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Aktuelle Spielberichte
Spielberichte der Rückrunde...
Spieltag 18./19.12.2004
Erst in der Schlussphase noch abgesetzt
Handball: TV Bad Ems II lieferte Oberligist TuS
Bannberscheid beim 25:30 einen tollen Pokal-Fight
BAD EMS. Beide Teams waren zwar stark
ersatzgeschwächt, doch die der Verbandsliga Ost zugeordnete zweite
Welle des TV Bad Ems und der Oberligist TuS Bannberscheid boten den 80
Zuschauern ein über weite Strecken spannendes Pokal-Spiel,
welches die Gäste schließlich mit 30:25 (13:12) zu ihren Gunsten
entschieden.
Die Bannberscheider hatten ein ganz
junges Team aufgeboten. Unter anderem fehlten Hanjo Neeb und der Ex-Limburger
Kullmann, Spielertrainer Oliver Lepiors wirkte nur in der Schlussphase
der Partie mit, als es darum ging, den Erfolg in trockene Tücher zu
packen.
Doch auch der TVBE hatte nicht alle
Mann an Bord, zudem war Routinier Udo Helbach nach einem Schlag auf den
Oberschenkel nicht im Vollbesitz seiner Kräfte. "Trotzdem hat sich
die Mannschaft sehr gut geschlagen", berichtete TVBE-Sprecher Klaus
Ohnhäuser. Die Silberauer erwischten den besseren Start und lagen nach
22 Minuten immerhin mit 11:8 in Führung. "Doch dann schlichen sich
Nachlässigkeiten und technische Fehler ein", so Ohnhäuser. Zudem
parierte der junge TuS-Keeper Klapthor in dieser Phase einige Bälle.
"So wurde aus einem schönen Vorsprung ein knapper Pausenrückstand."
Der zweite Durchgang verlief bis in
die Schlussphase sehr knapp, wobei die Unterwesterwälder immer die Nase
vorn hatten. "Die Chance, das Match zu kippen, war sehr lange
da", analysierte Ohnhäuser. Doch die TVBE-Reserve ließ viele
Chancen ungenutzt und schloss häufig die Angriffe zu schnell ab - erst
dann setzte sich der in der Abwehr etwas stärkere klassenhöhere Gast
noch ab.
Beim TVBE verdiente sich Simon Oeser
ein dickes Lob. "Er hat ein sehr gutes Spiel gemacht und immerhin
sieben Feldtore erzielt", hob Ohnhäuser den Youngster aus der
geschlossenen Bad Emser Mannschaft heraus. (stn)
TV Bad Ems: Funda,
Kleinschmidt - Krausbeck, Balmert (3), Wallroth (6/2), Schneider (5/4),
Oeser (7), Helbach, Zöller (2), Wolf (2).
RLZ vom 20.12.2004)
Spieltag 11./12.12.2004
TV Bad Ems hat alles gefehlt
Handball-Oberligist
zeigte eine desolate Leistung und kassierte eine 21:26-Pleite
beim TV Moselweiß
"Es gibt nichts, das diese
Niederlage rechtfertigt", urteilte Klaus Ohnhäuser, Trainer des
Handball-Oberligisten TV Bad Ems, nach der 21:26-Pleite,
die sich seine Mannschaft gestern beim Abstiegskandidaten einhandelte.
MOSELWEISS. Nach dem Spiel waren sie
sich doch noch ein wenig uneins. Thomas Wecker wollte seinem
Trainerkollegen Sasa Kasumovic das Gespräch mit der Presse überlassen
- und umgekehrt ebenso. "Mach' du das, du kannst das besser",
schmunzelte Kasumovic letztlich gut gelaunt. Schließlich hatte der
harmonisch von ihm und Wecker trainierte Handball-Oberligist
TV Moselweiß soeben durch ein 26:21 (12:10) gegen den TV Bad Ems den
dritten Saisonsieg eingefahren und damit am Jahresende für einen
Lichtblick gesorgt. "Es war wichtig, nach den sieglosen Spielen
zuletzt heute zu gewinnen", meinte Wecker. Auch dem TV Bad Ems hätte
ein Sieg gut getan. Mit der zweiten Auswärtspleite in Folge ist das schöne
Winterpolster, das sich die Kurstädter zuvor mit drei Heimsiegen
angefressen hatten, wieder dahin.
"Wir haben jede Einstellung
vermissen lassen", bemängelte TVBE-Coach Klaus Ohnhäuser, der
keinerlei Entschuldigung gelten ließ - obschon einige Akteure
angeschlagen aufs Feld gegangen waren. Moselweiß hatte sich diesen
doppelten Punktgewinn einfach verdient. Zwar benötigten die Gastgeber
über acht Minuten, um den bis dahin vier Treffern der Emser ihren
ersten entgegen zu setzen, doch im Anschluss fanden sie immer besser ins
Spiel. "Heute muss ich mal einen Spieler herausheben: Stefan
Walther war richtig stark", lobte Wecker. Gerade im ersten
Durchgang verdiente sich Walther die warmen Worte seines Trainers, als
er sechs seiner insgesamt sieben Treffer erzielte - und somit 50 Prozent
zum 12:10 zur Pause beitrug.
Genau sieben Sekunden war der zweite
Durchgang alt, da hätte der Begegnung jedoch eine entscheidende Wendung
erfahren können. Der Moselweißer Alexander Wahlen war eine Minute vor
dem Wechsel mit einer zweiminütigen Zeitstrafe bedacht worden - doch
den Gastgebern war das während der Pause offenbar entfallen. Zu sechst
kamen sie wieder aufs Parkett, bis die Schiedsrichter den "ganz blöden
Wechselfehler" (Wecker) bemerkten und Moselweiß korrekterweise mit
einer weiteren Zeitstrafe bedachten.
Das galt indes sicherlich nicht für
alle der insgesamt 18 Zeitstrafen, die die wenig souveränen
Unparteiischen verhängten. Doch obwohl die Gäste das 10:12 in ein
15:12 verwandelten, nutzten sie den Fehler des TVM letztlich nicht
konsequent aus.
Die aufgrund ihrer insgesamt zwölf
Zeitstrafen immer wieder in Unterzahl agierenden Gastgeber kamen zunächst
wieder zum Ausgleich (15:15), gingen nach 40 Minuten in Führung (17:16)
und entschieden spätestens mit dem 25:20 durch Christian Lauterbach
(58.) das Spiel zu ihren Gunsten. "Heute hat alles gefehlt",
monierte Ohnhäuser. "Wir waren in spieltaktischer Hinsicht zu
undiszipliniert." Frank Jellinek
Moselweiß: Helm, Adams - Lauterbach (6), Kreuter (1), Daseking (1),
Weiler (2/1), Schmidt, Walther (7), Mader (6/1), Flegel (2), A. Wahlen,
F. Wahlen (1).
Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (3), Alexander Ulges (1), Lohmann
(1), Bargmann (2/1), Adrian Ulges, Krenzer (2), Pesek (4), Schneider
(1), Klute (7/3).
(RLZ vom 13.12.2004)
Die Mittel fehlten
TV Bad Ems III unterlag Rhein-Nette
II 21:31
ANDERNACH. Die Vorzeichen waren schon
äußerst bescheiden, doch es kam noch schlimmer. Nachdem sich Markus
Secker beim Spiel bei der HSV Rhein-Nette II
verletzt hatte, waren die Wechselmöglichkeiten des Handball-Landesligisten
TV Bad Ems III erschöpft. Dementsprechend war es kein allzu großes
Wunder, dass die Kurstädter letztlich deutlich mit 21:31 (9:15)
unterlagen.
"Da war nichts mehr zu
machen", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Die Hypothek,
durchspielen zu müssen, war einfach zu groß." Das zweite Manko:
Im Angriff fehlten den Bad Emsern die Mittel, den HSV- Keeper zu
bezwingen. Deshalb war schon kurz nach dem Wechsel der Zug für die
Gäste von der Lahn abgefahren. Ohnhäuser: "Rhein- Nette ließ
nichts anbrennen." (ros)
TV Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz (3), Schreiber (7/3), Secker
(1), Wohkittel (2), Minor (3), Schrabback (4), C. Pammer (1).
(RLZ vom 13.12.2004)
Da entlud sich der Frust
Handball-Regionalliga:
Bannberscheid/Bad Ems 28:31 in Marpingen
MARPINGEN. Ein fünfminütiges
Konzentrationsloch kostete die Regionalliga- Handballerinnen der HSG
Bannberscheid/Bad Ems einen durchaus möglichen Punktgewinn beim
Tabellenführer DJK Marpingen. Nach einer 16:15-Pausenführung
mussten sich die Gäste letztlich mit 28:31 geschlagen geben.
"Schade, die Mannschaft hat 55
Minuten lang eine kämpferisch starke Leistung gezeigt",
bilanzierte Trainer Volker Sonntag. Weggesteckt hatte das HSG-Team, dass
die sehr starke Torfrau Anja Kessler, die unter anderem drei Siebenmeter
abwehrte, nach einer höchst fragwürdigen Zeitstrafe zwei Minuten lang
durch Feldspielerin Natalie Oster ersetzt werden musste. Weggesteckt
wurde auch, dass Leistungsträgerin Jessica Oster nach einer überharten
Attacke eine Viertelstunde lang nicht mitwirken konnte. Nicht
weggesteckt wurde hingegen, dass immer wieder Angriffe von den
Schiedsrichtern zu früh abgepfiffen wurden. "Da fehlte die Ruhe,
um die eigene Linie unberührt durchzuziehen. Da entlud sich nach drei
Vierteln des Spiels plötzlich der Frust über die Schiri- Leistung in
technischen Fehlern, überhasteten Fehlwürfen und
Unkonzentriertheiten", so Sonntag. Die DJK, spielerisch keineswegs
überlegen, bestrafte jeden HSG-Fehler konsequent. Der Spitzenreiter
erzielte zwölf seiner 16 Treffer der zweiten Halbzeit durch
Tempogegenstöße. (gh)
Bannberscheid/Ems: Kessler - Maklezow, Zimmermann (3), N. Oster
(1), Grohs (1), Mohr (2), J. Oster (9/2), Stahl (7), Schäfer (5), Görg.
(RLZ vom 13.12.2004)
HSG-Reserve hielt es mit Sepp Herbergers
Weisheiten
Frauen-Oberligist
experimentierte in Trier und triumphierte in Neustadt
TRIER/NEUSTADT. Thomas Schmidt und
seine ihm angetraute Bianca sind im Handball mit nahezu allen Wassern
gewaschen. Am Wochenende standen binnen 22 Stunden gleich zwei Oberliga-Partien
für ihre Mädels der HSG Bad Ems/Bannberscheid II an. Doch es wurde
nicht gejammert. Vielmehr hielten es die Schmidts mit ihrem alten Fußball-Kollegen
Sepp Herberger. Der hatte anno 1954 ein Vorrunden-Match
gegen Ungarn abgeschenkt, um die Magyaren im WM-Finale zu überraschen.
2004 sah's so aus: Das Match bei der übermächtigen DJK MIC Trier II
wurde als Trainingseinheit benutzt, um für das anschließende Match bei
den nur zwei Zähler besser stehenden Sportfreunden Neustadt gewappnet
zu sein. Der Plan ging auf.
DJK MIC Trier II - HSG Bad Ems/Bannberscheid
II 40:17 (21:11). "Das ist eine andere Welt", zollte die
spielende Trainerin der Reserve des früheren Deutschen Meisters ein
Riesenlob. "Sie sind technisch versiert und haben einfach alles
drauf. Da hatten wir keine Chance." Kräfte sparen war also beim
verlustpunktfreien Spitzenreiter angesagt, denn die wurden tags darauf
gebraucht. Zudem bestand die Möglichkeit, das eine oder andere
auszuprobieren.
Sportfreunde Neustadt - HSG Bad
Ems/Bannberscheid II 20:27 (9:13). Thomas Schmidt war auf der Rückfahrt
auf der A 3 bestens gelaunt. "Wir haben nicht nur
erfolgreichen, sondern auch sehr schönen Handball gespielt",
betonte der Coach nach dem wichtigen Erfolg im Westerwald.
"Schnell, präzise, wenig technische Fehler, mannschaftlich sehr
geschlossen, viele Siebenmeter von verschiedenen Spielerinnen
herausgeholt", konkretisierte er.
Das es das beste Saisonspiel gewesen
war, darüber war sich das Ehepaar ebenfalls einig. Mit einer starken
Sabrina Dreger als Rückhalt - sie verbuchte eine unglaubliche Quote von
über 50 Prozent gehaltenen Bällen - suchten die Kombinierten die Lücken
und setzten sich gut durch. Nicht von ungefähr wurden ihnen jede Menge
Strafwürfe zugesprochen.
Die HSG hatte deutlich in Führung
gelegen, erlaubte den Neustädterinnen dann aber anschließend eine
Aufholjagd, die letztlich sogar zu einer Spfr-Führung
führte. Doch im Gegensatz zu vielen anderen vorangegangenen Oberliga-Partien
knickte der Aufsteiger diesmal nicht ein, sondern schlug unter der Regie
Maja Mädrichs ("Sie war der Chef auf dem Platz") eiskalt zurück.
"Früher war das oft ein Knackpunkt. Wir haben aber wieder viel Gas
gegeben", attestierte Thomas Schmidt seinen Mädels "Riesen-Fortschritte". Stefan
Nink
HSG Bad Ems/Bannberscheid II:
Dreger, Reichwein - Theobald (4 Tore in Neustadt; 0 in Trier), Klima, Mäncher
(6/2; 4/1), Gorn (4; 0), Mädrich (2; 1), Schmidt-Engels
(9/7; 4/1), Haberstock (0; 2), Strack,
Eichmann (2; 5), Hehl, Hildesheim (0; 1).
(RLZ vom 13.12.2004)
Wenig Fehlwürfe erlaubt
Weibliche B-Jugend der HSG Bad Ems/Bannberscheid
gewann 26:16
BAD EMS. Einen glatten 26:16 (17:6)-Sieg
feierten die von Esther Mohr und Jessica Oster trainierten B-Jugend-
Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid bei der HSV Rhein-Nette.
Nach verteilter Anfangsphase zogen die Gäste mit ihrem gefürchteten
Tempospiel davon. Überragend spielten Christina Keil, die vorne nicht
nur traf, sondern auch maßgeblich zu einer stabilen Deckung beitrug,
sowie Marei Lobs. "Die Tore waren verteilt, wir haben uns wenig
Fehlwürfe erlaubt", war Esther Mohr nach den zuletzt eher
durchwachsenen Vorstellungen mit den Darbietungen ihrer weiter
verlustpunktfreien Schützlinge diesmal zufrieden. (stn)
HSG Bad Ems/B.: Sabrina Rösler, Ramona Großstück - Marei Lobs
(6/3), Miriam Ulbrich (5), Christina Keil (6), Anna Mungenast (3/1),
Tina Strack (2), Sophie Heuchemer (2), Jenny Klima (1), Ann-Kathrin
Schüler, Anastasia Pauls (1).
(RLZ vom 14.12.2004)
Spieltag 04./05.12.2004
Bad Ems mit eigenen Waffen geschlagen
Handball-Oberliga:
Rumpfteam von der Silberau unterlag der HSG Biewer/Pfalzel 27:35 (12:17)
TRIER. Die Hypothek durch zahlreiche
Ausfälle war einfach zu groß, um den drei in Serie verbuchten
Heimsiegen auch einen Auswärtstriumph folgen zu lassen: In der Mäusheckerweg-Halle
bei der HSG Biewer/Pfalzel musste sich der Handball- Oberligist TV Bad
Ems gestern Nachmittag mit 27:35 (12:17) geschlagen geben.
Alexander Ulges - in den vergangenen
Wochen in formidabler Verfassung, aber schon in der Vorwoche durch eine
Verletzung zum Zuschauen gezwungen - wollte es wissen. Der flinke
"Fünfer" des TV Bad Ems stellte sich in den Dienst der
Mannschaft, hoffte, vielleicht doch den Belastungen eines Oberliga-Spiels
standzuhalten. Doch die Ernüchterung kam schon nach drei Minuten,
"da ging einfach nichts mehr", wie TVBE-Trainer Thomas Schmidt
bemerkte.
Obwohl die Probleme im Rückraum der
Kurstädter immer größer wurden, steckte die Mannschaft nicht auf,
sondern bot den Gastgebern einen leidenschaftlichen Kampf. Auch als
Biewer/Pfalzel von 7:6 auf 12:6 davon gezogen war, konterte Bad Ems und
arbeitete sich wieder auf zwei Tore heran (14:12). Das gleiche Kunststück
gelang dem "letzten Aufgebot" (Schmidt) nach dem Wechsel, als
von 12:17 auf 17:19 und 19:23 verkürzt wurde. "Ich kann der
Mannschaft absolut keinen Vorwurf machen, die Jungs pfeifen einfach aus
dem letzten Loch. Trotzdem haben sie alles gegeben", lobte Schmidt
die Einsatzbereitschaft seiner Handballer. Dass diese nicht belohnt
wurde, hatte für Schmidt vier Gründe:
1
"Einer der beiden Schiedsrichter hat uns tierisch in die Mangel
genommen", fand der TVBE- Coach. "Das waren sehr
umstrittene Entscheidungen."
