atemberaubenden Spielen - während der Partie aus. Und so ließ es sich der Trainer nicht nehmen, auch diesen Erfolg eingehend zu charakterisieren: "Es war ein Willenssieg." Sven Stadtmüller

TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch (5), Alexander Ulges (5), Lohmann (5), Bargmann (15/6), Adrian Ulges, Bahr (1), Pesek (4), Klute (1), Schneider (2).
Schiedsrichter: Birk/Birkenbeul (Betzdorf/Hamm).
Zuschauer: 240.
(RLZ vom 18.10.2004)

 

Die Lücken genutzt

Verbandsliga-Ost: Bad Ems II putzte Spitzenreiter

BAD EMS. Überraschend deutlich mit 27:18 (12:11) bezwang der TV Bad Ems II den Tabellenführer aus Welling und zeigte dabei über die gesamte Spielzeit hinweg eine famose Leistung. "Die Abwehr hat das Spiel entschieden - besonders in der zweiten Halbzeit", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Welling erzielte erst in der 52. Minute sein drittes Feldtor - ein klares Indiz für einen kompakten Abwehrriegel.

Auch im Spiel nach vorne war Flexibilität Trumpf: Erzielten Balmert und Helbach im ersten Durchgang zusammen neun Treffer, so setzten sich Wallroth und Rüge mit zehn Toren in Hälfte zwei in Szene. Die Partie gestaltete sich zunächst knapp, die Noll- Schützlinge lagen stets mit zwei Toren in Front. Als Welling dann aber gegen Ende alles nach vorne warf, nutzte der TVBE geschickt die sich bietenden Lücken. (sst)

TV Bad Ems II: Schmidt, Funda - Rüge (5), Balmert (4), Helbach (5/3), Oeser (2), Schäfer (1), Wallroth (6), Krausbeck (1), Schneider (2), Furtak (1), Wolf.
(RLZ vom 18.10.2004)

 

Anke Balmert war eine Klasse für sich

Regionalliga: HSG gewann 27:21 bei TG Osthofen

OSTHOFEN. "Der Knoten ist geplatzt", freute sich Trainer Volker Sonntag nach dem ersten Saisonsieg der HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Handball-Regionalliga der Frauen, der mit 27:21 (13:9) im Auswärtsspiel bei der TG Osthofen recht deutlich ausfiel.

Der Erfolg basierte in erster Linie auf der sehr guten Abwehrleistung. Die gefürchtete Osthofener Rückraum-Schützin Jolita Klimaviciene kam kaum zum Zug, und HSG-Torfrau Anke Balmert war ein überaus sicherer Rückhalt. Zudem hat das HSG-Trainergespann Hanjo Neeb/Volker Sonntag im Rückraum Alternativen und Wechselmöglichkeiten, die zu Saisonbeginn fehlten. Jessica Oster bewies mit zwölf Treffern ihren Wert für die Mannschaft, und Neuzugang Sara Grohs führte geschickt Regie, als Petra Stahl nicht wie gewohnt zur Geltung kam.

Nach ausgeglichenen 20 Minuten (9:9) zogen die Gäste bis zur Pause auf 13:9 davon und zogen mit einem furiosen Start nach dem Wechsel bis zur 40. Minute entscheidende auf 21:13 davon. Anschließend nahm die HSG ein wenig Tempo aus dem Spiel und beschränkte sich zunächst darauf, den Vorsprung zu halten (25:17 nach 50 Minuten), bevor einige Nachlässigkeiten im Abschluss Osthofen eine leichte Resultatsverbesserung gestatteten. (gh)

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler - Maklezow, Zimmermann (5), Clewe, N. Oster (2), Grohs, Mohr, J. Oster (12/5), Stahl (2), Schäfer (6), Görg.
(RLZ vom 18.10.2004)

 

Die Stunde der Silke Simmer

Handball-Oberliga: Die HSG Bannberscheid/Bad Ems II feiert ersten Sieg

BAD EMS. "Ich bin super stolz auf meine Mädels. Mir kommen fast die Tränen!", bekannte ein völlig emotionalisierter Thomas Schmidt nach dem ersten Erfolgserlebnis der HSG Bad Ems/Bannberscheid II in der neuen Spielklasse. In einem hochdramatischen Match zog die HSG Kastellaun/Simmern in der Silberauhalle mit 20:21 (13:10) den Kürzeren.

Schon vor dem Anpfiff versprühte Schmidt Optimismus pur. Und tatsächlich: Die Zuschauer spürten, dass die Mädels alles für den heiß ersehnten Sieg in die Waagschale warfen. Couragiert und druckvoll setzten sie Carolin Mäncher am Kreis immer wieder gekonnt in Szene - schnell war eine Zwei-Tore- Führung erarbeitet.

Der Faden riss auch nicht, als die Kreisläuferin kurzzeitig verletzt passen musste, und selbst dann nicht, als sich die heimische HSG kurz vor der Pause durch zwei vergebene Siebenmeter um eine gute Ausgangsposition für die zweite Halbzeit brachte. "Ich wusste, dass wir noch mal einbrechen würden. Wir sind nicht selbstbewusst genug", schwante Kastellauns Trainer Thorsten Neuls trotz der 13:10-Pausenführung nichts Gutes. Und er sollte Recht behalten.

Der unbändige Siegeswille und gewiefte Schachzüge des Trainers entschieden die Partie. Schachzug eins: Beim Stande von 11:15 schickte er die langzeitverletzte Maja Mädrich aufs Feld. "Sie hat die Mannschaft durch ihre bloße Anwesenheit gepusht", so Thomas Schmidt. Schachzug zwei: Carina Reichwein hütete zur zweiten Hälfte für die glücklose Sabrina Dreger den Kasten - in glänzender Manier. Und Schachzug drei: Silke Simmer sprang als Siebenmeter- Joker ein. Die überharte Gangart der Hunsrückerinnen führte zu ungezählten Freiwürfen vom Punkt. Als Eva Eichmann und Bianca Schmidt-Engels schwächelten, schlug die Stunde der Silke Simmer. Und sie belohnte sich schließlich selbst mit dem alles entscheidenden 21:19 - einem Feldtor. "Ich habe die letzte Woche alles versucht, was ich je gelesen oder gehört habe, um den Mädels wieder Selbstvertrauen zu geben", erzählte Thomas Schmidt. Seine Mädels zahlten ihm seine Mühen eindrucksvoll zurück. Vielleicht deshalb die Beinahe-Tränen? Sven Stadtmüller

Bad Ems/Bannberscheid II: Dreger, Reichwein - Haberstock (1), Hildesheim (1), Schmidt-Engels (1/1), Simmer (6/5), Eichmann (6/5), Leukel, Klima, Mäncher (5), Theobald (2), Mädrich.
Schiedsrichter: Birk/Birkenbeul (Betzdorf/Hamm)
Zuschauer: 70.
(RLZ vom 18.10.2004)

 

 

Spieltag 09./10.10.2004

 

"Hoffentlich war's kein Pyrrhus-Sieg"

Oberliga: Bad Emser 32:25 beim TuS Daun

DAUN. Zwar kam Handball-Oberligist TV Bad Ems nach drei Niederlagen hintereinander mit dem 32:25 (18:14) beim TuS Daun wieder zu einem Erfolgserlebnis, doch so recht freuen konnten sich die Kurstädter nicht.

