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TVBE: Schmidt hört auf

Handball: Bad Emser beendet nach mehr als 18 Jahren seine Trainertätigkeit - Kühnhold kommt

Die Zeit des kongenialen Trainer-Duos Klaus Ohnhäuser und Thomas Schmidt ist vorbei. Nach insgesamt mehr als 18 Jahren beendet Schmidt seine Trainertätigkeit beim Handball-Oberligisten TV Bad Ems. Die Nachfolge tritt Jörg Kühnhold an, ein Weggefährte des Ex-Torwarts aus alten Zeiten in Ober- und Regionalliga.

BAD EMS. Gestern hat Thomas Schmidt Geburtstag gefeiert, 41 Jahre zählt der Bad Emser nunmehr. Es war ein Fest mit Beigeschmack. Denn kurz zuvor war endgültig geworden, was sich schon in der Schlussphase der vergangenen Saison angedeutet hatte: Schmidt legt eine Pause als Handball-Trainer ein, in der kommenden Spielzeit wird er nicht mehr an der Seite von Klaus Ohnhäuser beim Oberligisten TV Bad Ems die Richtung vorgeben. Ungewöhnlich: Jörg Kühnhold, seinen Nachfolger, hat Schmidt selbst ins Gespräch gebracht.

"Als Klaus mich angerufen hat, um mir zu sagen, dass der Verein sich mit meinem Nachfolger einig ist, kam alles raus", beschreibt der ehemalige Regionalliga-Torwart, der einst zusammen mit Kühnhold in Bendorf gespielt hat, jenen Moment, in dem ihm bewusst geworden ist, welch weitreichende Entscheidung er getroffen hat. "Da sind viele Tränen geflossen." An den Gedanken, nicht mehr "mit meinen Jungs" zu arbeiten, muss sich Schmidt erst gewöhnen. Kein Wunder: Viele seiner Spieler hat er bereits seit E-Jugend-Zeiten unter seinen Fittichen. In gut 18 Jahren hat er 21 Titel mit jenen Handballern geholt, die heuer noch den Stamm der Oberliga-Mannschaft bilden.

Dass die Suche nach einem neuen Trainer wirklich im eigenen Rücktritt enden wird, hat Schmidt lange ausgeblendet. "Ich habe mich mit Klaus zusammengesetzt und überlegt, wer für Bad Ems in Frage kommen kann", sagt Schmidt, der sich mit seinem treuen Weggefährten viele Absagen eingehandelt hat - in erste Linie aus finanziellen Gründe. "Hätten wir niemanden gefunden, der geeignet ist, dann wäre es vielleicht weitergegangen." So aber kommt mit dem erfahrenen Kühnhold ein Trainer, der "meinen extrovertierten Teil im Team auf seine Art sicher einbringen wird", wie Schmidt es formuliert. Selbst will sich der Bad Emser vorerst zurückziehen, zu groß waren in den vergangenen Monaten die Belastungen. "Ich habe inzwischen zwei Töchter, die Anforderungen im Job haben sich geändert, das war einfach zu viel", erklärt er. "Ich denke, dass ich einfach eine Pause brauche, auch wenn ich vorhabe, selbst wieder zu spielen." Wie gesagt: Seit gestern ist Schmidt 41 Jahre jung. Kein Alter für einen Torwart. Marco Rosbach
(RLZ vom 19.06.2008)

 

Platz zehn ist wie ein Titel

Kurstädter mischen in der Zwei-Klassen-Gesellschaft munter mit

BAD EMS. Der TV Bad Ems schließt die Saison 2007/2008 in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar auf dem zehnten Tabellenplatz ab. Daran wird sich am letzten Spieltag nichts mehr ändern. Was auf dem Papier nach Niemandsland aussieht, wertet TVBE-Trainer Thomas Schmidt als großen Erfolg und fast als Maximum, was für die Silberauer in dieser Klasse möglich sei.