2
Christian Stein und Marc Köhler - "zwei Riesen", wie Schmidt
sagte - haben den TV Bad Ems fast im Alleingang abgefertigt. Und das
ausgerechnet mit einem Mittel, das sonst das Spiel des TV Bad Ems
auszeichnet. Schmidt: "Die haben uns einfach mürbe gespielt."
3
Die Torhüter Carsten Noll und Christian Adler konnten in 60 Minuten nur
acht Bälle parieren. "Das ist eindeutig zu wenig", fand
Thomas Schmidt.
4
Letztlich hat dem TV Bad Ems auch die Kraft gefehlt. Schmidt: "Wir
konnten diesmal die Aufgaben nicht verteilen, sondern mussten mit
unserem Rumpfteam durchspielen." (ros)
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Krenzer (8/4), Pesek (5), Klute (6/2), Lohmann (1), Ad.
Ulges (2), Wallroth, Oeser (2), Al. Ulges, Driesch (3).
(RLZ vom 06.12.2004)
Oeser Dreh- und Angelpunkt
Verbandsliga Ost: TV Bad Ems II kam beim SV
Urmitz II zu 28:23-Sieg
URMITZ. Unter der Regie von Betreuer Norbert Lehmler, der
die etatmäßige Trainerin Martina Noll vertrat, feierten die
Verbandsliga-Handballer des TV Bad Ems II bei
der zweiten Welle des Regionalligisten SV Urmitz einen 28:23 (16:11)-Erfolg
und zogen mit dem Gegner gleich.
"Das war eine sehr gute Leistung. Die Jungs haben
alles abgerufen und auch die 50- minütige Manndeckung gegen Udo Helbach
verkraftet", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser.
Mit Otwin Kleinschmidt im Tor, der viele sehenswerte
Paraden zeigte und unter anderem drei Urmitzer Strafwürfe abwehrte, und
Simon Oeser, der aus dem Rückraum nicht nur das Spiel sehr gut lenkte
und seine Nebenleute immer wieder gut in Szene setzte, sondern dazu auch
immer wieder torgefährlich wurde und in der Abwehr unersetzlich war,
hatten die geschlossen auftretenden Gäste zwei überragende Akteure in
ihren Reihen.
Kurz vor der Pause war der TVBE
davongezogen. Zwar kamen die Urmitzer noch einmal auf zwei Tore heran
(16:18), doch dann setzten sich die Silberauer wieder ab und schaukelten
das Ding souverän nach Hause. (stn)
Bad Ems II: Kleinschmidt - Schneider (6/1), Oeser (6), Wallroth
(1), Furtak, Schäfer (1), Balmert (4), Helbach (7/2), Zöller (1), Wolf
(2).
(RLZ vom 06.12.2004)
Langenhuysen hielt klasse
HACHENBURG. Eine 27:31 (13:15)-Niederlage
bei der SG Hachenburg/Bad Marienberg kassierte der TV Bad Ems III in der
Handball-Landesliga. "Wir haben gegen die
mit einigen Routiniers angetretenen Kombinierten gut mitgehalten",
lobte Klaus Ohnhäuser. "Aber wir haben den Linkshänder nicht in
den Griff bekommen und in der zweiten Halbzeit zu viele Chancen
vergeben." Eine starke Leistung attestierte er TV-Keeper Stefan
Langenhuysen. (stn)
TV Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz (3), Schreiber (5),
Sauerwein (7/2), Secker (4), Wohkittel, Minor (3), B. Pammer (1),
Schrabback (1), C. Pammer, Schaarschmidt (1), Scheffler (1).
(RLZ vom 06.12.2004)
Nur Mäncher gefiel
Oberliga: HSG-Reserve brach bei Rhein-Nette
ein
ANDERNACH. Dass Thomas Schmidt von einer "hoch
interessanten Partie" sprach, hatte das durchaus seinen Grund, war
aber eigentlich so gemeint: Für den Frauenhandball-Oberligisten
HSG Bannberscheid/Bad Ems II war das 18:30 (11:15) beim HSV Rhein-Nette
eine ganz bittere Angelegenheit. "Bis zur 28. Minute hat die
Mannschaft stark gespielt und gut mitgehalten", fand auch Trainer
Schmidt. Aber dann... Die Reserve lag nur 11:12 zurück, spielte in
doppelter Überzahl, war in Ballbesitz - und trotzdem traf Rhein-Nette.
Nicht nur einmal, sondern gleich drei Mal. Was nach dem Wechsel folgte,
beschrieb Schmidt so: "Wir sind eingebrochen wie die Freiburger Fußballer
in der Bundesliga. Und das, weil sich einige Spielerinnen völlig haben
gehen lassen." Gehen oder besser gesagt laufen gelassen haben sie
auch die HSV-Spielerinnen, die fast alle Tore per Gegenstoß markierten.
"Das hat Folgen", kündigte Schmidt an und nahm nur eine
Spielerin von der Rundum-Kritik aus:
"Carolin Mäncher hat überragend gespielt, wurde aber im Stich
gelassen." (ros)
HSG II: Dreger, Reichwein - Haberstock (2), Hildesheim (1), Gorn,
Theobald (1), Schmidt-Engels (3/1), Mädrich
(2), Eichmann, Klima, Mäncher (9/1).
(RLZ vom 06.12.2004)
Die Tränchen waren schnell getrocknet
Handball: Einen Sieg und eine Niederlage gab's
für die Mädels der HSG Bannberscheid/Bad Ems
BAD EMS. Während die B- Jugendlichen im Heimspiel gegen
den TuS Weibern den nächsten Sieg einfuhren, mussten sich die C-Jugend-
Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid bei der HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim
geschlagen geben.
B-Jugend: HSG Bad Ems/ Bannberscheid
- TuS Weibern 16:11 (7:3).
Zur Halbzeit lagen die HSG-Mädchen zwar klar vorne, doch zu Beginn des
zweiten Abschnitts kehrte der Schlendrian ein, was zu einem 8:9-Rückstand
führte. "Dann haben wir eine Auszeit genommen und die Mädels
daran erinnert, dass wir eigentlich gewinnen wollten", so Trainerin
Esther Mohr. Der Weckruf kam rechtzeitig, so dass noch ein klarer Erfolg
heraussprang. Mohr: "In der Abwehr spielten wir stark, doch vorne
fehlte nicht nur wegen der vier vergebenen Siebenmeter die
Treffsicherheit." In die diesmal kleine Schützenliste trugen sich
Miriam Ulbrich (7/2), Tina Strack (5/1), Marei Lobs (3/1) und Anna
Mungenast (1/1) ein.
C-Jugend: HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim
- HSG Bad Ems/Bannberscheid 18:13 (10:8). In einem auf hohem Niveau
stehenden Match mussten die Gäste zwar eine bittere Schlappe
quittieren, doch Trainerin Esther Mohr lobte: "Das war ein schönes
Spiel mit sehenswerten Aktionen auf beiden Seiten. Beide Mannschaften
waren gleich stark." Zwar gab's hinterher Tränen der Enttäuschung
bei ihrer Mannschaft, doch Mohr fand's nicht schlimm, dass ihre Schützlinge
auch einmal leer ausgingen. "Damit müssen wir umgehen lernen. Es
ist noch alles drin für uns. Wir müssen aus der Niederlage die
richtigen Schlüsse ziehen. Jetzt wissen wir, woran wir noch arbeiten müssen." Tore
der Gäste: Katharina Heinz (6), Patricia Kessel (3), Jacqueline
Kessel (2), Julia Weinberg (1/1) und Vanessa Sonntag (1). Stefan
Nink
(RLZ vom 08.12.2004)
Spieltag 27./28.11.2004
Krenzers früher Fünferpack
Handball-Oberliga: Der
TV Bad Ems siegte mit 28:22 gegen die HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim
II
Als dritter Gast in Serie reiste
die HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim II zum TV
Bad Ems. Nach den Pflichtsiegen über Trier und Prüm lösten die Bad
Emser auch diese - ungleich schwierigere - Aufgabe souverän.
BAD EMS. Einträchtig rangieren der
TV Bad Ems und die HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim
II in der Tabelle der Handball-Oberliga jenseits
von Gut und Böse. Beide Teams sind mit Heimstärke gesegnet, so dass
der TVBE das Team von Ralf Koch in eigener Halle mit 28:22 (17:13) Toren
bezwang.
Dabei merkte man den Kurstädtern die
angespannte Personalsituation kaum an. Neben den Langzeitverletzten
Hildesheim und Hens fiel auch noch Alexander Ulges kurzfristig aus.
"Dann müssen wohl andere einspringen", dürfte sich Michael
Krenzer gedacht haben und markierte in den ersten sieben Spielminuten
kurzerhand fünf Treffer. Der Top-Torjäger des
TVBE schuf sich auf links seine Freiräume und präsentierte sich sowohl
aus dem Spiel heraus als auch vom Siebenmeterpunkt abgebrüht. So
entschied Krenzer das Duell gegen Mülheims Treffsichersten, Sascha
Zerwas, letztlich mit 12:7 für sich.
Das variable Offensivspiel der Kurstädter
hielt die HSG stets auf überschaubarer Distanz: War Krenzer kurzzeitig
abgemeldet, vollstreckten wahlweise Adrian Ulges von Rechtsaußen oder
der wuchtige Andreas Klute, der sich ein ums andere Mal unnachahmlich
durch die gegnerische Abwehrreihe tankte. Ab und an gönnten sich die
Hausherren jedoch eine Verschnaufpause, so dass sie nicht entscheidend
davonzogen. "Der Akku ist einfach leer", zeigten Thomas
Schmidt und Klaus Ohnhäuser unisono Verständnis.
"Eigentlich", so Schmidt,
"eigentlich kann man keinen aus der Mannschaft herausheben."
Getan hat er dies aber doch, weil sich drei Spieler besonders aufdrängten.
Neben den besagten Krenzer und Ulges lobte er auch Christian Adler, der
zur zweiten Hälfte für den keineswegs schlechten Carsten Noll den
Kasten glänzend hütete. "Den Wechsel", so stellte Schmidt
klar, "den haben die beiden unter sich vereinbart."
Nur rund zehn Minuten vor Spielende
witterte die kampfstarke HSG nochmals Morgenluft. "Da sah es nicht
schlecht aus, aber durch technische Fehler haben wir diese Chance
verpasst", sagte HSG- Coach Ralf Koch, den ebenfalls Personalnöte
plagten. Andreas Klute und Adrian Ulges bauten nach dem
zwischenzeitlichen 24:21 die Führung aber in nur 30 Sekunden wieder auf
26:21 aus. "Der Sieg für Bad Ems", so stellte Koch ohne
Umschweife fest, "geht völlig in Ordnung." Sven
Stadtmüller
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch (1), Lohmann (1), Bargmann (2), Ulges (5), Krenzer
(12/7), Wallroth, Bahr (1), Pesek (1), Klute (5).
HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim II:
Wagner, Perne, Israel (1), Frye (2), Dominik Moos (1), Hahn (3), Zerwas
(7/4), Baulig (5), Lohner (1), Alexander Moos (2), Flöck.
Schiedsrichter: Nemeth/Tierbach (Bad Neuenahr/Neuwied)
Zuschauer: 200.
(RLZ vom 29.11.2004)
Schnelle Antwort
TVBE unterlag 30:34
BAD EMS. Das war eine äußerst
spannende Angelegenheit bis in die Schlussphase, doch letztlich wurde
der TV Bad Ems II in der Verbandsliga Ost beim 30:34 (14:14) gegen den
Vorjahres-Dritten TuS Westerburg unter Wert
geschlagen. Dabei hatten die Kurstädter einen tollen Start hingelegt,
führten nach einer bis dahin nahezu fehlerfreien Vorstellung mit 9:5,
ehe die Westerwälder wieder herankamen. So wechselte die Führung hin
und her, zwischenzeitlich war der TuS auf drei Treffer davongezogen, ehe
der TVBE beim 20:20 erstmals wieder ausgeglichen hatte. Doch in den
letzten Minuten der Partie hatten die Westerburger nach Gegentoren mit
der schnellen Mitte immer wieder postwendend die richtige Antwort parat.
Zudem war ihr Kreisläufer Lenze nicht zu halten. Er trug sich
stattliche 15 Mal in die Schützenliste ein. "Da haben wir in der
Abwehr nicht gut gestanden und ließen extrem schnelle Tore zu. Das
Spiel hätte genauso gut auch andersrum ausgehen können", sagte
TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. (stn)
TV Bad Ems II: Funda, Kleinschmidt - Krausbeck, Oeser (3), Furtak
(2), Schäfer (4/1), Balmert (4), Helbach (5), Schneider (1), Rüge
(5/1), Zöller (6), Wallroth.
(RLZ vom 29.11.2004)
Guter Angriff, aber schwache Abwehr
Bannberscheid/Bad Ems unterlag Nieder-Olm
WIRGES. Die Handballerinnen der HSG
Bannberscheid/Bad Ems mussten sich dem Tabellenvorletzten der
Regionalliga Südwest, dem TV Nieder-Olm, in
eigener Halle mit 34:35 (19:19) geschlagen geben.
An der Niederlage konnte auch der 26.
Geburtstag von HSG-Spielerin Tatjana Maklezow nichts ändern. Die Frauen
um das Trainerduo Hanjo Neeb/Volker Sonntag konnten zu Spielbeginn gut
mit ihrer Favoritenrolle umgehen und lagen bis zur 21. Minute in
Führung. Doch die Gäste aus Nieder-Olm glichen
zum 15:15 aus und gingen kurze Zeit später gar in Führung (17:16).
Neeb hatte denn auch in der Pause
zurecht etwas zu bemängeln. "Die Abwehr stand ganz schlecht,
dafür war der Angriff gut. Doch wenn ein Teil schlecht ist und der
andere Teil dafür gut, dann kann man eben nicht gewinnen", so
HSG-Trainer Neeb. Auch in Abschnitt zwei konnten die Westerwälderinnen
die Worte ihrer Trainer nicht umsetzen, auch wenn das Spiel dadurch
nicht an Spannung verlor. Ein ständiger Führungswechsel und viele
Zeitstrafen ließen die Emotionen hochkochen. "Ihr müsst arbeiten,
aber ihr dürft nicht zu hart reingehen." Ein letzter Tipp von Neeb
bei einer Auszeit zehn Minuten vor Schluss. Aber das Glück spielte
nicht mit der HSG Bannberscheid/Bad Ems. Drei Minuten vor Schluss
kassierte Petra Stahl nach wiederholtem Foulspiel beim Stande von 34:34
die Rote Karte. Gleichzeitig gab es einen Siebenmeter für den TV - und
Tanja Caliari ergriff die Chance. 34:35 und noch 17 Sekunden zu spielen.
Das Trainerduo nahm wiederum eine Auszeit und setzte alles auf eine
Karte: Torfrau Anja Kessler wurde ausgewechselt, um wenigstens noch ein
Unentschieden herbeizuführen. Doch der Gabentisch blieb leer. Nicole
Kron
HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler - Maklezow (2),
Zimmermann (4), Grohs (2), N. Oster (2), Mohr (6/5), J. Oster (9), Stahl
(6/3), Schäfer (3).
(RLZ vom 29.11.2004)
Die neue Taktik trägt erste Früchte
Oberliga: HSG-Reserve feierte zweiten Sieg
BAD EMS. Sie hatten sich viel vorgenommen, zeigten großes
Engagement und wurden diesmal auch belohnt: Mit dem 22:19 (13:9) gegen
die HSG Mülheim- Kärlich/Bassenheim feierte die Reserve der HSG
Bannberscheid/Bad Ems ihren zweiten Sieg in der Handball-Oberliga
der Frauen und darf nun hoffen, doch noch mit Anschluss ans Mittelfeld
zu überwintern.
"Die Mädels waren nach den guten Eindrücken vom
Training selbstbewusst und haben gesagt: Wir gewinnen", berichtete
Thomas Schmidt, Trainer der HSG Bannberscheid/Bad Ems II, nach dem
"Nerven aufreibendsten Spiel, das ich je mitgemacht habe". Und
Schmidts Frauen ließen den starken Worten ebensolche Taten folgen. Nach
ausgeglichenem Beginn gegen die läuferisch starken Gäste ließ die
HSG-Reserve den Ball immer sicherer durch die eigenen Reihen wandern. Am
Kreis machte Spielertrainerin Bianca Schmidt-Engels
einen sehr guten Job, war stets anspielbereit und verwandelte eiskalt.
"Meine Frau hat in der ersten Hälfte wirklich sehr gut
gespielt", gab's auch vom Ehemann Worte des Lobes. "Die
taktische Umstellung, die wir vor drei Wochen vorgenommen haben,
fruchtet jetzt", freute sich Schmidt. Er hatte seine Gattin für
Carolin Mäncher an den Kreis beordert. Mäncher selbst blüht seitdem
im linken Rückraum auf, gegen Mülheim-Kärlich
traf sie sieben Mal und war somit beste Werferin ihres Teams.