Denn bei Uwe Hens, der binnen der ersten 23 Minuten gleich siebenmal ins Schwarze getroffen hatte und unglücklich umknickte, und Abwehrorganisator Jörg Hildesheim, dem ein TuS-Akteur kurz nach der Pause unabsichtlich gegen das Knie rutschte, müssen schwerere Verletzungen vermutet werden. "Hoffentlich war's kein Pyrrhus- Sieg", so TVBE-Coach Thomas Schmidt. "Wir beten alle, dass es sich als nicht ganz so schlimm herausstellt."

Dass der TVBE trotzdem zu einem sicheren Erfolg kam, beeindruckte nicht nur Schmidt enorm: "Man muss ja auch bedenken, dass uns Henning Bargmann auch noch fehlte, weil er ein Spiel zu pfeifen hatte. Das hätte keine andere Mannschaft der Liga weggesteckt." Doch die Bad Emser trotzten dem Pech und "fighteten wie die Löwen" (O-Ton Schmidt).

Mit viel Tempo hatten sie sich den klaren Vorsprung nach 30 Minuten herausgespielt. Trainer Klaus Ohnhäuser und Betreuer Daniel Mohr hatten alleine 13 Tore nach schnellen Gegenstößen und Anspielen registriert. Die Silberauer konnten sich auf eine starke von Frank Lohmann organisierte Deckung mit dem überragenden Keeper Carsten Noll stützen, vorne zerrissen sich Michael Krenzer und Andreas Klute, die sich nach Hens' Ausfall dessen Aufgaben teilten.

In der Schlussphase wurden die Dauner hektisch, was die eiskalten Lahnstädter nutzten, um sich abzusetzen. "Handballerisch war zwar nicht alles Gold, was glänzte. Doch kämpferisch haben die Jungs heute alles in die Waagschale geworfen", so Schmidt abschließend. (stn)
TV Bad Ems: Noll, Adler - Krenzer (6/2), Pesek (2), Klute (6), Hens (7/1), Hildesheim, Alexander Ulges (4), Lohmann (1), Adrian Ulges (1), Driesch (5), Bahr.
Schiedsrichter: Schneider/Hartenfels (Mendig/Braubach).
(RLZ vom 11.10.2004)

 

Auswärtspunkt für Harz-Gegner

WEIBERN. Guter Dinge konnten der Handball-Verbandsligist TV Bad Ems II die Heimreise vom Auswärtsspiel beim TuS Weibern II antreten: Mit dem 25:25 (9:12) hatte die Mannschaft von Trainerin Martina Noll einen wichtigen Punkt erkämpft und dabei insgesamt überzeugt. Allerdings war die Silberau-Reserve zunächst von einem zählbaren Erfolg weit entfernt. "Am Anfang kamen unsere Spieler überhaupt nicht mit dem Ball zurecht", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser- "Weibern hat geharzt ohne Ende, das sind unsere Jungs einfach nicht gewohnt." Erst nach und nach freundeten sich die Emser Harz-Gegner mit dem Spielgerät an und glichen beim 22:22 erstmals aus. Danach lagen die Gäste sogar mit zwei Toren vorne (25:23), doch Weibern bestrafte technische Fehler des Noll-Teams. (ros)
(RLZ vom 11.10.2004)

 

Stefan Langenhuysen überragte

WIRGES. Mit einem überragenden Keeper Stefan Langenhuysen sowie dem ausgesprochen treffsicheren Michael Sauerwein und Spielertrainer Karl-Heinz Schreiber im Rückraum kam die dritte Garnitur des TV Bad Ems im Derby der Handball-Landesliga zu einem überraschenden 21:16 (7:9)-Erfolg bei der Reserve des TuS Bannberscheid. Nachdem der TVBE zunächst geführt hatte, schlichen sich technische Fehler ein und es wurde vorne schlecht geworfen. Doch die Kurstädter kämpften sich heran, ergriffen tief in der zweiten Halbzeit die Initiative und zogen nach dem Ausgleich zum 15:15 kontinuierlich davon. (stn)

Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz (1), Suetovius, Secker (1), Wohkittel, Schreiber (4), B. Pammer, C. Pammer (2), Sauerwein (11/3), Korn (2), Schaarschmidt.
(RLZ vom 11.10.2004)

 

Ersten Erfolg knapp verpasst

Handball-Regionalliga: HSG-Frauen spielten Remis gegen Walldorf

WIRGES. Fast wäre den Handballfrauen der HSG Bannberscheid/Bad Ems der Überraschungscoup gegen die TGS Walldorf geglückt. In der Regionalliga Südwest erkämpften sich die Kombinierten aus dem Westerwald beim 27:27 (12:12) den ersten Saisonpunkt gegen den Titelaspiranten aus Walldorf.

Leider kann Trainer Volker Sonntag nicht in die Köpfe seiner Spielerinnen blicken und so wusste er selber nicht, ob es an der Übernervosität lag oder ob es die Angst vor dem großen Gegner war, die den ersten Saisonsieg verhinderte. Die Gastgeber begannen hochkonzentriert und wussten der TGS Walldorf Paroli zu bieten, sodass die Gäste aus Hessen zwischenzeitlich sogar zwei Zähler zurücklagen, zur Pause aber wieder zum 12:12 ausgleichen konnten.

In der zweiten Hälfte kamen die HSG-Frauen immer besser ins Spiel und dominierten die Partie über eine lange Zeit. Man merkte, dass die Spielweise aus Walldorf sehr der aus dem Westen glich, mit der die Frauen aus Bannberscheid durch die letzte Saison mehr Erfahrung haben. "Walldorf ist nicht so schnell und spielt viel aus dem Rückraum, was uns sehr gelegen kam. Außerdem waren sie auch nicht so stark, wie vermutet", so HSG Trainer Volker Sonntag nach dem Spiel.

Die Gastgeber gaben ihre Führung zunächst nicht mehr aus der Hand und lagen zwischenzeitlich sogar mit sechs Toren vorne. Doch fünf Minuten vor Schluss zeigt Bannberscheid Nerven und die Fehler häuften sich. Fehlpässe, Schrittfehler und Zeitstrafen brachten die HSG aus dem Konzept. So kam es wie es kommen musste und die Handballerinnen aus Walldorf warfen wenige Sekunden vor dem Ende noch den Ausgleich zum 27:27.