Zur Verdeutlichung schickte Schmidt bei seiner Saisonbilanz nach dem letzten Heimspiel gegen die HSG Kastellaun/Simmern einen Vergleich der Grundvoraussetzung zwischen seiner Truppe und den Top-Adressen voraus: "Sechs meiner Kollegen in der Liga sind Trainer von Berufswegen. In Bad Ems gehen Spieler und Trainer in der Woche arbeiten und spielen quasi nebenbei Handball. Während andernorts viermal in der Woche trainiert wird, treffen wir uns nur zweimal. Das macht in so manchem Spiel den kleinen aber feinen Unterschied aus."

Daher stellte Schmidt in den Vordergrund, dass man unbedingt diese Rahmenbedingungen mitbetrachten muss, um Platz zehn entsprechend einzuschätzen: "Wir spielen in einer semi-professionellen Liga und haben dafür aus unseren Möglichkeiten fast das Optimale herausgeholt." Der frühere Torhüter sieht das Abschneiden angesichts der Bedingungen sogar fast wie eine Meisterschaft - eine Meisterschaft der "Kleinen der Liga". In der fast beendeten Saison wäre sogar noch mehr möglich gewesen: "Leistungsträger wie Alexander Ulges, Pascal Gras oder Markus Klepzig sind lange ausgefallen. Hätte uns das Verletzungspech nicht so stark mitgenommen, wäre der ein oder andere Sieg mehr drin gewesen. Aber in der Spitze dieser Liga können wir auch in der Zukunft kaum ein Wörtchen mitreden." (rw)
(RLZ vom 19.05.2008)

 

Bad Ems wird überraschend Pokalvizemeister

Der TV Bad Ems konnte überraschend in das Finale des HVR-Pokals einziehen, nachdem man im Halbfinale gegen den Regionalligisten HSG MüKäBa gewinnen konnte. Im Finale unterlag man dann der UVS Rheintal, die sich in der 2. Halbzeit absetzen konnte.

Gesamtergebnisse siehe unten.

TV Bad Ems ärgert die HSG Mülheim

Handball: Oberligist zieht beim Final-Four-Turnier ins Finale ein - Gegen UVS Rheintal ohne Chance

SINZIG. Das Licht überwog bei der sechsten Auflage des Sparkassen-Final-Four-Turniers, der Endrunde um den Pokal des Handballverbandes Rheinland (HVR), gestern in der Rhein/Ahr-Sporthalle Sinzig. Ein Pokal, den sich bei den Frauen der TuS Bannberscheid und bei den Männern die UVS Rheintal redlich verdienten. Eine positive Erscheinung waren auch die Handballer des TV Bad Ems, die das Finale erreichten.

Allerdings zogen bei allem Licht auf sportlichem und organisatorischem Sektor auch zwei dunkle Wolken über den HVR-Himmel. Die erste lag über dem Vorrundenspiel bei den Frauen zwischen Bannberscheid und der HSV Rhein-Nette. 15:1 führten die Westerwälderinnen zur Pause und legten dann den Schongang zum 29:8 über eine verstärkte A-Jugend der HSV ein. A-Jugend? Richtig, denn die erste Welle zog die Mannschaftstour dem Final Four vor. "Eigentlich bekommt jede Mannschaft, die dieses Turnier erreicht hat, einen Geldpreis", so HVR-Präsident Helmut Bündgen. "Aber Rhein-Nette durfte die Heimreise nach diesem Betrug am Zuschauer mit leeren Händen antreten. Wir werden uns für die Zukunft des Pokals im Frauenbereich etwas einfallen lassen."