Trotz dieser positiven Entwicklungen beim Aufsteiger wurde
es am Ende spannend. "Es hat sich einfach bemerkbar gemacht, dass
die Kräfte fehlten und wir nicht mehr wechseln konnten", sagte
Schmidt, der schon nach einer Minute den ersten Dämpfer zu verdauen
hatte. Kirsten Leukel zog sich eine Platzwunde zu und musste fortan
passen, wodurch die grippegeschwächte Eva Eichmann durchspielen musste.
Wie sie bissen alle anderen HSG II- Handballerinnen auf die Zähne
und brachten den dünnen Vorsprung - auch dank einer überragenden
Sabrina Dreger im Tor - über die Zeit. Marco Rosbach
HSG II: Dreger, Reichwein - Haberstock (1), Hildesheim, Gorn,
Theobald (3), Schmidt-Engels (6/1), Mädrich
(1), Eichmann (4), Leukel, Klima, Mäncher (7/4).
(RLZ vom 29.11.2004)
Mit Tempo zu deutlichen Siegen
Jugendhandball: B- und C-Mädels der HSG Bad
Ems/Bannberscheid stark
BAD EMS. Die Nachwuchshandballerinnen
der HSG Bad Ems/Bannberscheid bleiben auf Erfolgskurs. Die B-Jugend
setzte sich gegen die Sportfreunde Neustadt am Ende deutlich mit 22:4
durch, nachdem es zur Pause lediglich 6:3 geheißen hatte. Bis dahin
standen die Mädchen zu lange in der Abwehr und vertändelten im Angriff
viele Bälle. Die Trainerinnen müssen in der Kabine deutlich und
richtige Worte gefunden haben, denn nach Wiederanwurf waren ihre Schützlinge
kaum noch wiederzuerkennen. "Nach der Pause lief's wie am Schnürchen.
Da war viel Tempo drin und wir haben ein ganz anderes Spiel als noch vor
dem Wechsel gemacht", lobte Trainerin Esther Mohr. Die
Trefferausbeute teilten sich Miriam Ulbrich (9), Marei Lobs (5/1), Anna
Mungenast (5), Tina Strack (2/1) und Anastasia Pauls.
Mit 27:15 (16:7) setzte sich die C-Jugend der
HSG gegen den TuS Weibern durch. Nach anfänglichen Problemen (7:6)
zogen die Kombinierten das Tempo merklich an und war in der Folge vom
Bundesliga- Nachwuchs auch nicht mehr zu halten. Die Zwillinge Patricia
(10/1) und Jacqueline Kessel (9) trafen nach Belieben, zudem trugen sich
Katharina Heinz (5), Julia Weinberg (2) und Sarah Rheinbay in die üppige
Schützenliste ein. Sina Seel feierte im HSG-Tor ein ordentliches Debüt.
Nächste Woche geht's zum Top-Spiel zur HSG Mülheim.
Da kommt's dann auch zum Duell der Trainerinnen Esther Mohr und Nathalie
Oster, die zusammen im Regionalliga- Team stehen. (stn)
(RLZ vom 30.11.2004)
Spieltag 20./21.11.2004
So macht's wirklich keinen Spaß
Handball-Oberliga:
TV Bad Ems landete gegen Schlusslicht SK Prüm beim 29:16 im Schongang
den erwarteten klaren Sieg
Die Oberliga-Handballer
des TV Bad Ems erledigten glanzlos ihre Pflichtaufgabe gegen den
punktlosen Tabellenletzten SK Prüm.
BAD EMS. Zwar landeten die Oberliga-Handballer
des TV Bad Ems mit dem 29:16 (13:9) gegen den SK Prüm einen deutlichen
Sieg, doch zufriedene Gesichter gab's deshalb nicht. "So macht's
keinen Spaß", ließ TVBE-Coach Thomas Schmidt Dampf ab, und sein
Kollege Klaus Ohnhäuser kommentierte das Reichen eines kühlen Bieres
lakonisch: "Das war das Beste des gesamten Spiels."
Den knapp 150 Zuschauern wurde in der
Silberauhalle eine Partie der nicht ganz alltäglichen Art geboten. Die
Gäste aus der Schnee-Eifel, die nur in punkto
Trommler auf der Tribüne einigermaßen mithalten konnten, ließen nämlich
in jeglicher Hinsicht Oberliga- Format vermissen. Nur ihr Torwart
Andreas Geist sorgte mit seinen Paraden dafür, dass das Ergebnis noch
einigermaßen im Rahmen blieb. "Macht mir den Hampelmann nicht
stark", hatte Schmidt von seinen Schützen gefordert, die eher lässig
an die Würfe heran gingen als dass der SKP- Schlussmann ein außerordentlicher
Meister seines Fachs gewesen wäre.
Zwei Punkte aber ließ das Trainer-Duo
erzürnen:
1
Die mangelnde Souveränität ihrer Sieben, die im Schongang gegen den
schwachen Gegner ihr Pensum abspulte, anstatt mit viel mehr Tempo die Prümer
in ärgste Schwierigkeiten zu bringen. "Wir haben die Gelegenheit
verpasst, ein attraktives Spiel zu liefern."
2
Die Härte des punktlosen Schlusslichts: "Die haben nichts drauf
und wollen mit Alte-Herren-Tricks
etwas werden. Das war ganz arm. Die Schiedsrichter haben zudem viele
Mitleids-Entscheidungen gefällt. Dabei waren
wegen Greifens in den Wurfarm mindestens zwei rote Karten gegen Prüm fällig",
beklagte Schmidt die ruppige Gangart.
Dabei hatten er und Ohnhäuser vorher
noch eindringlich gewarnt, die Pflichtaufgabe gegen die Prümer, die zur
Oberliga gekommen sein müssen wie die Jungfrau zum Kinde, mit
tadelloser Einstellung anzugehen. Doch es nutzte nichts. Denn wenn man
sich in der vierthöchsten Spielklasse mehr Schwergewichten als
drahtigen Spielern gegenüber steht, ist klar, dass die Partie auch mit
Halbgas deutlich gewonnen wird und die Konzentration zu wünschen übrig
lässt. "Da kann man vorher noch so viel predigen", so Ohnhäuser,
der sich trotzdem mehr Dominanz seiner Schützlinge gewünscht hatte.
Und Schmidt ergänzte: "Auch gegen einen solchen Gegner kann man
ein Stück weiterkommen, was gegen stärkere Konkurrenz unbedingt nötig
ist." Stefan Nink
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (2), Alexander Ulges (2), Lohmann
(3), Bargmann (1), Adrian Ulges (4), Krenzer (10/6), Pesek (2), Klute
(5).
(RLZ vom 22.11.2004)
Bei doppelter Überzahl gepennt
Verbandsliga Ost: TV Bad Ems II unterlag 23:28
bei der HSG Römerwall II
RHEINBROHL. Von wegen Morgenstund'
hat Gold im Mund: Mit 23:28 (13:18) mussten sich die Verbandsliga-
Handballer des TV Bad Ems II bei der zweiten Welle des Regionalligisten
HSG Römerwall geschlagen geben. Dabei begann's nach Wunsch für die
Reserve von der Insel Silberau, denn sie lag mit 9:6 vorne und durfte
knappe zwei Minuten in zweifacher Überzahl agieren. Doch es geschah das
Unerklärliche: Während der TVBE in dieser Phase gänzlich leer
ausging, glückten den Römerwallern satte drei Tore. Während die Schützlinge
von Trainerin Martina Noll daran mächtig zu knabbern hatten, legten die
Gastgeber weitere fünf Treffer nach und sorgten so früh für die
Vorentscheidung.
"Das war der Knick, von dem wir
uns nicht mehr erholten", berichtete TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser.
Außerdem wirkte sich aus, dass der eine oder andere Bad Emser nicht
ganz gesund in die Partie gegangen war und die Rückraumspieler zu wenig
Akzente setzen konnten. So gab's keine Chancen auf eine Wende. (stn)
TV Bad Ems II: Funda, Kleinschmidt - Oeser (1), Balmert (1),
Krausbeck (3), Schneider (9), Helbach (4), Furtak (1), Schäfer (2), Zöller,
Wolf (2).
(RLZ vom 22.11.2004)
Am Ende schön platt
Landesliga: Moselweiß II - TV Bad Ems III
32:23
MOSELWEISS. Zwei grundverschiedene
Halbzeiten boten die Landesliga-Handballer des
TV Bad Ems III, die nach 30 Minuten beim TV Moselweiß II knapp mit
15:14 die Nase vorne, am Ende aber noch deutlich mit 23:32 den Kürzeren
gezogen hatten. Bei den Gästen fehlten einige Rückraumspieler, so dass
diejenigen, die auf dem Feld standen, durchspielen mussten und am Ende
ganz schön platt waren. Zudem wurden viele Chancen von den Außenpositionen
vergeben. "Die Moselweißer waren uns in der Schlussphase
konditionell überlegen. Mit kompletter Mannschaft wäre es für uns
jedoch sicher anders gelaufen", so TVBE-Macher Klaus Ohnhäuser. (stn)
TV Bad Ems III: Langenhuysen - Heinz (3), B. Pammer (1), M.
Sauerwein (10/5), Schaarschmidt (1), C. Pammer (1), Schreiber (3), Minor
(3), Scheffler (1), R. Sauerwein.
(RLZ vom 22.11.2004)
HSG chancenlos gegen Lützellinden
Handball: HSG Bannberscheid/B. Ems 28:39
GIESSEN. "40 starke Minuten,
dann kam der Einbruch", bilanzierte Volker Sonntag, Trainer der
Handball-Frauen der HSG Bannberscheid/Bad Ems,
nach der 28:39 (15:18)-Niederlage beim Ex-Bundesligisten
TV Lützellinden, der damit einen Spitzenplatz in der Regionalliga
festigte.
In der ersten Halbzeit konnten die Gäste
aus dem Westerwald die Partie weitestgehend ausgeglichen gestalten. Zwar
lag die HSG immer hinten, der Toreabstand betrug jedoch maximal drei
Treffer. "Dennoch hatte ich eigentlich nie das Gefühl, dass wir
dieses Spiel wirklich noch einmal drehen könnten", so Sonntag. Ein
schon von der Papierform her fast unmögliches Unterfangen, schließlich
stehen noch immer ehemalige Nationalspielerinnen im Aufgebot des TV, der
zudem unter der Woche mit Marina Budecevic eine Spielerinn aus Österreichs
erster Liga verpflichtete. "So eine Spielerin kann man nicht
stoppen. Die wurde vor vier Tagen verpflichtet und macht mal eben 15
Tore gegen uns", so das Trainerduo.
Nach 40 Spielminuten mussten die
Kombinierten die Gastgeber dann auch ziehen lassen. Hatte es zu diesem
Zeitpunkt noch 23:25 aus Sicht der Gäste gestanden, so lag man sechs
Minuten später bereits mit 23:32 zurück.
"Wir wollten keine 40 Tore
kassieren. Das ist uns gelungen", so Sonntag, der ergänzt:
"Ich wüsste nicht, wer dieses Team schlagen soll." (tn)
HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler - Maklezow (1),
Zimmermann, N. Oster (1), Görg, Grohs, Mohr (7/6), J. Oster (8), Stahl
(5), Schäfer (6).
(RLZ vom 22.11.2004)
Kessel-Zwillinge in sehr guter Torlaune
Jugendhandball: Erfolgreiche HSG-Mädchen
BAD EMS/WIRGES. Zwei deutliche Auswärtssiege feierte der
weibliche Handball- Nachwuchs der HSG Bad Ems/Bannberscheid.
Die B-Mädchen kamen beim TV Arzheim zu einem 17:11 (8:4)-Sieg
und imponierten vor allem durch Teamgeist und Kampfkraft. Trotzdem
konnte das Trainerduo Jessica Oster/Esther Mohr - vor allem mit der
Schiedsrichter-Leistung - nicht ganz zufrieden
sein. In erster Linie deshalb, weil gleich fünf Strafwürfe ungenutzt
blieben und die Arzheimer nach der Pause auf zwei Tore herankamen.
HSG: Sabrina Rösler, Ramona Großstück - Miriam Ulbrich (3),
Marei Lops (4/1), Sophie Heuchemer (2), Christina Keil (2), Tina Strack
(5/3), Anna Mungenast (1), Jenny Klima, Ann-Kathrin
Schüler.
Die C-Girls landeten bei der HSV Rhein-Nette
einen 28:18 (13:8)-Erfolg, bei dem sich vor
allem die Kessel-Zwillinge als sehr treffsicher
erwiesen. Sylvia Sonntag im HSG-Tor verdiente sich mit drei parierten
Siebenmetern und mehreren tollen Paraden ebenfalls die Bestnote. Dabei
hielten die in der Abwehr zuweilen sehr hart zupackenden Rheinländerinnen
zunächst prächtig mit (6:6), doch dann kam das HSG-Spiel auf Touren.
HSG: Sylvia Sonntag - Jacqueline Kessel (9), Julia Weinberg (3),
Katharina Heinz (4), Alexandra Weisbrod, Sarah Rheinbay, Vanessa
Sonntag, Patricia Kessel (12), Jill Dokulil, Leona Rosenthal.
(RLZ vom 23.11.2004)
Spieltag 13./14.11.2004
Mit "Ohnis" Taktik zum Kantersieg
Handball-Oberliga: TV
Bad Ems fegte die DJK MIC Trier mit 41:28 aus der Silberau-Halle
- Völlig unbeeindruckt von der Härte
"Wir woll'n die 40
sehen", skandierte der begeisterte Bad Emser Anhang knapp zwei
Minuten vor dem Abpfiff der Oberliga-Partie
gegen Trier. Joachim Bahr erfüllte ihnen diesen Wunsch. Und Yvo Pesek
setzte sogar noch einen drauf.
BAD EMS. Das muss Balsam für die
geschundenen Seelen gewesen sein. Bereits Mitte der zweiten Halbzeit
gab's lachende Gesichter auf der Bad Emser Bank, Trainer Thomas Schmidt
konnte mit verschränkten Armen auf seinem Stuhl dem Wirbel seiner Schützlinge
ganz locker zuschauen. Mit 41:28 (20:13) fegte der TV Bad Ems in der
Handball-Oberliga die DJK MIC Trier vom Feld.
Die Kurstädter demonstrierten einmal mehr ihre beeindruckende Heimstärke,
immer wieder angetrieben vom fantastischen Publikum. "Die Jungs
wollen einfach das Jaaaaa aus 200 Kehlen hören und gehen ohne
Kompromisse durch", lobte Schmidt die tolle Atmosphäre auf der
Insel Silberau.
Es fehlte zwar der komplette erste Rückraum, doch mit unbändiger
Kondition und nimmermüdem Laufspiel wurde der Gast, der "läuferisch
Welten hinter uns herhinkt" (O-Ton Schmidt) in die Schranken
gewiesen. Keeper Christian Adler, der meist nur durch Schläge ins
Gesicht zu bremsende Alexander Ulges und der nervenstarke Michael
Krenzer - das waren die Matchwinner in der geschlossenen Bad Emser
Sieben. Schmidt: "Wir haben genügend Leute, die stark genug sind,
um diese gravierenden Ausfälle zu ersetzen. Engagiert waren wir wie in
dieser Saison zuvor noch nicht."
Und selbst die rustikale Spielweise
der Moselaner konnte dem bärenstarken TVBE nichts anhaben. "Selbst
davon haben wir uns heute nicht beirren lassen", freute sich der
heißblütige Übungsleiter, dass seine Jungs die teilweise unfaire
Gangart der Trierer mit Gegentreffern konsequent bestraften. Doch nicht
nur die Mannschaft, sondern auch der kongeniale Partner Klaus Ohnhäuser
bekam Lob ab. "Wir waren unterschiedlicher Meinung über die Taktik
und haben Ohnis Taktik gespielt", war Schmidt froh, auf den
"alten Hasen" gehört zu haben. Und wie sahen die Differenzen
aus? "Das bleibt unter uns und geht die Öffentlichkeit nichts
an", feixte Schmidt. Stefan Nink
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (3), Alexander Ulges (7), Lohmann
(2), Adrian Ulges (1), Krenzer (14/6), Bahr (6), Pesek (5), Klute (3).
Schiedsrichter: Trarbach/Schmidt (Kirchberg).
Zuschauer: 200.
(RLZ vom 15.11.2004)
Valeriy Schneider avancierte zum Mann des
Tages
BAD EMS. Der TV Bad Ems ist in der
Handball-Verbandsliga Ost wieder im "grünen
Bereich". Nach zwei Niederlagen am vorangegangenen Wochenende
feierte das Team von Trainerin Martina Noll gegen den TuS Kaisersesch
einen deutlichen 31:24 (11:8)- Erfolg. Der Heimsieg war nie gefährdet.