Doch das Trainerduo Hanjo Neeb/Volker Sonntag konnte trotz des Punktverlustes noch nicht mal enttäuscht sein, denn ihre Mannschaft machte gegen den Liga-Favoriten ein gutes Spiel und zeigte erneut einen Aufwärtstrend. Eine Fortsetzung in der kommenden Woche gegen die TG Osthofen schein möglich. "Schließlich haben wir gegen die noch nie verloren", so Sonntag. Nicole Kron

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Kessler, Balmert - Maklezow (3), Zimmermann (4), Cleve, N. Oster, Grohs, Mohr (6/6), J. Oster (6/2), Stahl, (1), Schäfer, Görg (7), Kessler
(RLZ vom 11.10.2004)

 

Nach verschlafenem Start wurde es besser

Frauen-Oberliga: HSG Bad Ems/Bannberscheid II musste sich in Wittlich mit 14:24 geschlagen geben

WITTLICH. Zwar gab's für die Oberliga-Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid II beim Spitzenteam in Wittlich eine deutliche 14:24 (4:12)-Niederlage, doch Spielertrainerin Bianca Schmidt- Engels attestierte ihren Schützlingen hinterher nach dem vierten Saisonverlust eine Leistungssteigerung. "Es geht bergauf."

Hauptgrund für den Optimismus war die Tatsache, dass die HSG nicht aufsteckte, als sie nach 20 Minuten mit 0:6 in Rückstand lag. "Wir haben einfach nicht ins Spiel reingefunden. Doch nach dem sechsten Gegentor ging ein Ruck durch die Mannschaft. Wir haben die Köpfe nicht in den Sand gesteckt, spielten ordentlich und kämpften vorbildlich. Das macht mir Mut für das kommende Heimspiel gegen die Kastellaunerinnen", erwartet die erfahrene Spielerin demnächst auch Zählbares, damit auf das bisher so jungfräuliche Punktekonto der Kombinierten endlich auf der richtigen Seite Bewegung kommt.

Die Niederlage beim Favoriten in Wittlich musste fast schon einkalkuliert werden. "Die stehen nicht umsonst vorne und verfügen über eine stabile Mannschaft", lobte Schmidt-Engels die ambitionierten Säubrenner ebenso wie Carolin Mäncher. "Sie hat sich auf mehreren Positionen durchgesetzt."

Dass nach Umstellungen die zweite Halbzeit lediglich mit 10:12 verloren wurde, machte die Chefin der HSG- Reserve mutig: "Wir sind jetzt einfach auch mal dran." (stn)

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Dreger, Reichwein - Hildesheim (3), Klima (1), Theobald (1), Schmidt-Engels (2), Eichmann (2), Simmer, Mäncher (4/1), Haberstock (1), Reichmann.
(RLZ vom 11.10.2004)

 


Spieltag 02./03.10.2004

Uhrwerk Klute zeigte Nerven

Handball-Oberliga: Bittere 23:24 (10:11)-Niederlage für den TV Bad Ems

ANDERNACH. Eine enge Angelegenheit war die Partie der Handball-Oberliga zwischen der HSV Rhein-Nette und dem TV Bad Ems. Nach einer nervenaufreibenden Schlussphase retteten die Gastgeber ein 24:23 (11:10) ins Ziel. Damit fristen die Kurstädter nach nunmehr drei "dicken Brocken" und ebenso vielen Niederlagen in Folge ein Schattendasein in der Tabelle. Gästetrainer Klaus Ohnhäuser, in der ersten Halbzeit schon mit Gelb abgestraft, ließ nach Spielende Dampf ab. Ziel seines Unmuts: die Unparteiischen. "Ich mache den Job jetzt schon seit 30 Jahren, aber das habe ich noch nie erlebt."

Er fühlte sich klar benachteiligt und nahm seine Mannschaft darum auch in Schutz: "Ihr kann ich keinen Vorwurf machen." Rein statistisch sprechen die Zahlen hingegen zu Gunsten der Gäste: So standen neun Zeitstrafen und elf Siebenmeter gegen die Gastgeber zu Buche, gegen Bad Ems nur zwei und vier.

Eine 10:5-Führung der HSV hatten die Gäste durch "Siebenmeter-Uhrwerk" Andreas Klute wieder wettgemacht, um dann ihrerseits mit 17:14 davonzuziehen. Angetrieben von Energiebündel Alexander Ulges und Spielmacher Michael Krenzer schienen den leichtfüßigeren Bad Emsern mit ihren starken Torhütern Carsten Noll und Christian Adler Flügel zu wachsen. Aus der Umklammerung der 5:1- Deckung konnte sich der Lokalmatador aber nicht zuletzt dank der Selbst-Einwechslung von Trainer Olaf Neumann (38.) wieder befreien. "Wenn wir aber beim 20:18 im Gegenstoß getroffen hätten, wären wir vorn geblieben", so Ohnhäuser. So aber spitzte sich die Lage für seine Schützlinge immer weiter zu. Als Klute beim Stand von 22:21 für die HSV seinen einzigen Strafwurf verwarf (56.), war Rhein- Nette mit Kraftpaket Sascha Kühn (23:21) und "Heber-König" André Schneider (24:22) nicht mehr von der Siegerstraße zu bringen. Gernot Stanke
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch, Al. Ulges (4), Krenzer (2), Bahr (2), Hildesheim, Pesek (1), Klute (9/8), Hens (5/2).
(RLZ vom 04.10.2004)

 

Fehler im Abschluss

Pleite für TV Bad Ems II

GÖSENROTH. Was den einheimischen Zuschauern gefiel, bereitete den Handballern des TV Bad Ems II auf der Heimfahrt Kopfschmerzen: Beim 28:37 (15:17) im Auswärtsspiel bei der SG Gösenroth/Laufersweiler trug der Verbandsligist von der Lahn zwar zu 60 unterhaltsamen Minuten bei, kam dabei aber allzu deutlich unter die Räder. "In der ersten Hälfte konnte die Mannschaft noch gut mithalten", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Nach der Pause hat's aber nicht mehr gepasst." Im Abschluss ging die Reserve schlampig zu Werke und lud die Gastgeber so zu Gegenstößen ein. Die SG nahm dankend an und zog Tor um Tor davon, weil auch in der Bad Emser Hintermannschaft nicht mehr viel rund lief. Ohnhäuser: "Schade, insgesamt ist die Pleite um ein paar Tore zu hoch ausgefallen." (ros)

TV Bad Ems II:
Kleinschmidt, Funda - Krausbeck, Balmert, Schneider, Helbach, Oeser, Zöller, Rüge, Furtak, B. Pammer.
(RLZ vom 04.10.2004)

 

Steigerung blieb ohne den erhofften Punkte-Lohn

Handball-Regionalliga Südwest: HSG Bannberscheid/Bad Ems unterlag beim SV Crumstadt mit 26:29 - Lockerheit fehlte

CRUMSTADT. Trotz deutlicher Leistungssteigerung müssen die Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems auch nach ihrem dritten Spiel in der Regionalliga Südwest weiter auf den ersten Punkt warten. In einer spannenden Partie unterlagen sie vor 200 Zuschauern beim SV Crumstadt mit 26:29 (15:15).