Das muss der HVR auch im Schiedsrichterwesen, denn was Harald Schneider und Günther Schmidt aus Bendorf ihren Pfeifen an Fehlentscheidungen entlockten, war eine Beleidigung für die Leistungen der Spielerinnen und Spieler. Wenn das die Elite der Rheinland-Schiedsrichter ist, dann ist es um die Zukunft des Handballs in der Region schlecht bestellt. Ansonsten herrschte eitel Sonnenschein. Die Organisation lief reibungslos. Der stellvertretende Vorsitzende des TV Sinzig, Peter Langelage, freute sich über etwa 300 Zuschauer, die die insgesamt sechs Spiele des Tages besuchten: "Dieses Turnier ist der Beitrag der Handball-Abteilung zum 100-jährigen Jubiläum des TV. Es war ein Versuch, hier Handball auf höchster Rheinlandebene anzubieten. Ich bin mit dem Ergebnis zufrieden."

Zufrieden war natürlich auch Jessica Oster, Zweitliga-Spielerin beim TuS Weibern und mit Daniela Lehmler Interimstrainerin beim Regionalligisten TuS Bannberscheid: "Dieser Erfolg gibt uns hoffentlich Selbstvertrauen, auch den Abstiegskampf in der Regionalliga zu bestehen. Wir haben die erste Hauptrunde um den Deutschen Handball-Pokal erreicht. Es wäre schön, wenn wir das als Aufwind in die letzten beiden Meisterschaftsspiele mitnehmen könnten." Im Finale gegen Wittlich kamen ihre Schützlinge zu einem letztlich ungefährdeten 17:14 (9:7)-Erfolg über den Oberligisten HSG Wittlich.

Spannend ging es zunächst im Finale der Männer zu. Überraschend hatte sich der TV Bad Ems qualifiziert, der mit einer überzeugenden Leistung den Favoriten und Regionalligisten HSG Mülheim-Kärlich/Bassenheim auf die Heimreise geschickt hatte. Beim 22:19 (13:10)-Erfolg über zweimal 20 Minuten war der TV die überlegene Mannschaft, was der Ex-HSG-Trainer und Geschäftsführer des HVR, Hermann-Josef Häring, folgendermaßen kommentierte: "Bad Ems stellte vom Torwart bis zu den Auswechselspielern die bessere Mannschaft. Der Sieg war hoch verdient." Im Finale war jedoch bei Bad Ems der Halbfinal-Schwung weg - auch nach krassen Benachteiligungen durch die Schiedsrichter. Doch hier suchte Trainer Thomas Schmidt nicht die Gründe für die 15:23 (6:7)-Niederlage: "Die UVS Rheintal hat uns den Schneid abgekauft. Irgendwann war dann bei uns die Luft raus. Eine HSG Mülheim fertigst du nicht im Vorbeigehen ab." - Peter Armitter
(RLZ vom 02.05.2008)

 

Pokal  Final-Four am 01. Mai in Sinzig

Bad Ems gegen Regionalligisten HSG MüKäBa

Die Auslosung zum 6. Sparkassen-Final-Four am 01. Mai in Sinzig ergab folgende Paarungen:

1. Halbfinale Frauen
TuS Bannberscheid
- HSV Rhein-Nette 29:8

1. Halbfinale Männer
HSG Biewer/Pfalzel - UVS Rheintal 17:20

2. Halbfinale Frauen
HSG Wittlich
- DJK/MIC Trier 24:15

2. Halbfinale Männer
TV Bad Ems
- HSG Mülheim/Kärlich/Bassenheim 22:19

Finale Frauen
TuS Bannberscheid
- HSG Wittlich 17:14

Finale Männer
UVS Rheintal
- TV Bad Ems 23:15

Hinweise zum Modus: Da das gesamte Finale in diesem Jahr an einem Spieltag ausgetragen wird, ist die Spielzeit auf 2x20 Minuten begrenzt. Bei einem Unentschieden wird es auch keine Verlängerung geben sondern sofort 7m-Werfen.
Nur der jeweilige Sieger qualifiziert sich für die 1. DHB-Pokalrunde.