Früh hatte sich die zweite Welle von der Insel Silberau einen Vier-Tore-Vorsprung
herausgeworfen, den sie nicht mehr abgab und am Ende sogar noch
ausbaute. Nach der Pause schlugen die Bad Emser endlich mehr Kapital aus
den 1:1-Situationen. Stützen konnten sich die
Gastgeber auf ihre sichere Deckung, die nicht viel zuließ. Zum Mann des
Tages avancierte Valeriy Schneider, der nicht nur wegen seiner acht
Treffer hervorstach. "Alles in allem ein überzeugender Sieg
unserer Mannschaft", lobte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. (stn)
TV Bad Ems II: Funda, Schmidt - Wallroth (4), Krausbeck (1),
Schneider (8), Oeser (5), Furtak, Schäfer (2), Balmert (4), Rüge,
Helbach (6/2), Zöller (1).
(RLZ vom 15.11.2004)
Selbstbewusst zum ersten Heimsieg
Handball Regionalliga: HSG Bannberscheid/Bad
Ems bezwang den TV Idstein mit 29:26 (12:8)
WIRGES. Hanjo Neeb fragte ganz
verdutzt nach: "War das unser erster Heimsieg?" Der Trainer
der Regionalliga-Handballerinnen der HSG
Bannberscheid/Bad Ems konnte es kaum glauben, aber der 29:26-Erfolg
über den TV Idstein war tatsächlich der erste doppelte Punktgewinn vor
eigenem Publikum in dieser Saison.
Das Geheimnis des Erfolges hatte der Coach auch gleich parat.
"Durch die letzten Spiele haben wir mehr Selbstvertrauen." Das
hat sich sein Team auswärts mit drei Siegen geholt und nun auch in
eigener Halle demonstriert. Dank starker Deckung kam Idstein kaum zum
Torwurf. Im Angriff spielte die HSG variabel und führte schnell 8:3.
Die Gäste wirkten ungefährlich, und als Bannberscheid/Bad Ems per
Zwischenspurt zu Beginn der zweiten Hälfte auf 18:11 durch den sechsten
Treffer der starken Chris Zimmermann davonzog, schien die Partie
entschieden.
Nach 50 Minuten war der Vorsprung
aber auf 21:18 geschrumpft. Idsteins Rückraum traf, und die Vereidigung
wurde kompakter. "Das Selbstvertauen hilft, auch knappe Situationen
zu überstehen." Hanjo Neeb wusste, warum das Spiel nicht kippte
und seine Mannschaft einen Heimsieg bejubeln durfte. Jessica Oster und
Tanja Schäfer trugen dabei einen großen Anteil zum Erfolg bei. Stefan
Freisberg
HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert, Kessler - Maklezow, Zimmermann
(7), N. Oster (1), Grohs (1), Mohr (3/1), J. Oster (8/2), Stahl (4), Schäfer
(3), Görg (2).
(RLZ vom 15.11.2004)
Jetzt fehlt nur noch Konstanz
Frauen-Oberliga: HSG
Bad Ems/Bannberscheid II unterlag Engers 22:26
BAD EMS. Im siebten Oberliga-Spiel
setzte es für die Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid II beim
22:26 (12:13) gegen den TV Engers zwar die bereits sechste Niederlage,
doch das gastgebende Team, das im Vorjahr für die Bezirksliga mehrere
Nummern zu groß war, kommt langsam in der höheren Spielklasse an.
Spielertrainerin Bianca Schmidt-Engels, die
gemeinsam mit ihrem Gemahl Thomas die Mädels unter ihren Fittichen hat,
sah's hinterher positiv. "Ich bin sehr zufrieden mit dem
Spiel", konnte sie ihrer Mannschaft nach der Partie keine großen
Vorwürfe machen. Im Gegenteil. Die so gefürchteten Tempogegenstöße
der Engerserinnen, vor denen Schmidt-Engels -
"die warten nur auf die Fehler und bauen auf den schnellen
Gegenangriff" - eindringlich gewarnt hatte, kamen nicht so recht
ins Rollen. Vom Bumerang-Effekt nach vergebenen
Chancen war kaum etwas zu sehen.
Lange Zeit stand die Partie auf des
Messers Schneide. 18:16 und 19:17 führte die HSG-Reserve eine gute
Viertelstunde vor dem Spielende. "Wir sind mit großer Geduld zu
unseren Chancen gekommen", lobte Bianca Schmidt- Engels. Doch nach
dem 19:19 des TVE wurden ihre jungen Mitspielerinnen hektisch. "Wir
konnten zwar das Niveau nicht konstant durchziehen und haben Nerven
gezeigt, doch auf dieser Leistung können wir aufbauen." Stefan
Nink
HSG Bad Ems/Bannberscheid II: Dreger, Reichwein - Simmer (3),
Eichmann (3), Schmidt-Engels (4), Klima (1), Mäncher
(5/3), Mädrich (1), Hehl (1), Hildesheim (3), Haberstock (1), Gorn.
(RLZ vom 15.11.2004)
C-Mädels bezwangen Hamm 20:17
Im ersten Spiel der Runde der stärksten
Teams der Verbandsliga Ost kamen die C-Jugend-Handballerinnen
der HSG Bad Ems/Bannberscheid gegen den VfL Hamm zu einem 20:17 (10:9)-Erfolg.
"Es war immer knapp. Die Mädels haben toll gekämpft",
berichtete Esther Mohr, die sich zusammen mit Elli Haberstock um die
Talente kümmert.
HSG: Sylvia Sonntag -
Jacqueline Kessel (4), Julia Weinberg (1), Katharina Heinz (5/1),
Alexandra Weisbrod, Sarah Rheinbay, Vanessa Sonntag, Patricia Kessel
(10/4), Jill Dokulil, Leona Rosenthal.
(RLZ vom 15.11.2004)
Spieltag 06./07.11.2004
Hektik kostete den Sieg
Handball-Oberliga: TV
Bad Ems musste sich mit Remis begnügen
IRMENACH. Das Fazit nach dem 23:23
(11:13) bei der HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch war ernüchternd.
"Hier war mehr drin", fasste Klaus Ohnhäuser, Trainer des
Handball-Oberligisten TV Bad Ems, das Auswärtsspiel
der Kurstädter prägnant zusammen.
Zunächst sah es im Hunsrück gut aus
für die Silberau- Handballer, schon nach drei Minuten hatten sie drei
Tore vorgelegt, während die gastgebende Regionalliga-Reserve
ohne Erfolg blieb. Doch das Blatt wendete sich schnell, nach 20 Minuten
war Irmenach wieder dran (8:8). Trotzdem hätten die Gäste mit einem
Polster in die Kabine gehen können. Zwei Minuten vor der Pause lag Bad
Ems mit vier Toren vorne, zwei technische Fehler wurden aber bestraft.
"In Unterzahlsituationen haben wir in dieser Phase viel zu hektisch
gespielt", bemängelte Klaus Ohnhäuser.
Im zweiten Durchgang ein ähnliches
Bild: Wieder legte Bad Ems eine Vier-Tore- Führung
vor (19:15), und wieder konterte Irmenach mit Erfolg. In der
Schlussphase wurde es dann richtig spannend. Mit drei Treffern in Folge
machten die Gäste aus einem 20:22 ein 23:22, kassierten aber wieder den
Ausgleich. Beim letzten Angriff vergaben Michael Sauerwein und Yvo Pesek
die Chance, doch noch als Sieger vom Feld zu gehen. (ros)
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Krenzer (7/3), Pesek (3), Klute (2), Lohmann, Al. Ulges
(6), Ad. Ulges (1), Driesch (3), Sauerwein (1).
Schiedsrichter: Nemeth/Tierbach (Bad Neuenahr/Engers).
Zuschauer: 160.
(RLZ vom 08.11.2004)
Zwei Pleiten für die Emser Reserve
So hatten sich die Verbandsliga-Handballer
des TV Bad Ems II ihren doppelten Einsatz freilich nicht vorgestellt:
Nach insgesamt 120 Minuten Spielzeit standen sie trotz weitgehend
ordentlicher Leistungen mit leeren Hände da.
TV Vallendar II - TV Bad Ems
II 26:25 (11:10). Martina Noll,
Trainerin der Emser Reserve, konnte es auch einen Tag später noch nicht
fassen: "30 Sekunden vor dem Ende haben wir noch geführt, und dann
kassieren wir vier Sekunden vor Schluss auch noch den 26. Gegentreffer
und verlieren." Obwohl die Gäste - wie auch das Oberliga-Team
von der Silberau - personelle Sorgen und schwere Beine von der Partie in
Mendig am Vortag hatten, gestalteten sie das Spiel offen. Gerade die
"jungen Kerle" (Noll) wie Robert Furtak wussten zu überzeugen.
TVBE II: Funda, Kleinschmidt - Wallroth, Krausbeck, Schneider, Oeser,
Furtak, Balmert, Rüge, Secker.
GW Mendig - TV Bad Ems II
31:28. "Bis zur 45. Minute hatten
wir das Spiel im Griff", sagte TVBE-Trainerin Martina Noll. Aber
dann... Die Silberau-Reserve war plötzlich völlig
von der Rolle und gab den sicher geglaubten Sieg noch aus der Hand.
"Mein Mann hat's auf den Punkt gebracht", so Noll. "Das
war Zickenterror." Die Gäste konzentrierten sich zu sehr aufs
Diskutieren untereinander und mit dem Schiedsrichter, was die Grün-Weißen
eiskalt bestraften, um einen letztlich sicheren Sieg zu feiern.
TVBE II: Funda, Kleinschmidt - Wallroth, Krausbeck, Schneider, Oeser,
Furtak, Balmert, Helbach, Wolf. (ros)
(RLZ vom 09.11.2004)
Lange sehr gut mitgehalten
URMITZ. Marten Schaarschmidt war bei
der 18:25 (8:9)-Niederlage des TV Bad Ems III
beim SV Urmitz III der Mann des Tages, denn der etatmäßige Feldspieler
gab im Gehäuse der Gäste eine starke Figur ab. Bis zum 19:17 war die
Partie mit den SVU-Routiniers sogar ausgeglichen gelaufen, ehe der TVBE
noch entscheidend ins Hintertreffen geriet... (stn)
Bad Ems III: Schaarschmidt -
Heinz, Schreiber (3), Secker (3), Wohkittel, B. Pammer (1), Schrabback
(2), C. Pammer, M. Sauerwein (8/5), R. Sauerwein, Scheffler (1).
(RLZ vom 08.11.2004)
Der Fehlstart ist ausgemerzt
Handball-Regionalliga:
HSG gewann 32:25 - Hohl sammelte Erfahrungen
ORTENBERG. Ein souveräner 32:25
(15:12)-Erfolg beim TV Ortenberg bescherte den
Handballerinnen des Regionalligisten HSG Bannberscheid/Bad Ems ein
ausgeglichenes Punktekonto.
Im ersten Vergleich beider
Mannschaften legten die Gäste jedoch nach 15 Minuten einen Zahn zu und
zogen über 7:7 innerhalb von acht Minuten auf 12:8 davon. Herausragende
HSG-Akteure in dieser Phase waren Tanja Schäfer, die vier Tempogegenstöße
versenkte, und Chris Zimmermann, die bis zur Pause drei Tore vom Kreis
erzielte. Gleich nach Wiederanwurf erwischten die Kombinierten aus dem
Westerwald und von der Lahn ihre schwächste Phase der Partie. Doch
Ortenberg konnte kein Kapital aus dem Durchhänger schlagen, die Gäste
nahmen ihrerseits nun wieder das Heft in die Hand. Besonders der starke
Auftritt von Jessica Oster und Petra Stahl überzeugte. Das Duo sorgte
binnen zehn Minuten mit zehn Treffern für die Vorentscheidung.
"Der Sieg war nach dieser starken Phase nicht mehr gefährdet. Wir
haben sogar noch einige 100-prozentige Chancen
vergeben. Es hätte also durchaus noch deutlicher ausfallen können."
Ein Sonderlob der Trainer erhielt die A-Jugendliche Alina Hohl, die die
für Beyeröhde abgestellte Anke Balmert vertrat. Hohl sammelte einige
Minuten Regionalliga-Erfahrung und konnte sich
in der Schlussphase mit zwei tollen Paraden in Szene setzten. (tn)
Bannberscheid:
Kessler, Hohl - Maklezow, Zimmermann (5), N. Oster (1), Grohs (1), Mohr
(2/2), J. Oster (8), Stahl (9/1), Schäfer (6), Görg.
(RLZ vom 08.11.2004)
Ergebnis täuscht über den Spielverlauf
Handball-Oberliga: Bad
Ems/Bannberscheid II beim 18:37 in Bad Marienberg unter Wert geschlagen
BAD MARIENBERG. Im ersten Moment
konnte man Thomas Schmidts erstes Statement kaum glauben. "Es gab
Spiele, da war ich unzufriedener", ließ der Coach der Oberliga-
Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid nach der zahlenmäßig
glatten 18:37 (8:17)-Niederlage beim Spitzenteam
des TuS Bad Marienberg verlauten.
Doch der ehrgeizige Trainer ging
sogleich ins Detail: "Wir hatten Chancen, um zwei Spiele zu
gewinnen. Uns wurden nämlich gleich sieben einwandfreie Tore vom Kreis
nicht anerkannt, dann scheiterten wir drei Mal von der Sieben-Meter-Linie
und zu allem Überfluss schafften wir es mindestens sechs Mal nach
Gegenstößen nicht, freistehend den Ball im Bad Marienberger Tor
unterzubringen", analysierte Schmidt und führte weiter aus:
"Das sind 15 glasklare Gelegenheiten, die wir nicht umgemünzt
haben. Deshalb ist die hohe Niederlage entsprechend zu bewerten."
Zudem musste die zweite Welle des
Regionalligisten nach zwei Dritteln der Partie verkraften, dass mit Maja
Mädrich und Carolin Mäncher zeitgleich zwei ihrer Leistungsträgerinnen
verletzt das Feld räumen mussten. "Besonders Carolin hatte gekämpft
wie eine Löwin und ließ sich trotz des deutlichen Rückstandes nicht
unterkriegen. Bis dahin hatten wir in der zweiten Halbzeit Spitzen-
Handball gezeigt. Doch als beide rausmussten, schwammen unsere Felle
endgültig davon. Das war einfach nicht zu kompensieren", haderte
Schmidt einmal mehr mit dem unglaublichen Verletzungspech seiner jungen
Frauen, das sich wie ein roter Faden durch diese Saison zieht.
Außerdem attestierte Schmidt seinen
beiden Torsteherinnen Sabrina Dreger und Carina Reichwein eine schwache
Vorstellung. "Ich habe hin und her gewechselt. Doch selbst das hat
nichts gebracht", war gegen den "schwarzen Tag" nichts zu
machen. Stefan Nink
HSG Bad Ems/Bannberscheid II:
Dreger, Reichwein - Schmidt-Engels (2), Mäncher
(5), Klima, Haberstock (3), Eichmann (2/1), Simmern (3), Hehl, Gorn (1),
Mädrich (2).
(RLZ vom 08.11.2004)
Spieltag 30./31.10.2004
Sonderlob für "graue Maus" Ulges
Dank einer starken ersten Hälfte feierte der TV Bad Ems
einen kaum gefährdeten Derbyerfolg über den TuS Bannberscheid
Zwar dümpeln der TV Bad Ems und der TuS Bannberscheid
in der Handball-Oberliga im Mittelfeld der
Tabelle herum. Das Aufeinandertreffen beider Teams garantiert aber immer
reichlich Brisanz und ein volles Haus.
BAD EMS. Mit einem 29:24 (15:8)-Erfolg
über den TuS Bannberscheid hat sich der TV Bad Ems für die Schmach in
Kastellaun rehabilitiert und zog in der Tabelle somit an den Westerwäldern
vorbei.
Dabei präsentierte sich die Mannschaft von Thomas Schmidt
und Klaus Ohnhäuser von Beginn an hellwach, während der Gast keine
Einstellung zum Gegner fand. So hieß es nach acht Minuten bereits 5:1 für
den TVBE, der mit variablem Offensivspiel und einem extrem gut
aufgelegten Carsten Noll im Tor aufwartete. Ob aus dem Rückraum mit
Frank Lohmann, von außen in Person von Yvo Pesek oder eben vom Kreis
mit Marcel Driesch - die Kurstädter ließen sich in Durchgang eins in
der Vorwärtsbewegung nicht in die Karten schauen - profitierten aber
auch von zum Teil haarsträubenden Abspielfehlern des TuS.
"Wir haben in der ersten Halbzeit das Spiel
verloren", resümierte TuS-Spielertrainer Oliver Lepiors, der
eingestand, dass die 5:1-Deckung nicht
fruchtete. "Bad Ems hat 60 Minuten das gespielt, was sie können.
Wir haben das nur 15 Minuten getan." Gegen den TVBE war an diesem
Abend aber auch kaum ein Kraut gewachsen. Die wuseligen Ulges-Brüder
waren kaum zu bändigen, besonders Adrian trieb mit unnachahmlichen Soli
das Spiel der Kurstädter voran und bewies endlich auch Vollstrecker-Qualitäten.
"Adrian war letzte Woche die graue Maus, und heute ist er
marschiert wie in seinen besten Zeiten. Es war sein bestes
Saisonspiel", lobte auch Thomas Schmidt.