"Der Aufwärtstrend war klar erkennbar, wir fassen langsam Fuß", hatte Trainer Volker Sonntag eine Verbesserung sowohl im Abwehr- als auch im Angriffsverhalten und in punkto Einstellung erkannt. "Der unbedingte Siegeswille war sichtbar." Doch so absurd es klingen mag, vielleicht kostete eben der zwei durchaus mögliche Punkte. Denn als sich die HSG nach total ausgeglichener erster Hälfte und einem 17:22-Rückstand (42. Minute) auf 26:26 (58.) herangekämpft und Ballbesitz hatte, da fehlte laut Sonntag "die Souveränität für die nötige Lockerheit, um das Spiel nach Hause zu fahren." Stattdessen gab es einen höchst überflüssigen Fehlpass, die erneute Führung und letztlich den Erfolg der Gastgeberinnen. "Schade, mit der Selbstsicherheit aus der vergangenen Saison hätten wir diese Partie gewonnen", war sich Sonntag sicher. Ebenso sicher ist er nach wie vor, dass die Regionalliga Südwest nicht stärker ist als die West-Staffel, in der die HSG in den vergangenen Jahren spielte. "Es gibt hier lediglich eine andere Spielweise, an die wir uns erst gewöhnen müssen. Im Südwesten wird schnell und dynamisch gespielt, im Westen defensiver in der Abwehr agiert", beschreibt er die Unterschiede. Nun rechnet sich Sonntag auch für das Heimspiel gegen den Titelfavoriten Walldorf wenig aus, "aber danach kommen die Mannschaften, die wir kennen und gegen die wir auch punkten werden." (gh)

Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler -Maklezow (1), Zimmermann (1), N. Oster, Grohs, Mohr (6/4), J. Oster (3), Stahl (7/1), Schäfer (8).
(RLZ vom 04.10.2004)

 

In der zweiten Runde des DHB-Pokals unterlag die HSG Bannberscheid/Bad Ems dem TV Beyeröhde mit 15:34 (5:16) - Nach 14 Minuten durften Gastgeber zum ersten Mal jubeln

Im Eiltempo zog der Gast auf und davon

Jessica Oster war mit neun Treffern die zielsicherste Akteurin auf dem Feld

Mit dem Zweitligisten TV Beyeröhde erwarteten die Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems eine hohe, fast unüberwindbare Hürde auf dem Weg in die dritte Runde des DHB-Pokals. Der Regionalligist unterlag in der Silberauhalle mit 15:34.

BAD EMS. Zwei Momentaufnahmen Petra Stahls spiegeln den Verlauf der ersten Viertelstunde wider: In Minute sieben zieht sie nach einem neuerlichen Gegentor die Stirn in Falten, schaut frustriert, enttäuscht, hoffnungslos. Drei Minuten später wird sie ausgetauscht, lässt sich unsanft auf der Bank nieder und winkt ab - ein Mal, zwei Mal.

14 Minuten dauerte es, ehe Jessica Oster den ersten Treffer der HSG bejubeln konnte - zu diesem Zeitpunkt stand es aber schon 0:9 aus Sicht des Regionalligisten. Der Gast aus der Nähe von Wuppertal zog im Eiltempo auf und davon, sorgte gleich für klare Verhältnisse und spielte seine körperliche und technische Überlegenheit aus. Der HSG gelang zunächst gar nichts, die ohnehin sehr vagen Hoffnungen auf ein Spiel auf Augenhöhe oder gar auf eine Sensation erstickte der TV Beyeröhde gleich im Keim.

Trotz der immensen Belastung mit zwei Spielen in 48 Stunden (Volker Sonntag: "Die waren uns konditionell klar überlegen") war es schon ein wenig enttäuschend, wie einseitig die Partie verlief, wie zag- und fehlerhaft die HSG agierte. Dies änderte sich erst nach rund 20 Minuten als die Gastgeberinnen in ihren Aktionen etwas sicherer wurden.

Doch dieser Pokalnachmittag hatte trotz der letztlich deutlichen 15:34-Niederlage auch positive Aspekte. Zum einen ließen die HSG-Ladys die Köpfe trotz der turmhohen Überlegenheit des Zweitligisten nicht hängen. Zum anderen verrichteten mit Jessica Oster und Sara Grohs zwei Langzeitverletzte wieder ihren Dienst am Spielgerät. So nutzte Sonntag denn die Partie auch, "um etwas zu probieren. Ich habe ja ständig durchgewechselt." Und Jessica Oster zeigte sich mit neun Treffern von allen Akteuren am zielsichersten. "Jessica hat eine Topleistung gezeigt", folgte sogleich das Lob von Sonntag auf dem Fuße. "Die undankbare Aufgabe haben wir gut gelöst, obwohl wir einige Verletzungen zu beklagen hatten", freute sich TV-Coach Dieter Trippen. Einen speziellen Wunsch für die nächste Runde hat er jedoch nicht: "Das ist mir egal." Sven Stadtmüller

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler - Maklezow (2), Zimmermann, Natalie Oster (1), Grohs, Mohr (1/1), Jessica Oster (9/4), Stahl, Schäfer (2), Görg.

Schiedsrichter:
Claudia und Ralf Riedel (Köln).
Zuschauer: 70.
(RLZ vom 04.10.2004)

Dritte Pleite war tiefster Tiefpunkt

HSG-Reserve scheiterte an der Fehlerquote

KIRCHBERG. Als Thomas Schmidt vom "tiefsten Tiefpunkt" sprach, tat er dies in deutlich ruhigerem Ton als Rudi Völler, der mit diesen Worten vor Monaten zum Vulkanausbruch mutiert war. "Ich war noch nie so ratlos auf der Bank", sagte der Trainer des Frauenhandball-Oberligisten HSG Bannberscheid/Bad Ems II weiter. "Wir haben einfach alles probiert. Zuckerbrot, Peitsche, egal. Alles hat nur ein paar Minuten gefruchtet." Ergebnis: Auch beim Mitaufsteiger HSV Kirchberg wartete die HSG-Reserve vergebens auf den ersten Saisonerfolg, am Ende unterlag die Mannschaft des Trainer- Duos Thomas Schmidt/Bianca Schmidt-Engels in ihrem dritten Oberligaspiel deutlich mit 17:25 (9:14).