 

Pokal - Viertelfinale am 24. Februar in Urmitz

Bad Ems erreicht Final-Four

Nach dem klaren Sieg im Achtelfinale gegen die UVS Rheintal V hat es Bad Ems im Viertelfinale des HVR-Pokals wieder mit einem Vertreter der Spielgemeinschaft Vallendar/Urmitz zu tun.
Gegner ist diesmal die UVS Rheintal VI, die gegen den TuS Bannberscheid in diese Runde einzog.

Die ausgelosten Paarungen:
01.02.08
HSG Kastellaun/Simmern - HSG Biewer/Pfalzel 18:32

10.02.08
SG Gösenroth/Laufersweiler - UVS Rheintal I 19:29

13.02.08
HSG Mülheim/Kärlich/Bassenheim - HSG Irmenach/Kleinich/Horbruch 34:25

24.02.08
UVS Rheintal VI - TV Bad Ems 20:30 (14:15)
(Informationen zum Spiel unter "Spielberichte")

Die Sieger bestreiten die Finalspiele am 1. Mai 2008 in Sinzig.

 

3. HVR - Pokalrunde am 29. Dezember in Urmitz

Ende des Jahres spielt die 1. Mannschaft noch ihre Pokalrunde (Achtelfinale) auf HVR - Ebene. Am Samstag, 29. Dezember 2007 trifft die Mannschaft in Urmitz auf die UVS Rheintal V. Anspiel ist um 17.00 Uhr.

Ohne große Mühe erreichte die 1. Mannschaft die nächste Pokalrunde. In Urmitz gewann das Team mit 34:15 (16:5) Toren gegen die UVS Rheintal V. (Spielbericht unter "Spielberichte")

 

Bad Ems muss sich ein neues Bollwerk zusammenbasteln

Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar: TV beginnt am Samstag gegen SG Saulheim

BAD EMS. Vor einer spannenden Aufgabe stehen Thomas Schmidt und Klaus Ohnhäuser, das bewährte Trainertandem des TV Bad Ems: In der Testphase auf die am Samstag um 19.30 Uhr mit dem Heimspiel gegen den Vorjahres-Vierten SG Saulheim beginnende Runde mussten die Silberauer ihren Deckungsverbund neu organisieren.

Ball in den Schrank gelegt

Da mit Jörg Hildesheim und Frank Lohmann zwei langjährige Abwehr-Recken aus dem Innen- und Mittelblock den Handball in den Schrank gelegt haben und mit dem in der vergangenen Woche operierten Andreas Klute während der nächsten Monate auch der dritte zentrale Mann zu ersetzen sein wird, musste sich das Duo auf der Bank der Kurstädter schon einiges einfallen lassen, damit auch in der zweiten Runde der mit starken Mannschaften aus Rheinland-Pfalz und dem Saarland bestückten Oberliga den Gegnern das Torewerfen ziemlich schwer gemacht wird.

Eigentlich war Team-Manager Henning Bargmann, der unlängst beruflich von Berlin nach Frankfurt gewechselt ist, zunächst als Ersatz für Hildesheim vorgesehen. Doch der frühere Spitzen-Schiedsrichter und Klasse-Spieler ist bei seinem neuen Job derart stark eingebunden, dass er vorerst nicht wie gewünscht zur Verfügung steht. "Somit fehlt uns der vierte wichtige Mann in der Deckung", so Schmidt, der zunächst auch noch nicht auf den kürzlich operierten Yvo Pesek zurückgreifen kann.

So müssen andere in die Bresche springen. In der Testphase präsentierte sich der TVBE besonders in den internationalen Vergleichen mit den Belgiern aus Antwerpen und den Luxemburgern aus Berchem als gut funktionierende Einheit. "Da hat Klaus nicht nur im Trainingslager fantastische Arbeit geleistet", zollt Schmidt seinem eher im Hintergrund wirkenden Mitstreiter höchstes Lob für dessen Schwerpunkt, ein neues Bollwerk zusammenzustellen.