Noch vor der Pause zog der Gastgeber das Tempo an - und
fast uneinholbar mit 15:8 davon. Die von Lepiors angesprochenen starken
15 Minuten der Bannberscheider verteilten sich dann auf den zweiten
Durchgang, wo sich der Gast auf vier Tore herankämpfte, den Sieg des
TVBE aber nie ernsthaft gefährdete. Bester Werfer für die Gäste war
der starke Andreas Kuhlmann, dem zehn Treffer glückten.
Zwar zeigte sich Thomas Schmidt mit der Leistung seiner
Mannschaft zufrieden, kritisierte aber mangelnde Konstanz: "Bei 300
bis 400 Zuschauern läuft alles fast von alleine, aber man muss auch für
40 Fans, die nach Kastellaun mitreisen, gut spielen." An mangelnder
Einstellung liegt dies seiner Meinung nach aber nicht: "Unser
Handball wird eben mit sehr viel Emotionen gespielt, gerade wo uns
taktisch die Hände gebunden sind." Sven Stadtmüller
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (3), Alexander
Ulges (2), Lohmann (3), Bargmann (7/6), Adrian Ulges (5), Bahr (3),
Pesek (4), Klute (2).
TuS Bannberscheid: Klapthor, Kuczera - Gerlach, Lepiors (5/3),
Ralf Hildesheim (3), Sven Kuhlmann, Piwek, Putzer, Neeb (3), Frank
Hildesheim (1), Andreas Kuhlmann (10/3), Schneider (2).
Schiedsrichter: Krimm/Dörrschuck (Mainz).
Zuschauer: 280.
(RLZ vom 02.11.2004)
Spieltag 23./24.10.2004
"Gummiflutsche" traf keine Schuld
Handball-Oberliga:
TV Bad Ems ging bei der HSG Kastellaun/Simmern mit 13:20 baden - Nur die
Abwehrleistung stimmte
"Wenn Christian Adler im Tor
nicht so gut pariert hätte, wären wir richtig verpackt worden",
sagte Thomas Schmidt, Trainer des Handball-Oberligisten
TV Bad Ems, nach der 13:20-Pleite bei der HSG
Kastellaun/Simmern. Während die Abwehrleistung in Ordnung war, bot der
Dritte der Vorsaison im Angriff eine katastrophale Leistung.
SIMMERN. Während die HSG
Kastellaun/Simmern durch den 20:13-Erfolg gegen
den TV Bad Ems den Rutsch in den Tabellenkeller verhindert hat, treten
die Handballer von der Lahn in der Handball- Oberliga auf der Stelle.
Um das Selbstvertrauen und die
Einstellung war es bei der HSG in den vergangenen Wochen nicht so gut
bestellt. Trainer Daniel Fellenzer hatten gar den Eindruck, dass Punkte
verschenkt wurden. Allerdings sieht die Hunsrücker Handball-Welt
nach dem verdienten Sieg gegen katastrophal schlechte Gäste aus Bad Ems
wieder freundlicher aus. HSG-Kreisläufer Sebastian Klein sah einen
deutlichen Unterschied: "Endlich hat wieder eine Mannschaft auf dem
Feld gestanden. Das war in Weibern nicht der Fall." Ähnlich sah es
Torhüter Thorsten Bach, der in den ersten 55 Minuten nur zehn Gegentore
hinnehmen musste: "Die Abwehr hat sehr gut gestanden."
Bach profitierte von der engagierten
Abwehrleistung seiner Vorderleute, die zahlreiche Würfe entschärften.
Immer wieder war eine Hunsrücker Abwehr-Hand früher
am Ball und zerstörte das Bad Emser Offensivspiel. Gäste-Coach
Thomas Schmidt haute seine Mannschaft aber nicht in die Pfanne:
"Von 38 Toren gegen Saarburg auf 13 Tore gegen Kastellaun/Simmern -
mehr brauche ich nicht zu sagen." Tat er dann aber doch: "Das
war die schlechteste Angriffsleistung, die ich je bei einer von mir
trainierten Mannschaft gesehen habe." In Zahlen ausgedrückt hieß
das: 24 Fehlwürfe und 14 technische Fehler sorgten für die desaströse
Wurfquote von 25 Prozent.
Offensichtliche Probleme hatte der TV
Bad Ems mit dem Spielgerät. "Das war kein Handball, sondern eine
Gummiflutsche. Wir haben den Ball einfach nicht unter Kontrolle bringen
können", sagte Schmidt, wollte aber keine Ausreden gelten lassen:
"Wir sind überhaupt nicht angereist und vergessen die Niederlage
am besten."
Kastellaun/Simmern war in allen
Belangen überlegen. Die Gastgeber waren schneller in der Rückwärtsbewegung,
und nach gewonnenen Bällen in der Abwehr wurden die Tempogegenstöße
erfolgreich vollendet. "Wir haben das Spiel im Griff gehabt.
Einziges Manko war, dass wir vor der Pause viele Chancen vergeben
haben", freute sich Fellenzer. Björn Arend/ros
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (1), Al. Ulges (3), Bargmann
(2/2), Ad. Ulges, Wallroth (1), Bahr (3/1), Pesek (1), Schreiber (1),
Lohmann (1).
Schiedsrichter: Will/Schug (Tiefenstein/Irmenach).
Zuschauer: 180.
(RLZ vom 25.10.2004)
Pokal-Aus für den
TV Bad Ems III
Eine deutliche 18:27 (7:13)-Niederlage
beim Klassenrivalen TV Moselweiß II setzte es für die dritte Garnitur
des TV Bad Ems in der ersten Runde um den Rheinlandpokal. Zwölf Minuten
ohne eigenen Treffer der Silberauer nutzten die Moselweißer, um von 3:3
auf 9:3 davonzuziehen. "Diesem Rückstand sind wir
hinterhergelaufen", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Uns
sind viele technische Fehler unterlaufen, im Angriff klappte nicht
viel." (stn)
TV Bad Ems III: Langenhuysen -
Heinz, Secker (3), Wohkittel, Minor (4/2), Schreiber (3), B. Pammer (1),
Schrabback (1), C. Pammer (1), Sauerwein (3), Korn, Schaarschmidt (2).
(RLZ vom 25.10.2004)
Ganz ruhig im "Hexenkessel"
Handball-Regionalliga:
Bannberscheid/Bad Ems 27:20 in Eschenburg
ESCHENBURG. Mit einem ungefährdeten
27:20 (15:8)- Erfolg bei der SG Eibelshausen/Ewersbach setzten die
Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Regionalliga Südwest
ihren Aufwärtstrend der vergangenen Wochen eindrucksvoll fort.
"Die Mannschaft hat sich exakt
an die Vorgaben gehalten. Sie hat die Ruhe bewahrt und ließ sich durch
keinerlei Provokationen beeinflussen. Kompliment", lobte
HSG-Trainer Volker Sonntag. Die rund 350 Zuschauer in der proppenvollen
Halle in Eschenburg verhielten sich nämlich recht heißblütig und
manchmal auch unsportlich. Sie kritisierten lautstark jede
Schiedsrichter-Entscheidung gegen ihre
Mannschaft, bejubelten Fehlwürfe der Gäste frenetisch und quittierten
nach der Partie den Dank der HSG-Spielerinnen an die mitgereisten Fans
mit gellenden Pfiffen.
Als Jessica Oster nach einem brutalen
Foul nach einer Viertelstunde beim Stand von 6:6 für 20 Minuten
verletzt vom Feld musste, zogen im HSG-Rückraum Esther Mohr, Tatjana
Maklezow und Sara Grohs das Tempo an. Die konditionell überforderten
Gastgeberinnen gerieten prompt mit 8:15 in Rückstand.
Nach der Pause kämpften sie sich
zwar auf 13:16 heran, doch als das HSG-Trainerduo Neeb/Sonntag dann
Jessica Oster wieder einwechselte, brachte sie Sicherheit und Souveränität
zurück. Diese Eigenschaften bewiesen auch Esther Mohr mit sieben
verwandelten Siebenmetern und die starke HSG-Torfrau Anja Kessler, die
Strafwürfe abwehrte. So zog der Gast auf 21:15 davon und brachte den
Sieg nach Hause.
HSG Bannberscheid/Bad Ems:
Kessler, Hohl - Schäfer (6), Mohr (8/7), Görg (1), Stahl (6), J. Oster
(1), Zimmermann (3), N. Oster (1), Clewe, Maklezow, Grohs.
(RLZ vom 25.10.2004)
Erst ohne Respekt platzte der Knoten
Pokal: HSG-Reserve steigerte sich und siegte
ARZHEIM. Mitte der ersten Halbzeit
verstand Thomas Schmidt die (Handball-)Welt
nicht mehr: Im Erstrunden-Pokalspiel beim TV
Arzheim stand es gerade mal 3:3, Schmidts Frauen der HSG Bannberscheid/Bad
Ems II zeigten mehr Respekt denn Treffsicherheit und Spielkunst.
"Die Partie aus der vergangenen Saison, die damals völlig
ausgeufert ist, war noch in den Köpfen", gab sich HSG II-Coach
Schmidt verständnisvoll - immerhin gewann sein Team am Ende klar mit
24:7 (9:3). Dass es diesmal weniger brisant zuging, war in erster Linie
ein Verdienst des ehemaligen Bundesliga-Gespanns
Hartenfels/Schneider. Schmidt: "Die Schiris waren genial."
Diesem Idealzustand näherte sich in der zweiten Halbzeit auch die
HSG-Reserve. "Da haben wir den Respekt abgelegt und einfach unser
Spiel gemacht", sagte Schmidt. Die Experimente der ersten Hälfte
wurden ad acta gelegt, stattdessen bot der Oberligist grundsolide
Handball-Kost. "Das war bestens",
lobte der Trainer. "Besonders die beiden Torfrauen waren
stark." (ros)
HSG II: Reichwein, Dreger -
Leukel (5), Theobald, Hildesheim (1), Schmidt-Engels
(3), Klima (3), Mäncher (3), Eichmann (5), Haberstock (3).
(RLZ vom 25.10.2004)
Spieltag 16./17.10.2004
Die Treffer fielen im Sekundentakt
Handball-Oberliga:
Der TV Bad Ems setzt sich nach dem 38:35 (16:15)-Sieg
über Saarburg vorerst im Mittelfeld der Tabelle fest
Arge Personalnöte plagten den TV
Bad Ems vor dem Heimspiel gegen Fortuna Saarburg. Beim Sieg in Daun
verletzten sich Top-Torjäger Hens und
Abwehrrecke Hildesheim. War der Erfolg in der Eifel also tatsächlich
nur ein "Pyrrhus- Sieg?"
BAD EMS. In einem wahren Fest für
die euphorisierten Besucher in der Silberauhalle fuhr der TV Bad Ems mit
einem 38:35 (16:15) den zweiten Heimerfolg der laufenden Saison ein. 73
Tore, 19 Zeitstrafen, 240 Zuschauer - das sind die beeindruckenden
Hausnummern einer fesselnden Partie.
Früh wurde deutlich, dass es eine
ganz enge Kiste an der Lahn werden würde. Auf der anderen Seite
beschlich einen aber auch nur selten das Gefühl, als könne der TVBE
hier noch einen oder gar beide Punkte verspielen. So resümierte Fortuna-Coach
Marcus Anderson: "Bad Ems hat völlig verdient gewonnen. Wir
konnten nie die Führung übernehmen." Anderson attestierte seiner
Mannschaft zudem "fehlende Harmonie".
Beide Teams zeigten grandiosen Tempo-Handball,
Treffer fielen im Sekundentakt. Zwar blieb der Gast von der Saar immer
hartnäckig an den Fersen der Hausherren kleben, Bad Ems gab jedoch
stets die passende Antwort - meist in Person von Henning Bargmann. Was
dieser in seinem ersten Saisonspiel aus dem Rückraum oder vom
Siebenmeter-Punkt auf den Kasten donnerte,
zappelte im Netz. "Ich habe diese Leistung von Henning verlangt.
Und keinen Deut weniger", beschreibt Thomas Schmidt seine
unbescheidenen Ansprüche an Bargmann, der allerdings in Thomas Kochann
ein ebenbürtiges Pendant auf Fortunen-Seite
besaß.
Während man die Fehlwürfe beider
Teams an einer Hand abzählen konnte, war das Defensivverhalten
phasenweise hanebüchen. Den Zuschauern war es egal - mit Standing
Ovations feierten sie bereits fünf Minuten vor Spielende ihren TVBE.
"Wenn uns das Wasser bis zum Hals steht, wird bei uns eine
unwahrscheinliche Kraft frei", spielte Thomas Schmidt auf die
Verletzungssorgen an.
Neben Hildesheim, Hens und Krenzer
fiel auch Andreas Klute - zuletzt mit atemberaubenden Spielen - während
der Partie aus. Und so ließ es sich der Trainer nicht nehmen, auch
diesen Erfolg eingehend zu charakterisieren: "Es war ein
Willenssieg." Sven Stadtmüller
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch (5), Alexander Ulges (5), Lohmann (5), Bargmann
(15/6), Adrian Ulges, Bahr (1), Pesek (4), Klute (1), Schneider (2).
Schiedsrichter: Birk/Birkenbeul (Betzdorf/Hamm).
Zuschauer: 240.
(RLZ vom 18.10.2004)
Die Lücken genutzt
Verbandsliga-Ost: Bad
Ems II putzte Spitzenreiter
BAD EMS. Überraschend deutlich mit
27:18 (12:11) bezwang der TV Bad Ems II den Tabellenführer aus Welling
und zeigte dabei über die gesamte Spielzeit hinweg eine famose
Leistung. "Die Abwehr hat das Spiel entschieden - besonders in der
zweiten Halbzeit", so TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Welling
erzielte erst in der 52. Minute sein drittes Feldtor - ein klares Indiz
für einen kompakten Abwehrriegel.
Auch im Spiel nach vorne war
Flexibilität Trumpf: Erzielten Balmert und Helbach im ersten Durchgang
zusammen neun Treffer, so setzten sich Wallroth und Rüge mit zehn Toren
in Hälfte zwei in Szene. Die Partie gestaltete sich zunächst knapp,
die Noll- Schützlinge lagen stets mit zwei Toren in Front. Als Welling
dann aber gegen Ende alles nach vorne warf, nutzte der TVBE geschickt
die sich bietenden Lücken. (sst)
TV Bad Ems II: Schmidt, Funda
- Rüge (5), Balmert (4), Helbach (5/3), Oeser (2), Schäfer (1),
Wallroth (6), Krausbeck (1), Schneider (2), Furtak (1), Wolf.
(RLZ vom 18.10.2004)
Anke Balmert war eine Klasse für sich
Regionalliga: HSG gewann 27:21 bei TG Osthofen
OSTHOFEN. "Der Knoten ist
geplatzt", freute sich Trainer Volker Sonntag nach dem ersten
Saisonsieg der HSG Bannberscheid/Bad Ems in der Handball-Regionalliga
der Frauen, der mit 27:21 (13:9) im Auswärtsspiel bei der TG Osthofen
recht deutlich ausfiel.
Der Erfolg basierte in erster Linie
auf der sehr guten Abwehrleistung. Die gefürchtete Osthofener Rückraum-Schützin
Jolita Klimaviciene kam kaum zum Zug, und HSG-Torfrau Anke Balmert war
ein überaus sicherer Rückhalt. Zudem hat das HSG-Trainergespann Hanjo
Neeb/Volker Sonntag im Rückraum Alternativen und Wechselmöglichkeiten,
die zu Saisonbeginn fehlten. Jessica Oster bewies mit zwölf Treffern
ihren Wert für die Mannschaft, und Neuzugang Sara Grohs führte
geschickt Regie, als Petra Stahl nicht wie gewohnt zur Geltung kam.
Nach ausgeglichenen 20 Minuten (9:9)
zogen die Gäste bis zur Pause auf 13:9 davon und zogen mit einem
furiosen Start nach dem Wechsel bis zur 40. Minute entscheidende auf
21:13 davon. Anschließend nahm die HSG ein wenig Tempo aus dem Spiel
und beschränkte sich zunächst darauf, den Vorsprung zu halten (25:17
nach 50 Minuten), bevor einige Nachlässigkeiten im Abschluss Osthofen
eine leichte Resultatsverbesserung gestatteten. (gh)
HSG Bannberscheid/Bad Ems:
Balmert, Kessler - Maklezow, Zimmermann (5), Clewe, N. Oster (2), Grohs,
Mohr, J. Oster (12/5), Stahl (2), Schäfer (6), Görg.
(RLZ vom 18.10.2004)
Die Stunde der Silke Simmer
Handball-Oberliga: Die
HSG Bannberscheid/Bad Ems II feiert ersten Sieg
BAD EMS. "Ich bin super stolz
auf meine Mädels. Mir kommen fast die Tränen!", bekannte ein völlig
emotionalisierter Thomas Schmidt nach dem ersten Erfolgserlebnis der HSG
Bad Ems/Bannberscheid II in der neuen Spielklasse. In einem
hochdramatischen Match zog die HSG Kastellaun/Simmern in der
Silberauhalle mit 20:21 (13:10) den Kürzeren.