Dabei hatte es gut begonnen für Bannberscheid/Bad Ems. Kirsten Leukel und Eva Eichmann, die beiden Linkshänderinnen der Gäste, agierten wesentlich glücklicher als zuletzt und sorgten mit ihren Treffern für eine 5:4-Führung. "Doch dann kam schnell der Knacks, und plötzlich lief in der Abwehr nichts mehr", so Thomas Schmidt, der betonte: "Wir haben nicht verloren, weil der Gegner besonders stark war. Wir haben einfach grottenschlecht gespielt." Deswegen wollte der Coach auch die personellen Schwierigkeiten nicht als Ausrede gelten lassen. Schmidt: "Wenn man sieht, dass wir 26 Fehlwürfe hatten, spricht das für sich. So können wir kein Spiel gewinnen." Allein vom Siebenmeterpunkt scheiterte die HSG II vier Mal. (ros)

HSG II: Dreger, Hohl - Schmidt-Engels (2/2), Theobald (3), Hildesheim, Haberstock (1), Eichmann (7/3), Klima (2), Leukel (1), Mäncher (1), Gorn.
(RLZ vom 04.10.2004)

 

 

Spieltag 25./26.09.2004

 

Handball-Oberliga: TV Bad Ems verspielte in den letzten zweieinhalb Minuten eine Drei-Tore-Führung und kassierte noch ein 24:25 gegen TuS Weibern

Leere Hände nach einem Wellenbad

Silberauer nutzten zwei "Matchbälle" nicht und wurden bitter bestraft

Das nennt man wohl einen verpatzten Saisonauftakt: Nach der Schlappe in Vallendar mussten die Oberliga-Handballer beim bitteren 24:25 auch dem TuS Weibern gratulieren und laufen erst einmal der Musik hinterher.

BAD EMS. Thomas Schmidt war keine fünf Minuten nach dem Schlusspfiff verschwunden, Klaus Ohnhäuser versuchte sich bei der Auswertung der Statistik zu beruhigen und ansonsten gab's viele leere Blicke und fassungslose Gesichter.

Bis 160 Sekunden vor Spielende sahen die Oberliga- Handballer des TV Bad Ems gegen den TuS Weibern beim 24:21-Vorsprung wie die sicheren Sieger aus. Doch dann geschah das Unfassbare. Zweimal freistehend vergeben, die Zeit nicht heruntergespielt und die Eifeler nutzten die Gunst der Stunde und entführten mit 25:24 noch alle Punkte aus der Silberau-Halle. Unglaublich, aber wahr.

Es war ein Wellenbad der Gefühle, das die Akteure den Fans boten. Mit sage und schreibe 0:6 lag der TVBE nach 13 Minuten zurück, nahezu 17 Minuten mussten die unermüdlich trommelnden Fans auf den ersten Feldtreffer ihrer Lieblinge warten. "Da haben wir sie an die Wand gefahren", so TuS-Coach Jan Reuland, der sich auf seine kompakte und sicher zupackende Abwehr verlassen konnte. "Doch darüber waren wir wohl selbst erschrocken."

Dann nahm nämlich der Bad Emser Express Fahrt auf, das bekannte Laufspiel kam ins Rollen. Keeper Noll entschärfte so manchen Ball und über Carsten Hens sowie Andreas Klute liefen die Angriffe nun wie am Schnürchen. Bereits nach 24 Minuten hatte Alexander Ulges ausgeglichen, dann brachte Kreisläufer Marcel Driesch die Gastgeber sogar erstmals in Führung.

Es blieb nach der Pause spannend, ehe sich der TVBE mit vier Treffern in Serie auf 19:16 vermeintlich absetzte. So einfach aber wollten sich die kampfstarken Weiberner nicht geschlagen geben. Sie glichen wieder aus, ehe sie doch auf die Verliererstraße zu geraten schienen. Doch dann kam die ominöse Schlussphase mit der späten Wende zugunsten der eigentlich schon besiegten Gäste.

Die Gründe für das kuriose Finale wurden hinterher völlig konträr beurteilt. TuS-Coach Jan Reuland schwärmte von seinen taktischen Kniffen und verwies auf die "Sonderaktionen", nämlich Uwe Hens und auch Alexander Ulges kurz zu decken sowie den Torwartwechsel - für Tobias Arenz kam Dirk Rausch zwischen die Pfosten. "Die dachten, die hätten das Spiel zu Hause. Doch wir haben uns noch etwas einfallen lassen. Daher ist der glückliche Sieg nicht einmal unverdient."

Das sah Klaus Ohnhäuser natürlich ganz anders. "Wir haben mit der Drei-Tore-Führung im Rücken ganz einfach viel zu hektisch gespielt, Bälle vertändelt, zweimal freistehend verworfen. Das war's. Geht einer dieser Würfe rein, gewinnen wir das Spiel. So aber stehen wir mit leeren Händen da. Da fällt einem nichts mehr ein." Stefan Nink

TV Bad Ems: Noll, Schmidt - Driesch (4), Alexander Ulges (2), Lohmann, Adrian Ulges, Krenzer, Wallroth, Hildesheim, Pesek (1), Klute (7/2), Hens (10/3).
TuS Weibern: Arenz, Rausch - Brahmann (2), Bininda (1), Huehmann (4), Nuerenberg (4), Brust (8/3), Schild (3), Schlig (1), Dvoroznak (1).
Schiedsrichter: Dietrich/Hub (Trier-Ehrang).
(RLZ vom 27.09.2004)

 

Freude getrübt

Utermarks Pech

BAD EMS. Keine rechte Freude wollte bei der dritten Welle des TV Bad Ems nach dem 20:18 (9:8)-Sieg gegen den TuS Weibern III aufkommen. Kein Wunder: Der routinierte Keeper Birk Utermark zog sich kurz vor Spielende einen Achillessehnenriss zu und wird monatelang ausfallen. Zudem mussten die Silberauer mit dem Handicap auskommen, dass Karl-Heinz Schreiber aus beruflichen Gründen fehlte und der im ersten Durchgang treffsichere Michael Sauerwein zur Pause wegmusste, um ein Spiel zu pfeifen. Dass es nach einem weitgehend ausgeglichenen Spiel dennoch zum Erfolg reichte, hatte der TVBE auch den Gästen zu verdanken, die sich in der entscheidenden Phase durch ihre Meckereien selbst in Unterzahl und die Bad Emser auf die Siegerstraße brachten. (stn)

TVBE III: Utermark, Langenhuysen - Heinz (2), Suetovius (2/1), Wohkittel (1), Minor (7/4), B. Pammer, C. Pammer, Schrabback (2), M. Sauerwein (6), R. Sauerwein, Schaarschmidt.
(RLZ vom 27.09.2004)

 

HSG wartet auf den ersten Sieg

Handball: Regionalligist Bannberscheid/Bad Ems 27:34 gegen Mannheim

WIRGES. Es gibt eine Reihe von Gründen, warum die HSG Bannberscheid/Bad Ems ihr erstes Heimspiel in der Frauen-Regionalliga Südwest gegen die HSG Mannheim deutlich 27:34 verloren hat.