Ein Routinier, zwei Talente

Maßgeblich dazu trug die rasend schnelle Integration der drei Neuzugänge bei. Mit dem regional- und oberligaerfahrenen Allrounder Damian Peltner, der laut Schmidt alle Angriffspositionen mit einer gleichbleibend hohen Qualität bekleiden kann, haben die Kurstädter einen Top-Mann vom SV Urmitz an Land gezogen. Zudem kamen mit dem 2,02 Meter großen und 104 Kilogramm schweren Rückraum-Shooter Fabian Gerlach und Torhüter-Talent Alexander Klapthor zwei aufstrebende hoffnungsvolle Talente vom benachbarten Rheinlandligisten TuS Bannberscheid an die Lahn.

Der TVBE-Kader scheint in der Breite an Qualität gewonnen zu haben. Was aber auch dringend nötig ist, denn die Oberliga ist nach Einschätzung Schmidts in diesem Jahr noch stärker einzuschätzen. "Die Top-Teams haben sich weiterverstärkt. So verpflichtete Untere Saar beispielsweise erst vor wenigen Tagen noch einen Polen", macht der Bad Emser Übungsleiter deutlich, mit welch unterschiedlichen Voraussetzungen die einzelnen Klassenkonkurrenten ins Rennen gehen. Hier das überwiegend mit Eigengewächsen und Spielern aus der Region bestückte Team der Schwarz-Weißen, dort mit teilweise international erfahrenen Stars gespickte ambitionierte Vereine - Schmidt sieht seinen Turnverein in diesem Reigen fast schon als kleines gallisches Dorf, das sich mit bescheidenen Möglichkeiten den Großen der Zunft in den Weg und diesen oft genug auch ein Bein stellt.

Mehr Zuschauer anlocken

Schmidt, der abermals auf die Begeisterungsfähigkeit des treuen Publikums hofft - am Samstag werden die Guggemusiker den Fans einheizen, zudem versuchen die Silberauer mit einem Malwettbewerb zum Thema "Steht auf, wenn Ihr Emser seid" mehr Zuschauer zu den Heimspielen zu locken -, muss mit Ohnhäuser zusehen, dass die in der Testphase häufig zu Tage getretenen Konzentrationsschwankungen beseitigt werden. 35 starken Minuten folgte häufig ein für Schmidt und Ohnhäuser kaum zu erklärender zwischenzeitlicher Einbruch, ehe es in der Schlussphase der Spiele wieder super bei den Bad Emser Ballwerfern läuft.

"Das ist eine reine Kopfsache. Es fällt uns noch schwer, körperlich und geistig das hohe Level zu halten. Wir haben viel in dieser Hinsicht - gerade auch im psychologischen Bereich - gearbeitet. Gerade durch den Ausfall Andy Klutes fehlt uns ein Kopf, ein Leader in geistiger Hinsicht. Das müssen wir über das funktionierende Kollektiv in den Griff bekommen."

In Sachen "Professionalisierung" hat der TV ebenfalls einen Sprung nach vorne gemacht. Ex-Spielerin Silke Simmer unterstützt Bargmann im Management. "Sie kümmert sich um viele Dinge im Umfeld und hat zusammen mit Henning ein Seminar besucht." Auch das ist wichtig, um die spannenden Aufgaben zu bewältigen... (stn)

Der Kader

Tor: Carsten Noll, Christian Adler, Alexander Klapthor. Kreis: Marcel Driesch, Kai Wallroth. Außen: Robert Furtak, Michael Krenzer, Yvo Pesek, Adrian Ulges. Rückraum: Fabian Gerlach, Uwe Hens, Pascal Gras, Alexander Ulges. Universal: Damian Peltner, Andreas Klute. Trainer: Thomas Schmidt, Klaus Ohnhäuser.
(RLZ vom 14.09.2007)

 

TV Bad Ems erlebt positive Vorbereitung

Der Oberligist trotzt im Test dem luxemburgischen Pokalsieger aus Berchem ein Unentschieden ab

BAD EMS. Nicht Kondition bolzen, sondern verstärkte Schulung im taktischen Bereich stand beim zweiten Trainingslager der Handballer des TV Bad Ems am Wochenende in Vordergrund. Angereichert wurden die intensiven Einheiten gleich mit drei Partien, in denen der Oberligist auf den TuS Weibern, den luxemburgischen Pokalsieger HC Berchem und die HSV Rhein-Nette traf.