Schon vor dem Anpfiff versprühte
Schmidt Optimismus pur. Und tatsächlich: Die Zuschauer spürten, dass
die Mädels alles für den heiß ersehnten Sieg in die Waagschale
warfen. Couragiert und druckvoll setzten sie Carolin Mäncher am Kreis
immer wieder gekonnt in Szene - schnell war eine Zwei-Tore-
Führung erarbeitet.
Der Faden riss auch nicht, als die
Kreisläuferin kurzzeitig verletzt passen musste, und selbst dann nicht,
als sich die heimische HSG kurz vor der Pause durch zwei vergebene
Siebenmeter um eine gute Ausgangsposition für die zweite Halbzeit
brachte. "Ich wusste, dass wir noch mal einbrechen würden. Wir
sind nicht selbstbewusst genug", schwante Kastellauns Trainer
Thorsten Neuls trotz der 13:10-Pausenführung
nichts Gutes. Und er sollte Recht behalten.
Der unbändige Siegeswille und
gewiefte Schachzüge des Trainers entschieden die Partie. Schachzug
eins: Beim Stande von 11:15 schickte er die langzeitverletzte Maja Mädrich
aufs Feld. "Sie hat die Mannschaft durch ihre bloße Anwesenheit
gepusht", so Thomas Schmidt. Schachzug zwei: Carina Reichwein hütete
zur zweiten Hälfte für die glücklose Sabrina Dreger den Kasten - in
glänzender Manier. Und Schachzug drei: Silke Simmer sprang als
Siebenmeter- Joker ein. Die überharte Gangart der Hunsrückerinnen führte
zu ungezählten Freiwürfen vom Punkt. Als Eva Eichmann und Bianca
Schmidt-Engels schwächelten, schlug die Stunde
der Silke Simmer. Und sie belohnte sich schließlich selbst mit dem
alles entscheidenden 21:19 - einem Feldtor. "Ich habe die letzte
Woche alles versucht, was ich je gelesen oder gehört habe, um den Mädels
wieder Selbstvertrauen zu geben", erzählte Thomas Schmidt. Seine Mädels
zahlten ihm seine Mühen eindrucksvoll zurück. Vielleicht deshalb die
Beinahe-Tränen? Sven Stadtmüller
Bad Ems/Bannberscheid II:
Dreger, Reichwein - Haberstock (1), Hildesheim (1), Schmidt-Engels
(1/1), Simmer (6/5), Eichmann (6/5), Leukel, Klima, Mäncher (5),
Theobald (2), Mädrich.
Schiedsrichter: Birk/Birkenbeul (Betzdorf/Hamm)
Zuschauer: 70.
(RLZ vom 18.10.2004)
Spieltag 09./10.10.2004
"Hoffentlich war's kein Pyrrhus-Sieg"
Oberliga: Bad Emser 32:25 beim TuS Daun
DAUN. Zwar kam Handball-Oberligist
TV Bad Ems nach drei Niederlagen hintereinander mit dem 32:25 (18:14)
beim TuS Daun wieder zu einem Erfolgserlebnis, doch so recht freuen
konnten sich die Kurstädter nicht.
Denn bei Uwe Hens, der binnen der
ersten 23 Minuten gleich siebenmal ins Schwarze getroffen hatte und unglücklich
umknickte, und Abwehrorganisator Jörg Hildesheim, dem ein TuS-Akteur
kurz nach der Pause unabsichtlich gegen das Knie rutschte, müssen
schwerere Verletzungen vermutet werden. "Hoffentlich war's kein
Pyrrhus- Sieg", so TVBE-Coach Thomas Schmidt. "Wir beten alle,
dass es sich als nicht ganz so schlimm herausstellt."
Dass der TVBE trotzdem zu einem
sicheren Erfolg kam, beeindruckte nicht nur Schmidt enorm: "Man
muss ja auch bedenken, dass uns Henning Bargmann auch noch fehlte, weil
er ein Spiel zu pfeifen hatte. Das hätte keine andere Mannschaft der
Liga weggesteckt." Doch die Bad Emser trotzten dem Pech und
"fighteten wie die Löwen" (O-Ton Schmidt).
Mit viel Tempo hatten sie sich den
klaren Vorsprung nach 30 Minuten herausgespielt. Trainer Klaus Ohnhäuser
und Betreuer Daniel Mohr hatten alleine 13 Tore nach schnellen Gegenstößen
und Anspielen registriert. Die Silberauer konnten sich auf eine starke
von Frank Lohmann organisierte Deckung mit dem überragenden Keeper
Carsten Noll stützen, vorne zerrissen sich Michael Krenzer und Andreas
Klute, die sich nach Hens' Ausfall dessen Aufgaben teilten.
In der Schlussphase wurden die Dauner
hektisch, was die eiskalten Lahnstädter nutzten, um sich abzusetzen.
"Handballerisch war zwar nicht alles Gold, was glänzte. Doch kämpferisch
haben die Jungs heute alles in die Waagschale geworfen", so Schmidt
abschließend. (stn)
TV Bad Ems: Noll, Adler - Krenzer (6/2), Pesek (2), Klute (6),
Hens (7/1), Hildesheim, Alexander Ulges (4), Lohmann (1), Adrian Ulges
(1), Driesch (5), Bahr.
Schiedsrichter: Schneider/Hartenfels (Mendig/Braubach).
(RLZ vom 11.10.2004)
Auswärtspunkt für Harz-Gegner
WEIBERN. Guter Dinge konnten der
Handball-Verbandsligist TV Bad Ems II die
Heimreise vom Auswärtsspiel beim TuS Weibern II antreten: Mit dem 25:25
(9:12) hatte die Mannschaft von Trainerin Martina Noll einen wichtigen
Punkt erkämpft und dabei insgesamt überzeugt. Allerdings war die
Silberau-Reserve zunächst von einem zählbaren
Erfolg weit entfernt. "Am Anfang kamen unsere Spieler überhaupt
nicht mit dem Ball zurecht", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser-
"Weibern hat geharzt ohne Ende, das sind unsere Jungs einfach nicht
gewohnt." Erst nach und nach freundeten sich die Emser Harz-Gegner
mit dem Spielgerät an und glichen beim 22:22 erstmals aus. Danach lagen
die Gäste sogar mit zwei Toren vorne (25:23), doch Weibern bestrafte
technische Fehler des Noll-Teams. (ros)
(RLZ vom 11.10.2004)
Stefan Langenhuysen überragte
WIRGES. Mit einem überragenden
Keeper Stefan Langenhuysen sowie dem ausgesprochen treffsicheren Michael
Sauerwein und Spielertrainer Karl-Heinz
Schreiber im Rückraum kam die dritte Garnitur des TV Bad Ems im Derby
der Handball-Landesliga zu einem überraschenden
21:16 (7:9)-Erfolg bei der Reserve des TuS
Bannberscheid. Nachdem der TVBE zunächst geführt hatte, schlichen sich
technische Fehler ein und es wurde vorne schlecht geworfen. Doch die
Kurstädter kämpften sich heran, ergriffen tief in der zweiten Halbzeit
die Initiative und zogen nach dem Ausgleich zum 15:15 kontinuierlich
davon. (stn)
Bad Ems III: Langenhuysen -
Heinz (1), Suetovius, Secker (1), Wohkittel, Schreiber (4), B. Pammer,
C. Pammer (2), Sauerwein (11/3), Korn (2), Schaarschmidt.
(RLZ vom 11.10.2004)
Ersten Erfolg knapp verpasst
Handball-Regionalliga:
HSG-Frauen spielten Remis gegen Walldorf
WIRGES. Fast wäre den Handballfrauen
der HSG Bannberscheid/Bad Ems der Überraschungscoup gegen die TGS
Walldorf geglückt. In der Regionalliga Südwest erkämpften sich die
Kombinierten aus dem Westerwald beim 27:27 (12:12) den ersten
Saisonpunkt gegen den Titelaspiranten aus Walldorf.
Leider kann Trainer Volker Sonntag
nicht in die Köpfe seiner Spielerinnen blicken und so wusste er selber
nicht, ob es an der Übernervosität lag oder ob es die Angst vor dem
großen Gegner war, die den ersten Saisonsieg verhinderte. Die Gastgeber
begannen hochkonzentriert und wussten der TGS Walldorf Paroli zu bieten,
sodass die Gäste aus Hessen zwischenzeitlich sogar zwei Zähler zurücklagen,
zur Pause aber wieder zum 12:12 ausgleichen konnten.
In der zweiten Hälfte kamen die
HSG-Frauen immer besser ins Spiel und dominierten die Partie über eine
lange Zeit. Man merkte, dass die Spielweise aus Walldorf sehr der aus
dem Westen glich, mit der die Frauen aus Bannberscheid durch die letzte
Saison mehr Erfahrung haben. "Walldorf ist nicht so schnell und
spielt viel aus dem Rückraum, was uns sehr gelegen kam. Außerdem waren
sie auch nicht so stark, wie vermutet", so HSG Trainer Volker
Sonntag nach dem Spiel.
Die Gastgeber gaben ihre Führung zunächst
nicht mehr aus der Hand und lagen zwischenzeitlich sogar mit sechs Toren
vorne. Doch fünf Minuten vor Schluss zeigt Bannberscheid Nerven und die
Fehler häuften sich. Fehlpässe, Schrittfehler und Zeitstrafen brachten
die HSG aus dem Konzept. So kam es wie es kommen musste und die
Handballerinnen aus Walldorf warfen wenige Sekunden vor dem Ende noch
den Ausgleich zum 27:27.
Doch das Trainerduo Hanjo Neeb/Volker
Sonntag konnte trotz des Punktverlustes noch nicht mal enttäuscht sein,
denn ihre Mannschaft machte gegen den Liga-Favoriten
ein gutes Spiel und zeigte erneut einen Aufwärtstrend. Eine Fortsetzung
in der kommenden Woche gegen die TG Osthofen schein möglich.
"Schließlich haben wir gegen die noch nie verloren", so
Sonntag. Nicole Kron
HSG Bannberscheid/Bad Ems:
Kessler, Balmert - Maklezow (3), Zimmermann (4), Cleve, N. Oster, Grohs,
Mohr (6/6), J. Oster (6/2), Stahl, (1), Schäfer, Görg (7), Kessler
(RLZ vom 11.10.2004)
Nach verschlafenem Start wurde es besser
Frauen-Oberliga: HSG
Bad Ems/Bannberscheid II musste sich in Wittlich mit 14:24 geschlagen
geben
WITTLICH. Zwar gab's für die
Oberliga-Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid
II beim Spitzenteam in Wittlich eine deutliche 14:24 (4:12)-Niederlage,
doch Spielertrainerin Bianca Schmidt- Engels attestierte ihren Schützlingen
hinterher nach dem vierten Saisonverlust eine Leistungssteigerung.
"Es geht bergauf."
Hauptgrund für den Optimismus war
die Tatsache, dass die HSG nicht aufsteckte, als sie nach 20 Minuten mit
0:6 in Rückstand lag. "Wir haben einfach nicht ins Spiel
reingefunden. Doch nach dem sechsten Gegentor ging ein Ruck durch die
Mannschaft. Wir haben die Köpfe nicht in den Sand gesteckt, spielten
ordentlich und kämpften vorbildlich. Das macht mir Mut für das
kommende Heimspiel gegen die Kastellaunerinnen", erwartet die
erfahrene Spielerin demnächst auch Zählbares, damit auf das bisher so
jungfräuliche Punktekonto der Kombinierten endlich auf der richtigen
Seite Bewegung kommt.
Die Niederlage beim Favoriten in
Wittlich musste fast schon einkalkuliert werden. "Die stehen nicht
umsonst vorne und verfügen über eine stabile Mannschaft", lobte
Schmidt-Engels die ambitionierten Säubrenner
ebenso wie Carolin Mäncher. "Sie hat sich auf mehreren Positionen
durchgesetzt."
Dass nach Umstellungen die zweite
Halbzeit lediglich mit 10:12 verloren wurde, machte die Chefin der HSG-
Reserve mutig: "Wir sind jetzt einfach auch mal dran." (stn)
HSG Bad Ems/Bannberscheid II:
Dreger, Reichwein - Hildesheim (3), Klima (1), Theobald (1), Schmidt-Engels
(2), Eichmann (2), Simmer, Mäncher (4/1), Haberstock (1), Reichmann.
(RLZ vom 11.10.2004)
Spieltag 02./03.10.2004
Uhrwerk Klute zeigte Nerven
Handball-Oberliga:
Bittere 23:24 (10:11)-Niederlage für den TV Bad
Ems
ANDERNACH. Eine enge Angelegenheit
war die Partie der Handball-Oberliga zwischen
der HSV Rhein-Nette und dem TV Bad Ems. Nach
einer nervenaufreibenden Schlussphase retteten die Gastgeber ein 24:23
(11:10) ins Ziel. Damit fristen die Kurstädter nach nunmehr drei
"dicken Brocken" und ebenso vielen Niederlagen in Folge ein
Schattendasein in der Tabelle. Gästetrainer Klaus Ohnhäuser, in der
ersten Halbzeit schon mit Gelb abgestraft, ließ nach Spielende Dampf
ab. Ziel seines Unmuts: die Unparteiischen. "Ich mache den Job
jetzt schon seit 30 Jahren, aber das habe ich noch nie erlebt."
Er fühlte sich klar benachteiligt
und nahm seine Mannschaft darum auch in Schutz: "Ihr kann ich
keinen Vorwurf machen." Rein statistisch sprechen die Zahlen
hingegen zu Gunsten der Gäste: So standen neun Zeitstrafen und elf
Siebenmeter gegen die Gastgeber zu Buche, gegen Bad Ems nur zwei und
vier.
Eine 10:5-Führung
der HSV hatten die Gäste durch "Siebenmeter-Uhrwerk"
Andreas Klute wieder wettgemacht, um dann ihrerseits mit 17:14
davonzuziehen. Angetrieben von Energiebündel Alexander Ulges und
Spielmacher Michael Krenzer schienen den leichtfüßigeren Bad Emsern
mit ihren starken Torhütern Carsten Noll und Christian Adler Flügel zu
wachsen. Aus der Umklammerung der 5:1- Deckung konnte sich der
Lokalmatador aber nicht zuletzt dank der Selbst-Einwechslung
von Trainer Olaf Neumann (38.) wieder befreien. "Wenn wir aber beim
20:18 im Gegenstoß getroffen hätten, wären wir vorn geblieben",
so Ohnhäuser. So aber spitzte sich die Lage für seine Schützlinge
immer weiter zu. Als Klute beim Stand von 22:21 für die HSV seinen
einzigen Strafwurf verwarf (56.), war Rhein- Nette mit Kraftpaket Sascha
Kühn (23:21) und "Heber-König" André
Schneider (24:22) nicht mehr von der Siegerstraße zu bringen. Gernot
Stanke
TV Bad Ems:
Noll, Adler - Driesch, Al. Ulges (4), Krenzer (2), Bahr (2), Hildesheim,
Pesek (1), Klute (9/8), Hens (5/2).
(RLZ vom 04.10.2004)
Fehler im Abschluss
Pleite für TV Bad Ems II
GÖSENROTH. Was den einheimischen
Zuschauern gefiel, bereitete den Handballern des TV Bad Ems II auf der
Heimfahrt Kopfschmerzen: Beim 28:37 (15:17) im Auswärtsspiel bei der SG
Gösenroth/Laufersweiler trug der Verbandsligist von der Lahn zwar zu 60
unterhaltsamen Minuten bei, kam dabei aber allzu deutlich unter die
Räder. "In der ersten Hälfte konnte die Mannschaft noch gut
mithalten", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. "Nach der
Pause hat's aber nicht mehr gepasst." Im Abschluss ging die Reserve
schlampig zu Werke und lud die Gastgeber so zu Gegenstößen ein. Die SG
nahm dankend an und zog Tor um Tor davon, weil auch in der Bad Emser
Hintermannschaft nicht mehr viel rund lief. Ohnhäuser: "Schade,
insgesamt ist die Pleite um ein paar Tore zu hoch ausgefallen." (ros)
TV Bad Ems II:
Kleinschmidt, Funda - Krausbeck, Balmert, Schneider, Helbach, Oeser,
Zöller, Rüge, Furtak, B. Pammer.
(RLZ vom 04.10.2004)
Steigerung blieb ohne den erhofften Punkte-Lohn
Handball-Regionalliga Südwest:
HSG Bannberscheid/Bad Ems unterlag beim SV Crumstadt mit 26:29 -
Lockerheit fehlte
CRUMSTADT. Trotz deutlicher
Leistungssteigerung müssen die Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad
Ems auch nach ihrem dritten Spiel in der Regionalliga Südwest weiter
auf den ersten Punkt warten. In einer spannenden Partie unterlagen sie
vor 200 Zuschauern beim SV Crumstadt mit 26:29 (15:15).