Schon beim Einspielen zog sich Jessica Oster eine schmerzhafte Rückenverletzung zu. "Da war an Werfen nicht zu denken", sagte Trainer Hanjo Neeb zum Ausfall seiner Leistungsträgerin. Eine andere Säule des Bannberscheider Spieles brach während des Spiels: Petra Stahl gehört ansonsten immer zu den Besten. Diesmal hatte sie einen ganz schwarzen Tag. Als Mannheim von 8:8 auf 8:14 davonzog, unterliefen Petra Stahl zwei Fehlpässe. Zwei Mal warf sie ungenau aufs Tor, einmal spazierte ihre Gegenspielerin zum Tor. "Es gibt solche Tage", nahm ihr Trainer sie in Schutz. "Leider hatten wir keine Alternativen. Jetzt merkt man, was wir an Petra in Bestform haben."

Alles in allem ist die HSG Bannberscheid/Bad Ems auch noch nicht in der Regionalliga Südwest angekommen. "Im Westen war die Spielweise etwas schwerfälliger", stellte Neeb fest, "hier wird technisch versiert und mit hohem Tempo gespielt." Genauso nahmen die Mannheimerinnen die HSG auseinander. "Unsere jungen Spielerinnen wirkten schnell verunsichert", so Neebs Erklärungsversuche für die zweite Niederlage in Folge. 
Stefan Freisberg

HSG: Balmert, Kessler, Maklezow (5), Zimmermann (6), N. Oster (1), Mohr (4/1), J. Oster, Stahl (7), Schäfer (3), Görg (1).
(RLZ vom 27.09.2004)

 

Schmidt-Engels: "Anfangsphase verpennt"

Frauen-Oberliga: HSG Bad Ems/Bannberscheid II musste sich auch dem SV Igel Liersberg beugen

BAD EMS. Im Vorjahr eilten sie noch von einem deutlichen Sieg zum anderen, doch eine Etage höher weht ein ganz anderer, viel rauerer Wind. Bianca Schmidt-Engels musste mit den Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid II beim 21:24 (10:14) gegen den SV Igel Liersberg auch im zweiten Oberliga-Match die zweite Niederlage quittieren. "Wir müssen uns eben ans Verlieren gewöhnen. Doch ich kann der Mannschaft nicht böse sein. Das war eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Spiel gegen Hamm. Immerhin haben wir die zweite Halbzeit gewonnen."

Den Schlüssel für den neuerlichen Verlust sah die erfahrene Spielertrainerin in der Anfangsphase der Partie. "Die haben wir ja total verpennt", blickte sie auf die ersten Minuten des Vergleichs mit den spielstarken Moselanerinnen zurück. 3:9 lag die Regionalliga-Reserve schnell hinten. "Das war sicher schon spielentscheidend", befand Schmidt-Engels hinterher. Zudem wurden gleich drei Strafwürfe nicht im SV-Gehäuse untergebracht.

Was man den HSG-Ladys jedoch hoch anrechnen muss: Sie gaben nie auf. "Doch den Schalter haben wir nie richtig umlegen können", hofft Schmidt-Engels, dass die Nervosität bald abgelegt werden kann. "Immer dann, wenn wir rangekommen waren, haperte es im Abschluss. Allerdings hatten wir es aber auch mit einer starken gegnerischen Torfrau zu tun. Zudem hatte eine Liersbergerin eine richtige Keule, eine andere glänzte mit viel Übersicht", attestierte die spielende HSG-Trainerin dem Kontrahenten eine ausgezeichnete Vorstellung.

Ein Sonderlob gab's für Irene Theobald. "Sie spielte im Rückraum links nicht nur wegen ihrer Tore eine starke Partie", so Schmidt-Engels abschließend. Stefan Nink

HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Dreger, Reichwein - Hildesheim (3), Gorn, Theobald (5/1), Schmidt-Engels (4/1), Simmer (3), Eichmann (2), Leukel (1), Mäncher (3), Strack.
(RLZ vom 27.09.2004)

 

 

Spieltag 18./19.09.2004

 

Ohl-Foul an Bargmann Knackpunkt für Ohnhäuser

Handball-Oberliga: TV Bad Ems kassierte beim deutlichen 20:29 beim favorisierten TV Vallendar die erste Saisonschlappe

VALLENDAR. Einen unerwartet klaren 29:20 (14:9)-Sieg im Duell der Titelaspiranten hat der Handball-Oberligist TV Vallendar vor 200 Zuschauern gegen den TV Bad Ems eingefahren.

Für die Gäste von der Lahn begann die Partie äußerst unglücklich. Bereits in der sechsten Minute musste ihr Spielgestalter Henning Bargmann mit einer Platzwunde an der Augenbraue ins Krankenhaus eingeliefert werden. Er war zuvor von TVV-Torjäger Christoph Ohl gefoult worden, der mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe belegt wurde und nach zwei weiteren Strafzeiten (15., 59.) vorzeitig duschen durfte.

Gäste-Trainer Klaus Ohnhäuser sah in dieser Szene einen Knackpunkt: "Eine Zeitstrafe von zwei Minuten war für diese Aktion viel zu wenig. Bargmann musste im Krankenhaus genäht werden. Er fehlte uns als Spielgestalter sehr."

Bis zum 8:8 in der 20. Minute hielten die Emser aber dennoch gut mit, ließen in der Folgezeit jedoch die Zügel schleifen. "Das waren anfängerhafte Fehler. Der Ball lief nicht, es wurde schlecht geworfen und das Tempospiel war schwach", monierte Ohnhäuser, der Ohl und den Vallendarer Spielertrainer Zdravko Guduras in Manndeckung nehmen ließ.

Doch gerade diese beiden Spieler machten den Unterschied aus. Ohl spielte - obwohl von den Emsern nach seiner rüden Attacke als Buhmann abgestempelt - überragend, und Guduras war ohnehin nie in den Griff zu bekommen. Er warf seine zehn Tore fast nach Belieben und war Dreh- und Angelpunkt im Vallendarer Spiel. "Ich spiele jetzt 28 Jahre Handball und habe hier und da auch etwas gelernt", wollte der 35-jährige TVV-Spielertrainer seine Leistung nicht überbewerten.