"Gerade gegen Berchem haben wir richtig gut gespielt", so Trainer Klaus Ohnhäuser, der dem Gast aus dem Zwergenstaat Regionalliga-Format bescheinigte. 26:26 (12:13) endete der Härtetest. Besonders die Bad Emser Abwehr zeigte in dieser Partie eine starke Leistung, was Ohnhäuser und seinem Trainerkollegen Thomas Schmidt ganz besonders gefiel - der Stabilisierung des Deckungsverbandes galt im Rahmen des Trainingslagers besondere Aufmerksamkeit.

Schon am Freitag präsentierte sich der TVBE gegen den Rheinlandligisten aus Weibern sehr spielfreudig und siegte mühelos mit 38:26 (18:13), wobei Uwe Hens mit acht Treffern erfolgreichster Schütze der Kurstädter war. Nur die Leistung am Sonntag beim 31:25 (17:13) gegen den HSV Rhein-Nette - ebenfalls Rheinlandligist - gab für den Saisonstart in zwei Wochen gegen Saulheim noch ein wenig Anlass zur Skepsis. "Da war die Luft ein wenig raus. Es ist aber klar, dass man nicht drei Spiele 100 Prozent geben kann", zeigte sich Ohnhäuser verständnisvoll und lobte viel- mehr das tolle Engagement seiner Recken: "Alle haben richtig gut mitgezogen, die Vorbereitung ist insgesamt sehr positiv verlaufen. Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Form mit in den Saisonstart rübernehmen."

Die gute Vorsaison wollen die Kurstädter wiederholen, wenn nicht gar toppen - und die Vorzeichen sind nicht die Schlechtesten: Die drei Neuzugänge Alexander Klapthor, Damian Peltner und Fabian Gerlach sind bestens integriert. "Fabian wird in der Liga sicher Beachtung finden", glaubt Ohnhäuser. Und auch die Unberechenbarkeit der Truppe könnte der große Trumpf der neuen Saison werden. In Ansätzen zeigte sich dies schon in den Testspielen. "Alle Spieler konnten sich in die Torschützenliste eintragen. Wir sind nicht leicht auszurechnen", glaubt Ohnhäuser.
Sven Stadtmüller
(RLZ vom 03.09.2007)

 

TVBE-Handballer arbeiten im Trainingslager hart

RPS-Oberligist findet in der Saarbrückener Sportschule optimale Bedingungen vor - In Theorie und Praxis voll gefordert

BAD EMS. Hochzufrieden resümierte Thomas Schmidt, Trainer des Handball-Oberligisten TV Bad Ems, das dreitätige Trainingslager seines Teams in der Sportschule Saarbrücken. "Ich bin restlos begeistert. Die Bedingungen waren einsame Spitze. Von den Zimmern bis zur Halle brauchte man zu Fuß keine fünf Minuten. Interessant waren auch die Begegnungen mit anderen Sportlern wie den Regionalliga-Handballerinnen von Bayer Leverkusen und der Triathlon-Nationalmannschaft."