"Der Aufwärtstrend war klar
erkennbar, wir fassen langsam Fuß", hatte Trainer Volker Sonntag
eine Verbesserung sowohl im Abwehr- als auch im Angriffsverhalten und in
punkto Einstellung erkannt. "Der unbedingte Siegeswille war
sichtbar." Doch so absurd es klingen mag, vielleicht kostete eben
der zwei durchaus mögliche Punkte. Denn als sich die HSG nach total
ausgeglichener erster Hälfte und einem 17:22-Rückstand
(42. Minute) auf 26:26 (58.) herangekämpft und Ballbesitz hatte, da
fehlte laut Sonntag "die Souveränität für die nötige
Lockerheit, um das Spiel nach Hause zu fahren." Stattdessen gab es
einen höchst überflüssigen Fehlpass, die erneute Führung und
letztlich den Erfolg der Gastgeberinnen. "Schade, mit der
Selbstsicherheit aus der vergangenen Saison hätten wir diese Partie
gewonnen", war sich Sonntag sicher. Ebenso sicher ist er nach wie
vor, dass die Regionalliga Südwest nicht stärker ist als die West-Staffel,
in der die HSG in den vergangenen Jahren spielte. "Es gibt hier
lediglich eine andere Spielweise, an die wir uns erst gewöhnen müssen.
Im Südwesten wird schnell und dynamisch gespielt, im Westen defensiver
in der Abwehr agiert", beschreibt er die Unterschiede. Nun rechnet
sich Sonntag auch für das Heimspiel gegen den Titelfavoriten Walldorf
wenig aus, "aber danach kommen die Mannschaften, die wir kennen und
gegen die wir auch punkten werden." (gh)
Bannberscheid/Bad Ems: Balmert,
Kessler -Maklezow (1), Zimmermann (1), N. Oster,
Grohs, Mohr (6/4), J. Oster (3), Stahl (7/1), Schäfer (8).
(RLZ vom 04.10.2004)
In der zweiten Runde des DHB-Pokals unterlag
die HSG Bannberscheid/Bad Ems dem TV Beyeröhde mit 15:34 (5:16) - Nach
14 Minuten durften Gastgeber zum ersten Mal jubeln
Im Eiltempo zog der Gast auf und davon
Jessica Oster war mit neun Treffern die
zielsicherste Akteurin auf dem Feld
Mit dem Zweitligisten TV Beyeröhde
erwarteten die Handballerinnen der HSG Bannberscheid/Bad Ems eine hohe,
fast unüberwindbare Hürde auf dem Weg in die dritte Runde des
DHB-Pokals. Der Regionalligist unterlag in der Silberauhalle mit 15:34.
BAD EMS. Zwei Momentaufnahmen Petra
Stahls spiegeln den Verlauf der ersten Viertelstunde wider: In Minute
sieben zieht sie nach einem neuerlichen Gegentor die Stirn in Falten,
schaut frustriert, enttäuscht, hoffnungslos. Drei Minuten später wird
sie ausgetauscht, lässt sich unsanft auf der Bank nieder und winkt ab -
ein Mal, zwei Mal.
14 Minuten dauerte es, ehe Jessica
Oster den ersten Treffer der HSG bejubeln konnte - zu diesem Zeitpunkt
stand es aber schon 0:9 aus Sicht des Regionalligisten. Der Gast aus der
Nähe von Wuppertal zog im Eiltempo auf und davon, sorgte gleich für
klare Verhältnisse und spielte seine körperliche und technische Überlegenheit
aus. Der HSG gelang zunächst gar nichts, die ohnehin sehr vagen
Hoffnungen auf ein Spiel auf Augenhöhe oder gar auf eine Sensation
erstickte der TV Beyeröhde gleich im Keim.
Trotz der immensen Belastung mit zwei
Spielen in 48 Stunden (Volker Sonntag: "Die waren uns konditionell
klar überlegen") war es schon ein wenig enttäuschend, wie
einseitig die Partie verlief, wie zag- und fehlerhaft die HSG agierte.
Dies änderte sich erst nach rund 20 Minuten als die Gastgeberinnen in
ihren Aktionen etwas sicherer wurden.
Doch dieser Pokalnachmittag hatte
trotz der letztlich deutlichen 15:34-Niederlage
auch positive Aspekte. Zum einen ließen die HSG-Ladys die Köpfe trotz
der turmhohen Überlegenheit des Zweitligisten nicht hängen. Zum
anderen verrichteten mit Jessica Oster und Sara Grohs zwei
Langzeitverletzte wieder ihren Dienst am Spielgerät. So nutzte Sonntag
denn die Partie auch, "um etwas zu probieren. Ich habe ja ständig
durchgewechselt." Und Jessica Oster zeigte sich mit neun Treffern
von allen Akteuren am zielsichersten. "Jessica hat eine Topleistung
gezeigt", folgte sogleich das Lob von Sonntag auf dem Fuße.
"Die undankbare Aufgabe haben wir gut gelöst, obwohl wir einige
Verletzungen zu beklagen hatten", freute sich TV-Coach Dieter
Trippen. Einen speziellen Wunsch für die nächste Runde hat er jedoch
nicht: "Das ist mir egal." Sven Stadtmüller
HSG Bannberscheid/Bad Ems:
Balmert, Kessler - Maklezow (2), Zimmermann, Natalie Oster (1), Grohs,
Mohr (1/1), Jessica Oster (9/4), Stahl, Schäfer (2), Görg.
Schiedsrichter:
Claudia und Ralf Riedel (Köln).
Zuschauer: 70.
(RLZ vom 04.10.2004)
Dritte Pleite war tiefster Tiefpunkt
HSG-Reserve scheiterte an der Fehlerquote
KIRCHBERG. Als Thomas Schmidt vom
"tiefsten Tiefpunkt" sprach, tat er dies in deutlich ruhigerem
Ton als Rudi Völler, der mit diesen Worten vor Monaten zum
Vulkanausbruch mutiert war. "Ich war noch nie so ratlos auf der
Bank", sagte der Trainer des Frauenhandball-Oberligisten
HSG Bannberscheid/Bad Ems II weiter. "Wir haben einfach alles
probiert. Zuckerbrot, Peitsche, egal. Alles hat nur ein paar Minuten
gefruchtet." Ergebnis: Auch beim Mitaufsteiger HSV Kirchberg
wartete die HSG-Reserve vergebens auf den ersten Saisonerfolg, am Ende
unterlag die Mannschaft des Trainer- Duos Thomas Schmidt/Bianca Schmidt-Engels
in ihrem dritten Oberligaspiel deutlich mit 17:25 (9:14).
Dabei hatte es gut begonnen für
Bannberscheid/Bad Ems. Kirsten Leukel und Eva Eichmann, die beiden
Linkshänderinnen der Gäste, agierten wesentlich glücklicher als
zuletzt und sorgten mit ihren Treffern für eine 5:4-Führung.
"Doch dann kam schnell der Knacks, und plötzlich lief in der
Abwehr nichts mehr", so Thomas Schmidt, der betonte: "Wir
haben nicht verloren, weil der Gegner besonders stark war. Wir haben
einfach grottenschlecht gespielt." Deswegen wollte der Coach auch
die personellen Schwierigkeiten nicht als Ausrede gelten lassen.
Schmidt: "Wenn man sieht, dass wir 26 Fehlwürfe hatten, spricht
das für sich. So können wir kein Spiel gewinnen." Allein vom
Siebenmeterpunkt scheiterte die HSG II vier Mal. (ros)
HSG II: Dreger, Hohl - Schmidt-Engels
(2/2), Theobald (3), Hildesheim, Haberstock (1), Eichmann (7/3), Klima
(2), Leukel (1), Mäncher (1), Gorn.
(RLZ vom 04.10.2004)
Spieltag 25./26.09.2004
Handball-Oberliga: TV
Bad Ems verspielte in den letzten zweieinhalb Minuten eine Drei-Tore-Führung
und kassierte noch ein 24:25 gegen TuS Weibern
Leere Hände nach einem Wellenbad
Silberauer nutzten zwei "Matchbälle"
nicht und wurden bitter bestraft
Das nennt man wohl einen
verpatzten Saisonauftakt: Nach der Schlappe in Vallendar mussten die
Oberliga-Handballer beim bitteren 24:25 auch dem
TuS Weibern gratulieren und laufen erst einmal der Musik hinterher.
BAD EMS. Thomas Schmidt war keine fünf
Minuten nach dem Schlusspfiff verschwunden, Klaus Ohnhäuser versuchte
sich bei der Auswertung der Statistik zu beruhigen und ansonsten gab's
viele leere Blicke und fassungslose Gesichter.
Bis 160 Sekunden vor Spielende sahen
die Oberliga- Handballer des TV Bad Ems gegen den TuS Weibern beim 24:21-Vorsprung
wie die sicheren Sieger aus. Doch dann geschah das Unfassbare. Zweimal
freistehend vergeben, die Zeit nicht heruntergespielt und die Eifeler
nutzten die Gunst der Stunde und entführten mit 25:24 noch alle Punkte
aus der Silberau-Halle. Unglaublich, aber wahr.
Es war ein Wellenbad der Gefühle,
das die Akteure den Fans boten. Mit sage und schreibe 0:6 lag der TVBE
nach 13 Minuten zurück, nahezu 17 Minuten mussten die unermüdlich
trommelnden Fans auf den ersten Feldtreffer ihrer Lieblinge warten.
"Da haben wir sie an die Wand gefahren", so TuS-Coach Jan
Reuland, der sich auf seine kompakte und sicher zupackende Abwehr
verlassen konnte. "Doch darüber waren wir wohl selbst
erschrocken."
Dann nahm nämlich der Bad Emser
Express Fahrt auf, das bekannte Laufspiel kam ins Rollen. Keeper Noll
entschärfte so manchen Ball und über Carsten Hens sowie Andreas Klute
liefen die Angriffe nun wie am Schnürchen. Bereits nach 24 Minuten
hatte Alexander Ulges ausgeglichen, dann brachte Kreisläufer Marcel
Driesch die Gastgeber sogar erstmals in Führung.
Es blieb nach der Pause spannend, ehe
sich der TVBE mit vier Treffern in Serie auf 19:16 vermeintlich
absetzte. So einfach aber wollten sich die kampfstarken Weiberner nicht
geschlagen geben. Sie glichen wieder aus, ehe sie doch auf die
Verliererstraße zu geraten schienen. Doch dann kam die ominöse
Schlussphase mit der späten Wende zugunsten der eigentlich schon
besiegten Gäste.
Die Gründe für das kuriose Finale
wurden hinterher völlig konträr beurteilt. TuS-Coach Jan Reuland schwärmte
von seinen taktischen Kniffen und verwies auf die
"Sonderaktionen", nämlich Uwe Hens und auch Alexander Ulges
kurz zu decken sowie den Torwartwechsel - für Tobias Arenz kam Dirk
Rausch zwischen die Pfosten. "Die dachten, die hätten das Spiel zu
Hause. Doch wir haben uns noch etwas einfallen lassen. Daher ist der glückliche
Sieg nicht einmal unverdient."
Das sah Klaus Ohnhäuser natürlich
ganz anders. "Wir haben mit der Drei-Tore-Führung
im Rücken ganz einfach viel zu hektisch gespielt, Bälle vertändelt,
zweimal freistehend verworfen. Das war's. Geht einer dieser Würfe rein,
gewinnen wir das Spiel. So aber stehen wir mit leeren Händen da. Da fällt
einem nichts mehr ein." Stefan Nink
TV Bad Ems: Noll, Schmidt -
Driesch (4), Alexander Ulges (2), Lohmann, Adrian Ulges, Krenzer,
Wallroth, Hildesheim, Pesek (1), Klute (7/2), Hens (10/3).
TuS Weibern: Arenz, Rausch - Brahmann (2), Bininda (1), Huehmann
(4), Nuerenberg (4), Brust (8/3), Schild (3), Schlig (1), Dvoroznak (1).
Schiedsrichter: Dietrich/Hub (Trier-Ehrang).
(RLZ vom 27.09.2004)
Freude getrübt
Utermarks Pech
BAD EMS. Keine rechte Freude wollte
bei der dritten Welle des TV Bad Ems nach dem 20:18 (9:8)-Sieg
gegen den TuS Weibern III aufkommen. Kein Wunder: Der routinierte Keeper
Birk Utermark zog sich kurz vor Spielende einen Achillessehnenriss zu
und wird monatelang ausfallen. Zudem mussten die Silberauer mit dem
Handicap auskommen, dass Karl-Heinz Schreiber
aus beruflichen Gründen fehlte und der im ersten Durchgang treffsichere
Michael Sauerwein zur Pause wegmusste, um ein Spiel zu pfeifen. Dass es
nach einem weitgehend ausgeglichenen Spiel dennoch zum Erfolg reichte,
hatte der TVBE auch den Gästen zu verdanken, die sich in der
entscheidenden Phase durch ihre Meckereien selbst in Unterzahl und die
Bad Emser auf die Siegerstraße brachten. (stn)
TVBE III: Utermark,
Langenhuysen - Heinz (2), Suetovius (2/1), Wohkittel (1), Minor (7/4),
B. Pammer, C. Pammer, Schrabback (2), M. Sauerwein (6), R. Sauerwein,
Schaarschmidt.
(RLZ vom 27.09.2004)
HSG wartet auf den ersten Sieg
Handball: Regionalligist Bannberscheid/Bad Ems
27:34 gegen Mannheim
WIRGES. Es gibt eine Reihe von Gründen,
warum die HSG Bannberscheid/Bad Ems ihr erstes Heimspiel in der Frauen-Regionalliga
Südwest gegen die HSG Mannheim deutlich 27:34 verloren hat.
Schon beim Einspielen zog sich
Jessica Oster eine schmerzhafte Rückenverletzung zu. "Da war an
Werfen nicht zu denken", sagte Trainer Hanjo Neeb zum Ausfall
seiner Leistungsträgerin. Eine andere Säule des Bannberscheider
Spieles brach während des Spiels: Petra Stahl gehört ansonsten immer
zu den Besten. Diesmal hatte sie einen ganz schwarzen Tag. Als Mannheim
von 8:8 auf 8:14 davonzog, unterliefen Petra Stahl zwei Fehlpässe. Zwei
Mal warf sie ungenau aufs Tor, einmal spazierte ihre Gegenspielerin zum
Tor. "Es gibt solche Tage", nahm ihr Trainer sie in Schutz.
"Leider hatten wir keine Alternativen. Jetzt merkt man, was wir an
Petra in Bestform haben."
Alles in allem ist die HSG
Bannberscheid/Bad Ems auch noch nicht in der Regionalliga Südwest
angekommen. "Im Westen war die Spielweise etwas schwerfälliger",
stellte Neeb fest, "hier wird technisch versiert und mit hohem
Tempo gespielt." Genauso nahmen die Mannheimerinnen die HSG
auseinander. "Unsere jungen Spielerinnen wirkten schnell
verunsichert", so Neebs Erklärungsversuche für die zweite
Niederlage in Folge.
Stefan Freisberg
HSG: Balmert, Kessler,
Maklezow (5), Zimmermann (6), N. Oster (1), Mohr (4/1), J. Oster, Stahl
(7), Schäfer (3), Görg (1).
(RLZ vom 27.09.2004)
Schmidt-Engels: "Anfangsphase
verpennt"
Frauen-Oberliga: HSG
Bad Ems/Bannberscheid II musste sich auch dem SV Igel Liersberg beugen
BAD EMS. Im Vorjahr eilten sie noch
von einem deutlichen Sieg zum anderen, doch eine Etage höher weht ein
ganz anderer, viel rauerer Wind. Bianca Schmidt-Engels
musste mit den Handballerinnen der HSG Bad Ems/Bannberscheid II beim
21:24 (10:14) gegen den SV Igel Liersberg auch im zweiten Oberliga-Match
die zweite Niederlage quittieren. "Wir müssen uns eben ans
Verlieren gewöhnen. Doch ich kann der Mannschaft nicht böse sein. Das
war eine deutliche Steigerung gegenüber dem ersten Spiel gegen Hamm.
Immerhin haben wir die zweite Halbzeit gewonnen."
Den Schlüssel für den neuerlichen
Verlust sah die erfahrene Spielertrainerin in der Anfangsphase der
Partie. "Die haben wir ja total verpennt", blickte sie auf die
ersten Minuten des Vergleichs mit den spielstarken Moselanerinnen zurück.
3:9 lag die Regionalliga-Reserve schnell hinten.
"Das war sicher schon spielentscheidend", befand Schmidt-Engels
hinterher. Zudem wurden gleich drei Strafwürfe nicht im SV-Gehäuse
untergebracht.
Was man den HSG-Ladys jedoch hoch
anrechnen muss: Sie gaben nie auf. "Doch den Schalter haben wir nie
richtig umlegen können", hofft Schmidt-Engels,
dass die Nervosität bald abgelegt werden kann. "Immer dann, wenn
wir rangekommen waren, haperte es im Abschluss. Allerdings hatten wir es
aber auch mit einer starken gegnerischen Torfrau zu tun. Zudem hatte
eine Liersbergerin eine richtige Keule, eine andere glänzte mit viel Übersicht",
attestierte die spielende HSG-Trainerin dem Kontrahenten eine
ausgezeichnete Vorstellung.
Ein Sonderlob gab's für Irene
Theobald. "Sie spielte im Rückraum links nicht nur wegen ihrer
Tore eine starke Partie", so Schmidt-Engels
abschließend. Stefan Nink
HSG Bad Ems/Bannberscheid II:
Dreger, Reichwein - Hildesheim (3), Gorn, Theobald (5/1), Schmidt-Engels
(4/1), Simmer (3), Eichmann (2), Leukel (1), Mäncher (3), Strack.