Vielmehr sollte das Team die Lorbeeren ernten. "Entscheidend war die gute Mannschaftsleistung. Ein guter Torwart und eine starke Abwehr haben den Grundstein gelegt. So kam Bad Ems in der ersten Halbzeit nur zu neun Toren", war Guduras froh, dass "nach Weibern das zweite unangenehme Spiel gewonnen wurde. Wir haben zwei Mal nicht in Bestbesetzung spielen können und vier Punkte geholt. Dennoch denke ich nicht an den Mai, sondern nur an den kommenden Samstag, dann müssen wir in Daun spielen." Nach den schlechten Erfahrungen in der vergangenen Saison soll Erfolgsdruck also tunlichst vermieden werden. Im Infomagazin des TVV ließ Guduras aber immerhin verlauten, dass "Spiele im Angriff, Meisterschaften aber in der Abwehr gewonnen werden".
Friedhelm Keßler

Vallendar: Dalibor, Klein; Rakojevic (1), Mohrs, Schmidt (1), Fischer (3), Maric, Ohl (8/2), Peltner, Guduras (10), Hanisch (6).
Bad Ems: Noll, Adler; Alexander Ulges (5), Bargmann (1), Adrian Ulges, Krenzer (3), Bahr, Wallroth, Hens (4/2), Hildesheim, Lohmann (1), Klute (6/1).
(RLZ vom 20.09.2004)

 

Beigeschmack bleibt

Verbandsliga: Verletzte beim Sieg der Reserve

TIEFENSTEIN. Zittersieg für die Reserve des TV Bad Ems: In der Handball-Verbandsliga setzte sich der Aufsteiger von der Silberau bei der HSG Tiefenstein hauchdünn mit 22:21 (13:10) durch. Dabei hatte es lange Zeit nach einem sicheren Erfolg der Gäste ausgesehen, bis weit in die zweite Halbzeit hinein lag Bad Ems stets mit zwei oder drei Toren vorne. Erst beim 18:17 ging auch Tiefenstein mal in Führung. "Von da an blieb es eine ganz ausgeglichene Angelegenheit", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser.

In der Schlussphase ging es entsprechend hektisch zur Sache, und insbesondere Rückraumspieler Valeriy Schneider bekam mehr und mehr die harte Gangart des Gegners zu spüren. Bitter für Bad Ems: Einige Verletzungen trübten die Freude über den wichtigen Auswärtserfolg. (ros)

TVBE II: Kleinschmidt, Funda - Krausbeck, Oeser, Balmert, Schneider, Zöller, Schäfer, Rüge, Helbach, Lemler.
(RLZ vom 20.09.2004)

 

Es gab viele Schläge

Regionalliga: HSG unterlag 21:30 in Neunkirchen

NEUNKIRCHEN. "Wir haben bisher noch gegen kein Team gespielt, das so hart agiert hat wie Neunkirchen", resümierte das Trainerduo Hanjo Neeb/Volker Sonntag nach der 21:30 (11:13)-Niederlage der HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Frauenhandball-Regionalliga Südwest beim TuS Neunkirchen. "Ständig wurde nachgeschlagen oder geschubst." Neun Zwei-Minuten-Strafen und eine Rote Karte für die Gastgeber bei nur drei Strafen gegen Bannberscheid sagen alles. "Und es hätten noch wesentlich mehr gegen Neunkirchen sein müssen", so Sonntag. (tn)

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler - Mohr (1/1), Schäfer (6), Zimmermann (3), Stahl (3/3), J. Oster (5), N. Oster (1), Maklezow (2), Görg.
(RLZ vom 20.09.2004)

 

 

Spieltag 11./12.09.2004

Die Luft war früh heraus

Bad Ems schlägt Moselweiß im Schongang 31:20

In allen Belangen überlegen, mit 70 Prozent eine ordentliche Wurfausbeute gezeigt - der TV Bad Ems musste sich zum Saisonstart gegen den TV Moselweiß nicht sonderlich anstrengen, um einen glatten Sieg einzufahren.

BAD EMS.
Die Fans haben's genossen, die Spieler ebenso. Doch dass der Saisonauftakt der Oberliga-Handballer des TV Bad Ems nicht zur rauschenden Party wurde, lag an den unterschiedlichen Kräfteverhältnissen auf dem Feld. Beim 31:20 (15:7) gegen den durch die Hintertür in Liga vier nachgerückten TV Moselweiß kam in keiner Phase die nötige Spannung auf, die im Sport doch das Salz in der Suppe ist.

"Viel experimentiert"

"Die Luft war schon früh raus", blickte Trainer Klaus Ohnhäuser auf die einseitigen 60 Minuten zurück. Sein Kollege Thomas Schmidt, der während des Spiels und auch in der Halbzeit ständig versuchte, seine Jungs noch einmal anzustacheln - "Nicht nachlassen; hoffentlich seid ihr bald wieder wach; reißt euch zusammen" - sah's hinterher ähnlich. "Beim 15:7 ist's schon schwer, die Spannung hochzuhalten. Doch wir haben heute auch viel in taktischer Hinsicht experimentiert." Was nicht gerade für die Klasse des Kontrahenten spricht. Schmidt relativierte: "Wir sind eine Spitzenmannschaft, der TVM befindet sich im Umbruch. Uns konnten sie nicht überlaufen. Die werden aber auch auf Gegner treffen, gegen die sie mit ihrer Power ihre Chancen kriegen."

Hildesheim eine Verstärkung

Zum Debüt des Ex-Bannberscheiders Jörg Hildesheim äußerte sich Ohnhäuser sehr positiv. "Er ist sehr vielseitig einsetzbar - im Rückraum, am Kreis und auf Außen. Er ist eine absolute Verstärkung für uns", so Ohnhäuser. Schmidt sprach auch Adrian Ulges ein ganz spezielles Lob aus. "Er hat in der ersten Halbzeit Weltklasse gedeckt."

TVM-Coach Sasa Kasumovic nahm die Pleite mit Fassung hin. "Wir brauchen Zeit, um der Mannschaft ein Profil zu geben. Daher setzen wir uns überhaupt nicht unter Druck."
Stefan Nink

TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (3), Alexander Ulges, Lohmann (3), Adrian Ulges, Krenzer (6), Wallroth (1), Bahr (3), Hildesheim (3), Klute (3), Hens (9/1).

Schiedsrichter: Hofmann/Maurer (Morbach).
Zuschauer: 170.
(RLZ vom 13.09.2004)

 

Mischung stimmt

Verbandsliga: TV Bad Ems II - SSV Wissen 32:23

BAD EMS. Knapp 100 Zuschauer wohnten dem Verbandsliga-Einstand der zweiten Handball-Garnitur des TV Bad Ems gegen den SSV Wissen bei. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn mit 32:23 (14:10) wurde der alte Rivale aus dem Oberwesterwald deutlich geschlagen an die Sieg zurückgeschickt.

Trainerin Martina Noll setzt beim TVBE auf eine gesunde Mischung zwischen Routiniers und jungen Spielern. Die meisten von ihnen hat die Verbands-Mädchenwartin bereits seit der C-Jugend unter ihren Fittichen. "Das hat heute schon ganz gut geklappt. Erfreulich war, dass auf nahezu allen Positionen Tore gefallen sind."