Die TVBE-Akteure vergossen viel Schweiß und wurden von Schmidt und seinem Kollegen Klaus Ohnhäuser auch in der Theorie gefordert. "Uns stand ein Medienraum mit Beamer, DVD-Player und Flip-Chart zur Verfügung. Einfach Klasse", schwärmte Schmidt. Besonders freute den früheren Torwart, dass sich die drei Neuzugänge der Schwarz-Weißen - Fabian Gerlach und Alexander Klapthor vom TuS Bannberscheid sowie Damian Peltner vom SV Urmitz - sehr schnell ins Gefüge der Kurstädter integrierten. "Man hatte den Eindruck, als seien sie schon jahrelang bei uns", so Schmidt, der dem Trio auch einen starken Einstand in den Testbegegnungen gegen die Saarlandligisten Dudweiler (34:21) und Altenkessel (35:21) attestierte. "Vor allem Damian erwies sich als Teamspieler, während Alexander und Fabian eher Individualisten sind."

So kehrte der TVBE-Tross ziemlich platt in die heimischen Gefilde zurück und konnte zwei freie Tage genießen. Doch morgen Abend geht's schon mit dem intensiven Training weiter, ehe der Testspiel-Reigen am kommenden Freitag ab 19 Uhr in Mülheim gegen den belgischen Klub HC Antwerpen fortgesetzt wird.   (stn)
(RLZ vom 07.08.2007)

 

TVBE schwitzt im Trainingslager

Silberau-Handballer üben eifrig in Saarbrücken

BAD EMS/SAARBRÜCKEN. Seit gestern befinden sich die Handballer des Turnvereins Bad Ems im Trainingslager in der Sportschule der saarländischen Landeshauptstadt Saarbrücken. "Wir finden dort im Olympiastützpunkt optimale Bedingungen vor", schwärmte TVBE-Übungsleiter Thomas Schmidt, der zusammen mit seinem Mitstreiter Klaus Ohnhäuser bis zum Sonntag 15 Spieler auf Vordermann bringen wird, damit die Kurstädter die Grundlagen für die zweite Saison in der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar legen. "Kondition, Torwarttraining, Kraft und Abwehr - das sind die Themen, die wir hauptsächlich in Saarbrücken bearbeiten", haben die beiden Trainer ein knallhartes schweißtreibendes Programm zusammengestellt, das den Ballwerfern alles abverlangen wird.

Nach drei Einheiten am gestrigen Freitag geht's heute mit einem 5 km-Lauf vor dem Frühstück und fünf weiteren Einheiten weiter, morgen sind ebenfalls nochmals drei Einheiten in Theorie (im Lehrsaal) und vor allem Praxis vorgesehen. Damit nicht genug: Die beiden Saarlandligisten Dudweiler und Altenkessel dienen den Bad Emsern zudem als Sparringspartner.

Schmidt und Ohnhäuser legen jedoch auch großen Wert darauf, die Neuzugänge möglichst schnell zu integrieren. Dabei sind auch die Testspiele sehr wichtig. Eines davon absolvierten die Schwarz-Weißen zwei Tage vor der Reise nach Saarbrücken gegen die in die Bezirksoberliga aufgestiegene zweite Welle des TuS Holzheim. Beim 33:19 (22:11)-Erfolg boten die Bad Emser in Durchgang eins eine starke Leistung im Angriff, während in der Abwehr doch einige Lücken aufgedeckt wurden. "In der zweiten Halbzeit war's dann genau umgekehrt", bilanzierte Schmidt. Doch es sind ja auch noch knapp sechs Wochen Zeit, ehe mit dem Heimspiel gegen die SG Saulheim die neue Runde beginnt...   (stn)
(RLZ vom 04.08.07)

 

TV Bad Ems spielt in eingleisiger Liga

Handball-Oberliga RPS: Trainer Schmidt spricht von einer "Mammutsaison"

Mit einem unerwarteten siebten Platz setzten die Handballer des TV Bad Ems in der neuen Oberliga eine Duftmarke und legten die Messlatte sehr hoch. Ab 15. September gilt es, in einer diesmal eingleisigen Spielklasse die gezeigten Leistungen zu bestätigen.