(RLZ vom 27.09.2004)
Spieltag 18./19.09.2004
Ohl-Foul an Bargmann Knackpunkt für Ohnhäuser
Handball-Oberliga: TV Bad Ems kassierte beim
deutlichen 20:29 beim favorisierten TV Vallendar die erste
Saisonschlappe
VALLENDAR. Einen unerwartet klaren 29:20
(14:9)-Sieg im Duell der Titelaspiranten hat der Handball-Oberligist TV
Vallendar vor 200 Zuschauern gegen den TV Bad Ems eingefahren.
Für die Gäste von der Lahn begann die Partie äußerst unglücklich.
Bereits in der sechsten Minute musste ihr Spielgestalter Henning
Bargmann mit einer Platzwunde an der Augenbraue ins Krankenhaus
eingeliefert werden. Er war zuvor von TVV-Torjäger Christoph Ohl
gefoult worden, der mit einer Zwei-Minuten-Zeitstrafe belegt wurde und
nach zwei weiteren Strafzeiten (15., 59.) vorzeitig duschen durfte.
Gäste-Trainer Klaus Ohnhäuser sah in dieser Szene einen Knackpunkt:
"Eine Zeitstrafe von zwei Minuten war für diese Aktion viel zu
wenig. Bargmann musste im Krankenhaus genäht werden. Er fehlte uns als
Spielgestalter sehr."
Bis zum 8:8 in der 20. Minute hielten die Emser
aber dennoch gut mit, ließen in der Folgezeit jedoch die Zügel
schleifen. "Das waren anfängerhafte Fehler. Der Ball lief nicht,
es wurde schlecht geworfen und das Tempospiel war schwach",
monierte Ohnhäuser, der Ohl und den Vallendarer Spielertrainer Zdravko
Guduras in Manndeckung nehmen ließ.
Doch gerade diese beiden Spieler machten den
Unterschied aus. Ohl spielte - obwohl von den Emsern nach seiner rüden
Attacke als Buhmann abgestempelt - überragend, und Guduras war ohnehin
nie in den Griff zu bekommen. Er warf seine zehn Tore fast nach Belieben
und war Dreh- und Angelpunkt im Vallendarer Spiel. "Ich spiele
jetzt 28 Jahre Handball und habe hier und da auch etwas gelernt",
wollte der 35-jährige TVV-Spielertrainer seine Leistung nicht überbewerten.
Vielmehr sollte das Team die Lorbeeren ernten.
"Entscheidend war die gute Mannschaftsleistung. Ein guter Torwart
und eine starke Abwehr haben den Grundstein gelegt. So kam Bad Ems in
der ersten Halbzeit nur zu neun Toren", war Guduras froh, dass
"nach Weibern das zweite unangenehme Spiel gewonnen wurde. Wir
haben zwei Mal nicht in Bestbesetzung spielen können und vier Punkte
geholt. Dennoch denke ich nicht an den Mai, sondern nur an den kommenden
Samstag, dann müssen wir in Daun spielen." Nach den schlechten
Erfahrungen in der vergangenen Saison soll Erfolgsdruck also tunlichst
vermieden werden. Im Infomagazin des TVV ließ Guduras aber immerhin
verlauten, dass "Spiele im Angriff, Meisterschaften aber in der
Abwehr gewonnen werden".
Friedhelm Keßler
Vallendar: Dalibor, Klein; Rakojevic (1),
Mohrs, Schmidt (1), Fischer (3), Maric, Ohl (8/2), Peltner, Guduras
(10), Hanisch (6).
Bad Ems: Noll, Adler; Alexander Ulges
(5), Bargmann (1), Adrian Ulges, Krenzer (3), Bahr, Wallroth, Hens
(4/2), Hildesheim, Lohmann (1), Klute (6/1).
(RLZ vom 20.09.2004)
Beigeschmack bleibt
Verbandsliga: Verletzte beim Sieg der Reserve
TIEFENSTEIN. Zittersieg für die Reserve
des TV Bad Ems: In der Handball-Verbandsliga setzte sich der Aufsteiger
von der Silberau bei der HSG Tiefenstein hauchdünn mit 22:21 (13:10)
durch. Dabei hatte es lange Zeit nach einem sicheren Erfolg der Gäste
ausgesehen, bis weit in die zweite Halbzeit hinein lag Bad Ems stets mit
zwei oder drei Toren vorne. Erst beim 18:17 ging auch Tiefenstein mal in
Führung. "Von da an blieb es eine ganz ausgeglichene
Angelegenheit", sagte TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser.
In der Schlussphase ging es entsprechend
hektisch zur Sache, und insbesondere Rückraumspieler Valeriy Schneider
bekam mehr und mehr die harte Gangart des Gegners zu spüren. Bitter für
Bad Ems: Einige Verletzungen trübten die Freude über den wichtigen
Auswärtserfolg. (ros)
TVBE II: Kleinschmidt,
Funda - Krausbeck, Oeser, Balmert, Schneider, Zöller, Schäfer, Rüge,
Helbach, Lemler.
(RLZ vom 20.09.2004)
Es gab viele Schläge
Regionalliga: HSG unterlag 21:30 in Neunkirchen
NEUNKIRCHEN. "Wir haben bisher noch
gegen kein Team gespielt, das so hart agiert hat wie Neunkirchen",
resümierte das Trainerduo Hanjo Neeb/Volker Sonntag nach der 21:30
(11:13)-Niederlage der HSG Bannberscheid/Bad Ems in der
Frauenhandball-Regionalliga Südwest beim TuS Neunkirchen. "Ständig
wurde nachgeschlagen oder geschubst." Neun Zwei-Minuten-Strafen und
eine Rote Karte für die Gastgeber bei nur drei Strafen gegen
Bannberscheid sagen alles. "Und es hätten noch wesentlich mehr
gegen Neunkirchen sein müssen", so Sonntag. (tn)
HSG Bannberscheid/Bad Ems: Balmert,
Kessler - Mohr (1/1), Schäfer (6), Zimmermann (3), Stahl (3/3), J.
Oster (5), N. Oster (1), Maklezow (2), Görg.
(RLZ vom 20.09.2004)
Spieltag 11./12.09.2004
Die Luft war früh heraus
Bad Ems schlägt Moselweiß im Schongang 31:20
In allen Belangen überlegen, mit 70 Prozent
eine ordentliche Wurfausbeute gezeigt - der TV Bad Ems musste sich zum
Saisonstart gegen den TV Moselweiß nicht sonderlich anstrengen, um
einen glatten Sieg einzufahren.
BAD EMS. Die Fans haben's genossen, die Spieler ebenso. Doch dass
der Saisonauftakt der Oberliga-Handballer des TV Bad Ems nicht zur
rauschenden Party wurde, lag an den unterschiedlichen Kräfteverhältnissen
auf dem Feld. Beim 31:20 (15:7) gegen den durch die Hintertür in Liga
vier nachgerückten TV Moselweiß kam in keiner Phase die nötige
Spannung auf, die im Sport doch das Salz in der Suppe ist.
"Viel experimentiert"
"Die Luft war schon früh raus",
blickte Trainer Klaus Ohnhäuser auf die einseitigen 60 Minuten zurück.
Sein Kollege Thomas Schmidt, der während des Spiels und auch in der
Halbzeit ständig versuchte, seine Jungs noch einmal anzustacheln -
"Nicht nachlassen; hoffentlich seid ihr bald wieder wach; reißt
euch zusammen" - sah's hinterher ähnlich. "Beim 15:7 ist's
schon schwer, die Spannung hochzuhalten. Doch wir haben heute auch viel
in taktischer Hinsicht experimentiert." Was nicht gerade für die
Klasse des Kontrahenten spricht. Schmidt relativierte: "Wir sind
eine Spitzenmannschaft, der TVM befindet sich im Umbruch. Uns konnten
sie nicht überlaufen. Die werden aber auch auf Gegner treffen, gegen
die sie mit ihrer Power ihre Chancen kriegen."
Hildesheim eine Verstärkung
Zum Debüt des Ex-Bannberscheiders Jörg
Hildesheim äußerte sich Ohnhäuser sehr positiv. "Er ist sehr
vielseitig einsetzbar - im Rückraum, am Kreis und auf Außen. Er ist
eine absolute Verstärkung für uns", so Ohnhäuser. Schmidt sprach
auch Adrian Ulges ein ganz spezielles Lob aus. "Er hat in der
ersten Halbzeit Weltklasse gedeckt."
TVM-Coach Sasa Kasumovic nahm die Pleite mit
Fassung hin. "Wir brauchen Zeit, um der Mannschaft ein Profil zu
geben. Daher setzen wir uns überhaupt nicht unter Druck."
Stefan Nink
TV Bad Ems: Noll, Adler - Driesch (3),
Alexander Ulges, Lohmann (3), Adrian Ulges, Krenzer (6), Wallroth (1),
Bahr (3), Hildesheim (3), Klute (3), Hens (9/1).
Schiedsrichter: Hofmann/Maurer (Morbach).
Zuschauer: 170.
(RLZ vom 13.09.2004)
Mischung stimmt
Verbandsliga: TV Bad Ems II - SSV Wissen 32:23
BAD EMS. Knapp 100 Zuschauer wohnten dem
Verbandsliga-Einstand der zweiten Handball-Garnitur des TV Bad Ems gegen
den SSV Wissen bei. Und sie brauchten ihr Kommen nicht zu bereuen, denn
mit 32:23 (14:10) wurde der alte Rivale aus dem Oberwesterwald deutlich
geschlagen an die Sieg zurückgeschickt.
Trainerin Martina Noll setzt beim TVBE auf eine
gesunde Mischung zwischen Routiniers und jungen Spielern. Die meisten
von ihnen hat die Verbands-Mädchenwartin bereits seit der C-Jugend
unter ihren Fittichen. "Das hat heute schon ganz gut geklappt.
Erfreulich war, dass auf nahezu allen Positionen Tore gefallen
sind."
Nachdem die Anfangsphase noch ausgeglichen
verlaufen war, setzten sich die Gastgeber nach dem 7:7-Zwischenstand mit
einem tollen Spurt auf 14:10 ab. Das war mehr als die Vorentscheidung,
zumal der Vorsprung nach der Pause sukzessive ausgebaut wurde. (stn)
TV Bad Ems II: Funda,
Schmidt - Balmert (2), Schneider (9/1), Oeser (5), Zöller (1), Furtak,
Krausbeck (2), Schäfer (5), Secker (4), Rüge, Helbach (4/2).
Schiedsrichter: Ostermann/Dietz
(Westerburg).
(RLZ vom 13.09.2004)
Toll kombiniert
Landesliga: TV Bad Ems III - Rhein-Nette II
33:19
BAD EMS. "Mit so einem deutlichen
Sieg hatte ich nicht gerechnet." Spielertrainer Karl-Heinz
Schreiber konnte nach dem 33:19 (16:7) seines TV Bad Ems III gegen die
HSG Rhein-Nette II im ersten Match der Handball-Landesliga vollauf
zufrieden sein. Mit einer konzentrierten Vorstellung in der Abwehr
legten die Kurstädter schon in der ersten Halbzeit den Grundstein zum
Sieg. Zwar war die Angriffsformation noch etwas zusammengewürfelt, doch
trotzdem wurden sehenswerte Kombinationen gezeigt und die Spielzüge überlegt
abgeschlossen. Benjamin Pammer beeindruckte mit fünf Treffern im ersten
Durchgang, Tim Schrabback drückte nach Wiederanwurf der Partie seinen
Stempel auf. "Er ging durch, wie er wollte", lobte
TVBE-Sprecher Klaus Ohnhäuser. Für die Sahnehäubchen sorgte Keeper
Birk Utermark, der sich mit zwei Würfen über das gesamte Spielfeld in
die Schützenliste eintrug. (stn)
TV Bad Ems III: Utermark
(2) - Heinz (5), Suetovius (7/5), Wohkittel, Minor (5), Schreiber (4),
B. Pammer (5), Schrabback (5), Scheffler, R. Sauerwein.
(RLZ vom 13.09.2004)
Wenig Licht, zu viel Schatten
Frauen-Oberliga: HSG-Reserve kassierte bei der
Premiere eine 11:18-Pleite
BAD EMS. Thomas Schmidt und Bianca
Schmidt-Engels waren sichtlich bedient. Kopfschüttelnd saßen sie auf
der Hallenbank und konnten auch Minuten nach der Schlusssirene noch
nicht fassen, was sie in den vorangegangenen knapp eineinhalb Stunden
erleben mussten. Ihre Mannschaft, der Aufsteiger HSG Bannberscheid/Bad
Ems II, hatte soeben die Premiere in der Handball-Oberliga der Frauen
verpatzt und gegen den VfL Hamm mit 11:18 verloren.
Dabei hatte es nach der ersten Halbzeit noch sehr gut ausgesehen für
den Neuling: In eigener Halle war die HSG-Reserve mit einer 7:6-Führung
in die Kabine gegangen. "Wir hätten aber schon deutlicher vorne
liegen müssen", kritisierte Trainer Thomas Schmidt.
"Insgesamt hatten wir genug Chancen, um ein Spiel zu gewinnen. Aber
das ist der Unterschied zur vergangenen Saison, als bei den Gegnern
Fallobst zwischen den Posten stand." In der Tat hatte Hamm weder Äpfel
noch Birnen aufgeboten, sondern mit Silvia Weller eine erstklassige
Torfrau ins Gehäuse beordert. Sie hatte maßgeblichen Anteil daran,
dass die Statistik-Abteilung der HSG am Ende 24 Fehlwürfe für
Bannberscheid/Bad Ems zählen musste.
Das Geschehen auf dem Feld lief nach dem Seitenwechsel nach einem
einfachen Schema ab: Die HSG-Handballerinnen kombinierten gefällig,
schlossen aber immer wieder überhastet und aus ungünstigen Situationen
ab. Hamm sagte artig Danke, beförderte das Leder im Eilverfahren nach
vorne und ließ der ordentlich parierenden Sabrina Dreger allzu oft
keine Chance. "Zu Beginn waren beide Mannschaften noch sehr
unsicher", sagte Gäste-Trainer Marcel Theis. "Nach dem
Wechsel hat unser Tempospiel dann endlich funktioniert." Begünstigt
wurde diese Steigerung des VfL durch eine Tatsache, die Thomas Schmidt
so beschrieb: "Manche hatten Licht und Schatten in ihrem Spiel. Bei
einigen hat das Licht gefehlt."
Marco Rosbach
HSG Bannberscheid/Bad Ems II: Dreger -
Hildesheim (1), Mäncher (1), Schmidt-Engels (3/3), Gorn (1), Simmer
(1), Eichmann (2/1), Leukel (1), Haberstock (1), Theobald.
(RLZ vom 13.09.2004)
1. DHB-Pokalrunde 04./05.09.2004
Neeb wünscht sich ein "Schmankerl"
HSG-Ladys sind im DHB-Pokal in Runde zwei
BAD EMS. Die HSG Bannberscheid/Bad Ems präsentierte
sich im Erstrundenspiel des DHB-Pokals gegen die TSG Leihgestern so, als
wäre der Turniersieg beim Kevag-Cup am Tag zuvor nicht mehr als ein
netter Betriebsausflug gewesen. Der Ligakonkurrent wurde mit 25:21
(14:6) Toren auf die Heimreise nach Mittelhessen geschickt.
Spielfreudig, hellwach und sicher im Abschluss überraschten sie den überforderten
Zweitliga-Absteiger, der sich oftmals nur mit Fouls zu helfen wusste.
Besonders Petra Stahl bot eine überragende Partie, hatte großen Anteil
daran, dass in der ersten Hälfte der Grundstein für den Einzug in die
nächste Pokalrunde gelegt wurde.
Zwar drehte der Gast im zweiten Abschnitt auf und zeigte sich besonders
aus dem Rückraum treffsicher, gefährdet war der Sieg der HSG jedoch zu
keiner Phase des Spiels. "Mit einer besseren Chancenverwertung hätten
wir es nochmal spannend machen können. Insgesamt waren wir aber das
passivere Team", resümierte TSG-Coach Dirk Langsdorf. "Der
Ball lief gut, wir hatten jederzeit die passende Antwort. Wenn wir jetzt
noch den Feinschliff hinbekommen, bin ich für die Saison sehr
zuversichtlich", so Neeb, der große Gegner für die nächste Runde
nicht scheut: "Mal schau'n, vielleicht bekommen wir ja ein
richtiges Schmankerl zugelost."
Sven Stadtmüller
HSG Bannberscheid/Bad Ems: Kessler,
Balmert, Schmidt-Engels, Mäncher, Maklezow (3/2), Zimmermann (2),
Nathalie Oster (1), Mohr (1), Jessica Oster (2/1), Stahl (12/7), Schäfer
(4), Görg
Schiedsrichter: Gante/Steinebach (Attendorn/Eiserfeld).
Zuschauer: 60.
(RLZ vom 06.09.2004)
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