Nachdem die Anfangsphase noch ausgeglichen verlaufen war, setzten sich die Gastgeber nach dem 7:7-Zwischenstand mit einem tollen Spurt auf 14:10 ab. Das war mehr als die Vorentscheidung, zumal der Vorsprung nach der Pause sukzessive ausgebaut wurde. (stn)

TV Bad Ems II: Funda, Schmidt - Balmert (2), Schneider (9/1), Oeser (5), Zöller (1), Furtak, Krausbeck (2), Schäfer (5), Secker (4), Rüge, Helbach (4/2).

Schiedsrichter: Ostermann/Dietz (Westerburg).
(RLZ vom 13.09.2004)

 

Toll kombiniert

Landesliga: TV Bad Ems III - Rhein-Nette II 33:19

BAD EMS. "Mit so einem deutlichen Sieg hatte ich nicht gerechnet." Spielertrainer Karl-Heinz Schreiber konnte nach dem 33:19 (16:7) seines TV Bad Ems III gegen die HSG Rhein-Nette II im ersten Match der Handball-Landesliga vollauf zufrieden sein. Mit einer konzentrierten Vorstellung in der Abwehr legten die Kurstädter schon in der ersten Halbzeit den Grundstein zum Sieg. Zwar war die Angriffsformation noch etwas zusammengewürfelt, doch trotzdem wurden sehenswerte Kombinationen gezeigt und die Spielzüge überlegt abgeschlossen. Benjamin Pammer beeindruckte mit fünf Treffern im ersten Durchgang, Tim Schrabback drückte nach Wiederanwurf der Partie seinen Stempel auf. "Er ging durch, wie er wollte", lobte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Für die Sahnehäubchen sorgte Keeper Birk Utermark, der sich mit zwei Würfen über das gesamte Spielfeld in die Schützenliste eintrug. (stn)

TV Bad Ems III: Utermark (2) - Heinz (5), Suetovius (7/5), Wohkittel, Minor (5), Schreiber (4), B. Pammer (5), Schrabback (5), Scheffler, R. Sauerwein.
(RLZ vom 13.09.2004)

 

Wenig Licht, zu viel Schatten

Frauen-Oberliga: HSG-Reserve kassierte bei der Premiere eine 11:18-Pleite

BAD EMS. Thomas Schmidt und Bianca Schmidt-Engels waren sichtlich bedient. Kopfschüttelnd saßen sie auf der Hallenbank und konnten auch Minuten nach der Schlusssirene noch nicht fassen, was sie in den vorangegangenen knapp eineinhalb Stunden erleben mussten. Ihre Mannschaft, der Aufsteiger HSG Bannberscheid/Bad Ems II, hatte soeben die Premiere in der Handball-Oberliga der Frauen verpatzt und gegen den VfL Hamm mit 11:18 verloren.
Dabei hatte es nach der ersten Halbzeit noch sehr gut ausgesehen für den Neuling: In eigener Halle war die HSG-Reserve mit einer 7:6-Führung in die Kabine gegangen. "Wir hätten aber schon deutlicher vorne liegen müssen", kritisierte Trainer Thomas Schmidt. "Insgesamt hatten wir genug Chancen, um ein Spiel zu gewinnen. Aber das ist der Unterschied zur vergangenen Saison, als bei den Gegnern Fallobst zwischen den Posten stand." In der Tat hatte Hamm weder Äpfel noch Birnen aufgeboten, sondern mit Silvia Weller eine erstklassige Torfrau ins Gehäuse beordert. Sie hatte maßgeblichen Anteil daran, dass die Statistik-Abteilung der HSG am Ende 24 Fehlwürfe für Bannberscheid/Bad Ems zählen musste.
Das Geschehen auf dem Feld lief nach dem Seitenwechsel nach einem einfachen Schema ab: Die HSG-Handballerinnen kombinierten gefällig, schlossen aber immer wieder überhastet und aus ungünstigen Situationen ab. Hamm sagte artig Danke, beförderte das Leder im Eilverfahren nach vorne und ließ der ordentlich parierenden Sabrina Dreger allzu oft keine Chance. "Zu Beginn waren beide Mannschaften noch sehr unsicher", sagte Gäste-Trainer Marcel Theis. "Nach dem Wechsel hat unser Tempospiel dann endlich funktioniert." Begünstigt wurde diese Steigerung des VfL durch eine Tatsache, die Thomas Schmidt so beschrieb: "Manche hatten Licht und Schatten in ihrem Spiel. Bei einigen hat das Licht gefehlt."
Marco Rosbach

HSG Bannberscheid/Bad Ems II: Dreger - Hildesheim (1), Mäncher (1), Schmidt-Engels (3/3), Gorn (1), Simmer (1), Eichmann (2/1), Leukel (1), Haberstock (1), Theobald.
(RLZ vom 13.09.2004)

 


1. DHB-Pokalrunde 04./05.09.2004

Neeb wünscht sich ein "Schmankerl"

HSG-Ladys sind im DHB-Pokal in Runde zwei

BAD EMS. Die HSG Bannberscheid/Bad Ems präsentierte sich im Erstrundenspiel des DHB-Pokals gegen die TSG Leihgestern so, als wäre der Turniersieg beim Kevag-Cup am Tag zuvor nicht mehr als ein netter Betriebsausflug gewesen. Der Ligakonkurrent wurde mit 25:21 (14:6) Toren auf die Heimreise nach Mittelhessen geschickt.
Spielfreudig, hellwach und sicher im Abschluss überraschten sie den überforderten Zweitliga-Absteiger, der sich oftmals nur mit Fouls zu helfen wusste. Besonders Petra Stahl bot eine überragende Partie, hatte großen Anteil daran, dass in der ersten Hälfte der Grundstein für den Einzug in die nächste Pokalrunde gelegt wurde.
Zwar drehte der Gast im zweiten Abschnitt auf und zeigte sich besonders aus dem Rückraum treffsicher, gefährdet war der Sieg der HSG jedoch zu keiner Phase des Spiels. "Mit einer besseren Chancenverwertung hätten wir es nochmal spannend machen können. Insgesamt waren wir aber das passivere Team", resümierte TSG-Coach Dirk Langsdorf. "Der Ball lief gut, wir hatten jederzeit die passende Antwort. Wenn wir jetzt noch den Feinschliff hinbekommen, bin ich für die Saison sehr zuversichtlich", so Neeb, der große Gegner für die nächste Runde nicht scheut: "Mal schau'n, vielleicht bekommen wir ja ein richtiges Schmankerl zugelost."
Sven Stadtmüller

HSG Bannberscheid/Bad Ems: Kessler, Balmert, Schmidt-Engels, Mäncher, Maklezow (3/2), Zimmermann (2), Nathalie Oster (1), Mohr (1), Jessica Oster (2/1), Stahl (12/7), Schäfer (4), Görg
Schiedsrichter: Gante/Steinebach (Attendorn/Eiserfeld).
Zuschauer: 60.
(RLZ vom 06.09.2004)