BAD EMS. 30 Punktspiele bestritten die Handballer des TV Bad Ems während der ersten Saison der Oberliga Rheinland-Pfalz / Saar: Zunächst 16 Partien in einer neun Teams umfassenden Vorrunde, ehe es mit der Elite der eigenen und der zweiten Staffel in der sogenannten Aufstiegsrunde mit 14 Vergleichen weiter ging.

Liga erhält neues Gesicht

30 Begegnungen sind auch 2007/2008 zu absolvieren. Diesmal jedoch in einer eingleisigen Staffel. "Ich halte das für keinen guten Modus", so TVBE-Trainer Klaus Ohnhäuser, der jedoch Verständnis für die Neuerung aufbringt. Denn: "Je mehr Verbände vertreten sind, desto größer wird die Klasse. Denn schließlich wollen alle Meister auch in die Oberliga aufsteigen." Von einer "wahren Mammutliga" spricht sein Kollege Thomas Schmidt. "Wir müssen es eben nehmen, wie es kommt."

Somit erhält die vierthöchste Spielklasse in Jahr zwei des Zusammenschlusses ein neues Gesicht. Aus der Regionalliga musste postwendend der TV Vallendar absteigen, der als neue Spielgemeinschaft UVS Rheintal mit dem benachbarten SV Urmitz einen neuerlichen Anlauf in Richtung dritte Liga nimmt. Zudem wollen die Meister der Landesverbände, SG Kastellaun / Simmern (Rheinland), TSV Kuhardt (Pfalz), TV Homburg (Saar) und TuS Wörrstadt (Rheinhessen), die Liga bereichern. Ohnhäuser: "Da bleibt abzuwarten, wie die Spieler die Strapazen verkraften."

Nachdem die erste Phase der Vorbereitung auf die neue Saison unter der Leitung von Pascal Gras mit der Erarbeitung der Grundlagenausdauer schon weit gediehen ist, dürfen die Schwarz-Weißen von der Insel Silberau demnächst auch wieder Bälle in die Hände nehmen. Am kommenden Mittwoch gibt's ab 20 Uhr im Diezer Sportzentrum den ersten Test gegen die zweite Garnitur des TuS Holzheim, die mittlerweile in der Bezirksoberliga angekommen ist und daher ein echter Prüfstein für Pascal Ulges und Co. werden dürfte.

In dieser Partie dürfen die Fans des TV Bad Ems das Debüt der Neuverpflichtungen genau unter die Lupe nehmen. Nachdem vom TuS Bannberscheid Torwart-Talent Alexander Klapthor und Rückraum-Shooter Fabian Gerlach bereits frühzeitig ihren Wechsel nach Bad Ems bekanntgegeben hatten, bot sich dem TVBE noch eine Gelegenheit, den Kader weiter aufzustocken: Mit Damian Peltner vom SV Urmitz meldete sich ein 27-jähriger Routinier - Schmidt: "Das kommt in der Branche garantiert nicht oft vor. Eher kontaktieren die Vereine die gewünschten Spieler" - beim Turnverein. "Er legt auf Attribute wie mannschaftliche Geschlossenheit und auch Teamgeist großen Wert und ist deshalb bei uns ganz bestimmt sehr gut aufgehoben", ist Schmidt froh, einen dritten Neuen an Land gezogen zu haben.

Zwei Trainingslager

Den Feinschliff für die am 15. September mit dem Heimspiel gegen die SG Saulheim beginnende Saison holen sich die Kurstädter in zwei Trainingslagern: Zunächst geht's vom 3. bis 5. August dank der Unterstützung eines Sponsors in die Sportschule Saarbrücken, ehe am ersten Wochenende im September auf der heimischen Silberau nochmals intensiv gearbeitet wird. Schmidt stellt sich auf eine knochenharte Runde ein. "Viele unserer Konkurrenten haben gewaltig aufgerüstet. Doch das ist für uns ein zusätzlicher Anreiz..." Stefan Nink
(RLZ vom 27.07.2007)